[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Das Studium ist sehr schwer, der Beruf anspruchsvoll, keine Frage! Man sollte aber auch mal die Kirche im Dorf lassen, es gibt auch andere schwere Jobs die gerade mal soviel verdienen, dass es wirklich nur zum Leben reicht.

Du immer mit deinen Statistiken und Zahlen :d Dass ein Arzt im Normalfall einen viel größeren Verantwortungsbereich hat, wird bei der Diskussion unter den Tisch gekehrt?!^^

Ich glaube, es gibt kaum etwas vergleichbares, wie das Medizinstudium, hinsichtlich Aufwand und Schwierigkeit.

Und das hat auch seinen Sinn, denn wenns eines Tages zu leicht wird, verlieren die Ärzte ihr Gesicht.

@santa: sehr direkt, aber auch sehr ehrlich :d
 
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Wenn man vergleichen will brauch man nun mal vergleichbare Werte!

Ich habe doch geschrieben das der Beruf sehr wichtig bzw. von mir aus auch super schwierig ist.

Nur sind eben 5.500€ Netto auch nicht wenig, das sollte man mal nicht vergessen.

Habe aber auch langsam keinen Bock mehr zu diskutieren...Ja ein Arzt sollte 20.000 Netto bekommen, die Krankenschwester nur noch 1.000€ und die Altenpflegerin 500€!



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Die normalen Arbeitnehmer haben in den letzten 10 Jahren sogar reale Verluste hingenommen. Bei Vergleichen hat man nun mal immer Spreizungen nach oben, aber auch nach unten.

Auch wenn mein Wirtschaftsstudium sicherlich nicht so anstrengend wie dein Medizinstudium ist, bist du aber nicht der einzige der nebenbei arbeiten gehen musste. Ich hatte z.B. nie Bafög, musste einen Kredit aufnehmen und mit Zins abzahlen. Während du aber zumindest einen "gut" bezahlten Job hast, der ja irgendwo auch eine Berufung ist muss ich als Wirtschaftler zusehen dass ich nicht unter die Räder komme in Bezug auf Leiharbeit, sinnlose Praktikas usw.

Man sollte alles mal relativieren...

3,5K Netto sind aber trotzdem um die 42.000€ Netto oder fast 85.000€ Brutto. Damit ist wohl kein gehobenes Leben möglich ( Audi A6, gute Wohnung/Haus, tolle Urlaube...)...nur mal so der Durchschnitts-Deutsche verdient 30.000 Brutto.


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Ich muss buxtehude an dieser Stelle recht geben und kenne es ähnlich bei uns in der Firma auch. Wir hatten eine Kollegin im Team, die vor ca. 20 Jahren ihre Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht hat. Danach hat sie in Sachen Weiterbildung nichts mehr gemacht. Die war aber felsenfest davon überzeugt, dass sie nach 20 Jahren in ihrem Job (böse gesagt Tippse + Telefondienst) ein Anrecht darauf hat den gleichen Job wie ich mit technischer Ausbildung und Ingenieursstudium zu machen. Natürlich wollte sie auch das Gehalt dazu - allerdings nicht den Bereitschaftsdienst. Das wäre ihr zu stressig. Auf die Frage, warum sie denn nicht studiert hat, bekam man immer zu hören "Ich wollte nicht studieren". Himmel, was war die vielleicht neidisch auf mich damals.

Die hat es bis heute nicht begriffen. Inzwischen sind wir froh, dass sie die Abteilung gewechselt hat.
 
habe noch nie mehr als 3,5k euro netto verdient
Kannst dich kaum über Wasser halten, nech? :p

Bei den Ärzten funktioniert meiner Meinung nach die Verteilung nicht. Die, die in der kassenärztlichen Vereinigung am lautesten Schreien, bereichern sich einfach mal völlig unverhältnismäßig. Für die Entlohnung der Ärzte steht mit Sicherheit nicht zu wenig Geld zur Verfügung. Wenn sich einige die Taschen weniger voll machen würden, bliebe für den Rest mehr übrig. Leider sind's gerade die, die den Patienten am wenigsten zur Verfügung stehen und jedem auf die nase binden, für wie wichtig sie sich halten (Radiologen, Orthopäden und co.), die dafür noch am besten entlohnt werden.
 
@Shinin
und genau da scheiden sich die Geister. Ich habe eine Ausbildung als Konstrukteur gemacht (kein Studium) und bin der Meinung das ich nach 9 Jahren Arbeit und 4 jahren Ausbildung in diesem Job in etwa so viel leisten kann wie ein Ingenieur der "nur" ein Studium absolviert hat. Klar, das hängt schwer von der Firma und deren Produkten ab, aber es kann irgendwo nicht angehen das jemand der ein Studium hinter sich hat und ansonsten dieselbe Arbeit verrichtet fast das Doppelte verdient. Ich habe letztens mit befreundeten Ingenieuren gesprochen und es waren eigentlich alle einhellig der Meinung das die Gehaltsschere zwischen "Ingenieur" und "Arbeiter" zu weit auseinander geht. Wenn der Ingenieur natürlich noch entsprechende Verantwortung (Abteilungsleiter) hat sieht die Kiste schon anders!

Ich "weiss" das bei uns in der Abteilung der Ingenieur in etwa 30% mehr verdient als ich. Das erachte ich auch als völlig legitim aber mir sind auch Fälle bekannt wo der Unterschied fast 70% beträgt und das ist einfach nicht gerechtfertigt (gleiche Bedingungen vorrausgesetzt).



Dies spiegelt nur meine Meinung wieder und im Endeffekt soll die Arbeit Spass bringen :)
 
und schon wieder verkennst du die situation. ja, ich habe am ende!, d.h. erst in den letzten monaten der 5jährigen weiterbildungszeit fast soviel verdient, aber all der finanzielle und zeitliche aufwand davor und während der arbeit, den ich oben ausführlich geschildert habe, wird von dir und vielen anderen einfach ignoriert.

als arzt muss man auch ca. 8x je 1 monat während des studiums und das letzte jahr unbezahlte praktika machen. das gehört zur ausbildung dazu, wir beschweren uns nicht (mehr) darüber. hast du die verantwortung über leben und tod als wirtschaftler? studiert der durchschnittsdeutsche auch solange und hat den o.g. aufwand? das wage ich zu bezweifeln...

viele wollen "soviel wie ärzte " verdienen, haben aber weder eine vergleichbare qualifikation noch die extreme verantwortung in ihrem beruf. ist das grund genug, sich ständig sozialneidisch zu äußern? es sollte vielmehr dazu animieren, endlich selbst etwas vergleichbares zu leisten und es sich im wahrsten sinne des wortes zu verdienen!

Ich habe jetzt in 2 Posts bestätigt oder Dir zugestimmt das weder das Studium noch die Arbeit leicht ist. Dennoch ist der Beruf des Arztes auch im gewissen Maße eine Berufung.

Du bist nicht der einzige der das Studium, Weiterbildungen oder so etwas aus eigener Tasche bezahlen musste. Ein SAP Kurs, den heute z.B. viele Firmen als Einstellungsvoraussetzung haben wollen kostet auch gerne mal 4.000€ und mehr je nachdem wie hoch der Umfang ist.

Ich kenne einen Ingenieur der für eine "outgesourcte" Sparte bei BMW arbeitet, dieser Ingeneur ist für Sicherheitsrelevante Baugruppen verantwortlich. Dieser Ingeneur verdient nicht mal 3.000€ Brutto.

Aber ein Arzt ist ja ein Halbgott...keiner ist hier "sozialneidisch", nur solltest Du mal über den Tellerrand blicken. Auch wenn deine 3.500€ Netto sicherlich nicht Dein Anfangsgehalt waren, so werden diese 3.500€ Netto auch nicht dein Abschlussgehalt darstellen. Berufsgruppen aus komplett verschiedenen Branchen zu vergleichen ist totaler Unsinn.

Man argumentiert nun mal mit Fakten und nicht mit subjektiven Ansichten. Fakt ist, der Beruf des Arztes ist noch vor dem Juristen oder dem Wirtschaftler der Beruf, der die höchste Rendite aufweist. Und wenn du jetzt schon um 80.000€ Brutto im Jahr verdienst ist die Aussage "Trotzdem arbeiten wir letztendlich auch nur um unser Leben zu finanzieren" einfach nicht zu vertreten.

Ich hoffe du hast nun endlich verstanden, dass ich weder dem Arzt an sich, noch Dir Dein Gehalt in irgendeiner Art und Weise abspreche. Nur sollte man auch mal das Große und das Ganze sehen. Innerhalb der Gesellschaft gehört nun mal der Beruf des Arztes zu den sehr gut bezahlten, auch gibt es andere Personen in anderen Studiengängen die ähnlich viel leisten mussten und am Ende nicht solche Gehälter bekommen. Das war die Intention meines ersten Posts, nicht mehr, nicht weniger.
 
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@Muffel: geb ich dir recht! Hab auch mehrere Kollegen in der Firma die gelernte Konstrukteure sind und schon seit 20-30 Jahren den Job machen. Die können mir auch noch jede Menge beibringen obwohl ich doch ein sehr praxisorientiertes Studium gemacht habe. Ich sag mal was den Ingenieur auszeichnet ist vor allem die Verantwortung die er zu tragen hat. Kann jetzt aber auch nicht vergleichen wie der Unterschied in der Bezahlung ist, weil die Kollegen selbstständige sind und ich Angestellter!
 
Stimmt, aber...um mal mit statistischen Größen zu argumentieren. Der durchschnittlich niedergelassene Arzt in der Allgemeinmedizin (schlechteste Arztbranche) verdient Brutto (2011 oder 2012) 116.000€.

diese ärzte sind selbstständig. dafür ist der lohn lächerlich für die qualifikation die sie dafür benötigen. jeder andere doktorant in den ingenieurswissenschaften in der wirtschaft verdient als angestellter gleich oder besser ohne finanzielles risiko. ein arzt mit eigener praxis muss seine kunden erstmal finden...
 
Im Durchschnitt ~9500 Brutto findest du lächerlich? Ich finde das schon recht ordentlich... Nur weil andere mehr verdienen, sind 9500€ Brutto nicht lächerlich, dann haben "andere" wohl zu viel...
 
diese ärzte sind selbstständig. dafür ist der lohn lächerlich für die qualifikation die sie dafür benötigen. jeder andere doktorant in den ingenieurswissenschaften in der wirtschaft verdient als angestellter gleich oder besser ohne finanzielles risiko. ein arzt mit eigener praxis muss seine kunden erstmal finden...

Bitte wo verdient ein Doktorant in der Wirtschaft mehr als 116.000€?

Ich kenne leider nicht die durchschnittlichen Gehälter, aber zumindest die durchschnittlichen Einstiegsgehälter. Die besagen, als Ing. bekommt man bei einem der 4 großen Autobauer (Audi, VW, Mercedes, BMW) als Einstieg ca. 45.000€ Brutto, als Doktor ca. 55.000€ Brutto. Auch wenn man hier noch diverse Boni (Prämien) mit einberechnet ist man am Ende evtl. bei 65.000€ bzw. 75.000€ Brutto. Wie gesagt, dass sind die durchschnittlichen Einstiegsgehälter.
 
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Kinder sind in unserer heutigen Gesellschaft eher ein Stolperstein. Sie stehen der arbeitenden Bevölkerung, bezüglich Beruf/Ausbildung, im Weg. Hinzu kommt, dass Kinder nur wenig Perspektiven geboten werden. Vielen ist dieser Punkt zu heikel und stehen dem Kinderwunsch eher negativ gegenüber, aufgrund der Ängste ("was wird mal aus meinem Kind?" ). Die früher so natürlich angesehende Großfamilie gilt heute eher als asozial ("jaja, kein Geld zum fressen, aber fünf Gören in die Welt setzen" ). Es gibt viele Gründe für den Rückgang der Geburtenraten. Ein weiterer wäre die Planung. Durch die verschiedensten Verhütungsmethoden und Praktiken, kann die Familienplanung punktgenau stattfinden. Desweiteren liegt der Unterschied zwischen früher und heute zu Grunde. Die Frauen haben heutzutage die Möglichkeit mit den Männern gleich zu ziehen (Gott sei Dank! ). Sie stehen in beruflichen Aspekten den Männern in nichts nach und können nach belieben entscheiden und planen. Wo früher der Mann das Geld nach Hause brachte und die Frau am Herd stand und sich um die Kids kümmerte, gehen heute beide arbeiten und bringen gemeinsam das Geld heim. In nicht seltenden Fällen verdient die Frau heutzutage auch mehr als der männliche Part.

Ich selbst bin vollzeitbeschäftigt und das Gleiche gilt für meine Frau. Unser Sohn ist jetzt fünf Jahre alt und wächst wohlbehütet und vollumsorgt auf. Natürlich gibt es immer wieder Engpässe, hinsichtlich der zeitweiligen Unterbringung unseres Goldstücks. Jeder der im Schichtdienst tätig ist und Kinder hat, kann das nachvollziehen. Aber auch hier gibt es immer wieder Lösungen. Diese bestehen in der Regel aus der Familie. Hätten wir nicht diese volle Unterstützung ihrerseits, könnte einer von uns nicht in Vollzeit arbeiten.

Man kann sehen, es kann funktionieren. Jedoch sind hierfür gewisse Faktoren und Hilfen von Nöten. Gerade in diesem Punkt hat, meiner Meinung nach, die Regierung versagt. Mehr Unterstützung von dieser und viele kleine Seelen könnten unbeschwert aufwachsen. Die Zukunft für unser Land wäre etwas rosiger.

Gruß
Rudi

Gesendet von meinem GT-P3110 mit der Hardwareluxx App

kann ich so zu 100% unterschreiben. uns geht es ähnlich, wenn unsere omas/opas nicht ab und zu aushelfen würden, gäbs echt engpässe bei der betreuung unserer tochter. familie ist extrem wichtig, gerade wenn man teilweise im schichtdienst ist (so wie ich).
ich würde mich immer wieder für ein kind entscheiden, trotz aller "schwierigkeiten".
sonst hätte etwas fundamentales in meinem leben gefehlt! ggf. kommt ja noch eins ?!?! :)

auf alle fälle muss der staat aufwachen und mehr für familien tun und damit meine ich nicht mehr (kinder)geld....

Guinnes
 
@Shinin
und genau da scheiden sich die Geister. Ich habe eine Ausbildung als Konstrukteur gemacht (kein Studium) und bin der Meinung das ich nach 9 Jahren Arbeit und 4 jahren Ausbildung in diesem Job in etwa so viel leisten kann wie ein Ingenieur der "nur" ein Studium absolviert hat. Klar, das hängt schwer von der Firma und deren Produkten ab, aber es kann irgendwo nicht angehen das jemand der ein Studium hinter sich hat und ansonsten dieselbe Arbeit verrichtet fast das Doppelte verdient.
Ich weiß was du meinst und verstehe es auch, aber in "unserem Fall" ist es so, dass diese Frau nur eine einfache kaufmännische Ausbildung gemacht hat und sonst nichts. Ich habe eine technische Ausbildung und ein Studium hinter mir = 8 Jahre Ausbildung. Außerdem habe ich neben dem Studium im Beruf gearbeitet und dazu noch ein eigenes Gewerbe gehabt. Und die Frau konnte nunmal nicht die gleiche Arbeit verrichten, hat aber dafür oft genug mit gefährlichem Halbwissen geglänzt und den Kunden Mist erzählt. Das geht gar nicht.
 
Rein im Rahmen der Rentenpolitik wäre es sinnvoller, den Generationenvertrag aufzukündigen, sodass sich die Tragweite des demographischen Wandels verringern würde. Die Schwierigkeiten liegen vielmehr in einem gerechten Ubergang.

Unsere geringe Geburtenrate ist ein rein kulturelles Problem. Es gibt Beispiele von Industrie- und Schwellenländern, in denen die Geburtenrate trotz schlechterer Bedingungen höher ist als in DE. Zweifelhaft, dass in den USA (über 2 Kinder pro Frau) Kinder zum Zwecke von sozialer Absicherung bzw. Altersvorsorge in die Welt gesetzt werden. Die derzeitige Familienpolitik steht unter einem medialen Dauerbeschuss, der keinen Raum für eine positive Bestandsaufnahme lässt.
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt zum Kinderkriegen. Paare sollten evaluieren, was sie einem Kind bieten können, und nicht, was fehlt - Perfektionsdenken ist nicht sachgerecht. Abseits des Existenzminimums stellt sich die Frage, wie das Elternsein verstanden und erstrebt wird, wenn ein Kinderwunsch, einem Hobby gleich, gegen materielle oder berufliche Abstriche abgewogen wird.
 
Ich weiß was du meinst und verstehe es auch, aber in "unserem Fall" ist es so, dass diese Frau nur eine einfache kaufmännische Ausbildung gemacht hat und sonst nichts. Ich habe eine technische Ausbildung und ein Studium hinter mir = 8 Jahre Ausbildung. Außerdem habe ich neben dem Studium im Beruf gearbeitet und dazu noch ein eigenes Gewerbe gehabt. Und die Frau konnte nunmal nicht die gleiche Arbeit verrichten, hat aber dafür oft genug mit gefährlichem Halbwissen geglänzt und den Kunden Mist erzählt. Das geht gar nicht.


ah ok, dann habe ich das Ganze etwas missverstanden. In diesem Falle haste natürlich absolut Recht
 
Ihr vergleicht einen ANGESTELLTEN mit einem SELBSTSTÄNDIGEN!!! Ein Selbstständiger hat von den 116000€ Brutto wesentlich weniger als ein Angestellter!!! Dazu kommen meist noch bescheidenere Arbeitszeiten und vor allem Dauer! Wenn ein Niedergelassener 60h die Woche arbeitet, ist das schon wenig!

Sicherlich, es geht gut zu leben. Selbst als "Klinikarzt" nach dem Studium sind aktuell um die 4k€ Brutto drinn, Anfangsgehalt! Und das geht natürlich mit steigender Qualifikation hoch. Also das ist wirklich jammern auf hohem Niveau. In allen anderen Branchen bekommt man so ein Anfangsgehalt als Studierter mit viel Vitamin B und Glück! Nur wenn man das halt auf dei Arbeitszeiten umlegt, ist es nicht wirklich gut vom Stundenlohn her gesehen - in der Medizin gibt es nämlich so gut wie nix, wo man die Überstunden bezahlt bekommt oder mal abfeiern kann...
 
@Shinin
und genau da scheiden sich die Geister. Ich habe eine Ausbildung als Konstrukteur gemacht (kein Studium) und bin der Meinung das ich nach 9 Jahren Arbeit und 4 jahren Ausbildung in diesem Job in etwa so viel leisten kann wie ein Ingenieur der "nur" ein Studium absolviert hat. Klar, das hängt schwer von der Firma und deren Produkten ab, aber es kann irgendwo nicht angehen das jemand der ein Studium hinter sich hat und ansonsten dieselbe Arbeit verrichtet fast das Doppelte verdient. Ich habe letztens mit befreundeten Ingenieuren gesprochen und es waren eigentlich alle einhellig der Meinung das die Gehaltsschere zwischen "Ingenieur" und "Arbeiter" zu weit auseinander geht. Wenn der Ingenieur natürlich noch entsprechende Verantwortung (Abteilungsleiter) hat sieht die Kiste schon anders!

Ich "weiss" das bei uns in der Abteilung der Ingenieur in etwa 30% mehr verdient als ich. Das erachte ich auch als völlig legitim aber mir sind auch Fälle bekannt wo der Unterschied fast 70% beträgt und das ist einfach nicht gerechtfertigt (gleiche Bedingungen vorrausgesetzt).

niemand hindert dich daran auch das studium abzuschliessen und die 70% mehr einzukassieren. die 4jahre ohne gehalt wirste ja sicher problemlos überstehen, schliesslich forderst du es von den ings ja auch ein. studierte verdienen mehr weil sie jahrelang auf alles verzichtet haben und durch ein hohes gehalt gehalten werden (das wissen darf nicht gehen) sollen. studierte haben in der regel auch eine schnellere auffassungsgabe, erkennen schneller probleme und mögliche lösungen. vom erheblich größeren allgemeinen technischen wissenspool reden wir hier noch nichteinmal. ich bin auch konstrukteur und durfte schon andersweilige konstrukteure anlernen. sorry aber ohne studium oder wenigstens nen staatlich geprüften ist ein konstrukteur ein besserer technischer zeichner der probleme in bestehenden anlagen beheben kann, aber sicher keine ganze neue maschine entwickelt. sicher gibts auch hier ausnahmen, es gibt gute leute ohne studium, es gibt miese mit...
ein guter konstrukteur ohne studium mit 7jahren erfahrung in einer kleinen firma ist auch überlebenswichtig. das know how eines jeden einzelnen ist alles was ein konstruktionsbüro am leben hält!


Im Durchschnitt ~9500 Brutto findest du lächerlich? Ich finde das schon recht ordentlich... Nur weil andere mehr verdienen, sind 9500€ Brutto nicht lächerlich, dann haben "andere" wohl zu viel...

9500brutto als selbstständiger SIND ein witz! zumindestens wenn man bedenkt wieviele jahre man auf alles verzichten musste und welche qualifikation man hat. einzuberechnen ist auch das finanzielle risiko das man pleite geht. ein doktortitel aber privatinsolvenz. echt tolles leben... dafür sind 9500euro einfach nur ein witz...
 
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Rein im Rahmen der Rentenpolitik wäre es sinnvoller, den Generationenvertrag aufzukündigen, sodass sich die Tragweite des demographischen Wandels verringern würde. Die Schwierigkeiten liegen vielmehr in einem gerechten Ubergang.

Unsere geringe Geburtenrate ist ein rein kulturelles Problem. Es gibt Beispiele von Industrie- und Schwellenländern, in denen die Geburtenrate trotz schlechterer Bedingungen höher ist als in DE. Zweifelhaft, dass in den USA (über 2 Kinder pro Frau) Kinder zum Zwecke von sozialer Absicherung bzw. Altersvorsorge in die Welt gesetzt werden. Die derzeitige Familienpolitik steht unter einem medialen Dauerbeschuss, der keinen Raum für eine positive Bestandsaufnahme lässt.
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt zum Kinderkriegen. Paare sollten evaluieren, was sie einem Kind bieten können, und nicht, was fehlt - Perfektionsdenken ist nicht sachgerecht. Abseits des Existenzminimums stellt sich die Frage, wie das Elternsein verstanden und erstrebt wird, wenn ein Kinderwunsch, einem Hobby gleich, gegen materielle oder berufliche Abstriche abgewogen wird.


Ich finde, die Deutschen als Ganzes sollten mal vom Denken a lá "wir BRAUCHEN dich als Wurfmaschine für unser Fortbestehen" wegkommen. Wir haben aktuell auf der Erde weit mehr Menschen, als langfristig "gut" sind - die aktuell drängenden Probleme der Dritten Welt wie Zugang zu sauberem (!) Trinkwasser, Lebensmitteln, Elektrizität usw. zeigen es doch. 7,1 Mrd. Menschen, aber knapp eine Mrd. hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Mrd. keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen.

Ja, wir hier in Deutschland müssen die soziale Versorgung für uns und unsere Nachfahren regeln. Ich persönlich finde aber die unterschwellig überall kommunizierte Parole "Leute bekommt Kinder" als den falschen Ansatz.

Zu den Geburtenraten: Klar sind die in Schwellenländern höher als bei uns, denn diese Länder streben ja gerade erst zu Industrienationen mit einem umfassenden Sozial- und Gesundheitssystem, Krankenversicherungen sowie weniger schwerer körperlicher Arbeit auf. Vor 150 Jahren hatten wir in Deutschland auch höhere Geburtenraten. Das dauert ein paar Generationen, bis neben den sich verbessernden äußeren Faktoren auch das Denken der Menschen dahingehend umschwenkt, dass nichtmehr 10 Kinder in die Welt gesetzt werden müssen, um im Alter nicht auf der Straße zu verhungern.

Und natürlich ist es eine zivilisatorische Errungenschaft, dass man in der heutigen Gesellschaft die Möglichkeit hat, den Kinderwunsch selber zu planen. Und natürlich kann und sollte man das gegen finanzielle und berufliche Interessen sowie Hobbies abwägen.
 
Da nennt mir mal andere Branchen wo man als Selbstständiger sich um die 10.000€ Brutto an Gehalt geben kann, viele kenne ich das nicht. Insolvenzen bei Ärzten eher sehr, sehr, sehr selten...

Rentenvertrag bzw. Generationsvertrag aufkündigen...wie soll das bitte gehen?


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niemand hindert dich daran auch das studium abzuschliessen und die 70% mehr einzukassieren. die 4jahre ohne gehalt wirste ja sicher problemlos überstehen, schliesslich forderst du es von den ings ja auch ein. studierte verdienen mehr weil sie jahrelang auf alles verzichtet haben und durch ein hohes gehalt gehalten werden (das wissen darf nicht gehen) sollen. studierte haben in der regel auch eine schnellere auffassungsgabe, erkennen schneller probleme und mögliche lösungen. vom erheblich größeren allgemeinen technischen wissenspool reden wir hier noch nichteinmal. ich bin auch konstrukteur und durfte schon andersweilige konstrukteure anlernen. sorry aber ohne studium oder wenigstens nen staatlich geprüften ist ein konstrukteur ein besserer technischer zeichner der probleme in bestehenden anlagen beheben kann, aber sicher keine ganze neue maschine entwickelt. sicher gibts auch hier ausnahmen, es gibt gute leute ohne studium, es gibt miese mit...
ein guter konstrukteur ohne studium mit 7jahren erfahrung in einer kleinen firma ist auch überlebenswichtig. das know how eines jeden einzelnen ist alles was ein konstruktionsbüro am leben hält!




9500brutto als selbstständiger SIND ein witz! zumindestens wenn man bedenkt wieviele jahre man auf alles verzichten musste und welche qualifikation man hat. einzuberechnen ist auch das finanzielle risiko das man pleite geht. ein doktortitel aber privatinsolvenz. echt tolles leben... dafür sind 9500euro einfach nur ein witz...



also ich muss dir hier mal widersprechen. Ich habe hier in der Schweiz eine Ausbildung als Konstrukteur genossen und bin ganz sicher kein "besserer technischer Zeichner". Ich habe eine fundierte Ausbildung in Konstruktionstechnik einschliesslich Projektmanagement gekriegt und bin durchaus in der Lage Projekte zur Zufriedenheit eines Kunden abzuwickeln. Ich habe während 3 Jahren im Bereich von Pulverbeschichtungsanlagen gearbeitet und mehrere Maschinen erfolgreich im Ausland (Kanada und Australien) realisiert ;)

Desweiteren habe ich sehr wol auf Grund eines Pflichtenheftes Neuentwicklungen gemacht und das sogar zur Zufriedenheit unseres Ingenieurs! Es mag aber durchaus sein das in Deutschland der Grat zwischen "technischer Zeichner" und Konstrukteur schmaler ist, in der Schweiz ist es aber ein gewaltiger Unterschied.

Studierte haben in der Regel eine schnellere Auffassungsgabe aber durch den meistens sehr dürftigen Praxisbezug gleicht sich vieles wieder aus.

EDIT
und ich bleibe dabei, ein Studium rechtfertigt keine 70% Mehrverdienst, zumindest nicht aus meiner Sicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie sich hier manche wegen ihrem Studium besser fühlen ist schon unglaublich.[...]
Der Gedanke kam mir auch gerade beim durchlesen so mancher Posts.

Also mal ernsthaft, auf jeden Fall die Mehrheit der Studenten ist weit unterdurchschnittlich - Sozial wie von der Intelligenz her. Jeder schafft nen Abschluss, wenn er sich nur im entferntesten bemüht.
Also ich weiß nicht, an welchen Unis du warst, aber die Mehrheit aller Studenten als weit unterdurchschnittlich zu bezeichnen ist doch sehr gewagt. Wo liegt denn dann deiner Meinung nach der Durchschnitt?

Ebenfalls ist es garantiert nicht für jeden möglich, ohne große Anstrengungen ein Studium abzuschließen.
 
1. Ich habe nicht geschrieben das die Aussage von Dir kam!

2. Ich habe nie geschrieben das Ärzte zuviel verdienen, aber wenig verdienen Sie auch nicht. Das war meine Aussage, diese bezog sich auf das von mir und Dir zitierte Sätzchen.

3. Berufung impliziere ich eher mit Selbstverwirklichung, also der höchsten Stufe in der Maslow Bedürfnispyramide.
 
1. ok
2. ok
3. dem stimme ich zu. im rückblick ist das wohl persönlich mein größter antrieb gewesen. leider ist privat vieles dafür auf der strecke geblieben.
 
viele wollen "soviel wie ärzte " verdienen, haben aber weder eine vergleichbare qualifikation noch die extreme verantwortung in ihrem beruf. ist das grund genug, sich ständig sozialneidisch zu äußern? es sollte vielmehr dazu animieren, endlich selbst etwas vergleichbares zu leisten und es sich im wahrsten sinne des wortes zu verdienen!

Dem stimme ich ebenfalls zu. Der Sozialneid nimmt in Deutschland immer mehr zu. Materielle Sachen werden einem immer öfter von Geringverdienern geneidet (gibt's das Wort?) Aber die Arbeit machen und Verantwortung übernehmen will letztendlich dann auch keiner bzw. hat keiner von den Nicht-Ärzten überhaupt Einblick in die Vielfältigkeit dieses Berufes. Ich will das jetzt nicht hochpushen aber wenn ich so überlege, was ich alles in meinen 24h Diensten erledige und entscheiden muss..
Ich beschwere mich nicht über mein Gehalt, aber ich finde auch nicht, dass ich überbezahlt bin.

free
 
@freestylercs

das ist doch der springende Punkt, wo sieht der Durchschnittsmensch einen Arzt? In einer Sprechstunde... im Krankenhaus... und da sieht das ganze doch relativ chillig aus. In meiner Zivizeit war das aber ganz anders... Durchgearbeitete Nächte, zig schwere Entscheidungen wo leicht mal ein Menschenleben dran hängt, AIP's die schon halb versklavt werden (die hatten bei uns weniger verdient als die Krankenpfleger im letzten Jahr....). Wer sich da durchbeißt hat ein gescheites Gehalt verdient. Punkt.

Eher sollten gerade Krankenhausärzte mehr verdienen bei dem Knochenjob.
 
Ich glaube das Problem ist einfach das die Leute immer noch das Bild der Ärzte im Kopf haben, wie es vor 35-40 Jahren war. Als mein Dad angefangen hat Medizin zu studieren (nicht wegen dem Geld) war es als Arzt ohne Probleme möglich Einkommensmillionär zu sein. Legal? Nein. Aber da wurde von vorne bis hinten be.......issen, vor allem auf dem Land. Heute ist das schlichtweg unmöglich (es gibt einige sehr sehr sehr wenige Leute die das (legal) schaffen, die sind in Deutschland an 2 Händen abzuzählen)!

Mal schauen wie es in 5 Jahren aussieht, habe dieses Semester erstes Stex bzw. "1. Abschnitt der ärztlichen Prüfung", härteste Prüfung des Studiums, weiter kann ich leider im Moment nicht blicken.:kotz:
 
Dem stimme ich ebenfalls zu. Der Sozialneid nimmt in Deutschland immer mehr zu. Materielle Sachen werden einem immer öfter von Geringverdienern geneidet (gibt's das Wort?) Aber die Arbeit machen und Verantwortung übernehmen will letztendlich dann auch keiner bzw. hat keiner von den Nicht-Ärzten überhaupt Einblick in die Vielfältigkeit dieses Berufes. Ich will das jetzt nicht hochpushen aber wenn ich so überlege, was ich alles in meinen 24h Diensten erledige und entscheiden muss..
Ich beschwere mich nicht über mein Gehalt, aber ich finde auch nicht, dass ich überbezahlt bin.

free


Von Dir stammt die Aussage über die wir hier diskutiert haben...!

Du verkennst einiges. Der Sozialneid nimmt zu, mit nichten! Wir haben in Deutschland mittlerweile über 5 Mio. Menschen die für Jobs arbeiten, die weniger als 7€ Brutto einbringen. Wir haben offiziell 3,X Mio. Arbeitslose, inoffiziell sind es aber knapp 8 Mio. wenn man diverse Beschäftigungsverhältnisse der Arbeitsagentur berücksichtigt. Wir hatten in ca. 10 Jahren Miesteigerungen von knapp 60%, Energiesteigerungen von knapp 80%, Benzinsteigerungen von ca. 70%. Im Gegenzug haben sich die Löhne der Mittelschicht (bis ca. 30.000€ Brutto im Jahr) in den letzten 10 Jahren real um ca. 10% verringert. Wir haben in Deutschland eine stetig zunehmende Schere zwischen Arm und Reich. Diese Schere ist bei uns schneller gewachsen als in allen anderen Industriestaaten, auch schneller als in den USA. In 30 Jahren werden sich ca. 30% aller Arbeitnehmer im Rentenalter unterhalb der Armutsgrenze bewegen, dass sind ca. 15 Mio. Menschen, die dann weniger als 850€ Netto im Monat haben, legt man hier noch Inflationsthematiken an, so wird diese Gruppe an Personen eine Kaufkraft besitzen, die heute ca. 500€ Netto entspricht. Davon muss dann die Wohnung, die Energie bezahlt werden, konsumiert muss natürlich auch noch werden. Man sollte sich mal überlegen ob der von Dir propagierte Begriff Sozialneid vielleicht auch Hintergründe hat.

Die Menschen haben schon ein Gespür für Arbeit und gerechte Entlohnung, nicht ohne Grund habe ich den Begriff Halbgötter erwähnt. Füt viele Menschen sind Ärzte immer noch sehr integere Personen, viele Menschen wissen das ein Mediziner einen harten und langen Weg hat, viele Menschen akzeptieren und auch das "hohe" Gehalt und sehen es als gerechtfertigt.

Aber Menschen erkennen eben auch Grenzen, wenn z.B. ein Fluglotse in Dtl. im Schnitt 10.000€ Brutto bekommt und dann streikt, dann sehen die Menschen das als sehr unverschämt an, so ist es eben auch beim Mediziner.

Wie du behauptest, der normale Mensch würde gar nicht die Komplexität Deines Berufes erkennen, geschweige denn verstehen, so behaupte ich hier: Du verstehst auch die komplexen Thematiken unserer Gesellschaft nicht.

Mittlerweile halten immer weniger Personen unserer Gesellschaft immer mehr Vermögen, hier gibt es genügend Zahlen im Netz zu finden.


Damit ich nicht immer nur mit statistischen Werte argumentiere:

Ich wohne seit wenigen Jahren in einem der besten Viertel in Leipzig. Hier wohnen hauptsächlich Ärzte, Wirtschaftler, Juristen und andere Gutverdienen. Vom Audi RS6 bis zum Porsche ist hier alles vertreten, auch merhmals bei gewissen Personen. Im Gegenzug sehe ich seit ca. einem immer mehr Leute, die die Mülltonnen nach Papier oder Glas durchsuchen. Letztens sah ich am Abend (war dunkel, ca. 22 Uhr) ein Oma mit Krückstock...
 
Zuletzt bearbeitet:
viele wollen "soviel wie ärzte " verdienen, haben aber weder eine vergleichbare qualifikation noch die extreme verantwortung in ihrem beruf. ist das grund genug, sich ständig sozialneidisch zu äußern? es sollte vielmehr dazu animieren, endlich selbst etwas vergleichbares zu leisten und es sich im wahrsten sinne des wortes zu verdienen!

Was ist denn bei dir eine extreme Verantwortung? Es ist sicherlich unbestritten, dass der Arzt eine große Verantwortung gegenüber seinen Patienten hat, inbesondere dann, wenn er unmittelbar an ihm "arbeitet".
Aber was ist mit dem Zugführer, dem Piloten, dem Busfahrer, den Kapitän, den Fernkraftfahrer, dem Statiker...?
Auch das sind alles Jobs, die eine Verantwortung haben und das zum Teil in der Situation mit weitaus mehr und vorallem breiteren Folgen, als der Arzt, der sich am OP Tisch verschnippelt (wenn man das mal runterbricht).

Dieses Spiel kann man noch weiterspinnen, zB hat der Elektriker bei seiner täglichen Arbeit auch eine Verantwortung....

Die Verantwortung eines Arztes ist bei weitem nicht über dem Maß, wie du/ihr evtl. glauben mögt. Keine Frage, die falsche Entscheidung in der Sekunde X kann dem Patienten sein restlichen Leben zur Hölle machen, wenn er noch dazu kommt. Aber das hat der Fluglotze auch.

hast du die verantwortung über leben und tod als wirtschaftler? studiert der durchschnittsdeutsche auch solange und hat den o.g. aufwand? das wage ich zu bezweifeln...
Auch hier scheint es mir, dass du die Kompetenz eines Arztes überbewertest und die eines Wirtschaftlers unterbewertest. Keine Frage, die unmittelbare Konsequenz in der Wirtschaft ist sicherlich nicht lebensgefährdend, aber existenzgefährdend und das kann in letzter Konsequenz auch lebensgefährdend sein. (falsche Entscheidung, Bankrott der Firma, Depressionen, Alkoholabhängigkeit, Obdachlosigkeit,...., alles Konsequenzen des Wirtschafters, der ja nur am Schreibtisch hockt und Zahlen schiebt) (man sehe sich mal die Bankenkrise an und die Geschichten in Südeuropa, ganz ehrlich, da wäre ich lieber Arzt, als verantworten zu müssen, dass ich(sicherlich nicht alleine) ganze Wirtschaftssysteme zu Grund gerichtet habe) (oder auch diese Hypothekensachen in USA, wo Familien nun auf der Straße sitzen)

Da werfe ich nochmal den Elektriker in den Raum. Wenn der Scheiße baut, dann brennt dir nach 5 Jahre die Bude ab. Wenn das Nachts im Schlafzimmer passiert, dann brauche ich wohl nicht erzählen, wie du (ein Beispiel) und Frau/Freundin ausseht, wenn die Feuerwehr damit fertig ist. (Holzkohle ist hier das Zauberwort)

Mir scheint, dass du deine Kompetenz und die Folgen deines zukünftigen Handelns weit über das Maß hinaus bewertest. Klar, Ärzte haben eine Verantwortung, aber bei weitem keine so enorme, wie man das hier propagiert. Es gibt etliche Berufsbeispiele, wo das ähnlich gelagert ist.

Zum Sozialneid:
Sozialneid ist das nur in den wenigsten Fällen. Wenn ein Herr Winterkorn 20Mio im Jahr verdient, dann kann man sich als kleiner Mann schon fragen, wo dieser Wert herkommt. Und das hat nichts mit Neid zu tun, sondern viel mehr mit der Frage, wie man glaubwürdig die Arbeit bewertet. Die Top-Manager haben 100%ig eine hohe Verantwortung und auch ein Arbeitspensum was weit über dem liegt, was das Arbeitsschutzgesetz vorsieht. Aber liegt das bei einem Wert, der 20Mannlebensarbeitszeit eines normalen Arbeiters entspricht, in einem Topmanagerjahr wohlgemerkt?

Und das selbe kann man sich auch bei Ärzten fragen. Entspricht die Leistung dem, was sie verdienen? Auch kann man sich das bei Politikern fragen... usw.

Was ihr hier mit Sozialneid abstempelt hat rein garnichts damit zu tun. Das ist eine gesellschaftliche Frage. Das was so einige Leute leisten hat nichts mehr mit dem zu tun, was am Ende auf dem Lohnzettel steht. Und ja, da kann man sich auch fragen, wie man auf die Idee kommt und eine 20%ige Lohnerhöhung verlangt.
Der Begriff Sozialneid wird meiner Meinung immer von Leuten verwendet, die glauben, dass sie Aufgrund ihrer Einkommenssituation in einer anderen sozialen Liga wohnen. Und das kommt daher, dass man sich für was Besseres hält und da frage ich mich, wie man auf diesen Schluß kommt. (grenzenlose Selbstüberschätzung?)

Und angesichts der Sache, dass die Einkommens- und Vermögensschere auseinandergeht und dass alteingesessene Strukturen in Städten (Einkommensschichten) durch Besserverdiener verdrängt werden, da darf man sehr wohl Diskussionen führen. Selbiges kann man übrigens auch bei den Ärtzen machen. Warum müssen die 24h Schichten schieben, regulär?
 
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Kann dem so nur beipflichten, viele Jobs werden von der Gesellschaft schlicht unterbewertet... Jeder Job muss von irgendwem gemacht werden und ohne Ihn gehts nicht. Man kann über die Anzahl der Leute diskutieren, die Ihn machen, über die Bezahlung etc., es bleibt aber eine Arbeit die verrichtet werden muss und somit in einer Reihe von Verkettungen eine wichtige Aufgabe...

Zum "Sozialneid", ich bin wahrlich nicht neidisch auf irgendwelche Top-Manager... ich finds nur unverschämt und ungerechtfertigt, dass da solche Summen fließen... das Leute in solchen Positionen mehr verdienen, als ein "normaler Facharbeiter" (bitte nicht falsch verstehen, mehr bin ich auch nicht) ist völlig okay, aber wie mein Vorposter bereits erwähnte, es ist ungerechtfertigt, dass diese in einem Jahr mehr verdienen als andere in Ihrem ganzen Leben... Und das Menschen, die an der Existenzgrenze leben und dafür 200h+ im Monat klopfen mit einem Top-Manager tauschen wollen, find ich nur nachvollziehbar...

Kein Mensch auf der Welt ist mit dem Gedanken "ich werde Hartz-IV Empfänger" auf die Welt gekommen, alle Menschen, die in der Situation stecken oder eine Gleichgültigkeit entwickelt haben, sind das "Produkt unserer Umwelt/Gesellschaft" - obwohl das eher in den "Wie steht ihr zur Arbeitslosigkeit" Thread passt^^"

Just my 2 Cents
 
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wenn ich jetzt erlich bin, würde ich auch nicht für 1200€ bruto nachts als Bäcker arbeiten.

Ja
ich werde Hartz-IV Empfänger. Ähm ja der ansicht wahren wir auch mal sozusagende langzeitarbeitslose einzustellen,ähm ja Dazus sag ich NIE mehr,nur schlechte erfahrungen gemacht.
und wir arbeiten nur 8 St und nachts schon mal garnicht,ähm ja was soll man da noch zusagen?? Nix
 
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