[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Die Frage ist, was wird damit bezweckt.
Nur den Wilhelm druntersetzen, damit der Kugelschreiber auch mal benutzt wird? Dann kann er sich das auch schenken. Dient es der Pflicht gegenüber ArbZG, dass ist das keine Kontrolle im Sinne des Vertrauens, sondern die Einhaltung der gesetzlichen Forderungen.
Legt man das aber mit eigenen "Erkenntnissen" übereinander, dann ist das Kontrolle und kein Vertrauen, auch wenn man keine systemische Zeiterfassung hat.
Man kann auch ohne systemische Erfassung sowas prüfen.
Hängt halt auch vom Arbeitsumfang ab. Wenn man sein Soll in 70% der Zeit schafft, dann ist die Erfassung auch das Papier nicht wert, weil man dann entweder Minderzeiten hat oder volle Zeit aufschreibt, aber Youtube schaut.
 
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ich war in den letzten 1,5jahren keine 10 mal in der firma. ich schreibe die stunden immer selbst auf. kontrollieren kann das keiner und bei konstruktion kann man auch nicht wirklich sehen, wielange jemand an einer sache bei war. ich sehe das eher so, das eine bestimmte aufgabenstellung in x stunden gelöst sein soll und es dann auch fertig ist. wenn man ehrlich ist, zahlt man hier eigentlich locker drauf als AN. ich beantworte so zb auch mails außerhalb meiner normalen arbeitszeit, spare mir aber die fahrerei und kann auch flexibel mal andere dinge nebenbei machen, auch wenn ich allgemein zu den normalen zeiten arbeite.

ich schreibe die stunden auf, weil jede stunde zu irgendeinen projekt gehört und man so sehen will, ob die projekte am ende rentabel waren oder nicht.
 
ich schreibe die stunden auf, weil jede stunde zu irgendeinen projekt gehört und man so sehen will, ob die projekte am ende rentabel waren oder nicht.
Das ist evtl. auch nochmal ein wichtiger Punkt, die Kontierung der Kosten. Ist zwar an sich auch Zeiterfassung, aber eben zu einem anderen Zweck.
Hatte ich im Handwerk auch. Kontierung der Stunden, insbesondere bei Arbeiten auf Stundenbasis. (da gibt es dann ja nochmal andere Dokumente)

Das ist halt ein sehr komplexes Thema mit vielen Wechselbeziehungen in unterschiedlichen Richtungen.
Einfacher wäre auf jeden Fall anders.
 
wie aufwändig die kontierung für die einzelnen kostenträger ist, hängt auch maßgeblich davon ab, wie stark das die jeweilige firma das macht. ich liste in einer excel einfach meine stunden auf. ich habe 2-4 projekte, worauf alle stunden fallen und niemanden interessiert es auf die letzte minute genau. einmal die woche trage ich die stunden in 5min gut an. ideal am wochenende kurz vorm feierabend. wenn man zig projekten arbeitet, ist das ggf. natürlich schon nervig...
 
Ich habe in meinem letzten Job innerhalb der Vertrauensarbeitszeit immer meine realen* Arbeitszeiten in Excel aufgeschrieben - auf 5 Minuten genau inkl. Pausen. Gründe:

• Übersicht für mich, wie viel ich wirklich gearbeitet habe
• falls mir jemand an den Karren fahren will (und das ist oft genug passiert)

Ich habe jetzt doch mal in meinen alten Aufzeichnungen geguckt. In einem der schlimmsten Jahre hatte ich knapp 300 Überstunden ohne Ausgleich oder Bezahlung. Viele aus der Abteilung haben sich gar nichts aufgeschrieben, zum einen Faulheit aber ich denke auch "Angst" davor zu sehen wie viel Stunden man mehr kloppt ohne (finanziellen) Ausgleich. Aber wie ich gestern erfahren habe, hat ja schon wieder jemand in der Abteilung gekündigt 😁

* was ich wirklich gearbeitet habe, nicht was ich aufschreiben "durfte"
 
Ja, also jeden Tag 1,5h Ü-Stunden im Schnitt, für umme. Kann man machen... :fresse:

Tja und hinzu kommt noch die Tatsache, dass ca. 25% vom Gehalt an Unternehmensergebnisse gekoppelt waren und es dem Laden die letzten Jahre nicht so wirklich gut ging. Plus die Überstunden haben sich immer in der zweiten Jahreshälfte geballt. Da hatte man dann Monate mit 40-50h Überstunden am Stück.

Deswegen freue ich mich richtig auf die Zeiterfassung in der neuen Firma 😁
 
Ist über eine Software/Anmeldung geregelt. Völlig okay für mich.
 
Bei mir buch ich spätestens einmal die Woche die Zeit in Sap Replicon. Aufwand is da auch gering.
 
Tja und hinzu kommt noch die Tatsache, dass ca. 25% vom Gehalt an Unternehmensergebnisse gekoppelt waren
Gutes Gehaltsmodell.
Ist fast so wie die Verträge, wo man 20h Wochenarbeitszeit hat und 20h/Woche bezahlte Mehrarbeit ist. Biste krank, bekommste quasi die 20h bezahlt, sehr geil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist, was wird damit bezweckt.
Naja in erster Linie sind zwecks Prüfbarkeit verwendeter Steuergelder Stunden auf Projekte zu buchen und wo die Stunden herkommen muss auch geprüft werden.
Theoretisch sollte es dafür ja eigentlich auch reichen wenn man seine x Stunden im Monat auf die Projekte schreibt... aber naja, wer weiß.
 
kommt Unprofessionell wenn ich Bereits eine Gehaltsvorstellung abgegeben habe und diese nachträglich noch mal nach oben schrauben will, weil ich erst eine Woche Später festgestellt habe, dass die Mieten am neuen Arbeitsplatz doch noch mal ne ecke höher sind als da wo ich aktuell wohne? :fresse:
 
Gutes Gehaltsmodell.
Ist fast so, wie die Verträge, wo man 20h Wochenarbeitszeit hat und 20h/Woche bezahlte Mehrarbeit ist. Biste krank, bekommste quasi die 20h bezahlt, sehr geil.

Ansich sind Umsatzbeteiligungen und/oder genereller flexible Gehaltsbestandteile ja in entsprechenden Branchen nicht unüblich. Ich habe auch einen flexiblen Anteil im Gehalt. Die Frage ist dabei halt ob das Grundgehalt trotzdem passt und der flexible Teil wirklich eher ein Bonus ist oder ob dieser flexible Teil eben eigentlich Basisgehalt ist um den MA klein zu halten bzw. Verträge schöner aussehen zu lassen.
 
Jop, die Frage ist, waren es am Ende 75% vom Geld oder waren es 100%, was man bekommen hat, als es der Firma schlecht ging.
Sprich also, waren es zu guten Zeiten 100% oder 125%.
Da gibt es es halt sehr "interessante" Gehaltsmodelle.

Aber ja, variabler Anteil ist durchaus gebräuchlich, ist halt ne Frage, wie das angelegt ist, also Bonus oder eben nicht.
 
kommt Unprofessionell wenn ich Bereits eine Gehaltsvorstellung abgegeben habe und diese nachträglich noch mal nach oben schrauben will, weil ich erst eine Woche Später festgestellt habe, dass die Mieten am neuen Arbeitsplatz doch noch mal ne ecke höher sind als da wo ich aktuell wohne? :fresse:
Brauchst bei jeder Forderung eine Begründung die der AG aus seiner Sicht nachvollziehen kann. Miete gehört sicher nicht dazu.
Das einzige Argument, wenn du ein paar gute Gründe für das Unternehmen bietest, wäre: die Bude nebenan zahlt mehr. Aber auch dann spielst du einen hohen Poker.
 
Ist ja auch die Frage wie zuverlässig die Boni kommen. Bei meinem letzten AG gab es auch recht umfangreich Boni. Mit den Boni war das Gehalt so lala, aber ok... Ohne Boni wäre es ein absoluter Witz gewesen. Die Boni wurden aber über 8 Jahre ohne Ausnahme immer gezahlt.
 
Brauchst bei jeder Forderung eine Begründung die der AG aus seiner Sicht nachvollziehen kann. Miete gehört sicher nicht dazu.
Das einzige Argument, wenn du ein paar gute Gründe für das Unternehmen bietest, wäre: die Bude nebenan zahlt mehr. Aber auch dann spielst du einen hohen Poker.
geht um ne neu Stelle auf die ich mich Beworben habe und bereits eine Aussage zum Gehalt getroffen hatte...aber ich wurde Spontan im Gespräch gefragt, hab mich aber vorab nicht erkundigt wie die Mieten da so sind
 
Jop, die Frage ist, waren es am Ende 75% vom Geld oder waren es 100%, was man bekommen hat, als es der Firma schlecht ging.
Sprich also, waren es zu guten Zeiten 100% oder 125%.
Da gibt es es halt sehr "interessante" Gehaltsmodelle.

Aber ja, variabler Anteil ist durchaus gebräuchlich, ist halt ne Frage, wie das angelegt ist, also Bonus oder eben nicht.

Ohne den variablen Anteil waren es eher 75%. Wenn man die persönlichen Ziele dazu nimmt 80% circa. Auf die restlichen 20% quasi null Einfluss. Mein Vorschlag, dass zumindest ein Teil davon auf mein Team runtergebrochen wird, wurde von der GL abgelehnt: "Das ist nicht erwünscht." Ja, warum wohl...

Mein Kollege, der vor 2 Jahren Teamleiter geworden ist kriegt das jetzt voll ab. Der hat fachliche und disziplinarische Verantwortung für 13 Leute und das Gehalt hat sich quasi nur auf dem Papier entwickelt.
 
Die ganze Entwicklung im Markt mit der Inflation könnte sich noch nachteilig auf das Entgelt auswirken, was dann natürlich doppel rein haut.
 
Brauchst bei jeder Forderung eine Begründung die der AG aus seiner Sicht nachvollziehen kann. Miete gehört sicher nicht dazu.
Das einzige Argument, wenn du ein paar gute Gründe für das Unternehmen bietest, wäre: die Bude nebenan zahlt mehr. Aber auch dann spielst du einen hohen Poker.
Kommt auf die Branche und Stelle an. Man muss sich aber auch unverzichtbar machen können, dann hat man gewonnen.
 
wenn man unverzichtbar ist, einfach 2 zahlen aufschreiben und rüberschieben

erster preis: wenn er jetzt ja sagt
zweiter preis: wenn er angebettelt kommt, wenn man kündigt, weil jetzt nichts bei rumkommt

:fresse2:

ist man eine geile sau auf die es ankommt, könnte es klappen xD
 
Tja,

Bei mir hat sich auch wieder was getan.

Nachdem ich nun schon wieder ein Jahr auf der neuen Stelle bin und bei uns ja die Ausbildungsleitung für IT geb, hab ich die letzten Tage nochmal viel und lange mit meinem Chef gesprochen.

Ich schätze ihn arbeitstechnisch und menschlich sehr und habe gesagt, dass ich nach momentanem Stand gerne länger bleiben möchte.

In diesem Zuge aber auch eben noch etwas umstrukturieren würde.

Beerben kann und will ich ihn nicht, aber vertreten werde ich ihn wahrscheinlich ab nächstes Jahr.

Ich hab genug Zeit und kann mir Gedanken machen. Wenn ich möchte kann ich Richtung stellvertretender IT Leiter gehen, aber weiter mit der Ausbildungsleitung.

Das wäre nochmal was, was mich definitiv reizen würde.

Ich habe mich sehr über das Vertrauen gefreut und gehe nun guter Dinge in die Zukunft.

Ob ich es mache werde ich sehen. Nächstes Jahr kommt wahrscheinlich erstmal noch nen neuer Azubi und dann sehen wir weiter.

Ich bin, auch wenn es zur Zeit stressig ist, beruflich sehr zufrieden.

Nebst dessen, dass ich ja nach wie vor mit dem Rad zur Arbeit fahre und nicht mehr im Auto sitze.

Es darf auch mal was passen :)
 
Ich darf nächste Woche 3 Vorstellungsgespräche führen und mir meine potenziellen neuen Kollegen anschauen 🥳

Herzkasper bei der Aktion:
Der eine ist Baujahr 2000.
Ich bin alt.
 
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