[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ein langer Freund von mir ist Dr. der Chemie und ist auch öfter im Ausland für die Firma. Er war bisher für mehrere Monate in Amerika, Iran und auch in China. Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber er ist da auch wirklich nur am arbeiten von MO-SA. Pro Tag werden 12-14h auf der Baustelle gearbeitet.

Für mich käme das einfach nicht in Frage. Das Geld ist die eine Sache aber Freunde und Familie sind die andere Seite. 3 Jahre können eine verdammt lange Zeit werden. Er ist alleinstehend und lebt auch nur für seinen Job - sonst würde er das glaube ich auch nicht machen. Persönlich möchte ich im Iran und in China auch nicht unbedingt arbeiten wollen.
 
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Außerdem musst du in China erstmal was vernünftiges zu essen finden. Falls Lebendige Tiere, frittierte Insekten oder Zeug das man nicht wirklich identifizieren kann nicht das sind, wovon du dich 3 Jahre lang ernähren willst, musst du wohl ne Zeit lang mit Nudeln auskommen, und das is auch Gewöhnungssache ;)
 
China ist ziemlich groß und bietet ein einigermaßen weites Spektrum von Zivilisationsenwicklungsstufen, insofern kommts wohl drauf an ;)
 
ich denke, china ist nicht so rückständig, wie viele leute im westen glauben mögen.

und zur eigentlichen frage: das angebot bei der guten bezahlung würde ich mir glatt überlegen, falls du ungebunden bist und durch den job sehr gute perspektiven hast/erhältst.
 
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Von dem was mein Freund erzählt hat, ist das Essen in China weniger das Problem als Hygiene und Sicherheitsstandards. Er bekam z. B. auf der einen Baustelle ein Sicherheitsgeschirr, dass ihm etwas zu leicht bzw. instabil aussah. Auf Nachfrage bekam er dann zu hören: "Das ist nur für die Versicherung - damit die auf dem Foto sehen können, dass du mit Geschirr abgestürzt bist" :fresse:
 
Wenn ich ungebunden wäre, würde ich das wohl annehmen. Mit Frau/Freundin eher nicht.
Rational betrachtet ist das ne Menge Geld, die "Mann" an die Seite packen kann.
 
ich hätte die Möglichkeit 3 Jahre nach China zu gehen und 4700€ netto zzgl. Unterkunft zu verdienen. Die Ausgabenseite würde sich lediglich auf Lebensmittel beschränken. Vertrag wäre AT, quasi keine Überstunden und all inkl.

Würdet ihr eure Seele für 3 Jahre dem AG verkaufen? Lust auf die Herausforderung, Perspektive im Job und Kohle wären für mich schon ok... aber 3 Jahre sind halt auch nicht ohne

AT = außertariflich? bedeutet, dass viele viele "überstunden" anfallen werden, die natürlich weder bezahlt, noch abgefeiert werden können. und ich hatte so ein angebot für argentinien, das waren damals mit überstunden etc (60h/ woche) ~8000€ brutto. woher kennste denn überhaupt deinen nettolohn so genau? hab mich dann für einen job hier entschieden :)
 
Das definitiv. Mein Freund verdient mit Spesen/Auslagen etc. ca. 8-10k netto in der Zeit.
 
Tu es, Tu es, Tu es
Wie alt bist du?
Bist du gebunden (mit Kind)?
Gibt es "Heimaturlaub"?

ich hätte die Möglichkeit 3 Jahre nach China zu gehen und 4700€ netto zzgl. Unterkunft zu verdienen. Die Ausgabenseite würde sich lediglich auf Lebensmittel beschränken. Vertrag wäre AT, quasi keine Überstunden und all inkl.

Würdet ihr eure Seele für 3 Jahre dem AG verkaufen? Lust auf die Herausforderung, Perspektive im Job und Kohle wären für mich schon ok... aber 3 Jahre sind halt auch nicht ohne
 
Mach in China in der Öffentlichkeit auf keinen Fall irgendwas, was du bei uns machen würdest. Lauf/fahr einfach dahin, wo du hin willst und mach was immer du tun willst in deinen 4 Wänden! Das kann sonst ganz schnell ganz böse enden. Ich weiß nicht aus erster Hand, wies da zugeht, aber der schlitzäugigen Regierung + Exekutive trau ich keinen Meter über den Weg, zumal man alle zwei Wochen wieder hört, dass in China irgendwer für nen Furz eingesperrt wurde.
 
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Ich weiß nicht aus erster Hand, wies da zugeht, aber den Schlitzaugen trau ich keinen Meter über den Weg, zumal man alle zwei Wochen wieder hört, dass in China irgendwer für nen Furz eingesperrt wurde.
Sagen wir das ganze so das es etwas weniger rassistisch klingt :d :
Beschäftige dich mit der Kommunisten Netiquette bevor du da hin gehst falls du noch nicht dran gedacht hast (was ich bei einem Land wie China bezweifle :fresse: )
 
Ok, die Ausdrucksweise war blöd :fresse2:
Aber dass es bei denen nicht ganz koscher zugeht ist allgemein anerkannt ;)
 
China ist wie Russland, da kann man machen was man will, solange es nicht gegen den Staat oder Leute die mehr Geld haben ist.

zur eigentlichen Frage würde ich es auch davon abhängig machen wo hin genau, China ist immerhin nicht gerade klein und das mit den Überstunden wäre auch noch so ein Punkt. Wenns nicht gerade ins Hinterland oder so eine Fabrikstadt geht ist das Leben auch nicht so günstig und da hätte ich für 5000€ keine Lust auf eine 60 Stundenwoche.
 
Also ich fühle mich in China ,Korea ,Taiwan irgendwie nicht wohl ,dann schon lieber Afrika ,Mittelamerika
 
@dzg
Du bist nicht lustig ...

@China/ Asien
Kann auch schön sein, wenn der Job und dann vor allem auch der Ort passt warum nicht.
Aber das ist am Ende auch deine persönliche Netscheidung. :)
Aufem Bau oder so würde ich in China aber trotzdem nicht arbeiten wollen. Sind dann doch andere Standards als bei uns.
 
Mich würds auch nie nach China / Japan ziehen. Die Kultur, Architektur etc. interessieren mich überhaupt nicht.

Und das Essen mag ich auch nicht. :d
 
Also in China war ich ein Freund besuchen für 4wochen ,also ganz ohne Stress .
Qingdao liegt in Ost China ,war froh das ich im Flieger wieder saß
Korea ,Taiwan war ich beruflich ,da war es schon angenehmer als China ,aber könnte nicht warm werden mit den Leuten
 
ich denke, china ist nicht so rückständig, wie viele leute im westen glauben mögen.

und zur eigentlichen frage: das angebot bei der guten bezahlung würde ich mir glatt überlegen, falls du ungebunden bist und durch den job sehr gute perspektiven hast/erhältst.

Ich sags mal so die Bezahlung ist ok, zumal die Wohnung ja auch noch bezahlt wird. Man braucht also eigentlich nur Geld für Nahrungsmittel und Konsumgüter ausgeben.
Der Vorteil wäre eben, dass es einer Tätigkeit als Teamleader entspricht und man das Personal vor Ort anlernt und anleitet nach deutscher Vorgehensweise Probleme zu lösen oder Projekte abwickelt. Man macht sich also nur noch selten selbst die Hände schmutzig und hat viel mit Menschen zu tun. Von dem her ist die Perspektive schon klasse.

Von dem was mein Freund erzählt hat, ist das Essen in China weniger das Problem als Hygiene und Sicherheitsstandards. Er bekam z. B. auf der einen Baustelle ein Sicherheitsgeschirr, dass ihm etwas zu leicht bzw. instabil aussah. Auf Nachfrage bekam er dann zu hören: "Das ist nur für die Versicherung - damit die auf dem Foto sehen können, dass du mit Geschirr abgestürzt bist" :fresse:

Wie oben bereits geschrieben, geht es eher in die Richtung Ings. und Techniker anzulernen, damit die Probleme und Projekte eigenständig abwickeln können. Ich brauche also nur normale Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe und Gehörschutz.

Wenn ich ungebunden wäre, würde ich das wohl annehmen. Mit Frau/Freundin eher nicht.
Rational betrachtet ist das ne Menge Geld, die "Mann" an die Seite packen kann.

Jop bin ungebunden und habe in D keinerlei Verpflichtungen. Interesse am Land und den Leuten ist auch vorhanden. Bezahlung ist o.k. Von dem her denke ich werde ich es wohl wagen :).

AT = außertariflich? bedeutet, dass viele viele "überstunden" anfallen werden, die natürlich weder bezahlt, noch abgefeiert werden können. und ich hatte so ein angebot für argentinien, das waren damals mit überstunden etc (60h/ woche) ~8000€ brutto. woher kennste denn überhaupt deinen nettolohn so genau? hab mich dann für einen job hier entschieden :)

Also ich wäre für die Dauer bei der chinesischen Firma angestellt und der Einfachheit halber wurde im Gespräch die Bezahlung in netto diskutiert. Das Steuer- und Abgabensystem in China ist ja anders und interessiert mich ja auch nicht wirklich. Man will ja schließlich wissen was am Monatsende aufs Konto kommt.
Das Gehalt ist auf Basis einer 40h Woche zzgl. 400 Überstunden veranschlagt, was umgerechnet einer 48h Woche entspricht.
Ja AT = außertariflich. Sprich keinerlei Zeiterfassung nötig und daher kommt auch nichts mehr obendrauf. 2 bezahlte Heimflüge pro Jahr und 30 Tage Urlaub sind in dem Paket mit dabei.

Tu es, Tu es, Tu es
Wie alt bist du?
Bist du gebunden (mit Kind)?
Gibt es "Heimaturlaub"?

Ich bin Anfang 30 und ungebunden. Wie oben schon geschrieben sind 2 Heimflüge inkl.

Auf ner Baustelle mit ordentlich Überstunden und Auslöse und Sonstigen Pauschalen ist sicherlich mehr verdient. Aber ich will mich ja nicht aufarbeiten und noch was vom Leben haben. Das Baustellen-Leben oder Hausen im Container kenne ich bereits. Auf Dauer ist das aber nichts für mich. Geld ist auch nicht alles.
Ich sehe einfach die Perspektive, Herausforderung und die Verantwortung als Hauptgrund an warum ich den Schritt wagen würde. Auch die Chancen bei der Rückkehr in die alte Firma sind nicht zu unterschätzen. Hier sollte auch noch ein Pluspunkt drinne sein, wenn wieder eine Führungsposition zu besetzen ist.
 
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Dann würde ich die ganze Sache an deiner Stelle machen.
Scheinst dir ja schon genügend Gedanken dazu gemacht zu haben und solange man keine Frau mit Kind zuhause sitzen lässt, ist doch alles gut.
Go for it!
 
Ich denke ich würde es an deiner Stelle auch machen... da sieht man mal was anderes, als das verregnete Deutschland und im Lebenslauf macht es sich sicher auch ganz gut ;-)

Was wäre denn wenn es Dir wirklich garnicht gefällt und Du vorzeitig abbrechen möchtest? Würde das gehen?
 
Das klingt alles so, als hättest du dich schon innerlich entschieden und es ist bestimmt auch eine gute Sache. Mich irritiert allerdings, dass du bei einer chinesischen Firma angestellt wirst. Bekommst du dann auch entsprechend einen chinesichen Arbeitsvertrag? Ich persönlich würde viel Wert drauf legen, dass ich auch in China durch das deutsche Arbeitsrecht geschützt bin. Bei großen Unternehmen ist das eigentlich auch die Regel.
 
Ich habe mal eine Zeit für einen sehr großen Automobilkonzern im Süden der Republik gearbeitet und vieler meiner Kollegen waren für einige Jahre im Ausland.
Die Meinung darüber war immer die selbe: Die Zeit war toll, viele Erfahrungen gesammelt etc., aber finanziell hat es sich bei den meistens nicht gelohnt und vor allem die Zeit danach ist das ganz große Problem.

Eigentlich alle hatten das Problem einen Job in DE zu finden, deinen alten Job macht ja ein anderer und durch die Abwesenheit hast du kein gutes Netzwerk mehr in DE und somit war es für jeden unheimlich schwer einen adäquaten Job zu finden (also immer noch in den selben Firma, ist klar). Man könnte davon ausgehen, dass es bei großen Firmen kein Problem darstellt, aber es war so. Dich kennt hier niemand mehr und deshalb kümmert sich auch keiner wirklich darum dir hier eine gute Stelle anzubieten. Natürlich hatten alle einen Anspruch auf die Übernahme nach der Zeit, aber dort steht ja nicht drin was für einen Job du bekommst. Und die Personalabteilung ist es im Prinzip egal, die bieten dir halt einen irgendeinen Job an. Im Prinzip musst du dich selber darum kümmern bevor du zurückkommst und das ist eben doppelt schwer, wenn du nicht vor Ort bist.

Finanziell war das für die meisten ein Nullsummenspiel, weil du mit lokalem Arbeitsvertrag ja auch nicht in die ganzen Sozialsysteme in Deutschland einzahlst (Rente usw.), keine Betriebsrente erhältst, dazu kommt oft, dass du zusätzlich private Versicherungen in dem Land abschließen musst, um überhaupt auf den Versorgungsstandard aus Deutschland zu kommen, z. B. Krankenversicherung. Das geht dann natürlich voll vom Netto ab und geht je nach Land richtig ins Geld.

An deiner Stelle würde ich mich noch einmal in einem Expatriate-Forum über die Besonderheiten in China informieren, gerade weil du ja einen lokalen Arbeitsvertrag bekommst.
 
Und vorallem du verkaufst deine Seele und dein Land wenn du den Chinesen was bei bringst!
Die brauchen dich vll. 4 Jahre , aber dann machen die wieder alles selber und fangen an unsere Sachen mit dem von dir gelernten zu kopieren.

Gesendet von meinem GT-I9305 mit der Hardwareluxx App
 
Ja die deutsche Arbeitsweise wenn sie die auch noch beherrschen isr das nicht so gut.

Zumal man einem so ungerechten Kommunistischen Land gar nix bei bringen sollte.
Es durch auslagerung von Fabriken auch noch zu unterstützen ist verantwortungslos.
Man hätte es unter der westlichen Welt aufteilen sollen als man noch die Chance dazu hatte mittlerweile sind sie viel zu stark und wir zu abhängig von ihnen.



Das einzige was wirklich noch in Deutschland produziert wird sind unsere Waffensysteme :(

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