[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Bei mir in der Firma ist es eher umgekehrt. Da bekommen die Leute, die nach acht anfangen so Sprüche wie "Na, auch mal aufgestanden?".
 
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Bei meinem alten DualenStudi/Ausbildungs AG bin ich zum Urlaubsstart gerne mal nur zur Kernarbeitszeit (9.30-15) gekommen, Übergabe gemacht und ins Wochenende gegangen. Hat immer für Erheiterung gesorgt, blöde Sprüche zu kassieren und auch auszuteilen. 😅

Das Kollegium und Arbeitsklima war da schon cool, gerade weil wir extrem viele Junge Leute und bachelor/Masteranten in allen Abteilungen hatten.

Arbeitszeit ist aber in der Tat so ein zweischneidiges Schwert. Es gibt immer pro und contra der az-modelle.
Ich z.b. werde mich niemals an eine 40h Woche gewöhnen. Das sind diese 1h zu viel am Tag, in der man irgendwie versucht den Tag rumzukriegen und v.a. Die Kreativität bzw. abstrakte Denken und Motivation leidet darunter. Wenn ich irgendwo im Fokus bin, wäre es nicht das Problem. Aber im normalen tagesgeschäft einfach nur ermüdend.



Und zum sprüche-Thema: gerade mit HO ein Klassiker, der einfach nicht mehr witzig ist. "Tschüß, dann kannst dich wieder hinlegen!". Ok Boomer
 
Krasser Hass bei euch. Wir hatten in der alten Firma auch einen Kollegen, der schon um. 7:00 Uhr anfing (Rest so gegen 9, Medienbranche halt...) und dann halt auch entsprechend früher ging, der wurde einfach beglückwünscht für seine Fähigkeit, schon so früh da zu sein und damit war die Sache geritzt.
 
Mein Kollege ist idR. um 7 im Büro, geht entsprechend dann auch um 15:45/16 Uhr, je nach länge der Mittagspause
Ich kann erst nach 8:30 Uhr im Büro sein, hab dafür dann noch die Zeit bis 17:30 Uhr abgedeckt - ist für uns beide Ok.
Ich hab in der Früh keinen Streß, er dafür Abends Zeit.

Und wenn mal was ist, isses auch kein Thema. - Auch die Abwechlsung mit HO und Büro war völlig unkompliziert für uns - man merkt halt wenns passt. :-) Mein Kollege ist im übrigen 10 Jahre älter als ich, aber auch Familienmensch.

Hatte ich in der Vergangenheit aber auch schon anders erlebt.
 
Die erste Zeit habe ich noch in „Arbeitsklamotten“ vor dem PC gesessen.
auch nach 1jahr home office mache ich noch immer alles genauso, als ob ich zur firma fahre. ich würde auch niemals nur ne schlabberhose anziehen.
 
Sehe euch gerade vor dem innerlichem Auge im Adamskostüm am PC sitzen :bigok:

Grüße ins HO aus der Produktion :wink:, Kazuja.
 
Krass in wie vielen Firmen Anwesenheit gleich Produktivität gesetzt wird.
Bei meinem ehemaligen AG hat es niemanden interessiert wann wer kam und ging.
Bei einer anderen Fachabteilung bei uns mit auf dem Flur war immer folgendes Freitags zu hören:“Sooooo 11 Uhr durch, schönes Wochenende Brigitte. Ach du hast heute Spätdienst?! Haha, ist aber ja nur bis 14 Uhr. Tschüssi.“
 
Ich glaube das hängt ganz stark von der Führung ab und vielleicht liegt es auch teilweise an der traditionellen Firmenkultur. Ich habe meinen Mitarbeitern immer gesagt es ist mir egal wann ihr morgens kommt (war sowieso Gleitzeit von 6-9h) und nachmittags geht. Aber die Arbeit muss gemacht sein und die Kunden müssen jemanden erreichen können. Es gibt immer Früh- und Spätaufsteher, war nie ein Problem. Nur mein Abteilungsleiter hatte da ein Problem mit.
 
Weil? Weil du das sonst nicht trennen kannst? Oder was ist der Grund?
Wir hatten vor knapp 10-12 Jahren zu diesem Thema einmal eine Soft-Skill Schulung. Also Langezeit vor Corona. War in Verbindung mit Culture Awareness gewesen (z.B. welche Anzugsfarbe trägt man wo in welchem Land) und da ging es auch ums Home-Office. Da hat der Trainer einige Studien vorgelegt, wo festgestellt worden ist, dass man im Unterbewusstsein anders reagiert, wenn man in Schlabber-/Jogginghose herumsitzt. War interessant gewesen. Ich ziehe mich im HO genauso an, wie wenn ich auf die Arbeit gehen würde. Außer die Schuhe, die lasse ich weg ;)
 
Ich arbeite seit Anfang 2020 fast ausschließlich im Home Office und ich hatte bisher ausschließlich Jogginghose und Freizeitkleidung an, weshalb auch nicht. Wenn ich das mental nicht anders durchhalten kann, weil meine Motivation dann leidet oder ich nicht straight genug bin, klar, aber das Problem hab ich tatsächlich nicht, sonst hätte meine Arbeitsleistung gelitten und das ist definitiv nicht der Fall.

Wird aber bei jedem anders sein. Studien schön und gut, aber diese sind eben auch meist nur bedingt aussagekräftig.

Edit: Sogar im Gegenteil, ich kann mich im HO jeden Tag so anziehen, wie ich das gerade möchte, werde nicht auf meine Kleidung reduziert, kann mich wohlfühlen und auch mal zwischendurch entspannen oder ein paar Dehnungsübungen machen, ohne gleich das Hemd zu zerknittern oder voll zu schwitzen etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze in der Tat die Klamotten um zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden. Aber vielleicht ist das auch die EInbildung, aber das "ich falle aus dem Bett, gehe an den Schreibtisch und lege los" erzeugt bei mir so Studienende-Flashbacks und damit kann ich so semi-gut arbeiten.
 
Ich nutze in der Tat die Klamotten um zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden. Aber vielleicht ist das auch die EInbildung, aber das "ich falle aus dem Bett, gehe an den Schreibtisch und lege los" erzeugt bei mir so Studienende-Flashbacks und damit kann ich so semi-gut arbeiten.

Hab ich auch ne zeitlang, aber das macht wieder zusätzlich Wäsche und Notwendigkeit ist es auch nicht wirklich. Für‘s Gefühl? Ja, kann man machen.
 
ich bin im help bzw servicedesk. Kunden sehe ich 0,0. und die Enduser vor Ort sind ebenfalls normal angezogen. nur der vorstand und einige führungskräfte laufen hier im anzug rum.

in der regel sitze ich im Büro mit sneakern/sportschuhe, chino oder jeans, und sweatshirt, tshirt oder sowas. juckt in meiner position mehr oder weniger keinen.

Zuhause angekommen fliegt die hose direkt fort und ich zieh was chilligeres an.
 
Jogginghosen in Arbeit anziehen und im Home Office auch. So macht man nichts falsch :d
 
Weil? Weil du das sonst nicht trennen kannst? Oder was ist der Grund?
je weniger man ändert gegenüber vorher, desto einfacher fällt der schritt zurück in das normale arbeitsleben. wird dieses jahr aber auch nicht mehr passieren. meine wette mit "maßnahmen zu weihnachten" werde ich ziemlich sicher gewinnen...
 
Man gewöhnt sich wirklich schnell an das Lotherleben. Richtig gesund ists halt nicht und der innere Schweinehund ist auch schwer zu bekämpfen. Bin immer mit dem Rad ins Büro, am Anfang hatte ich mir noch vorgenommen dann wenigstens gleich morgens ne runde um den See zu fahren... Nuja ich hab dieses Jahr glaube vor 9 noch nicht die Nase vor die Tür gehalten.
 
also freiwillig zur angebissenen Birne wechseln is ja dann auch, wie die Seele an den Teufel zu verkaufen... - da kann das Angebot garnicht so gut sein ^^
So schlecht war das Erstgespräch heute gar nicht. Ich hab natürlich auch das Gehalt gleich angesprochen und meine Gehaltsvorstellung recht hoch angesetzt, mein Gegenüber hat aber gleich gemeint, ok, das sollte kein Problem sein. Naja, mal schauen ob das dann wirklich so stimmt. Leider wäre für die Stelle ein Umzug nötig, somit muss es schon ganz gut passen.
 
ich habe heute mit einer führungsperson gesprochen wegen einer neuen tätigkeit die mich interessiert. das läuft in richtung digitalisierung und bessere prozesse/arbeiten. hat beide seiten gefreut. in ein paar wochen dann beim mitarbeitergespräch mal mit dem chef quatschen.
 
Das Traurige ist ja, dass jetzt schon absehbar ist, dass HomeOffice nach der Krise wieder auf minimal zurück gefahren wird.. Das Misstrauen und der Neid lassen einfach nichts anderes zu..
Ich denke und hoffe dass sich das von selbst Regeln wird. Die Angestellten werden es verlangen, werden es als "quality of life" bewerten.
Den Rest wird der (Arbeits-) Markt Regeln.
 
und der innere Schweinehund ist auch schwer zu bekämpfen.
Das hat doch weniger mit dem Arbeitsumfeld (Home Office vs Büro) zu tun, als mit der eigenen Disziplin. Witzigerweise war ich anfangs ziemlich skeptisch fulltime von zu Hause zu arbeiten. Aber oh boy, hab ich mich geirrt. :LOL:
 
Das Traurige ist ja, dass jetzt schon absehbar ist, dass HomeOffice nach der Krise wieder auf minimal zurück gefahren wird.. Das Misstrauen und der Neid lassen einfach nichts anderes zu..
Allerdings ist bei einigen der Trumpf aus dem Spiel, dass das ja nicht funktionieren könnte. Es funktioniert und zumindest bei uns ist es so, dass alle Seiten profitieren. Alleine wenn das Klima besser ist und die MA zufriedener sind, werden sie automatisch produktiver.
 
Wir hatten vor knapp 10-12 Jahren zu diesem Thema einmal eine Soft-Skill Schulung. Also Langezeit vor Corona. War in Verbindung mit Culture Awareness gewesen (z.B. welche Anzugsfarbe trägt man wo in welchem Land) und da ging es auch ums Home-Office. Da hat der Trainer einige Studien vorgelegt, wo festgestellt worden ist, dass man im Unterbewusstsein anders reagiert, wenn man in Schlabber-/Jogginghose herumsitzt. War interessant gewesen. Ich ziehe mich im HO genauso an, wie wenn ich auf die Arbeit gehen würde. Außer die Schuhe, die lasse ich weg ;)
Das sind typische und relativ einfache psychologische Effekte von denen es quasi unendlich viele Formen und Studien gibt. Inwieweit solche Effekte generalisierbar sind sollte normalerweise stets in den Studien diskutiert sein. Denn solche Effekte gelten natürlich fast nie immer und überall.

Auch die Erklärung mit dem “Unterbewusstsein” passt hier meiner Ansicht nach nicht, da ich denke dass es das Unterbewusstsein gar nicht gibt.

Der nächste psychologische Effekt ist der, dass du beispielsweise nun über einen solchen vermeintlichen Effekt bescheid weißt und allein das Wissen über diesen Effekt sich entsprechend auf dein Erleben und Verhalten in der genannten Situation auswirkt... ;)
 
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