[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Naja wie vernünftig die Umlagefinanzierung ist sieht man ja aktuell an deren Erfolg. Durch den demographischen Wandel ist das Kapitaldeckungsverfahren gar keine so dumme Idee.
 
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Du meinst weil die GKV's in der Summe über 20 Mrd. € als Festgeld besitzen während die PKV's in ihrem Streben nach Rendite nur noch am Leben sind durch gigantische Rettungsschirme, die am Ende wir tragen werden müssen...oder anders formuliert. Wer hat wohl in Zypern, Griechenland und Co. investiert...

Ich halte weder bei KV's, noch bei anderen Versicherungen (Rente, Leben...) etwas von Kapitalgedeckten Finanzierungen, am Ende wollen hier zuviele verdienen, Gerade Riesterrenten haben das Problem doch auch bestätigt.
 
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Bei der KV sieht das Ganze etwas anders aus. Aber bei der Rentenversicherung kann der Staat mit der Nachhaltigkeitsrücklage, die im Umlageverfahren zulässig ist gerade einmal die Renten von knappen 1,5 Monaten tragen. Da Problem beim Umlageverfahren ist doch, dass zu wenige Versicherungspflichtige für zu viele Leistungsempfänger (Rentner) aufkommen müssen. Dieses Problem würde sich beim Kapitaldeckungsverfahren lösen.
 
@side
Genau deshalb sollte man schon aktuell anfangen diese zu senken.

Wir dürfen wohl eher mit dem Gedanken spielen, dass es keine Rente in dieser Form geben wird. Wie soll die auch finanziert werden. Die Leute werden immer älter und somit muss länger bezahlt werden, das geht einfach irgendwann nicht mehr auf. Oder einfacher gesagt, es geht doch jetzt schon nicht mehr auf.
 
Die Renten jetzt zu kürzen halte ich aber für falsch den mein Opa gehört zu denen die das hier wieder mit aufgebaut haben und verdienen sich den Ruhestand ... das Problem liegt inzwischen auch ganz woanderst aber das haben wir uns selbst zu zu svhreiben

SGS+mit ICS
 
Bei der KV sieht das Ganze etwas anders aus. Aber bei der Rentenversicherung kann der Staat mit der Nachhaltigkeitsrücklage, die im Umlageverfahren zulässig ist gerade einmal die Renten von knappen 1,5 Monaten tragen. Da Problem beim Umlageverfahren ist doch, dass zu wenige Versicherungspflichtige für zu viele Leistungsempfänger (Rentner) aufkommen müssen. Dieses Problem würde sich beim Kapitaldeckungsverfahren lösen.


Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

1. Irgendwann gibt es auch ein Ende des demografischen Wandels, sprich man muss ergo nur die Jahre im Auge behalten wo in der Tat wenige für viele arbeiten müssen.

Hier könnte man Rücklagen bilden, hier könnte man in dem Zeitraum evtl. auch mal eine gewisse Staatsneuverschuldung erlauben.

2. Diese ganze Problematik hat auch mit der "ungerechten" Verteilung der Einkommen zu tun. Bei diversen realen Lohneröhungen hätte man in der Tat auch das Rentensystem fitter machen können.

3. Gerade die Kapitaldeckungsverfahren haben doch gezeigt wie anfällig diese in Krisenzeiten sind. Wie ich schon schrieb, dienen die bisherigen Rettungspakete (Target 2, IWF, EZB, ESM, ESFM...) nur um den Finanzkreislauf am Leben zu halten. Wäre das nicht, wären alle Rentenversicherungen, Lebensversicherungen und privaten KVen am Ende...

Man sollte endlich mal aufhören zu glauben man kann mit Geld, dass liebe Geld durch Hebelungen vermehren. Das sind alles nur Träume die irgendwann einfach mal platzen müssen.

Wie ich auch schon schrieb...schaut euch mal die Riesterprobleme an, diese werden auch quersubventioniert durch Staatsgelder und am Ende durch Steuern, wer verdient hier bitte, natürlich nur der Kapitalmarkt. Lieber zahle ich dann primär etwas mehr Steuern und es kommt ohne Umwege zum Rentner.

Wir leben nun mal bzw. sollte es so sein...in einer sozialen Marktwirtschaft!
 
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Ich weiß wir wandern immer mehr Off-topic. Allerdings würde es mich schon brennend interessieren wie du erwartest, dass sich der Wandel der Altersstruktur mit der Zeit lösen soll? Die Geburtenraten sinken bzw. stagnieren während die Lebenserwartung weiter steigt.

@topic: Bei mir bleiben momentan während der Diplomarbeit -150€ pro Monat zum zurück legen;)
 
Das würde mich auch interessieren.
 
Das primäre Problem sind nicht die längere Lebenserwartung, sondern die sinkenden Geburtenraten. Dieses Problem wird sich aber mit der Zeit einpendeln...Da irgendwann eben auch die schwachen Jahrgänge Rentner werden, nur eben jetzt oder in naher Zukunft sind die starken Jahrgänge der Rentner ein Problem.

Zu diesem Thema gibt es auch genügend wissenschaftliche Arbeiten...
 
Natürlich ist die längere Lebenserwartung auch ein "Problem", denn diese Menschen müssen auch noch versorgt werden. Außerdem glaube ich nicht, dass nur durch die schwächeren Jahrgänge allein das Problem gelöst wird bzw. werden kann.

Aber wenn du die Arbeiten gelesen hast, freue ich mich über Links/Quellenangaben.
 
@Cole
Dann müssten die Geburten und neuen Jahrgänge die alten "starken" aber noch einmal übersteigen. Da die Leute eben trotzdem sehr viel älter werden als früher. Und das wird durch den ganzen Gesundheits Hype etc. eher schlimmer als besser, da die Leute noch älter werden.
 
Eben.

Ursachen der Rentenproblematik: Als Ursache für diese Entwicklung wird folgendes ausgemacht: Einerseits werden immer mehr Menschen durch bessere moderne Lebensweise und den medizinischen Fortschritt immer älter - während einst nur wenige Menschen länger als fünf bis sieben Jahre Rente bezogen sind heute mehrere Jahrzehnte der Normalfall. Andererseits werden in der modernen Gesellschaft immer weniger Kinder geboren. Als Gründe werden hauptsächlich der Wertewandel in der Gesellschaft angeführt. Neue Werte wie Selbstverwirklichung Unabhängigkeit beruflicher Erfolg Ehe ohne Kinder und alternative Lebensformen mangelnder Familiensinn werden insbesondere aus konservativen Kreisen als Ursache für das Geburtendefizit verantwortlich gemacht.

Quelle: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Demographische_Entwicklung.html
 
Was ahja...ich hatte eine Seminararbeit zu einem ähnlichen Thema "Gerechtigkeit bei der Einkommensverteilung"...diese Seminararbeit ist aber schon ein paar Jährchen her, da hatte ich auch Bücher zum Thema Demografischer Wandel. Hier gab es Werke die z.B. den Betrachtungszeitraum deutlich länger als 20 oder 30 Jahre ansetzen, die Schlussfolgerung war sehr oft, das sich dieses Problem (Geburtenraten) generell einpendeln wird. Werden die Leute älter, arbeiten sie auch länger bzw. müssen Sie das. Wir werden ja nicht jedes Jahr ein Jahr älter, somit kann z.B. einen Arbeitszeitverlängerung von 2 Jahren durchaus für 20 Jahre effektiv sein.

Da aber wie Du schon sagtest das Thema sehr Off-Topic ist können wir die Diskussion ja auf den PN Bereich verlagern.
 
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Ich habe nicht von off-topic gesprochen und denke auch nicht, dass ein Mod hier gegen diese Diskussion etwas hat.

Dass die tragenden Säulen des Versicherungssystems wegbrechen hat vielfältige Ursachen, wird auch hier gut erklärt bzw. aufgeführt:

1. Demographische Entwicklung
2. Älter werdende Menschen
3. Längere Ausbildungszeiten
4. Massenarbeitslosigkeit
5. Vorruhestandsregelungen
6. Versicherungsfremde Leistungen
7. Sinkende Lohnquote
8. nicht-standardisierte Erwerbsbiographien
 
Genau das bezweifle ich eben, denn die Leute sträuben sich gegen ein höheres Renteneintritts Alter. Aber eben genau das wäre dafür nötig und ich bezweifle, dass das soweit angehoben wird, dass ein Ausgleich effektiv funktioniert.
Alternativ bleibt eben noch, die schon angesprochene Senkung der Renten, effektiv werden sie ja nicht mal gesenkt, sondern der Gesamtbetrag wird auf mehr Jahre verteilt.

Dass sich die Geburtenraten einpendeln, bzw. einfach allgemein pendeln ist klar.
 
Alternativ bleibt eben noch, die schon angesprochene Senkung der Renten, effektiv werden sie ja nicht mal gesenkt, sondern der Gesamtbetrag wird auf mehr Jahre verteilt.

Die Renten sinken effektiv seit vielen Jahren, weil die Anpassung (wenn es eine gibt) ja nicht mal die Inflation/Kaufkraft schlägt.
In 35 Jahren muss jeder Erwerbstätige fast doppelt so viele Rentner "durchbringen" wie heute. Hallo massenhafte Altersarmut.
 
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@shinin #3837

1 Sehe ich auch so
2 Ebenso
3 Halte ich für ein Gerücht. Das hat eher was mit Ansprüchen der Industrie zu tun, ist also Wirtschaftspolitik.
4 Ist ein Politikum. Wenn es nicht genug Arbeit gibt müssen Die Arbeitszeiten runter.
5 Politische Maßnahme der Unternehmen zur Verringerung der Kopfzahlen und zur Erhöhung des "Shareholder Value"
6 Kein Plan was das grade sein soll
7 Auch politisch und Hausgemacht. Abbau der Auffangnetze um Angst zu schüren und Lohndumping zu betreiben. Aber jetzt schreien. Pfff.
8 Was ist bitte Standard? Wer heute 1x bei ner Leiharbeitsbute unterschrieben hat, weil er gezwungen war wird nie wieder auf einen Normalarbeitsplatz kommen. Auch Politik.
 
Dar Problem mit den Renten ist eher das aus der DDR jeder vollsten Rentenanspruch mitgebracht hat (es hat ja jeder voll gearbeitet und das immerzu in den Büchern!) der Großteil der west-ost Umverteilung ist über die sozialkassen erfolgt ;-)

Und weil ich vorhin gelesen habe das sowohl shinin als auch Buxtehude als Mediziner sich gegen die pkv ausgesprochen haben... Wovon bezahlen wir Mediziner unsere Brötchen ohne pkv Patienten? ^^
 
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Wo habe ich behauptet, dass ich Mediziner bin?
 
Dar Problem mit den Renten ist eher das aus der DDR jeder vollsten Rentenanspruch mitgebracht hat (es hat ja jeder voll gearbeitet und das immerzu in den Büchern!) der Großteil der west-ost Umverteilung ist über die sozialkassen erfolgt ;-)

Und weil ich vorhin gelesen habe das sowohl shinin als auch Buxtehude als Mediziner sich gegen die pkv ausgesprochen haben... Wovon bezahlen wir Mediziner unsere Brötchen ohne pkv Patienten? ^^

Ein Mediziner kann wohl nur durch die GKV nicht anständig bezahlt werden?


Sent from my iPhone 4S
 
Nö, Geld wird eigentlich nur mit Privatpatienten gemacht.
 
Die Renten sinken effektiv seit vielen Jahren, weil die Anpassung (wenn es eine gibt) ja nicht mal die Inflation/Kaufkraft schlägt.
In 35 Jahren muss jeder Erwerbstätige fast doppelt so viele Rentner "durchbringen" wie heute. Hallo massenhafte Altersarmut.

Ursache:
zu wenige Kinder, die zukünftig in das Rentensystem einzahlen (also hoffentlich nen Job haben).
So lange unsere Gesellschaft nicht kinderfreundlicher wird, tut sich da nix. das problem wird seit jahrzehnten verpennt/ignoriert


Bin Beamter, also kann fast gesagt werden Brutto = Netto.

bin ich auch. aber brutto = netto ? bestimmt nicht....


aber -> :btt: :)
 
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Nö, Geld wird eigentlich nur mit Privatpatienten gemacht.

Das ist aber kein Grund, an der Zweiklassenmedizin festzuhalten, sondern einer dafür, das gesamte System mal sauber durch zu deklinieren (wie übrigens das gesamte Sozial-/Versicherungs-/Renten-/Gesundheits-/Steuerwesen).

Klar, nicht alles bei der PKV ist schlecht, aber auch bei der GKV gibts natürlich systemimmanente Probleme. Die einen jaulen immer rum, dass die GKV "so sinnlos auf dem Geldberg hocken". Ja toll, 20Mrd. Rücklagen, das entspricht in etwa 1,5 Monatsausgaben der GKVs. Sagt nur kaum einer. Und auch das Leistungssystem der GKV ist erweiterbar, besser geht immer.
Dann die oft zitierte Beitragsbemessungsgrenze in der GKV.
Sinnfreier finde ich persönlich aber, dass die PKVs mit "günstigeren" Tarifen für (junge) Wechsler wirbt. Die Beiträge dienen ja auch dafür, Altersrücklagen zu bilden, um dann (theoretisch) im Alter Prämienerhöhungen zu verhindern. Kenne nur keinen einzigen Bericht, wo das hingehaun hat, stattdessen habe ich beruflich jede Woche mehrere Berichte dazu aufm Tisch, dass und wie die Beiträge steigen. Jedes Jahr 30%+ mehr Prämie, tolle Sache. Bei 900€/Monat tuts dann auch den Gutverdienern weh, nur können sie nichtmehr zurück. Die PKVs fahren auch wegen der günstigen Tarife an die Wand: die sollen die Wechsler ködern, das Geld kommt aber von den Altersrücklagen der anderen. Von säumigen Mitgliedern (prozentual gemessen am Umsatz und den Mitgliedern ist das nämlich weit höher als bei den GKV - bei denen gibts ein Mehrfaches an Mitgliedern, klar dass da der absolute Betrag höher ist), demografischem Wandel und steigenden Kosten des Gesamtsystems mal ganz zu schweigen. Die PKV sind m.M.n. in keinster Weise auf diese Herausforderungen eingestellt, sondern scheitern schon heute an der Realität. Und da haben wir mit dem aktuellen Problem, dass nämlich am Kapitalmarkt alle Probleme haben (ich sag nur Niedrigzinsphase, Garantiezinsen in Altverträgen von flächendeckend 6%+, Zinseinnahmen aktuell wenns gut läuft 3,5%) noch nicht angefangen.

Vor allem halte ich persönlich es für falsch, bei einer elementaren Sache wie einer KV einen Zweiklassenwettbewerb anzufangen.
 
Und weil ich vorhin gelesen habe das sowohl shinin als auch Buxtehude als Mediziner sich gegen die pkv ausgesprochen haben... Wovon bezahlen wir Mediziner unsere Brötchen ohne pkv Patienten? ^^

Geh mal in den tiefsten Osten, da gibt es kaum Privatpatienten, über die sich die Mediziner das Gehalt aufpolieren können - und den gehts auch nicht schlecht ;) Den Zusatzaufwand, den Private machen, lohnt sich zumindest im Osten so gut wie garnicht - lohnt sich erst, wenn man wirklichen Stamm hat, der da immer wieder ordentlich was ab wirft um Aufwand/Nutzen zu rechtfertigen - und den gibts im Osten nur in wenigen größeren Städten ;)
 
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