[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Hoffe, zuviel OT wird einem nicht übel genommen.
Klar verstehe ich das und bin da voll bei dir. Und auch solche Schicksale wie bei deinem Onkel sind mir nicht unbekannt.
Mit zunehmenden Alter wird einem SEHR bewußt, wie begrenzt die Zeit auf diesem Planeten ist.

Zu schaffen macht mir immer, wenn sie sagt...."Ich will nicht sterben" (oder ich habe Angst zu sterben). Da steht ich wirklich hilflos da.

Ich glaub du machst alles richtig! Versuch sie so lang es möglich ist irgendwie zuhause zu pflegen, ein gewisses Backup hast du ja zum Glück. Mein Vater durfte auch in seinen eigenen 4 Wänden mit Frau und Kindern an der Seite von uns gehen, er hat sich noch die Aussage "deiner (ungeborenen) Enkelin geht es gut, du kannst gehen" abgeholt und ist dann friedlich eingeschlafen.
Halt die Ohren Steif! Ich wünsche euch beiden von Herzen ganz viel Kraft!

Ich such mir jetzt mal eine dunkle Ecke
 
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Bin jetzt seit 7 Monaten beim neuen Arbeitgeber. Angestellt im TVÖD nach VKA Tarif.

Habe jetzt ein Stellenangebot gesehen. Größtenteils gleiche Tätigkeit nur ein paar Zusatzaufgaben wie Rechnungsstellung und Buchhaltung.

Hab jetzt meine Bewerbung eingereicht. Mal sehen was passiert. Nun liegt es nicht mehr in meiner Hand
 
Würde mal gern eure Meinung hören:

Bin seit 1.4 im ersten Job als Softwareentwickler. Davor war ich bei der Firma bereits Masterand und Werkstudent. Also seit knapp 2 Jahren in der Firma.

Problem ist jetzt es gibt es seit ca. 8-9 Monaten extreme interne Querelen. Projekte werden nicht mehr genehmigt, Betriebsrat und Geschäftsführung sind bis aufs äußerste verfeindet.

Bin jetzt wirklich am überlegen mich neu zu bewerben. Hinzu kommt auch noch, dass ich 1 Stunde 20 min einfach unterwegs bin. Zwar mit Zug und Fahrrad aber trotzdem.

Wie kommt es bei Arbeitgebern an, wenn ich nach so kurzer Zeit meinen Job wechsle?

Denke meinen Chancen stehen mit einem Master in Elektrotechnik und dem Großraum München nicht so verkehrt.

Was würdet ihr in meiner Situation tun?
 
Also spätestens wenn du bis zu einem Bewerbungsgespräch kommst und du auf die immer fallende Frage "Warum willst du wechseln?" mit genau dem antwortest, sollte das kein Problem mehr sein. Alleine 1:20 Fahrzeit einfach wären da schon ein ausreichender Grund, natürlich vorrausgesetzt der Arbeitsweg wäre beim neuen AG günstiger.

Sollte das nicht der Fall sein, willst du bei dem potentiellen neuen AG eh nicht anfangen. ;)

Ausserdem kostet es nichts, sich einfach mal bei anderen Firmen zu bewerben und gucken was dabei rauskommt. Schon gar nicht, wenn eine echte Wechselabsicht dahintersteht.
 
Was würdet ihr in meiner Situation tun?
Wechseln. Bei 1:20h einfach gehen fast 3h jeden Tag drauf. Wow.
In welche Richtung suchst du denn genau?
Wenn es generell Softwareentwicklung sein soll, da kenne mich hier am Markt mittlerweile sehr gut aus und kann dir sicher ein paar Empfehlungen geben :)
Allgemein gilt. Der Markt ist leer gefegt. Fähige Leute absolute Mangelware.
Beste Zeiten für einen Wechsel und Verbesserung in jeglicher Hinsicht (für uns Arbeitnehmer).
 
In welche Richtung suchst du denn genau?
Wenn es generell Softwareentwicklung sein soll, da kenne mich hier am Markt mittlerweile sehr gut aus und kann dir sicher ein paar Empfehlungen geben :)

Bin da relativ offen. Habe wie gesagt nen Master in Elektrotechnik (mobiler Systeme). Masterarbeit ging über ein Java Programm. Berufseinstieg auch viel Programmieren.

Habe auch kein Problem damit, als System Entwickler zu arbeiten. Also sowohl Software als auch Hardware. Bin da sehr flexibel, sollte halt in München sein.

Kennst du den Markt in München? Können auch gerne per PN schreiben.
 
Wie kommt es bei Arbeitgebern an, wenn ich nach so kurzer Zeit meinen Job wechsle?

Denke meinen Chancen stehen mit einem Master in Elektrotechnik und dem Großraum München nicht so verkehrt.

Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Das ist doch relativ einfach. Du bist in der Probezeit. Die Probezeit gilt nicht nur dafür, dass das Unternehmen dich kennen lernen kann, sondern auch du das Unternehmen. In der Probezeit zu sagen: Okay, mir taugt es hier nicht, das Betriebsklima ist schlecht, fällt weder auf dich zurück noch kreidet es dir jemand an.

Überlege dir, ob das Ganze in Naher Zukunft ein Ende finden wird oder nicht, und ob dich das Unternehmen, in dem du aktuell bist, beruflich weiterbringt.
 
Ich habe das Gefühl, dass manche Unternehmen noch immer nichts verstanden haben.

Meine Lebensgefährtin hatte zwei Gespräche bei einem großen amerikanischen Produzenten für allgemeine Schmier- und Inhaltsstoffe und dort wurde ihr mehr oder weniger direkt gesagt, dass sie zwar auf jeden Fall Überstunden leisten muss (der Job ist inhaltlich bedingt am Ende des Monats mit Überstunden verbunden und beinhaltet Reisezeiten), diese aber weder in Geld noch in Freizeit vergütet werden. Es wird auch nicht geduldet, dass Überstunden durch früheren Feierabend oder späteres Beginnen der Arbeit abgebaut werden, der Vorteil liegt also völlig einseitig beim Arbeitgeber.

Die Bezahlung ist leicht überdurchschnittlich, steht aber nicht im Verhältnis zu diesem Umstand.
Glauben die wirklich, dass irgendjemand zu diesen Konditionen dort anfängt? :rolleyes:
 
Glauben die wirklich, dass irgendjemand zu diesen Konditionen dort anfängt? :rolleyes:

Ja, ich habe das schon einige Male über solche Unternehmen gehört. Ist nicht so unüblich. Für Viele ist nur die Karriere bzw. das Geld interessant, Freizeit oä. hat wenig Relevanz. Muss ja Jeder für sich entscheiden.
 
ggf mal schlau machen, ob das nichtig ist wenn es im Vertrag steht. Dann kann man es unterschreiben, muss sich aber trotzdem nicht danach richten.
 
ggf mal schlau machen, ob das nichtig ist wenn es im Vertrag steht. Dann kann man es unterschreiben, muss sich aber trotzdem nicht danach richten.

Und dann unterschreibt man was wo der Ärger quasi schon vorprogrammiert ist? Gepaart mit der Probezeit ist da dann wieder Schluss, den Ärger kann man gleich vermeiden.

Entweder man akzeptiert die Situation oder lässt es gleich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Blabla Paragraphengelaber. Die Realtität ist dann doch ein wenig komplexer.
Man spart sich unnötigen Ärger und weiß, dass man so einen Job eh nicht will.
Zurück zum Thema bitte wieder. Wenn ich schlechte Rechtsstories hören will schau ich Barbara Salesch.
 
Und dann unterschreibt man was wo der Ärger quasi schon vorprogrammiert ist? Gepaart mit der Probezeit ist da dann wieder Schluss, den Ärger kann man gleich vermeiden.

Entweder man akzeptiert die Situation oder lässt es gleich.

So sehen wir das auch und deshalb lassen wir es.
Die Rennerei und die Nerven bezahlt einem kein Mensch...
 
lorac wollte offensichtlich nur mal etwas rumpoltern und beleidigen. Vll steckt ein schlechter Tag dahinter... who knows.
 
Die Bezahlung ist leicht überdurchschnittlich, steht aber nicht im Verhältnis zu diesem Umstand.
Glauben die wirklich, dass irgendjemand zu diesen Konditionen dort anfängt? :rolleyes:

So "all inclusive"-Gedöns ist immer einseitig zum Vorteil des Arbeitgebers. Es gibt Menschen, die sich darauf einlassen weil sie entweder die Tätigkeit so toll finden, am Standort wenige Alternativen haben oder sich davon einen Karriereschub erhoffen. Ich persönlich würde nur ungerne in solchen Unternehmen arbeiten.
 
wenn man arbeitslos ist und unbedingt nen job braucht, kann man das ja irgendwie schon machen. am ende holt man sich die überstunden durch paar wochen auf schein wieder rein und kündigt dann, wenn man was neues hat. abzockerfirmen darf man ohne schlechtes gewissen auch scheiße behandeln und sie dann hängen lassen, wenn es ihnen am meisten wehtut. hauptsache man hält sich an die gesetzlichen vorgaben und im abschluss verklagt man die noch wegen nicht bezahlter überstunden.
wer bei solchen firmen anfängt, sollte vorher ne rechtschutz abschließen. man will ja am ende den ärger zu gericht zerren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Regelungen die einen AN schlechter stellen als es die gängigen Normen in den Gesetzen tun sind grundsätzlich unwirksam, ob Arbeitsvertrag unterschrieben oder nicht.

Bekannte Beispiele dafür, weniger als der gesetzlich vorgeschriebene Urlaub oder Lohn unter dem Mindestlohn usw. verwunderlich, dass hier wo es doch einige gebildete Menschen rum rennen dies scheinbar doch nicht jedem bekannt ist, wo doch Arbeitsrecht in den meisten kfm. Studiengänge gelehrt wird

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Darum ging es mir nicht.
Was formal und rechtlich ist, war mir bei der Aussage ziemlich lachs.

Es geht um die Art und Weise der Arbeitsbeziehung nach der Vertragsunterschrift. Ich kauf doch auch kein Auto mit irgendeinem bekannten Makel und gebe es wegen des Makels 3 Wochen später zurück und fuhr in der Zeit zigtausend Kilometer.
 
Klar, HWK... ähhhmmm, wurzdiesau macht das. Kommt immer gut wo anzufangen wo man quasi eh nicht arbeiten will bzw die Regelungen doof findet und dann direkt Stress mit dem AG anzufangen...
 
Darum ging es mir nicht.
Was formal und rechtlich ist, war mir bei der Aussage ziemlich lachs.

Es geht um die Art und Weise der Arbeitsbeziehung nach der Vertragsunterschrift. Ich kauf doch auch kein Auto mit irgendeinem bekannten Makel und gebe es wegen des Makels 3 Wochen später zurück und fuhr in der Zeit zigtausend Kilometer.

Das was Nubert sagt ist nicht korrekt. Es gibt Werks und Tarifverträge die unter gesetzliche Mindeststandards gehen können.
 
Das was Nubert sagt ist nicht korrekt. Es gibt Werks und Tarifverträge die unter gesetzliche Mindeststandards gehen können.
Glaube ich nicht. Auch für Tarifverträge gilt, dass sie die Mindeststandards halten müssen.

Einen Beweis dafür wäre interessant.
 
Glaube ich nicht. Auch für Tarifverträge gilt, dass sie die Mindeststandards halten müssen.

Einen Beweis dafür wäre interessant.

Ist dummerweise wirklich so. Wenn ich an mein Seminar zum Betriebsverfassungsrecht letztes Jahr erinnern kann, kam da auch dieser Punkt raus. Das bedeutet nicht das ne Fachkraft für 1,50€ die Stunde schuften muss, aber es gibt gewisse Bereiche die in Tarifverträgen sagen wir gedehnt werden können. Dies betrifft z.B. maximale Arbeitszeiten oder Ruhezeiten. Muss mal schauen ob ich noch konkrete Beispiele dazu finde.

edit: siehe hier z.B. Ruhezeit zwischen Arbeitstagen: die gesetzlichen Regelungen
 
Zuletzt bearbeitet:
beim kündigungsschutz kann der tarifvertrag schlechter sein als gesetzlich. gibt dazu nen urteil.
tarifverträge haben im prinzip ja den auftrag, für den arbeitnehmer was gutes rauszuhandeln. ansonsten würde ja niemand in eine gewerkschaft eintreten und/oder den tarif annehmen wollen. die vorteile irgendwo können aber auch mit nachteilen woanders ausgehandelt worden sein.
im prinzip haben tarifverträge häufig aber viele vorteile, zb regelmäßig mehr lohn ohne betteln gehen zu müssen oder automatische steigerungen in der erfahrungsstufe usw...
 
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