[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Ich finde die angaben vom Statistischenbundesamt eigentlich immer recht passend.
Sofern ihr da mal gesucht habt. :P
 
Wie würdet ihr vorgehen bzw. was würdet ihr verlangen?

Ich habe Donnerstag mein nächstes Gespräch mit unserem Abteilungsleiter. Es geht darum dieses Jahr noch ein Treppchen höher zu kommen. Die Chancen stehen gut, mein Vorgänger scheidet im August aus und geht in Rente. Mein direkter Vorgesetzter hat mich zwar noch mit einem kleinen Fragezeichen bei der Leitung stehen, ich delegiere aber schon über ein Jahr das Team (10 Leute) - auch weil mein Vorgänger sich nie für die Führungsrolle interessiert hat.

Frage ist jetzt: was kann man für die neuen Aufgaben und die Verantwortung verlangen? Ich tendiere dazu 25-30% mehr Grundgehalt zu verlangen plus eine Gehaltsgruppe höher (wirkt sich auf die Höhe der Gewinnbeteiligung aus). Eventuell die Gehaltsanpassung in zwei Schritten. Hat jemand von euch Erfahrungen?
 
also 25-30% + gehaltsstufe ist ordentlich. bei uns ist die regel 15-20%. deine vorstellung würde ich dann höchstens in 2 schritten verlangen.
 
An Kunden bzw. Aufgaben.

also 25-30% + gehaltsstufe ist ordentlich. bei uns ist die regel 15-20%. deine vorstellung würde ich dann höchstens in 2 schritten verlangen.
Ja, das ist denke ich einfacher durchzusetzen bei unserem Geschäftsführer.
 
Das stimmt nicht. Vergleichbare Positionen (Praxisinhaber - Chefarzt etc) haben ein sehr ähnliches Arbeitspensum.

Watt? Als Praxisinhaber machst du um 16.00 die Türen zu (mittwochs evtl gar nicht erst auf) und hast überschaubares personal.

Als CA hast du eine Abteilung die 24/7/365 Tage im Jahr läuft, X Oberärzte, Assistenzärzte die du ausbilden musst, du musst dich um Diesntpläne kümmern und dich gleichzeitig noch mit der Pflege rum ärgern und du bist für alles was da passiert verantwortlich, auch wenn du Feierabend hast oder im Urlaub bist. Und du bist als CA dafür verantwortlich das die Abteilung läuft, tut sie das nicht gehst du auch schnell wieder.

+ in der Klinik hast du tendenziell die schwierigen Sachen.

Wo ist das vergleichbar? ^^
 
In der Praxis kommt noch die ganze Buchhaltung dazu, die Abrechnung muss gemacht werden und die Leute müssen bezahlt werden.

Auf der andere Seite kann man als CA auch Sachen gut delegieren (wie zB die Dienstplangeschichte).

Also alles eine Frage der Organisation - ich kenne sowohl CÄ also auf Praxisinhaber - der Arbeitaufwand ist zumindest im Osten gleich - da es ja auch keine/kaum privat Versicherte gibt, wo man das geldlich ausgleichen könnte. Im Westen mag das vielleicht regional anders aussehen. Und Geldlich nimmt es sich nix, außer das man als CA die etwas sichereren Gehaltszahlungen hat weil man ja nicht selbsständig ist und damit dieses Risiko nicht zu tragen hat.
 
Naah, kommt auf den Arzt an. Unser Hausarzt ist eigentlich immer bis 8 in der Praxis. Letzte Termine werden bis 7 vergeben, das überzieht sich dann schonmal bis halb 9, danach noch Hausbesuche (kommt bei uns z.B. öfter um 9 vorbei, mein Vater ist schwer gehbehindert und kommt deshalb nicht in die Praxis).

Und wenns wirklich den Bach runtergeht, können seine Stammpatienten ihn auch am Wochenende mal zuhause nerven, er sagt, bisher gehen die Leute da verantwortungsvoll mit um und kommen nur wenns wirklich brennt, da sieht er keinen Grund die kilometerweit ins nächste Krankenhaus pilgern zu lassen.

Natürlich gibts auch gegenteiliges, meine Kieferorthopädin hat pünkltich um halb 5 den Spiegel fallen lassen, Notfälle gibts da praktisch nicht, alles sehr entspannt. Bei so Personen stimme ich dir dann wieder zu.

Im Krankenhaus ist es sicher nochmal stressiger und die Verantwortung größer, die Punkte will ich gar nicht absprechen. Aber zeitlich hängt es halt schwer vom Arzt ab.
 
Wie ein Arzt seine Praxis öffnet hängt mit der Grundeinstellung zusammen. Es gibt Ärzte, denen geht das Patientenwohl am Arsch vorbei - hauptsache die Kasse klingelt und keiner stört.
Dann gibts die Ärzte, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht und das Geld zweitrangig ist.

Ein Bekannter von mir ist Facharzt und geht bald in den Ruhestand.
Der hat seine Praxis grundsätzlich von acht bis achtzehn Uhr geöffnet, und an zwei Tagen in der Woche sogar ab sechs, für die Leute die es beruflich anders nicht hinbekommen.

Von seinen Kindern hat keiner was mit Medizin gemacht, also geht die Praxis an zwei jüngere Ärzte die aber schon länger dort mitarbeiten. Er kriegt aber weiterhin Geld, da die Praxis quasi noch ihm gehört und die das "abarbeiten" bzw. auf Raten übernehmen.
Finanziell kann ich nicht sagen, dass es ihm irgendwie an irgendwas mangelt - im Gegenteil.

Andere Fachärzte (gerade Gynäkologen) sind bei uns in der Gegend so rar, dass eine es sich erlaubt, nur noch Privatpatienten zu behandeln. Ein niedergelassener Chirurg hat seine Praxis geschlossen und macht jetzt im Nachbarort in seiner Privatklinik nur noch Schönheits-OP's für Barzahler.

Ich kenne nur zwei oder drei Ärzte, bei denen die Praxis nicht gut läuft. Liegt aber mitunter an der Person selbst. Der Ort ist klein und Inkompetenz oder falsche Behandlungen sprechen sich schnell herum.

Grundsätzlich verdienen Ärzte in Krankenhäusern aber entsprechend weniger. Aber nicht jeder kann sich niederlassen.. (ausser man ist Bereit irgendwo als Landarzt zu arbeiten - dann wird man mit Kusshand genommen ^^).
Ich weiss nicht ob das so stimmt, aber landläufig sagt man, dass ein Assi 24h Schichten schiebt, für den Chefarzt quasi alles erledigt und dabei mit 1000 Netto nach hause geht. Gemessen an der Verantwortung die er hat, ist das lächerlich.. da kriegt ein Handlanger aufm Bau, der den ganzen Tag Nägel aus Dachlatten zieht mehr
 
Zuletzt bearbeitet:
1000 ist untertrieben... Ein Assistenzarzt geht schon mit seinen 1900 2000 Einstiegsgehalt nach hause
 
Gerademal ein wenig gegooglet . ist doch etwas mehr.
Aber gemessen an der Verantwortung die auf die Assis abgeschoben wird, doch teilweise noch recht wenig.
Ich denke 2000 netto kann man auch nur erreichen wenn man schon einen facharzttitel hat..
 
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Man bekommt als Assistenzarzt auf jeden Fall seine 2.000 netto Das Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes liegt i.d.R. bei ca. 3200 - 4000 Brutto. Dazu kommen nach noch diverse Zulagen. Ja, die Verantwortung und das Arbeitsaufkommen ist sehr hoch und dafür die Bezahlung sicherlich zu gering. Aber mit 2.000 Brutto werden diese Ärzte nun wirklich nicht abgespeist.
 
Ich glaube mit "Brutto" hat er sich gerade nur verschrieben ;)
 
Also mit 2000 Brutto fängt kein Arzt nach dem Studium an - das bewegt sich normal im Bereicht 3,5-4k Brutto zum Anfang bei Vollzeit, natürlich + Zuschläge für Nacht, WE etc. ;) Fachärzte liegen dann eher im Bereich 5k+. Die Zeiten wo Jungärzte so bescheiden bezahlt wurden, sind mittlerweile knapp 10 Jahre her, da war das Gang und Gebe, heute kann es sich kein Haus mehr leisten, da dann gleich mal garkein deutschsprachiger Arzt mehr kommen würde!
 
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Danke :)
Na Spitzensatz halt... 52%?! Bin nicht ganz sicher... aber bei SK3 geht das noch^^
 
1000 ist untertrieben... Ein Assistenzarzt geht schon mit seinen 1900 2000 Einstiegsgehalt nach hause

Gerademal ein wenig gegooglet . ist doch etwas mehr.
Aber gemessen an der Verantwortung die auf die Assis abgeschoben wird, doch teilweise noch recht wenig.
Ich denke 2000 Brutto kann man auch nur erreichen wenn man schon einen facharzttitel hat..

Das Einstiegsgehalt im 1. Jahr liegt derzeit bei knapp 4000 Brutto, im 6. Jahr bei gut 5000 Brutto. Dazu kommen Dienstentgelte, Überstunden und Nebenzahlungen.
Bin momentan im 6. Jahr und habe im letzten Jahr in 11 Monaten 92000 Brutto gehabt(plus 1 Monat Elterngeld). Bei 12 Arbeitsmonaten hätte ich die 100k geschafft. Hoffe dieses oder nächstes Jahr die Prüfung zu machen und dann werden die Karten neu gemischt.

Hier übrigens nochmal eine Zusammenfassung aus der Presse:
https://www.thieme.de/viamedici/arz...e-infos-1570/a/was-verdienen-aerzte-18665.htm

free
 
ja... Reichensteuer sind auch nicht 52, sondern 45%.
 
Deswegen...

Ab 52.000€ bis 250.000€ 42%, alles darüber 45%. Wobei wirklich nur das darüber mit 45% versteuert wird. Verdient man also z.B. 300.000€ zahlt man für die 250.000€ 42% und für die 50.000€ 45%.


Sent from my Girlfriend's iPad
 
ja sicher. wobei das mit dem Progressionssystem wieder ne Sache für sich ist :fresse:
 
Bei all dem Geld sollte man nicht vergessen, dass Geld alleine auch nicht Glücklich macht, wenn man nur arbeitet, oder einem der Job nicht wirklich gefällt.
Ich kenne Leute die haben die Firma gewechselt, weil sie da mehr verdienen. Jetzt sind sie aber total unglücklich weil die neue Stelle totaler Mist ist (Kollegen/Arbeitszeit).
Bei mir selbst auf der Arbeit wird es auch sehr gern gesehen wenn man am Wochenende noch zusätzlich arbeitet (bezahlt). Aber ich verzichte da in der Regel eher drauf weil ich am Wochenende halt lieber private Dinge mache.
Klar ist mehr Geld immer gut, aber meiner Meinung nach nicht um jeden Preis.
 
Wenn ich in Leipzig bleiben könnte wäre ich mit einem Einstieg von ca. 1700€ Netto zufrieden, mittelfristig hätte ich gerne um die 2000-2500€ Netto und langfristig gerne um die 2500-3000€ Netto. Also ca. 2700-3000€ Brutto, 3500-4000€ Brutto und 4500-5000€ Brutto. Noch schöner wäre natürlich ein Lottogewinn, dann könnte man das Geld für sich arbeiten lassen.


Sent from my Girlfriend's iPad
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber das ist doch auch langweilig, wenn man keine Aufgabe mehr im leben hat!?
Also ja ok 1-2 Monate ist das nett aber danach wäre mir langweilig.

Wobei man halt öfters in Urlaub kann, aber n Job muss schon sein.


Aber bei 5K Brutto zahlt man doch Unendlich viel Steuern. Das wäre es mir nicht wert dafür so hart zu arbeiten bzw so viel Verantwortung.
 
René Obermann bekommt für einen Monat (oder auch etwas mehr) bei Ziggo 4,7 Mio €, allerdings verliert er danach seinen Job.
Ich denke nicht das die Zeit die er dort gearbeitet hat die Abfindung wert ist.

Das wird für die meisten nicht mehr als ein Traum bleiben.
 
Jeder kann doch das machen, wonach ihm ist. Ich will noch ein bis zwei Stufen höher, aber dann ist auch gut. Mir ist meine Freizeit sehr wichtig und auch wenn ich oft mal lange arbeite, will ich doch nicht jeden Tag 12+ Stunden auf Arbeit hängen.

Und wie ich schon mehrmals erwähnte: Der bestbezahlte Job ist Mist, wenn du jeden Morgen mit "Ich habe keinen Bock..." aufstehst.. ;)
 
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