[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Es gibt halt auch mehr Möglichkeiten einen Beamten zu disziplinieren als einen AN.
Das Beamtentum ist natürlich dafür bekannt, dass hier besondere Disziplin und Arbeitsmoral herrscht weil man ständig Angst haben muss :d
 
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Du möchtest also eine freiwillige Rentenversicherungspflicht?
Ja, für finanziell Unabhängige definitiv. Da lässt sich leicht eine Grenze, z.B. anhand Vermögen/Kapitalverzehr und durchschnittlicher Lebenserwartung, definieren. Wenn die das dann trotzdem verbocken sollten, haben sie nach Opt-out eben Pech gehabt. So viel Eigenverantwortung muss drin sein. Wobei ich aber für eine Vermögenssteuer und deutlich höhere Erbschaftssteuer wäre. Damit ließe sich das Sozialsystem aus meiner Sicht effektiver querfinanzieren, als über Zwangs-Rentenbeiträge.
 
Dann darfst du jedoch halt nicht sagen, dass alle einzahlen sollen (wovon ich in deinem Fall ausgehe).
Fraglich wäre entsprechend, ob das Rentensystem durch mehr einzahlende Menschen oder durch mehr Querfinanzierung durch ErbSt und VermSt profitiert.
 
Das Beamtentum ist natürlich dafür bekannt, dass hier besondere Disziplin und Arbeitsmoral herrscht weil man ständig Angst haben muss :d
Naja keine Ahnung warum immer das Klischee ausgegraben wird.
Natürlich gibt es schwarze Schafe im ÖD. In der freien Wirtschaft gibt’s die aber nicht, oder wie?
 
Dann darfst du jedoch halt nicht sagen, dass alle einzahlen sollen (wovon ich in deinem Fall ausgehe)
Ne, das sage ich ja auch nicht. Deswegen oben auch meine Anmerkung/Verlinkung, dass ich es bei Beamten eben nicht als sinnvoll einschätze. :d
 
Der erste Grundstein zur Veränderung unserer GRV muss sein, dass wir vom Umlagensystem wegkommen.
 
Passend dazu gerade gelesen:


Spannend auch, dass Beamte anscheinend länger leben als Angestellte.
 
Es muss halt in irgend einer Form gedeckt werden. Aktuell ist sie nur durch laufende Beiträge gedeckt, die sofort in die Auszahlung an die Empfänger gehen.
Das funktioniert halt 1) nur, wenn ein stetiges Bevölkerungswachsum da ist und 2) wenn von diesem stetigen Bevölkerungswachstum auch immer mehr einzahlen, sprich in Beschäftigung sind.

Aber 1) haben ein schrumpfendes Bevölkerungswachstum, und das schon sehr lange.
Und 2) wird die Zukunft wohl eher bringen, dass viele Jobs obsolet werden.

Das beides beißt sich halt mit einem Umlagesystem.

Das GKV + PPV System ist übrigens genauso aufgestellt.
 
Es wird in Deutschland keine Reform geben. Sieht man doch jetzt beim Rentenpaket schon wieder. Die aktuellen Regierungen werden immer nur kurzfristig entscheiden, ins Gesetzt wird dann reingeschrieben dass ab Tag X in 10 Jahren irgendwas geändert werden muss, das wird dann von der Regierung zu dieser Zeit wieder entfernt. Siehe Nachhaltigkeitsfaktor der 2004 oder so eingeführt wurde als das quasi keinen Impact hatte, jetzt wo man es spüren würde, wird er ausgesetzt.
 
dass Beamte anscheinend länger leben als Angestellte.
Stress verkürzt Leben. Stress haben Beamte schlicht und ergreifend weniger weil sie weniger Existenzängste haben und auch die Arbeitsbelastung/-druck ist im direkten Vergleich geringer. Zudem sind sie auch gesundheitlich besser abgesichert, als ein AN mit GKV. mich wundert das daher keinen Meter.
Spannend find ich eher das: "Ab einem Grundeinkommen von 2.500 Franken pro Jahr muss jeder Bürger einen festen Prozentsatz seiner Einkünfte für die Rente einzahlen. Das gilt unbegrenzt, auch für Einkommensmillionäre - ohne eine wie in Deutschland übliche Beitragsbemessungsgrenze, ab der keine Beiträge mehr anfallen. Gleichzeitig ist die Höhe der gesetzlichen Rente in der Schweiz strikt gedeckelt."

Was in DE grade von denen oberhalb des Einkommensmeidian in zunehmend Maß als absolut undekbar weil "unfair" angesehen wird. Und btw. die EInkommensmillionäre wandern aus der Schweiz deshalb nicht ab. *shocked pikacu face*
 
Passen Diskussion und Thementitel hier noch zusammen? Ich denk nicht. Das Thema Rente gheört genauso wie die Krankenkassendiskussion ausgelagtert und die Reihung an Meinungen über Beamten ebenso.
 
Finde schon, dass Abgaben auf Arbeitslohn in den Gehaltsthread gehören, wohin auch sonst. Einen Thread zur Rente macht wohl wenig Sinn weil im Gegensatz zur GKV wo man wenigstens noch minimale Auswahl hat gibt es bei der Rente keine.
 
Ne eigener Thread. wenn dann beim Thema Rente und wie man sie reformiert aufkommt, das man mehr Gehalt hat, muss das aber hierher zurück, weil Gehalt keine Rente also Themenfremd. Themen, die sich überschneiden und unmittelbar miteinander verknüpft sind? niemals! Nicht mit uns!
 
Stress verkürzt Leben. Stress haben Beamte schlicht und ergreifend weniger weil sie weniger Existenzängste haben und auch die Arbeitsbelastung/-druck ist im direkten Vergleich geringer. Zudem sind sie auch gesundheitlich besser abgesichert, als ein AN mit GKV. mich wundert das daher keinen Meter.
Spannend find ich eher das: "Ab einem Grundeinkommen von 2.500 Franken pro Jahr muss jeder Bürger einen festen Prozentsatz seiner Einkünfte für die Rente einzahlen. Das gilt unbegrenzt, auch für Einkommensmillionäre - ohne eine wie in Deutschland übliche Beitragsbemessungsgrenze, ab der keine Beiträge mehr anfallen. Gleichzeitig ist die Höhe der gesetzlichen Rente in der Schweiz strikt gedeckelt."

Was in DE grade von denen oberhalb des Einkommensmeidian in zunehmend Maß als absolut undekbar weil "unfair" angesehen wird. Und btw. die EInkommensmillionäre wandern aus der Schweiz deshalb nicht ab. *shocked pikacu face*

Im Artikel steht aber auch, dass dafür die Steuern deutlich geringer sind und man es in Deutschland auf Grunde des Steuersystems etc. es nicht einfach kopieren kann.
 
Und btw. die EInkommensmillionäre wandern aus der Schweiz deshalb nicht ab.
... weil sie im Gegenzug bei der Einkommenssteuer im Vergleich nur sehr wenig zahlen müssen. Deine Argumentation hinkt zumindest etwas.
 
Im Artikel steht aber auch, dass dafür die Steuern deutlich geringer sind und man es in Deutschland auf Grunde des Steuersystems etc. es nicht einfach kopieren kann.
Was so nicht ganz stimmt. Die Schweiz hat ein wunderbar komplexes Steuersystem. Dort ist die Einkommensstuer je nach Kanton geregelt. zwischen 22-45% Einkommenssteuer. im Schnitt 33,xx%. Also nich gravierend weniger. Berücksichtigt man, dass die MwSt deutlich höher ist, dürfte der Vorteil der Einkommenssteuer makulatur sein. Sie haben VErmögenssteuer und Erbschaftssteuer. Die Steuerbelastung (ohne RV/Sozialabgaben) als solches ist in der Schweiz mindestens so hoch wie in DE, eher höher. Die Aussage im Artikel ist im Ganzen gesehen also falsch und lediglich in Teilen korrekt, wenn man ausschließlich die Einkommenssteuer betrachtet.

im Vergleich nur sehr wenig zahlen
Das ist so halt einfach nicht richtig. Vor allem da diese zudem eben durch Vermögenssteuer (die JEDES Vermögen erfasst, egal in welcher Form es vorliegt) und Erbschaftssteuern betrifft. Schweizer Millionäre tragen erheblich mehr zum allgemeinen Steuertopf bei als die deutschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Schweiz. Berücksichtigt man, dass die MwSt deutlich höher ist, dürfte der Vorteil der Einkommenssteuer makulatur sein. Sie haben VErmögenssteuer und Erbschaftssteuer. Die Steuerbelastung (ohne RV/Sozialabgaben) als solches ist in der Schweiz mindestens so
hoch wie in DE, eher höher.
Hä?
8,1% für alles außer Lebensmittel, welche mit 2,6% besteuert werden.

Ich habe Freunde in der Schweiz, welche keine 20% an Angaben bezahlen, inklusive Krankenversicherung. Ja diese hat eine Selbstbeteiligung, was mir aber bei 20% Abgaben völlig egal wäre. Davon mal abgesehen, das sie wenigstens Facharzttermine bekommen.

Wo nimmst du deine falschen Informationen her!?
 
Du hast vollkommen Recht. Ich habs mit den Schwedischen respektive skandinavischen verwechselt. 😬 wie peinlich.
Aber hey, Schweden, schweiz ist doch 70% das gleiche. Manno

Bezüglich der einkommenssteuer und vermögenssteuer stimmen aber meine aussagen. Und in bezug auf erbschaft an sich auch. Nur 2 kantone erheben sie aktuell nicht.

Ps: dein freund wohnt nicht zufälligerweise in Zug? 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,

hab da mal ne Frage wie ihr das seht.
Ich habe vor 10 Jahren an einem Standort A angefangen zu arbeiten.
Arbeitgeber ist nach 1,5 Jahren nach Standort B gezogen.

Entfernung Standort A ~12km
Entfernung Standort B ~1,5km

Jetzt soll nach 8 Jahren nach Standort A wieder umgezogen werden.
Ich hab mich passend zu Standort B angepasst. Kein 2. Auto. So der wichtigste Faktor.
Rechtlich ist es eh schwierig, da mein Vertrag noch auf Standort A läuft. Es normalerweiße Familiär abläuft und ich dahingehend nicht das größte Fass aufmachen möchte.

Gefühlt hat sich aber der Arbeitgeber einen scheiß drum gekümmert was die Mitarbeiter denken/wollen. (Für 90% der Belegschaft ist es schlechter zu erreichen. Der Rest hat keine Verbesserung eher gleichbleibend.)
Der Umzug ist auch platztechnisch "erstmal" nicht notwendig. Meine Frage ist wie ich mich dem Arbeitgeber dahingehend gegenübertreten soll.
Erstes Gespräch war, dass er sich was überlegen soll wie ich da hinkomme. Idee von mir war ein Mini Elektro Flitze in Form eines Dacia Spring. (Das billigste was geht, will ja nur nicht weniger Geld aufm Konto haben. Was ich trotzdem habe, wegen Steuern, falls ich ein Auto bekommen würde. )
2. Idee ein Poolauto. Was aber eher nur so ein lauter Gedanke war.

Ich hoffe ihr versteht auf was ich hinaus will und hoffe auf einen Austausch und Ideen mit euch.
 
Schwierige Kiste, ist in beiden Faellen recht nah und wohl auch nicht wirklich Relevant beim Jahresausgleich. Rechtlich wird warscheinlich nix gehen, außer dass du dir das Verhaeltnis zum AG kaputtmachst.
Vllt. kann man ueber nen extra HO-Tag oder so sprechen falls das bei euch moeglich ist?
Dafuer dem AG ne Karre aus den Rippen leiern find ich ein wenig drueber ^^
 
Wenn sich an der Umzugssituation nichts ändert, wäre statt einem Auto vielleicht auch ein (E-) Bike möglich. 12km sind m.M.n. eine überwindbare Distanz.
 
Verstehe natürlich deinen Punkt warum das zum Nachteil für dich ist, aber gleichzeitig bin ich auch verwundert, dass er AG jetzt was anbieten soll für dich. Hat er da denn Bereitschaft signalisiert? Je nachdem wie groß die Firma ist, wird er es ja kaum allen recht machen können. Meine aktuelle Firma hat in den Jahren wo ich hier arbeite bestimmt 6x den Standort gewechselt welche für mich relevant war. Da wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen für mich was zu fordern, der Standort wird ja hoffentlich gewechselt um den Betrieb sicher zu stellen und nicht zum Spaß.

Ansonsten:
Das mit nem günstigen BEV Firmenwagen hast du ja schon vorgeschlagen, das wäre für dich natürlich höchst attraktiv, gleichzeitig muss der AG das aber natürlich trotzdem zahlen.
Wie schaut es mit Home Office Möglichkeit in deiner Rolle aus? Sowas wäre ja sicher ein netter Ausgleich wenn das Sinn ergibt und würde dir dann Zeit und kosten sparen, die du an anderen Tagen eben wieder mehr durch die "Anreise" hast. Ist Fahrrad / E-Bike evtl. ne Option? Schon alleine wegen der regelmäßigen Bewegung fände ich das bei so nem kurzen Arbeitsweg auch realistisch.
 
in meinen Augen dürftest rechtlich gar keinen sinnvollen Ansatz finden, Laienmeinung.

Denke, HO Regelung ansprechen dürfte das sinnigste sein, wo sich der AG "beteiligt". Firmenfahrzeug (egal welches Konstrukt) wird bei der Entfernung denk ich schwierig und wird sich wohl für ihn nicht rechnen. Wobei man son Kleinst E-Flitzer durchaus ansprechen kann. Da halten sich die Kosten ja echt in Grenzen. Hängt denk ich stark von deiner Position in deiner Firma ab.

E-Bike würd ich nur in Kombi mit Ho machen. sehr kalte Tage im Winter, Schnee und starkregen sind sicher nicht alltäglich, rettet dich aber nicht, wenn es dann doch grad in Büro musst.

Ansonsten ist sicher auch der Weg privat günstiger Mini E-Flitzer, ggf. geleast, vermutlich kein allzu großes Geldgrab. Bei der LAufleistung dürfte die monatsleasingrate niedrig sein. Ob ich son Auto aktuell kaufen würde? eher nicht bei dem Usecase.
 
sehe das wie Tundor - Standortwechsel gehören dazu, da kann man mitgehen oder es lassen, zumal es sogar ein Rückzug ist...
Der Arbeitnehmer ist halt auch derjenige, welcher in der Pflicht ist zum Arbeitsplatz (pünktlich) zu gelangen.
Dass dich das nervt ist natürlich etwas anderes, aber vom Empfinden her sind 12km immer noch nah dran (kommt natürlich auf die örtlichen Gegebenheiten an, 12km durch den Hamburger Stadtverkehr sind wohl anders zu bewerten als 12km über Autobahn, aber dann würdest du wohl auch kein Auto benötigen)
 
Ok, was ich so aus den Kommentaren raus höre, wäre es schon ein Privileg wenn ich jetzt ein Auto dafür bekommen würde.
Meine letzte Gehaltserhöhung wäre halt komplett zu Nichte gemacht, wenn ich jetzt ein Auto kaufen würde.

Verstehe natürlich deinen Punkt warum das zum Nachteil für dich ist, aber gleichzeitig bin ich auch verwundert, dass er AG jetzt was anbieten soll für dich. Hat er da denn Bereitschaft signalisiert? Je nachdem wie groß die Firma ist, wird er es ja kaum allen recht machen können. Meine aktuelle Firma hat in den Jahren wo ich hier arbeite bestimmt 6x den Standort gewechselt welche für mich relevant war. Da wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen für mich was zu fordern, der Standort wird ja hoffentlich gewechselt um den Betrieb sicher zu stellen und nicht zum Spaß.

Ansonsten:
Das mit nem günstigen BEV Firmenwagen hast du ja schon vorgeschlagen, das wäre für dich natürlich höchst attraktiv, gleichzeitig muss der AG das aber natürlich trotzdem zahlen.
Wie schaut es mit Home Office Möglichkeit in deiner Rolle aus? Sowas wäre ja sicher ein netter Ausgleich wenn das Sinn ergibt und würde dir dann Zeit und kosten sparen, die du an anderen Tagen eben wieder mehr durch die "Anreise" hast. Ist Fahrrad / E-Bike evtl. ne Option? Schon alleine wegen der regelmäßigen Bewegung fände ich das bei so nem kurzen Arbeitsweg auch realistisch.
Die Hauptfirma wurde unterteilt in 3 kleinere Firmen mit unterschiedlichen Themenbereichen. Die Mutterfirma (In welcher ich angestellt bin und für 2 der 3 Firmen arbeite) möchte jetzt das alle unter einem Dach sind.
Das ganze passiert aber nur weil das Gebäude derzeit mit Firma 1 nur einen Mieter hat und man Mieter benötigt. (Wirre Geschichte)
Für mich als Arbeitnehmer halt eine doofe Geschichte. Sport mache ich prinzipiell mehr als genug. Rad fahren wäre schon ok für mich, solange es trocken ist.
Es wird wohl in einem Mix aus 2-Rad fahren und Home Office enden.

Für mich war die Hauptfrage ob ich da etwas überreagiert habe. Mein Chef hats schon verstanden.
 
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