[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Jo. Gibt es immer noch. Nur sind es eben auch wirklich Facharbeiter die hier fehlen, mit Studierten, durchaus auch Mint'ler, wirst du überrant. Aber finde mal nen guten Mechatroniker, Oberflächenbeschichter, Elektriker... schon weitaus schwieriger.

Auch in der IT werden z.B Leute ohne Ende gesucht. Nur sind Fachkräfte eben keine gerade fertig gewordenen Studenten sondern Leute mit spezifischen, praktischen, Fach- und Nischenwissen wie du schon sagtest. Der Mangel ist auf jeden Fall vorhanden aber halt an einer anderen Stelle.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Genauso seh ich das auch, ich bin nicht Kontra Studierende, auch wenn das manche hier glauben, aber ich hab eben schon genug Erfahrung im Arbeitsleben gemacht, welche mir zeigt, dass Student nicht gleich Fachkraft bedeutet.

Für mich persönlich ist Erfahrung auch mehr wert, als Gelerntes. Zumindest hab ich in meiner bisherigen Laufbahn damit gute Erfahrungen gemacht. Damit will ich nicht sagen, dass studiert zu sein, etwas schlechtes ist.
 
Genauso seh ich das auch, ich bin nicht Kontra Studierende, auch wenn das manche hier glauben, aber ich hab eben schon genug Erfahrung im Arbeitsleben gemacht, welche mir zeigt, dass Student nicht gleich Fachkraft bedeutet.

Für mich persönlich ist Erfahrung auch mehr wert, als Gelerntes. Zumindest hab ich in meiner bisherigen Laufbahn damit gute Erfahrungen gemacht. Damit will ich nicht sagen, dass studiert zu sein, etwas schlechtes ist.

+1
 
Akademiker können ja durchaus auch Erfahrung haben...
Das klingt, als wäre das ne "entweder-oder"-Entscheidung.
 
Auch in der IT werden z.B Leute ohne Ende gesucht. Nur sind Fachkräfte eben keine gerade fertig gewordenen Studenten sondern Leute mit spezifischen, praktischen, Fach- und Nischenwissen wie du schon sagtest. Der Mangel ist auf jeden Fall vorhanden aber halt an einer anderen Stelle.

Nur wenn alle nur fertige Fachspezialisten wollen und keiner auch mal "frische" Absolventen nimmt und diese entsprechend anlernt, dann brauchen sie sich auch nicht beschweren. Seh ich immer wieder beim Schweißfaching. Haben wollen den viele Unternehmen, bezahlen und ausbilden will den Spaß keiner..
 
Ähm sorry, aber es spricht nichts gegen eine Ausbildung, nur weshalb einem unerfahrenem Mitarbeiter wesentlich mehr bezahlen?

Die Ausrede mit, die Firmen wollen nicht Schulen, ist schon ziemlich alt, nur kostet das eben auch nicht wenig Zeit und Ressourcen. Ich finde es nur fair, unerfahrene niedriger einzustufen und je nach Erfahrung, bzw übernommenen Tätigkeiten dann aufzustufen.
 
Es geht mir nicht um das Gehalt, sonder um das "Leute gesucht". Mit "bezahlen" mein ich die Kosten für die Ausbildung, die ist nicht wirklich günstig und für Absolventen ohne Job nicht zu stemmen. Wenn ich niemanden finden kann, der meinen Anforderungen entspricht, dann muss man in den sauren Apfel beißen und die Qualifizierung halt selber in Angriff nehmen. Auch wenn es Zeit und Geld kostet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man darf sich auch nicht wundern, wenn man sich auf eine Region beschränkt.

Mit dem Unterschied, dass die "Region" in meinem Fall 20% der deutschen Bevölkerung und die größte Industriedichte in Europa bedeutet.

IT ist genau das Gegenteil. Da ist der Markt leer was "Fachkräfte" angeht. Allerdings, die Unternehmen die ich kenne suchen auch nur Berufserfahrene und keine Absolventen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Polarcat
Klar das kommt erschwerend hinzu. Nur kann man eben auch nicht jede Stelle mit Auszubildenden oder Absolventen besetzten weil man eben auch seniore Kollegen braucht. Wir suchen im Team z.B auch für ein bestimmtes Skillset zwei Leute. Eine Position wurde jetzt mit einem Absolventen besetzt zum anlernen für die andere gibt es nicht mal Bewerbungen.
 
Muss grade daran denken als bei uns ein Admin Controller gesucht wurde. Die Stellenausschreibung las sich eher wie ein Wikipedia Artikel zu CFOs. :fresse: Dementsprechend wenige Bewerbungen kamen rein und die waren lt. Abteilungsleiter auch mehr als ungeeignet. Stelle wurde daraufhin gestrichen.
 
Wenn mir Unternehmer oder Personaler sagen, dass man Absolventen erst "anlernen" muss und sie die ersten Monate mehr Geld kosten, als sie einbringen, dann verstehe ich das. Ein Unternehmen muss am Ende wirtschaftlich arbeiten. Trotzdem rücken Absolventen nach und die erfahrenen Mitarbeiter scheiden mit - im extremsten Fall - 63 aus. Dafür hat die Bundesregierung ja gesorgt.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass gerade die "Big Player" sich dieser Verantwortung entziehen. Trainees nimmt man sowieso nur mit Auszeichnung und Prädikatsexamen, und ansonsten werden Absolventenstellen scheinends auch nur besetzt, wenn die Person dort vorher als Werkstudent oder Praktikant "angelernt" wurde. Wenn alle Unternehmen sich so verhalten, nach dem Motto "Anlernen und Investieren sollen mal andere", dann wird es nicht funktionieren.

Ich habe angefangen mit den interessantesten und für mich optimalsten Stellen und wollte es gerne erstmal ohne Vitamin B probieren.
Die Ansprüche schraube ich jetzt Stück für Stück herunter, und die Reichweite nimmt zu. Dazu kommen jetzt Initiativbewerbungen (die bisher deutlich vielversprechender sind) und das Vitamin B was da ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist doch dein erster richtiger Job, sagt ja niemand dass du bis 67 da sitzen wirst. Deswegen verstehe ich die "Ansprüche zurückstellen" Devise schon ganz gut. Werde ich nicht anders machen. Nur die 2.7k Brutto fand ich schon extrem niedrig (wie andere auch). Habe nach der Ausbildung als Industriekaufmann 2.5k bei 35h bekommen (klar, IGM geregelt aber wenn mir einer dann nach einem Studium 200€ Brutto mehr bieten würde, würde ich dankend ablehnen. Auch wenn der Betrieb nicht in der Branche unterwegs ist).
 
Die wollen einen langfristig, aber ganz ehrlich.. Zu den Bedingungen :fresse:
Da muss entweder nach der Probezeit ordentlich was gehen finanziell oder es wird echt nur ein kurzes Spiel.

Gibt's hier eigentlich so ne Art Vitamin B - Börse für luxxer? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du dafür nicht umziehen musst geht es ja noch.
Nur umziehen und dann nach zwei Jahren wieder die Stadt wechseln, das würde ich dafür definitiv auch nicht machen.
 
Studium allein reicht heute nicht mehr. Interessant sind dann Sachen, die man nebenbei gemacht hat (nebengewerbe, Werkstudent, Tutor,..)
 
Ein Kumpel ist so erst vor einem Jahr bei einem sehr großen Lager Hersteller eingestiegen. Direkt mit Führungsverantwortung. Er hat ein kleines Gewerbe nebenbei gehabt. Und die Stelle gab es trotz 13 Semester und 3,x Schnitt ;)

Achja, Gehalt eg10 13,25 Gehälter und 35h. Metall Industrie Bayern

So hart es klingt, aber studieren kann heutzutage jeder honk. Auch ein Master... Fällt heute vom Himmel. Dafür muss man nicht unbedingt was drauf haben
 
Zuletzt bearbeitet:
Dafür muss man nicht unbedingt was drauf haben
lel

Klar wenn man sich mit 4,0 durchblödet, dann sagen auch die Professoren irgendwann einfach "ja" und der Student kommt weiter. Aber es ist immer noch ein riesiger Unterschied ob man eine 1,x oder 2,x oder eine 4 im Unternehmen hat. Wie genau machst du "was drauf haben" denn fest? Soll ich jetzt auch ein Nebengewerbe anmelden und dann nimmt mich jeder? Wie will man "Leistung" bzw. "Können" messen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann hat er aber Vit B oder ein Praktikum/ähnliches bei der Firma vorher gehabt. Bei 3,x wirst du sonst gleich aussortiert denke ich. Da hilft dir auch ein studentischer Nebenjob/wasweißich nicht weiter. (Btw. welcher Student hat das heutzutage nicht?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne eine Menge Studenten, die nebenbei wirklich nichts machen. Maximal in den Ferien irgendwo ans Band.
Die leben die "jetzt erstmal das Studium genießen" Devise, die Quittung bekommen sie jetzt, da viele Praktikumsbetriebe Berufserfahrung voraussetzen. Und bei den BWLern gibts halt auch genug Leute die sich frühzeitig um berufsbezogene Werkstudentenstellen o.ä. gekümmert haben und eben dann den einen Vorteil haben.
 
Nein, sein nebengewerbe war der ausschlaggebende Punkt. Er entwickelt für die Filmindustrie kleinere Hilfsmittelchen.
 
Die leben die "jetzt erstmal das Studium genießen" Devise, die Quittung bekommen sie jetzt, da viele Praktikumsbetriebe Berufserfahrung voraussetzen.
Ist das "Vollzeitstudium" nicht völlig ausreichend um seinen Tag sinnvoll mit Arbeit zu füllen? Was ist mit denen, die sich durchbeißen müssen? Das man in den Semesterferien nicht arbeiten geht hat ja erstmal nichts mit Faulheit zu tun, außer man studiert Lehramt Grundschule.
 
Definiere ausreichend. Um eine vernünftige stelle als Absolvent zu bekommen im Regelfall nicht.
 
außer man studiert Lehramt Grundschule.

Nur mal aus Interesse wie kommst du auf das ganz dünne Brett? Oder mal wieder nur reines klischeebehaftetes Vorurteil?

@astra:

Das ist als Nebengewerbe schon sehr speziell und da muss man auch erst einmal eine Nische zum Fuß fassen finden. Wenn er wirklich entwickelt hat usw. kann ich die PErsonalentscheidung sehr gut nachvollziehen. Aber da hat er auch einen eher seltenen Fall von Nebengewerbe gehabt. DIe meisten Tätigkeiten neben dem Studium sind wohl eher "Nice-to-have" und ein bisschen Vita-Politur, aber auch nicht viel mehr. Gerade bei den "großen" Unternehmen gehe ich davon aus, dass ein Großteil der Bewerber sowas auf seiner Vita stehen hat.
 
Definiere ausreichend.

In dem Sinne, dass man mit Lernen und Übungen machen etc. genügend zu tun hat. Natürlich sollte man dann auch irgendwo im 1.x bis 2.0er Bereich sein. Kein Wunder dass es Burnouts gibt wenn man der super Student sein soll und nebenbei auch noch Arbeiten muss damit man einen Job später findet :vrizz:
 
Naja, jeder Mensch ist anders belastbar.

@polarcat: definitiv speziell. Wollte damit bloß sagen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt außer Praktikum, Vitamin b bzw gute Noten
 
Ist das "Vollzeitstudium" nicht völlig ausreichend um seinen Tag sinnvoll mit Arbeit zu füllen? Was ist mit denen, die sich durchbeißen müssen? Das man in den Semesterferien nicht arbeiten geht hat ja erstmal nichts mit Faulheit zu tun, außer man studiert Lehramt Grundschule.

Kommt aufs Studium an. Ganz ohne Vorurteile, aber es gibt nunmal Studiengänge, bei denen man eher ein entspanntes Leben hat und welche, die eher 40h+ verlangen.

Ich kenne einige Studenten, die voll in Regelzeit sind, 20h / Woche arbeiten und dennoch Zeit übrig haben. Streicht man den Nebenjob, hat man trotz angeblichem Vollzeitstudium Freizeit ohne Ende.

Ich gönne es den Leuten. Jeder, wie er es mag. Wenn ich so viel Freizeit hätte, wüsste ich nichts damit anzufangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da muss ich dir zustimmen, wobei das aber im Ingenieurstudium eher nicht der Fall sein wird.

Ingenieure werden aber gern versucht unter "Wert" anzustellen. Da kommt den Dienstleistern und Co die VW Schwäche gerade recht.

Da köonte ich im letzten Jahr bei so einigen Gesprächen merken, wie die bei meinen sehr humanen Gehaltsvorstellungen immer noch weniger erwartet haben.

Die Firma wo ich jetzt bin hat über meine Gehaltsvorstellung gar nicht geredet, sondern für die Probezeit akzeptiert und hinterher gleich mal noch was drauf gelegt.

Da war ich wohl wirklich zu niedrig unterwegs ;)
 
Unsere Firma lebt quasi von den Absolventen: Uni-Nähe, jede Menge Hiwis, Abschlussarbeiten --> Absolventen werden "günstig" eingestellt und die verlassen dann nach 2-5 Jahren die Firma richtung OEM um richtig Geld zu verdienen.

Außer den Abteilungsleitern (und höher) gibt es hier quasi keine ü40 Mitarbeiter.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh