[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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OK wieder was gelernt.

Bei der Öffnungsklausel geht es allerdings um Regeln des Tarifs zu ändern.

Im Traumvertrag kann trotzdem keine höhere Wochenarbeitszeit als die maximal erlaubte vereinbart werden.
 
;)

Ja ich verlinke nicht gerne auf die Linke, aber in diesem Fall hat sie das Thema ganz gut beleuchtet.
 
vieles hat sie sich aber auch so reininterpretiert, wie sie es gerade haben möchte.

am ende sind mehr arbeitschutzgesetze schon sehr sinnvoll. die leute sollen 50jahre arbeiten, das geht nur, wenn sie dabei nicht verschlissen werden.
andererseits gibts halt auch jobs, die einfach berufsbedingt nicht immer so funktionieren wie das gesetz das gerne hätte. und dann gibts halt auch jobs, die notorisch unterbesetzt sind. kommt dann noch ein raffgieriger chef dazu, ist der gau schon vorprogrammiert.
aber letztenendes hats jeder selbst in der hand. da bis zum 18 lebensjahr schulpflicht besteht, muss jeder zur schule oder eine ausbildung machen. also genug zeit, um endweder das abitur zu machen oder wenigstens real/fachoberstufe zu packen. den armen leuten wirds schwerer gemacht, aber machbar ist es trotzdem meistens, auch wenn sie dafür mehr tun müssen. wer aber den absoluten willen hat, kann in deutschland was vernünftiges lernen/studieren und dann auch damit arbeiten und geld verdienen. da gibts ganz andere länder, wo das nicht so einfach ist wie bei uns (zb usa mit den höllenteuren hochschulen).
es gibt natürlich paar bereiche wo halt nicht jeder so hinkommt. zb medizinstudium. aber es gibt ähnliche andere bereiche, wo man reinkommen kann...

das kinder von wohlhabenden es lichtjahre einfacher haben ist ein anderes thema. aber so ist das aber halt überall...
 
es gibt natürlich paar bereiche wo halt nicht jeder so hinkommt. zb medizinstudium

Medizin ist letztendlich auch bloß ein Hochschulstudium. Das erreichst du über den NC wie jedes andere Studium auch.

Es gibt mittlerweile viele Hochschulen die das Studium auch für "Quereinsteiger" öffnen, zum Beispiel über eine fachbezogene Ausbildung. Das gilt afaik sogar für Medizin.

Ob man das Studium dann packt - den Mix aus Belastung und Disziplin - das steht auf einem anderen Blatt. Das gilt aber im übertragenen Sinne für viele andere Studiengänge ebenso. Physik oder Maschinenbau packt auch nicht jeder.

Bei der Bildung hat Reichtum hierzulande meiner Meinung nach wenig mit der Auswahl der Berufsausbildung zu tun. Solange die Studienplätze über NC oder Bewerbungsverfahren vergeben werden, spielt es kaum eine Rolle woher jemand kommt oder wie reich seine Eltern sind. Einen NC kann man sich nicht kaufen.
 
und doch sind die meisten studierten kinder von studierten, während es schwerer ist aus der hartz falle auszubrechen. das hat auch in deutschland was mit den lieben geld zu tun. während die studierten eltern dem kind monatlich geld zuschustern, darf das hartz kind mit eigener wohnung noch das kindergeld abtreten, da ansonsten krieg ausbricht. die armen kinder müssen noch viele stunden irgendwo joben, während andere sich voll und ganz aufs studium konzentrieren können.
es gibt da schon unterschiede, aber machbar ist es natürlich. selbst dann, wenn man sich 1-2 semester mehr gönnt wegen den nebenjob.
 
Der Unterschied nach dem Studium ist nur, dass das arme Kind dann erst mal die nächsten zig Jahre sein Barfög abzahlen darf ;)
 
Finanziell kann man ein Studium über Nebenjob und BaFöG finanzieren. Das hat nichts mit der Finanzstärke der Eltern zu tun. Wenn man es will, schafft man das. Es gibt genauso Nicht-Hartz4-Familien oder Akademiker, die eben keinen Cent übrig haben.

darf das hartz kind mit eigener wohnung noch das kindergeld abtreten, da ansonsten krieg ausbricht
Das ist ein bisschen sehr polemisch, findest du nicht?

Dass Kinder von Akademikern eher studieren hat meiner Meinung nach nur mit der Motivation zu tun. Warum sollten Eltern die ihr Leben selbst nicht auf die Kette bekommen haben, ihre Kinder in etwas unterstützen, was für sie selbst absolut fremd war? Sieht man ja schon alleine daran, dass es Hartz-Familien gibt, wo die Kinder nicht einmal motiviert sind, überhaupt einen Beruf zu erlernen, geschweige denn überhaupt arbeiten zu gehen (auch wenn es dafür mehr Geld gäbe).
 
vieles hat sie sich aber auch so reininterpretiert, wie sie es gerade haben möchte.

am ende sind mehr arbeitschutzgesetze schon sehr sinnvoll. die leute sollen 50jahre arbeiten, das geht nur, wenn sie dabei nicht verschlissen werden.
andererseits gibts halt auch jobs, die einfach berufsbedingt nicht immer so funktionieren wie das gesetz das gerne hätte. und dann gibts halt auch jobs, die notorisch unterbesetzt sind. kommt dann noch ein raffgieriger chef dazu, ist der gau schon vorprogrammiert.
aber letztenendes hats jeder selbst in der hand. da bis zum 18 lebensjahr schulpflicht besteht, muss jeder zur schule oder eine ausbildung machen. also genug zeit, um endweder das abitur zu machen oder wenigstens real/fachoberstufe zu packen. den armen leuten wirds schwerer gemacht, aber machbar ist es trotzdem meistens, auch wenn sie dafür mehr tun müssen. wer aber den absoluten willen hat, kann in deutschland was vernünftiges lernen/studieren und dann auch damit arbeiten und geld verdienen. da gibts ganz andere länder, wo das nicht so einfach ist wie bei uns (zb usa mit den höllenteuren hochschulen).
es gibt natürlich paar bereiche wo halt nicht jeder so hinkommt. zb medizinstudium. aber es gibt ähnliche andere bereiche, wo man reinkommen kann...

das kinder von wohlhabenden es lichtjahre einfacher haben ist ein anderes thema. aber so ist das aber halt überall...

Jo das ist völlig korrekt. Man sollte solche Quellen in Bezug setzen und auch sich selber informieren.

Generell gilt: es gibt einen legalen Weg unter die gesetzlichen Standards aus den Arbeits/Urlaubs Gesetzen zu kommen. Der Weg ist da, nicht einfach und wie oft er benutzt wird darüber kann ich nichts sagen.
Trotzdem ist es blöd weil es geht. (der Part ist meine Meinung)
 
Der Unterschied nach dem Studium ist nur, dass das arme Kind dann erst mal die nächsten zig Jahre sein Barfög abzahlen darf ;)

Der Unterschied nach dem Studium ist, dass das Akademikerkind eine hochbezahlte stelle beim DAX Konzern anfängt weil Papa/Mama jemanden kennt der da arbeitet und ein gutes Wort einlegen kann, während das arme Kind bzw. dessen Eltern keine Kontakte in entsprechende Positionen hat und deshalb in der zeitarbeitsfirma anfangen muss.
 
Der Unterschied nach dem Studium ist, dass das Akademikerkind eine hochbezahlte stelle beim DAX Konzern anfängt weil Papa/Mama jemanden kennt der da arbeitet und ein gutes Wort einlegen kann, während das arme Kind bzw. dessen Eltern keine Kontakte in entsprechende Positionen hat und deshalb in der zeitarbeitsfirma anfangen muss.
Blabla ich fühle mich so ungerecht behandelt weil ich ein Versager bin, das liegt an den bösen "Reichen".
 
Ihr habt beide Recht =)
 
geschweige denn überhaupt arbeiten zu gehen (auch wenn es dafür mehr Geld gäbe).
Bei den Summen die im Niedriglohnsektor gezahlt werden ist das aber auch verständlich. Für vielleicht 200€ mehr würde ich auch keine 40 Stunden arbeiten, dafür muss man schon Idealist oder einfach nur blöd sein. :d Mindestrente gibts später dann sowieso, also lieber Hartz IV und mit etwas handwerklicher Begabung nebenbei ein wenig pfuschen. So hat man wenigstens in jungen Jahren gut gelebt.
Es kann eben nicht jeder einen gut bezahlten Versorgungsposten haben, vor allem Deutschland ist extrem auf den Niedriglohnsektor angewiesen weil man soviel exportiert. Bricht der weg ist das Land pleite bevor Merkel ihren nächsten Zitterer bekommt. Das Märchen jeder könnte es nach ganz oben schaffen ist eben nur begrenzt haltbar (auch wenn die Geschichte gezeigt hat dass ein ungelernter Hobbymaler erster Mann im Staat werden konnte :fresse:), um die Wirtschaftsmaschine am Laufen zu halten braucht es eben alle Schichten der Gesellschaft. Somit kann gar nicht jeder einen guten Job bekommen, auch wenn nun alle Menschen in Deutschland gleich gut ausgebildet werden.
 
Gut geschrieben :) eigentlich müsste HWK das wissen

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Bei der Bildung hat Reichtum hierzulande meiner Meinung nach wenig mit der Auswahl der Berufsausbildung zu tun. Solange die Studienplätze über NC oder Bewerbungsverfahren vergeben werden, spielt es kaum eine Rolle woher jemand kommt oder wie reich seine Eltern sind. Einen NC kann man sich nicht kaufen.

Das bezweifel ich sehr stark. Wohlhabende Familien schicken Ihre Kinder einfach ins Ausland wenn's hier mit dem NC nicht klappt oder beschreiten den Weg über einen Anwalt.
 
Das bezweifel ich sehr stark. Wohlhabende Familien schicken Ihre Kinder einfach ins Ausland wenn's hier mit dem NC nicht klappt oder beschreiten den Weg über einen Anwalt.
Zumal man mit mehr Geld bessere Möglichkeiten hat, einen NC zu schaffen, auch wenn man ihn nicht direkt kaufen kann. Gut, wenn jemand einfach "dumm" ist, wird der auch über die teuerste Privatschule mit Einzelunterricht den NC nicht schaffen, aber jemand der eben nicht zu dumm ist, kann diesen über einen besseren Bildungsweg definitiv leichter errichen.
Und zudem kommt, selbst wenn jemand den NC geschafft hat, ist ja noch lange nicht garantiert, das derjenige (oder dessen Eltern) sich ein Studium überhaupt leisten können. Studiengebühr, mglw. Umzug mit Wohnung/WG-Zimmer in der Stadt wo die Uni (oder vielleicht "nur" die FH? Da gehts nämlich schon weiter) ist. Meine Eltern hätten mir das damals nicht bezahlen können, nur mit Bafög wäre ich auch nicht sonderlich weit gekommen und nachher erstmal auf einem Schuldenberg gesessen. Und klar, Studium und nebenbei jobben... da sind wir wieder beim Thema: Oder glaubt hier jemand, dass der reiche Student der nur 8h täglich lernt, keinen Vorteil gegenüber dem Studenten hat, der täglich 8h lernt und danach noch 4h kelnern gehen muss?

Vorsortierung nach Leistung, also NC, finde ich durchaus sinnvoll (wobei eine fachgerichtete Eignungsprüfung noch viel sinnvoller wäre. Warum darf ich nicht Physik studieren, wenn mir meine Englischnote den NC versaut hat?) . Gleiche Chancen für jeden, sehe ich aber erst, wenn jeder kostenlos an jede Uni/FH gehen kann und für sein Studium unabhängig eine Unterkunft und Verpflegung erhalten würde. Erst dann hat wirklich jeder die gleichen Chancen und keiner kann sich mit mehr Geld einfach bessere Chancen schaffen.
 
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Fühlt sich da jemand angegriffen, weil Papa einem die Stelle beschafft hat? ;)
Oder spricht da ein Scheidungskind das bei der alleinerziehnden Mutter mit Hartz4 aufgewachsen ist und es trotzdem ohne Vitamin B zum Siemensvorstand geschafft hat und damit der lebende Beweis dafür ist, dass es auch ohne reiche Eltern gehen kann? ;)
 
Es ist wohl unbestritten, dass man über entsprechende Kontakte deutlich leichtere Chancen hat und man deutlich schneller in entsprechenden Positionen landet.

@Emyr: Das zeigt eher, dass das Wirtschaftssystem absoluter Murks ist ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Fühlt sich da jemand angegriffen, weil Papa einem die Stelle beschafft hat? ;)
Eher das Gegenteil.
Harte Arbeit hat bei mir Erfolg gebracht.
Komplett während dem Studium gearbeitet nebenher. Mit 7 Jahren Berufserfahrung daher schuldenfrei nach dem Master angefangen,...
Die Neider hab ich trotzdem im sozialen Umfeld.
 
Der Unterschied nach dem Studium ist nur, dass das arme Kind dann erst mal die nächsten zig Jahre sein Barfög abzahlen darf ;)
Zig Jahre naja kommt auf den Job an.
Bafög ist ja nach oben hin gedecklt mWn. auf 10k€ was man zurück zahlen muss.
Und bitte 10k€ sind zwar viel, aber nichts was einen in den Ruin stürzt. Insbesondere nicht, wenn man danach einen Job hat der als Akademiker auf einem guten Gehaltsniveau liegt.
 
wenn man das über Jahre abzahlt reden wir von was? 25€/Monat ohne Zinsen? Und den Restbetrag kann man jederzeit auf Schlag abzahlen und bekommt selbst da noch einen Rabatt.
 
@Emyr: Das zeigt eher, dass das Wirtschaftssystem absoluter Murks ist ;)
Ist es ja auch, aber kein einzelner hat die Macht daran was zu ändern. So bleibt nur sich das beste herauszunehmen, große Konzerne eben durch Steuervermeidung und subventionierte Billigarbeit, der kleinste Mann eben durch Hartz IV und Schwarzarbeit.

edit: Das Argument mit dem Studienkredit zieht meiner Meinung nach nicht wirklich, die Summe ist doch lächerlich in der heutigen Zeit wo es doch zum guten Ton gehört vom gerade fertig bezahlten Haus ins vorfinanzierte Grab zu hüpfen. Man ist ja schon fast ein Hipster wenn man keine Schulden hat.
 
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Lieber 10k für ein Studium das sich gelohnt hat als für nen verschlissenen GTI um an der Eisdiele pubertierende Mädels zu beeindrucken ;)

aber genug OT für heut.
 
Ist es ja auch, aber kein einzelner hat die Macht daran was zu ändern. So bleibt nur sich das beste herauszunehmen, große Konzerne eben durch Steuervermeidung und subventionierte Billigarbeit, der kleinste Mann eben durch Hartz IV und Schwarzarbeit.

Und trägt man damit dazu bei, dass sich auch ja nichts daran ändert.
 
Der Unterschied nach dem Studium ist, dass das Akademikerkind eine hochbezahlte stelle beim DAX Konzern anfängt weil Papa/Mama jemanden kennt der da arbeitet und ein gutes Wort einlegen kann, während das arme Kind bzw. dessen Eltern keine Kontakte in entsprechende Positionen hat und deshalb in der zeitarbeitsfirma anfangen muss.

also meine mutter war richterin am landgericht. bei der ausbildung zog das wirklich noch. von 6 bewerbungen gab es wenn vorhanden einen test und danach 6 gespräche, wovon ich dann 4 zusagen bekam. mein zeugnis war nicht sonderlich gut.
im studium selbst juckt es kein schwein, wo du herkommst. die prüfungen waren wirklich anonym, da nur die nummer drauf stand und kein name.
danach hats keinen gejuckt, wo du herkamst. dax konzern? ähm gibt hier ja nichtmal ne handvoll große firmen, welche nach nen tarif bezahlt ^^
 
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