[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich habe schon öfter überlegt mich im absoluten Notfall (wenn ich aus meinem Job fliegen sollte da ich keine Finanzierung mehr erhalte) im ÖD bewerben soll. Ich glaube zwar nicht, dass das eintreten wird, aber 100% sicher kann man sich natürlich nicht sein. Ich fände die eventuell höhere Jobsicherheit gut und habe auch nicht das Ziel viel Geld zu verdienen. Ich bin es gewohnt, dass nichtmal Überstunden bezahlt werden und man diese auch nicht abfeiern kann (ist bei uns leider normal so).

Allerdings habe ich keine Ahnung, ob und in welchem Bereich des ÖD man mich einsetzen könnte. Ich müsste wahrscheinlich viel von Null an neu lernen. Umweltschutz würde mich interessieren, aber es ist halt auch die Frage, was man dann da konkret machen muss...

Du arbeitest doch im Bereich Umweltschutz, oder? Kann man grob und kurz zusammenfassen was man da über einen Monat hinweg so macht? Und kann man mit Ü40 noch im ÖD einsteigen? Ich meine es gibt ja ne Altersgrenze bis zu der man verbeamtet werden kann, oder? Aber man kann ja auch ohne Beamtenstatus im ÖD arbeiten, davon abgesehen... nich?
Was ist nochmal deine Qualifikation?
Im ÖD wird das meist streng gehandhabt. Im gehobenen Dienst Umweltschutz ist die Anforderung meist ein Studium in dem Bereich oder 'Artverwandt'.

Was nicht heißt, dass Quereinsteiger nicht zum Zuge kommen können. Mir ist das eher wichtig, dass jemand einen guten Eindruck macht. 90% lernt man im Job. Naturwissenschaften sind ein weites Feld.

Ich hab bei mir vom Archäologen über Geologen, Geographen, Biologen und Ingenieure so ziemlich alles von Bachelor bis Promotion.

Einstieg mit Ü40 ist kein Problem, die Kommunen verbeamten eh keine Quereinsteiger. Das tun eher die Ministerien.

Hab zB im Umweltschutz konkret Klimaschutzmanager und Immissionsschutzingenieure. Erstere sind ziemlich frei in ihrem Handeln, müssen halt das Klimaschutzkonzept umsetzen, beraten und schauen, dass der Klimaschutz voran getrieben wird.
Die Ingenieure müssen das BImSchG mit allen Verordnungen anwenden. Von der Genehmigung einer industriellen Anlage, Überwachung bis hin zum Anwohner der sich über die Wärmepumpe des Nachbarn beschwert.
 
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Seit wann muss man Azubis nach Ende der Lehre kündigen? Normal endet der Ausbildungsvertrag mit bestehen der Abschlussprüfung und aushändigen des Zeugnisses. Will der Betrieb einen übernehmen macht man einen richtigen Arbeitsvertrag.

So war es zumindestens bei uns damals, denke aber nicht das sich das groß geändert hat.
 
Er sagte doch der ist in der jav?
Da gelten andere Regeln - schriftlich an den Azubi spätestens drei Monate vor Ausbildungsende wenn er NICHT übernommen (unbefristet) werden soll

Das ist der Punkt. HR kam erst im Dezember auf ihn zu. Wie ich Eingangs schrieb: besonderer Kündigungsschutz.
 
Wird ein Betreib mit IG Metall Tarif sein und dort ist vorgesehen, dass man nach Ausbildung unbefristet übernommen wird wenn der Betreib nichts macht.
Ist auch unabhängig ob man JAV ist oder nicht.

Euer HR sollte sich aber mit sowas doch auskennen und wen die Person echt so schlimm ist auch einen Weg finden eine Kündigung Auszusprechen.
 
Was ist nochmal deine Qualifikation?
Siehe unten.
Im ÖD wird das meist streng gehandhabt. Im gehobenen Dienst Umweltschutz ist die Anforderung meist ein Studium in dem Bereich oder 'Artverwandt'.
Ich glaube, dass es da rein auf dem Papier leider nicht passt.
Was nicht heißt, dass Quereinsteiger nicht zum Zuge kommen können. Mir ist das eher wichtig, dass jemand einen guten Eindruck macht. 90% lernt man im Job. Naturwissenschaften sind ein weites Feld.

Ich hab bei mir vom Archäologen über Geologen, Geographen, Biologen und Ingenieure so ziemlich alles von Bachelor bis Promotion.
Was wiederum sehr gut klingt. Ich fasse meine Qualifikation mal wie folgt zusammen:

Offizielles Studium Neurowissenschaften und Psychologie. Aber meine Fähigkeiten und mein Wissen gehen darüber hinaus und beinhalten auch andere Wissenschaften und deren Anwendung. In der Biologie kenne ich mich gut aus (evolutionäre Biologie, Biogeographie, Ökologie, Tierphysiologie und Anatomie (sowie die des Menschen), Tierverhalten, etc.).

Als "Beweis" für mein Wissen habe ich Publikationen in mehreren Wissenschaften: Biologie, Neurowissenschaften, Neurologie, Psychologie, Psychiatrie, Philosophie, ... Habe mehrere Kapitel für Fachbücher geschrieben. Aber ich weiß, dass das für die meisten Personaler (für die normale Arbeitswelt außerhalb Science) irrelevant ist da die damit wenig bis gar nichts anfangen können.

Dazu sehr gute Programmierfähigkeiten mit Python. Ich kenne mich (allein beruflich bedingt) sehr gut mit der Analyse von Zeitreihen aller Art (sowie anderen Formen von Daten) sehr gut aus. Das beinhaltet u.a. digital signal processing und ich kenne auch das theoretische Wissen dazu. D.h. ich kann auch Aufgaben in diesem Bereich am Computer für Datenanalyse übernehmen die Elektroingenieure, Computer Scientists, etc. durchführen.

Mich interessiert fast alles rund um das Phänomen "Leben" (auch wenn ich das vor einem Personaler so allgemein natürlich nicht formulieren würde): daher wäre auch der Umweltbereich für mich wohl mit am interessantesten.

Ich habe wie gesagt nicht vor mich dort zu bewerben, sondern sehe es nur als absolute Notlösung (neben anderen) wenn es mal notwendig werden sollte... Aber ich hoffe, dass es nie so weit kommt. Bisschen informieren schadet nicht. ;)

Meinst du ich hätte zumindest grundsätzlich Chancen da unterzukommen (auch wenn die Chancen vielleicht nicht hoch sind)? Und was machen denn die Biologen bei dir so arbeitsmäßig?
 
und wen die Person echt so schlimm ist auch einen Weg finden eine Kündigung Auszusprechen.
Das wundert mich auch, gerade wenn die Person quasi noch ganz frisch ist kriegt man die doch verhältnismäßig günstig los. Anstatt sich so jemanden jetzt für immer ans Bein zu binden. Bei solchen Personen trifft die Bezeichnung "Lowperformerschutzgesetzt" ja echt mal zu, vorallem wenn er sich noch darüber lustig macht.
 
Das wundert mich auch, gerade wenn die Person quasi noch ganz frisch ist kriegt man die doch verhältnismäßig günstig los. Anstatt sich so jemanden jetzt für immer ans Bein zu binden. Bei solchen Personen trifft die Bezeichnung "Lowperformerschutzgesetzt" ja echt mal zu, vorallem wenn er sich noch darüber lustig macht.
Da im März wieder BR Wahlen sind würde ich wetten die Person ist schon auf der Wahlliste :fresse2:
 
@Geforce3M3

Bei uns grundsätzlich schon, vermutlich dann eher im Bereich des Natuschutzes. Allerdings arbeiten da klassische Biologen und Landschaftspfleger. Da geht's im Grunde darum, den Einklang mit der Natur sicherzustellen (Kompensation von Eingriffen, also Baumaßnahmen, Schutzgebiete verwalten, entwickeln usw.). Da haben die auch relativ freie Hand wenn die zum Beispiel irgendwo ein Projekt planen wie Gewässer anlegen, Flächen umbauen etc.
Da spielen dann EU-Richtlinien eine große Rolle. Inhaltlich wäre das vermutlich 99% von deinen bisherigen Tätigkeiten entfernt. Wir sind aber auch eine kleinere Behörde.
 
Siehe unten.

Ich glaube, dass es da rein auf dem Papier leider nicht passt.

Was wiederum sehr gut klingt. Ich fasse meine Qualifikation mal wie folgt zusammen:

Offizielles Studium Neurowissenschaften und Psychologie. Aber meine Fähigkeiten und mein Wissen gehen darüber hinaus und beinhalten auch andere Wissenschaften und deren Anwendung. In der Biologie kenne ich mich gut aus (evolutionäre Biologie, Biogeographie, Ökologie, Tierphysiologie und Anatomie (sowie die des Menschen), Tierverhalten, etc.).

Als "Beweis" für mein Wissen habe ich Publikationen in mehreren Wissenschaften: Biologie, Neurowissenschaften, Neurologie, Psychologie, Psychiatrie, Philosophie, ... Habe mehrere Kapitel für Fachbücher geschrieben. Aber ich weiß, dass das für die meisten Personaler (für die normale Arbeitswelt außerhalb Science) irrelevant ist da die damit wenig bis gar nichts anfangen können.

Dazu sehr gute Programmierfähigkeiten mit Python. Ich kenne mich (allein beruflich bedingt) sehr gut mit der Analyse von Zeitreihen aller Art (sowie anderen Formen von Daten) sehr gut aus. Das beinhaltet u.a. digital signal processing und ich kenne auch das theoretische Wissen dazu. D.h. ich kann auch Aufgaben in diesem Bereich am Computer für Datenanalyse übernehmen die Elektroingenieure, Computer Scientists, etc. durchführen.

Mich interessiert fast alles rund um das Phänomen "Leben" (auch wenn ich das vor einem Personaler so allgemein natürlich nicht formulieren würde): daher wäre auch der Umweltbereich für mich wohl mit am interessantesten.

Ich habe wie gesagt nicht vor mich dort zu bewerben, sondern sehe es nur als absolute Notlösung (neben anderen) wenn es mal notwendig werden sollte... Aber ich hoffe, dass es nie so weit kommt. Bisschen informieren schadet nicht. ;)

Meinst du ich hätte zumindest grundsätzlich Chancen da unterzukommen (auch wenn die Chancen vielleicht nicht hoch sind)? Und was machen denn die Biologen bei dir so arbeitsmäßig?
Also bei uns in der Behörde arbeiten einige die Biologie oder sowas studiert haben bei der Zulassungsstelle xD. Vielleicht machen sie dir auch so ein Angebot... keine Ahnung warum, aber Behörden bevorteilen Studium, lassen aber diese gerne in Jobs für Leute mit 3 Jähriger Verwaltungsausbildung. Die studierten sind natürlich teurer - weil bei Behörden Studierte einfach so mehr Geld für gleiche Tätigkeiten bekommen.

Ich finde das so krass das der Staat Unternehmen vorschreibt bezüglich Gleich Behandlung etc. aber selbst nimmt er sich die Freiheit nicht rational zu differenzieren.

Das ist auch das Problem beim Verbeamten ohne Studium hat man quasi keine oder sehr geringe Chancen sich zu verbeamten.
Ich formuliere es mal anders: Wissenschaftlich zu arbeiten ist eine andre form der Arbeit vs "Fließband"/Handwerks Arbeit.
Ich hab es mit Behörden satt, es ist zwar entspannt dort zu arbeiten - aber es ist nicht für jeden erfüllend.
Ich hatte mich für eine Stelle als Digitalisierungsbeauftragten beworben vor zig Jahren. Ich hatte später erfahren das da jemand sitzt der keine Ahnung von IT hat. Aber dieser kam von einer anderen Behörde (Bevorzugung).

Macht Fachlich gar keinen Sinn, aber hey wir wissen warum Digitalisierung in Deutschland läuft.
 
Ja, da kommt inzwischen viel Dünnpfiff rum... Nicht nur bei Politkern oder US Tech-CEOs mit Allmachtsfantasien.

Schönes Beispiel bringt der "Top-Manager" da...

Da muss ich ja gleich an meinen AG denken.

Die Qualität der Geräte wird von Serie zu Serie schlechter, die Produktionskosten sinken aufgrund des billigen Gelumps welches verbaut wird, und gleichzeitig steigt der Verkaufspreis...
Am Ende des Jahres heißt es, wir haben unser Ziel leider nicht erreicht, wir müssen mehr arbeiten - Ziel nicht erreicht in dem Fall leider nicht die angepeilten XY Millionen gemacht, sondern 2 oder 3 Milliönchen weniger.

Was der AG bei uns wirklich nicht sieht:
Krankenquote explodiert, ich habe neulich von neuer Überstundenpflicht geschrieben, Stand gestern waren in der Abteilung 60% krank, das hat es noch nie gegeben, somit wird das Ziel für diesen Monat nicht erreicht, auch das hat es noch nie gegeben.

Weiterhin steigt seit den mageren Lohnrunden, und für viele sogar Nullrunden der Diebstahl im Betriebsrestaurant auf ein noch nie dagewesenes Maß an.
Die Spät- und Nachtschichten buchen so gut wie keine Getränke mehr, weiterhin wird beinahe alles, was an zubereiteten Essen im Angebot ist, und auf Vertrauensbasis gebucht wird, gegessen, OHNE zu buchen.
Gestern wieder:
Wunderbares Landbrot, mit Pastrami und Tomatenpesto, herrlich angerichtet.
35 Stück wurden zubereitet, Verkaufspreis 2.20€.
Gebucht wurden 6 Stück, weg waren alle.

Ich finde es jammerschade, zeigt aber ganz klar, dass eine bis Dato noch nie dagewesene Unzufriedenheit herrscht.
Unser Firmengründer ist leider schon verstorben, ich glaube er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus "seiner Lebensaufgabe" geworden ist :(

Morgen haben wir die erste Vollversammlung des Jahres, ich nehme aber nicht mehr teil.
Meines Wissens will kaum jemand hingehen, das wäre auch mal ein gutes Statement, wenn der Vorstand oder die GL zu leeren Stühlen sprechen würden.
 
Am Ende des Jahres heißt es, wir haben unser Ziel leider nicht erreicht, wir müssen mehr arbeiten - Ziel nicht erreicht in dem Fall leider nicht die angepeilten XY Millionen gemacht, sondern 2 oder 3 Milliönchen weniger.
Das kenne ich von einem ehemaligen AG ebenfalls. Es wurden Rekorde gebrochen in der Firma, in den Auswertungen war aber alles rot, weil man nicht die Ziele erreicht hat.

Hab mich ziemlich unbeliebt mit der Frage gemacht, seit wann Gewinne nicht mehr grün sind, wenn man Fantasiezahlen nicht erfüllt.
Bin kurz danach auch gegangen. Laut einem Ex-Kollegen wurde es danach aber umgestellt, weil danach mehrere die Traute hatten zumindest bei Vorgesetzten dazu anzuklopfen. :lol:
 
Da muss ich ja gleich an meinen AG denken.
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Ich finde es jammerschade, zeigt aber ganz klar, dass eine bis Dato noch nie dagewesene Unzufriedenheit herrscht.
Unser Firmengründer ist leider schon verstorben, ich glaube er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus "seiner Lebensaufgabe" geworden ist :(

Morgen haben wir die erste Vollversammlung des Jahres, ich nehme aber nicht mehr teil.
Meines Wissens will kaum jemand hingehen, das wäre auch mal ein gutes Statement, wenn der Vorstand oder die GL zu leeren Stühlen sprechen würden.
Nicht hinzugehen ist auch keine Lösung. So eine Versammlung ist auch eine Chance Probleme anzusprechen. Werden diese nicht angesprochen und es geht keiner hin, kann man das als desinteresse weiter nehmen oder als Bestätigung für "weiter so".

Bei uns gab es auch Fluktuation und der Chef wusste nicht weiter, bis es angesprochen wurde. z. B das Gehälter von Mitarbeitern die schon länger da sind mal angepasst werden müssten und sich am Markt orientieren sollen sonst gehen woanders hin wenn die hören da kriegen sie 20% mehr. > Wurde adressiert es gibt jetzt allgemeine jährliche Gehalt/Lohnanpassungen für alle man versucht sich an die Inflation zu orientieren.
Im Prinzip haben wir jetzt einen Haustarifvertrag (Betriebsvereinbarung) adressiert wurde auch das alle mindestens 30 Tage Urlaub bekommen uvm.

Übrigens: Müssen alle Firmen jetzt eine whistleblower stelle einrichten über eine neutrale Person. =>Hier kannst du auch den Betriebsrat verpfeifen, wenn er plötzlich einen Fettenschlitten fährt und dir auffält das er sich nicht für Mitarbeiterbelange interessiert.
Vielleicht mal mit ein paar Mitarbeitern dort Dinge ankreiden (potentielle Korruption die man beobachtet oder auch Diebstahl etc.)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das kenne ich von einem ehemaligen AG ebenfalls. Es wurden Rekorde gebrochen in der Firma, in den Auswertungen war aber alles rot, weil man nicht die Ziele erreicht hat.

Hab mich ziemlich unbeliebt mit der Frage gemacht, seit wann Gewinne nicht mehr grün sind, wenn man Fantasiezahlen nicht erfüllt.
Bin kurz danach auch gegangen. Laut einem Ex-Kollegen wurde es danach aber umgestellt, weil danach mehrere die Traute hatten zumindest bei Vorgesetzten dazu anzuklopfen. :lol:
Man kann alles immer negativ darstellen.
 
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