Wie ein Arzt seine Praxis öffnet hängt mit der Grundeinstellung zusammen. Es gibt Ärzte, denen geht das Patientenwohl am Arsch vorbei - hauptsache die Kasse klingelt und keiner stört.
Dann gibts die Ärzte, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht und das Geld zweitrangig ist.
Ein Bekannter von mir ist Facharzt und geht bald in den Ruhestand.
Der hat seine Praxis grundsätzlich von acht bis achtzehn Uhr geöffnet, und an zwei Tagen in der Woche sogar ab sechs, für die Leute die es beruflich anders nicht hinbekommen.
Von seinen Kindern hat keiner was mit Medizin gemacht, also geht die Praxis an zwei jüngere Ärzte die aber schon länger dort mitarbeiten. Er kriegt aber weiterhin Geld, da die Praxis quasi noch ihm gehört und die das "abarbeiten" bzw. auf Raten übernehmen.
Finanziell kann ich nicht sagen, dass es ihm irgendwie an irgendwas mangelt - im Gegenteil.
Andere Fachärzte (gerade Gynäkologen) sind bei uns in der Gegend so rar, dass eine es sich erlaubt, nur noch Privatpatienten zu behandeln. Ein niedergelassener Chirurg hat seine Praxis geschlossen und macht jetzt im Nachbarort in seiner Privatklinik nur noch Schönheits-OP's für Barzahler.
Ich kenne nur zwei oder drei Ärzte, bei denen die Praxis nicht gut läuft. Liegt aber mitunter an der Person selbst. Der Ort ist klein und Inkompetenz oder falsche Behandlungen sprechen sich schnell herum.
Grundsätzlich verdienen Ärzte in Krankenhäusern aber entsprechend weniger. Aber nicht jeder kann sich niederlassen.. (ausser man ist Bereit irgendwo als Landarzt zu arbeiten - dann wird man mit Kusshand genommen ^^).
Ich weiss nicht ob das so stimmt, aber landläufig sagt man, dass ein Assi 24h Schichten schiebt, für den Chefarzt quasi alles erledigt und dabei mit 1000 Netto nach hause geht. Gemessen an der Verantwortung die er hat, ist das lächerlich.. da kriegt ein Handlanger aufm Bau, der den ganzen Tag Nägel aus Dachlatten zieht mehr