Streich Mal Freizeit und mentale Gesundheit für 70k
Also ich lieg bei über 70k (brutto), mache seit ein paar Jahren auch keine sonderlich vielen Überstunden mehr, hab den Fahrtweg incl. dessen Zeitverlust wegrationalisiert (seit Corona-Ausbruch komplett Homeoffice) und bin (nach eigener Einschätzung) durch den Beruf nicht bekloppter geworden als ich es mit 15 Jahren schon war.
Entweder stimmt die These nicht oder ich bin ein totaler Sonderfall oder ich bin so gut, dass ich >100k verdienen könnte wenn ich ich zu Lasten von Freizeit und Psyche noch 20h die Woche drauflege.
Such dir eine Version aus, für mich sind alle 3 ok.
Was ist denn so abwegig daran anzunehmen, dass ein Geschlecht ehrgeiziger ist als das andere?
Es muss ja nichtmal unbedingt wirklich mehr Ehrgeiz sein.
Die Erwartungshaltung an Männer (in beruflicher Hinsicht) ist soweit ich das subjektiv einschätzen kann auch schlichtweg deutlich höher.
Ne Frau als Erzieherin in der Kita wird in fast allen Belangen als positiv wahrgenommen, ein männlicher Erzieher ist (unter der Hand, die wenigsten werden es offen aussprechen) ne totale Lachnummer und wird nicht ernst genommen.
Im Grunde erwartet nach wie vor jeder von einem Mann, dass er die Familie ernähren kann.
Und das seit ein paar Jahrzenten aufkommenende "der Mann muss sich auch um die Kinder und den Haushalt kümmern" kommt ja im Grunde oben drauf und ersetzt nicht die Erwartung, dass er auch die Kohle ranschafft.
Zudem tippe ich auch, dass viele Frauen sich das "Problem", dass sie bei der Geburt des ersten Kindes (die nachfolgenden kann man hier im Grunde ignorieren, nach der ersten Elternzeit ist das Thema idR. eh durch selbige entschieden) das kleinere Einkommen haben, oft auch selber einbrocken weil sie zu älteren Männern tendieren.
Im Schnitt sind Männer in einer Beziehung schlichtweg ein para Jahre älter, mal als Ansatzpunkt:
Männer heiraten in Deutschland später als Frauen.
de.statista.com
https://www.google.com/url?sa=t&rct...50506/master&usg=AOvVaw0IlgoWznEIanjEHKLWi3ED (Seite 5)
Wenn man jetzt mal einen Berufseinstieg von im Schnitt vielleicht 23 Jahren annimmt (mit Studium leicht drüber, mit ner Ausbildung leicht drunter) und das erste Kind mit
knapp 30 Jahren kommt, dann haben wir da 7 Jahre Berufserfahrung bei der Frau und 9-10 Jahre beim Mann stehen
Selbst bei 0% Gender-Gap würde bei der ersten Geburt fast immer der Mann mehr verdienen weil er zu dem Zeitpunkt schlichtweg gut 30% mehr Berufserfahrung hat.