[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Und, bist du nun Richter?

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also meine mutter war richterin am landgericht. bei der ausbildung zog das wirklich noch. von 6 bewerbungen gab es wenn vorhanden einen test und danach 6 gespräche, wovon ich dann 4 zusagen bekam. mein zeugnis war nicht sonderlich gut.
im studium selbst juckt es kein schwein, wo du herkommst. die prüfungen waren wirklich anonym, da nur die nummer drauf stand und kein name.
danach hats keinen gejuckt, wo du herkamst. dax konzern? ähm gibt hier ja nichtmal ne handvoll große firmen, welche nach nen tarif bezahlt ^^
Das hat sicher weniger mit dem Job der Mutter zu tun, als mehr mit der Ansicht, dass jemand aus so einem Hause wenigstens halbwegs vernünftig erzogen wurde. Bei ausbildungen gibt's genug sie abbrechen, weil sie gerade keinen Bock auf früh aufstehen haben
 
Bei den Summen die im Niedriglohnsektor gezahlt werden ist das aber auch verständlich. Für vielleicht 200€ mehr würde ich auch keine 40 Stunden arbeiten, dafür muss man schon Idealist oder einfach nur blöd sein. :d Mindestrente gibts später dann sowieso, also lieber Hartz IV und mit etwas handwerklicher Begabung nebenbei ein wenig pfuschen. So hat man wenigstens in jungen Jahren gut gelebt.

ein für mich ganz gewaltiges problem liegt in der mittlerweile mächtig gewaltigen diskrepanz zwischen nettostundenlohn eines angestellten und bruttokosten eines beauftragten arbeiters.
nehmen wir mal nicht die elitären gehälter von hier an, sondern die realistischen, verdient ein typischer gelernter facharbeiter ~38std woche ohne weitere zulagen und co 1800€ netto oder etwa 11€ netto die stunde. (40std woche = 173 std im monat). klar gibts viele die mehr haben, aber auch viele die weniger haben.

wenn man nun sein auto in ne vertragswerkstatt bringt, zahlt man ganz fix mal 100€ brutto pro stunde. das entspricht 10 stunden arbeiten für den angestellten, damit er jemand anderen 1 stunde arbeiten lassen kann. das der angestellte im prinzip schon 60% fixkosten hat und somit nicht 10std sondern >2,5 tage arbeiten muss, ist da noch ein ganz anderes thema.
das problem dabei ist, das man zwar nen handwerker für 1 std arbeit beauftragt, gleichzeitig aber noch eine buchhaltung, nen meister und den chef, irgendwelche werbung, sponsorierung, ein zuschlag um den pfusch bezahlen zu können und andere ausgaben mitbezahlt, obwohl man keinen davon beauftragt hat oder irgendwie was von denen will. und dann kommt oben drauf nochmal die abgabe an den staat.

für den hartz4'ler, der nebenbei noch irgendwo was macht, lohnt sich das so auf jeden fall. schon wenige jahre kein oder drastisch zu wenig lohn und man landet im minimum bei der rente, so das es sich auch weiterhin nicht lohnt. das sozialsystem ist im prinzip zu stark oder aber die differenz zwischen sozialmindeststandard und arbeitern ist zu gering. für 200€ mehr im monat arbeiten gehen ist quatsch. da kann man lieber sparzieren gehen und paar flaschen sammeln. da kommt sicher mehr bei rum. und wenn man irgendwas gelernt hat, kann man irgendwo immer für 20€/std ohne abrechnung arbeiten. und wenns nur die "nachbarschaftshilfe" im garten ist, wenngleich es dort vl nur 10€ gibt. lohnt trotzdem mehr, da 10€ netto schon nen richtigen job benötigt...

Das hat sicher weniger mit dem Job der Mutter zu tun, als mehr mit der Ansicht, dass jemand aus so einem Hause wenigstens halbwegs vernünftig erzogen wurde. Bei ausbildungen gibt's genug sie abbrechen, weil sie gerade keinen Bock auf früh aufstehen haben
also ich habe am ende bei den stadtwerken gelernt. damals noch öffentlicher dienst. alle azubis in meinen 3,5jahren dort waren kindern von anderen angestellten des staates - alle! selbst der schlechteste schüler schleswig holsteins war bei uns azubi (er hat uns den radio ausschnitt mal gezeigt). sein vater hat halt fürs ordnungsamt gearbeitet. vetternwirtschaft deluxe. man kannte sich...
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich habe am ende bei den stadtwerken gelernt. damals noch öffentlicher dienst. alle azubis in meinen 3,5jahren dort waren kindern von anderen angestellten des staates - alle! selbst der schlechteste schüler schleswig holsteins war bei uns azubi (er hat uns den radio ausschnitt mal gezeigt). sein vater hat halt fürs ordnungsamt gearbeitet. vetternwirtschaft deluxe. man kannte sich...
Das kann ich bestätigen. Habe lange Zeit bei einem örtlichen Energieversorger gearbeitet. Manchmal hatte man den Eindruck, dass die ganze Belegschaft aus 4-5 Großfamilien bestand. Überall die gleichen Namen.
Und deren Nachwuchs wurde natürlich überall eingeschleust, ob qualifiziert oder nicht spielte keine Rolle.
 
Das kann ich bestätigen. Habe lange Zeit bei einem örtlichen Energieversorger gearbeitet. Manchmal hatte man den Eindruck, dass die ganze Belegschaft aus 4-5 Großfamilien bestand. Überall die gleichen Namen.
Und deren Nachwuchs wurde natürlich überall eingeschleust, ob qualifiziert oder nicht spielte keine Rolle.

Kann ich zum Teil zustimmen aber das war vor 10+ Jahren. Heutzutage sieht das anders aus. Vor allem macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Und dabei finde ich dass der TV-V im verhältnis zu den anderen Tarifverträgen im öD gar nicht mal so schlecht ist.
 
auf jeden fall gibts im juli 27,5% einmalzahlung + 400€
Kommt das nicht erst im August bei IG Metall? Verdammt kenne ich den Vertrag net - Egal, freut man sich wenns kommt. Zum Glück benötigt man es aber nicht.
 
Neh 30.06 war Stichtag für die Berechnung und wird mit dem Juli Gehalt ausbezahlt.
 
wenn man nun sein auto in ne vertragswerkstatt bringt, zahlt man ganz fix mal 100€ brutto pro stunde. das entspricht 10 stunden arbeiten für den angestellten, damit er jemand anderen 1 stunde arbeiten lassen kann. das der angestellte im prinzip schon 60% fixkosten hat und somit nicht 10std sondern >2,5 tage arbeiten muss, ist da noch ein ganz anderes thema.
das problem dabei ist, das man zwar nen handwerker für 1 std arbeit beauftragt, gleichzeitig aber noch eine buchhaltung, nen meister und den chef, irgendwelche werbung, sponsorierung, ein zuschlag um den pfusch bezahlen zu können und andere ausgaben mitbezahlt, obwohl man keinen davon beauftragt hat oder irgendwie was von denen will. und dann kommt oben drauf nochmal die abgabe an den staat.

Das stimmt zwar, ist aber falsch betrachtet. Ohne Buchhaltung, Werbung etc würde es den beauftragenden Betrieb gar nicht geben und damit niemanden, der dir deine Dienstleistung erledigt. Die Abgabe an den Staat bezahlt die Infrastruktur, die du täglich nutzt.

Obendrein ist diese ganze Zusammenrechnerei Quatsch. Nach deiner Betrachtung kostet ja der Maler für eine Stunde 300 Euro.
 
Anwendungsberater IT oder irgendwas mit Spezialist xxx (und dann bezogen auf das System).
 
Mir wurde erklärt Anwendungsberater geht auf keinen Fall, weil dieser nur 2nd Level Support machen würde.

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Korrekt, so ist es bei uns auch. Dann eher was Richtung Spezialist? Die machen bei uns second und teilweise third level.
 
Schon noch konkretisiert. Bei uns gibts bspw. den „Spezialist internationale Controlling Prozesse“. Der macht quasi genau das was du oben beschrieben hast in den SAP FiCo Modulen + denen, welche prozesstechnisch vorgelagert sind (da allerdings nur oberflächig, da die Abteilungen eigene Spezialisten haben - eher den Ursprung eines Problems erkennen und weitergeben ist hier die Aufgabe).
 
Mal ne Frage an die Itler hier, wie nennt man jemanden der folgende Aufgaben hat

- verantwortlicher für ein internes System, darunter fällt auch Rechte für die User verteilen, Prozesse im System fachlich festzulegen, weiter zu entwickeln und ggf. anzupassen

- betreut ein Team aus Schlüsselusern (fachlich und auf das System bezogen), welche über eine andere Hauptätigkeit verfügen aber in den jeweiligen Standorten bspw. neue MItarbeiter einweisen sollen

- macht den First Level Support eigenständig

- Schulung von Neuerung Änderung an die Schlüsseluser

er hat praktisch rein gar nichts mit der Infrastruktur zu tun, dafür ist die IT Abteilung zuständig

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Process Owner xyz
 
Product Owner wäre für mich ein mehr oder weniger geschützter SCRUM Begriff.
Process Owner klingt doch hip genug oder nicht? :d
 
Koordinator wäre noch eine Möglichkeit. "Koordinator System X" o.ä.
 
Ich habe Ende des Monats mein erstes Mitarbeitergespräch, wird bei uns außer Haus gemacht, Essen gehen, es "darf/kann" offen gesprochen werden :fresse:

Mal sehen ob Gehalt auch angesprochen wird, wenn nicht, werd ich das machen. Hab zwar keine Notwendigkeit dafür, da ich mich aber seit Oktober gut eingearbeitet habe und schon einige Projekte "leite" spricht mMn nichts dagegen.

Ist überhaupt mein erstes "offizielles" Mitarbeitergespräch, seit ich berufstätig bin.
 
Gibts leider auch viel zu wenig. Eigentlich in so gut wie jedem Vertrag mit mind. 1x jährlich festgelegt.
In der Realität sieht das aber anders aus und auch nach Einforderung kann man lange drauf warten..
 
Ich mache das mit meinen MA halbjährlich. Finde 1x im Jahr viel zu wenig. Muss aber auch sagen ich habe nur 6 Leute^^

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Wir haben sogar monatlich einen "1:1-Termin" mit dem Teamleiter oder dem stellv. Teamleiter. Wobei man sagen muss, dass das eher informell ist und die Kommunikation verbessern soll, sowie halt die Möglichkeit des Nachsteuerns gibt. Und halt die Gelegenheit, dass man (beiderseits) Themen anspricht, die einen beschäftigen oder unter den Nägeln brennen.
Die finden auch in lockerem Rahmen statt - meist ein Spaziergang durch den Park hier, oder Essen, oder ein Eis...


Für die großen Themen gibt's natürlich jährlich das Feedbackgespräch, und wenn man über Gehalt sprechen will, kann man gerne jederzeit einen Termin mit Teamleitung, Abteilungsleitung, und Geschäftsführer einstellen :bigok: :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wollte mal wissen, wer von euch als (Leitender) Software Entwickler tätig, mit 10 - 12 Jahren Berufserfahrung und arbeitet bei einer der IG Metall angeschlossenen Firma, mit oder ohne Tarif Vertrag?

Wechsle aktuell den AG und wollte wissen was man aufrufen kann ... ? :hmm:

Gerne Antwort als PN!
 
Arbeite zwar nicht im IG Metall Vertrag aber mein Bauchgefühl sagt, wenn du nicht in EG12 landest hast du dich unterm Wert verkauft.
Ausnahme: du hast für 10 Jahre+ Erfahrung relativ wenig drauf :fresse:
 
was ist denn ein leitender Software Entwickler, oder meinst du leidender Software Entwickler? ;)

Mit Tarifstufen kenne ich mich nicht aus, aber mit der Berufserfahrung irgendwas >60k €
 
In welchem Bundesland bist du denn?
60 k sind eher ein IG-Metall Gehalt mit 1-3 Jahren Erfahrung. 12 Jahre + Führungserfahrung sind meines Wissens nach in jeder größeren Firma Übertariflich. Das wären in BW realistisch dann eher 90k+
 
Hat tbird nicht neulich was geschrieben, er hätte die 100k geknackt?
dann müssten die anderen benefits beim neuen Arbeitgeber ja überragend sein. :fresse:
 
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