[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Wobei man dass dann halt auch wieder in Relation setzen muss:
In München würde für 2,3k Netto kein Ing. auch nur das Haus verlassen..
naa das würde ich nicht so unterschreiben. mir wurde ich münchen auch schon ein 12 stunden job mit 0€ angeboten, weil startup. und das büro war voller menschen.
 
Sowas nennt man anderswo Praktikum oder Sklaverei. Wer da freiwillig mitmacht muss schon sehr verzweifelt sein.. Oder sehr daran glauben, dass sich die Beteiligung irgendwann auszahlt..
Weil gleich 2 Verstöße gegen geltendes Recht, dazu muss man auch erstmal den Mut haben..
 
Also entweder meine Bekannten stapeln extrem tief, oder Eure enorm hoch. Das tatsächliche Minimum (kein Witz, ist einem Freund passiert...), was in München so für MINT geboten wird, sind die 44000€ brutto, die man einem Blue-Card-Arbeiter zahlen muss /und die kommen hier zahlreich hierher, weil denen 100€ Devisen nach Indien wichtiger sind, als die Grundstücks/Mietpreise); die obere Grenze für normale Menschen dürfte im IGM-Tarifvertrag liegen (https://www.igmetall.de/download/20181008_bayern_7037e22942b8eee48b425904dff39ae90d825ea1.pdf), da wäre man dann vmtl bei 90-100k€ (wenn man die 40h-Woche wählt!) und damit bei ~4300€ netto. Gut, das ist tatsächlich fast doppelt so viel, wie 2300€, allerdings sollte man da auch Bedenken, dass nur ein Bruchteil der Firmen (namentlich BMW und Edel-Zulieferer) auch nach IGM zahlt... Genauso übrigens bei den Halbleiterherstellern; die nehmen zwar die Doktoranden vom Schwesterlehrstuhl en bloc ab, aber so eine richtige Leitungsstelle mit außertariflicher Bezahlung wurde da bisher nur einem geboten und der habilitiert sich jetzt.

Ich interpoliere (von meiner Promotionsstelle aus) ja eher, dass man vmtl. im MINT-Industrie-Durchschnitt auch in MUC eher mit 3000-3500€ netto als Einstiegsgehalt nach Hause geht (außer man übernimmt Personalverantwortung/ist extremer Überflieger)
 
Als Bachelor oder Master? Sorry falls die Frage etwas doof ist. Ich weiß beispielsweise nicht ob man sich bereits als Bachelor Ing. dort nennen darf oder ob es für den Ing. Titel den Master benötigt. Mich interessiert es nur um das Gehalt besser im Bezug zum Studienabschluss zu setzen.

Gute Frage, Ing. ist ja erstmal grundsätzlich kein offizieller Titel, daher gab es ja auch den Dipl. - Ing., welcher durch das Diplom ausgezeichnet wurde (und selbst der ist eigentlich nur eine Berufsbezeichnung im Gegensatz zum Dr.). Die Berufsbeschreibung Ingenieur würde ich mir zuschreiben, da es auch ein Bachelor of Engineering ist.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Aber nach Düsseldorf will niemand.

Das ist ziemlicher Unsinn, wenn du dir mal die Preise im Umkreis und dichter gewordene Besiedlung anguckst.
 
@TheFrozen
Auch nochmal für dich im speziellen.



Oder mit anderen Worte, nicht immer nur das zitieren und angehen, was einem so gerade am besten passt um was auch immer zu machen.

Stimmt, da war ich etwas schnell im lesen - sorry.

Mööööööp. In Österreich schon, hat man früher nach einer abgeschlossenen HTL-Ausbildung nach 3 Jahren Berufserfahrung "automatisch" bekommen, mittlerweile muss man ein Fachgespräch bestehen.

Also steht in Österreich dann Ing. im Personalausweis? Interessant! Mir ging es eher um Deutschland gerade.
 
Auch in Deutschland darf sich nicht jeder Ing. nennen. Klar, es wird nicht im Perso geführt, aber es ist trotzdem geschützt.
 
Gute Frage, Ing. ist ja erstmal grundsätzlich kein offizieller Titel
Hast du da mal ne Quelle für?

Es gibt Ing.-Gesetze.
Das für Berlin schreibt in §1 Abs. 2:
wem durch die zuständige Behörde das Recht verliehen worden ist, die Bezeichnung „Ingenieurin“ oder „Ingenieur“ zu führen.

Das heißt also, wenn du als B.Eng nicht explizit den Titel verliehen bekommen hast, bist du kein Ing.
Und ich wette, das ist in anderen Bundesländern ähnlich.

Daher bekommt man, neben dem B.Eng-Zeugnis, auch die "Ernennungsurkunde", dass man sich offiziell Ing. nennen darf.

EDIT:
In §1 Abs 1 steht geschrieben wie "Studium in XYZ gemacht hat" Wobei es dann da wieder um den MINT-Anteil geht.
Aber einfach so, ist halt nicht. Der Titel ist also schon geschützt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube wir reden grundsätzlich von der gleichen Sache, aber für mich ist eine geschützte Berufsbezeichnung kein Titel.
Ein Titel ist für mich Dr. Prof. etc. was eben explizit als Titel (akademischer Grad) geführt wird. Alles andere sind halt "nur" geschützte Berufsbezeichnungen.

Edit:
Den Teil bezüglich der Verleihung hast du ja schon selbst korrigert. Als Bachelor Eng. der nicht zur Hälfte Wirtschaft oder ähnliches im Studium hat, dürfte ich in Deutschland nach jedem Landesgesetz offiziell als Ing. gelten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da musste ich doch glatt mal nachschauen.
Tatsächlich darf ich mich nach dem hessischen Ingenieursgesetzt als B.Eng "Ingenieur" schimpfen :bigok: (wusste ich zwar schon, aber es steht da tatsächlich schwarz auf weiß)
 
Da der B.Eng laut Bologna den Dipl. Ing (FH) abgelöst hat ist das auch nicht sooo außergewöhnlich :bigok:
 
Naja, als Titel im Sinne einer Amts oder Berufsbezeichnung gilt nur der Prof.

Alles weitere (also Ing. Dipl.Ing, Dr., B.Eng) sind erstmal nur Abschlüsse oder akademischer Grad.
Daher unterscheiden sich diese grundsätzlich erstmal nicht.

Das Problem war nur, dass durch die Spagetti Bolognese der Ing. quasi weggefallen ist. Um diesen aber irgendwie weiterverwenden zu können/dürfen, hat man etwas geschaffen, was nach der Bolognese beschreibt, was nach neuem Schema dem Ing. entspricht.
Das ist das Ing. Gesetzt, bzw. die, weil Bildung ja Ländersache ist.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Da der B.Eng laut Bologna den Dipl. Ing (FH) abgelöst hat ist das auch nicht sooo außergewöhnlich :bigok:
Da ist aber formal erstmal keine Kausalität gegeben. Grundsätzlich ist mit dieser Bolognese-Veranstaltung der Ing. faktisch erstmal verschwunden.

Nur hat man die Suppe dann nochmal aufgekocht, weil sie immer so gut geschmeckt hat.
 
Wie dem auch sei, man kann es klein verhackstückeln - für mich - sind Dr. und Prof. Titel allein dadurch bedingt, dass sie auch offiziell in der Anrede genutzt werden. Alles andere sind geschützte Berufsbezeichnungen, wer diese dann in seinen Briefkopf / Anrede setzt bläst sich in erster Linie selber auf.
 
"Damals" musste man sich aber auch mit dem Zusatz (FH) nennen. Der cleane Titel Dipl. Ing. war da nur den Uni-Absolventen vorbehalten.
Ich hab zum B. Eng. besagte Urkunde erhalten, mich Ingenieur nennen zu dürfen. Habs aber bisher nie genutzt, nicht mal auf Visitenkarten. Wozu auch.
 
"Damals" musste man sich aber auch mit dem Zusatz (FH) nennen. Der cleane Titel Dipl. Ing. war da nur den Uni-Absolventen vorbehalten.
Ich hab zum B. Eng. besagte Urkunde erhalten, mich Ingenieur nennen zu dürfen. Habs aber bisher nie genutzt, nicht mal auf Visitenkarten. Wozu auch.

Auf deiner Visitenkarte steht nur HWK.
 
Da bin ich ja froh wenn ich meinen PhD statt Dr. hab. Da käme niemand auf die Idee zu schreiben "Sehr geehrter Herr PhD Geforce". :fresse2:
Bin auch froh, einen PhD zu haben. Mag es, wenn die Frauen sagen "Boah Olaf, du hast echt nen PhD" :fresse:
 
Ich rede nie von netto sondern immer von Brutto, so ist es auch üblich, wenn man von Gehältern spricht und klar 4000€ netto, da muss man schon ne Nummer sein in der Firma.

Wobei der überwiegende Teil bzw zumindest ein sehr großer der Arbeitnehmer vermutlich auch von 4000 brutto nur träumen kann
 
Bin auch froh, einen PhD zu haben. Mag es, wenn die Frauen sagen "Boah Olaf, du hast echt nen PhD" :fresse:
Wenn man sich Mal bewusst dagegen entschieden hat, hat der Ausdruck der Bewunderung einen Faden Beigeschmack.

"jetzt stehe ich hier ich armer Tor, (hab 3 Jahre Lebenszeit verschwendet) und bin so schlau als wie zuvor".
 
Zuletzt bearbeitet:
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