Ich habe mal eine Zeit für einen sehr großen Automobilkonzern im Süden der Republik gearbeitet und vieler meiner Kollegen waren für einige Jahre im Ausland.
Die Meinung darüber war immer die selbe: Die Zeit war toll, viele Erfahrungen gesammelt etc., aber finanziell hat es sich bei den meistens nicht gelohnt und vor allem die Zeit danach ist das ganz große Problem.
Eigentlich alle hatten das Problem einen Job in DE zu finden, deinen alten Job macht ja ein anderer und durch die Abwesenheit hast du kein gutes Netzwerk mehr in DE und somit war es für jeden unheimlich schwer einen adäquaten Job zu finden (also immer noch in den selben Firma, ist klar). Man könnte davon ausgehen, dass es bei großen Firmen kein Problem darstellt, aber es war so. Dich kennt hier niemand mehr und deshalb kümmert sich auch keiner wirklich darum dir hier eine gute Stelle anzubieten. Natürlich hatten alle einen Anspruch auf die Übernahme nach der Zeit, aber dort steht ja nicht drin was für einen Job du bekommst. Und die Personalabteilung ist es im Prinzip egal, die bieten dir halt einen irgendeinen Job an. Im Prinzip musst du dich selber darum kümmern bevor du zurückkommst und das ist eben doppelt schwer, wenn du nicht vor Ort bist.
Finanziell war das für die meisten ein Nullsummenspiel, weil du mit lokalem Arbeitsvertrag ja auch nicht in die ganzen Sozialsysteme in Deutschland einzahlst (Rente usw.), keine Betriebsrente erhältst, dazu kommt oft, dass du zusätzlich private Versicherungen in dem Land abschließen musst, um überhaupt auf den Versorgungsstandard aus Deutschland zu kommen, z. B. Krankenversicherung. Das geht dann natürlich voll vom Netto ab und geht je nach Land richtig ins Geld.
An deiner Stelle würde ich mich noch einmal in einem Expatriate-Forum über die Besonderheiten in China informieren, gerade weil du ja einen lokalen Arbeitsvertrag bekommst.