Genauso kann dir aber eben das "viel rumgekommen" negativ angelastet werden. Ich als Arbeitgeber würde jemanden der schon an zig Ort gewohnt hat nicht unbedingt bevorteilen. Weil es eben auch bedeuten kann, dass er bei der nächsten Gelegenheit wieder weg ist....
Klassicher Trugschluss meiner Meinung nach, genauso könntest du argumentieren, dass der viel rumgekommene weiß was er will, weil er schon viel gesehen hat. Und welcher Arbeitgeber würde es bitte dem Bewerber schlecht auslegen? Dafür ist doch das Studium da, Erfahrungen sammeln, mal über den Tellerrand hinaus...
Was bedeutet Post verstanden? Du schreibst immer vom Heimatort. Kommen wir zurück zum Beispiel München, München ist nicht nur die Stadt, sondern auch die Randgebiete samt Industrieorte. Deswegen klingt Heimatort immer so provinziell!
Ich nannte Umstände wie andere/neue Leute, raus aus seiner gewohnten Umgebung, keine Wohlfühlzone. Zu deinem Beispiel München, wenn du im Stadtkern München wohnst (deine Heimat hast = dort aufgewachsen bist), wo ist es für dich schwieriger, im Speckgürtel von München, wo du immer noch zu deinen Freunden fahren kannst, wo die Leute immer noch Weißwurst essen oder in Berlin, Düsseldorf, Hamburg? Was ich damit sagen will, je weiter du aus deiner gewohnten Umgebung kommst, desto mehr tritt das von mir beschriebe
Warum sollte eine Firma bei gleicher Qualifikation den reisenden einstellen. Das ergibt für mich 0 Sinn. Kommt man als externer Bewerber zu einem Unternehmen entscheidet am Ende doch nicht der Studienort (alles gleich gute Unis) über Erfolg oder Nichterfolg. Was ist mit persönlichen Auftreten, Sympathie...also ich denke nicht das es so einfach ist zu sagen, Student B war im Gegensatz zu Student A an einer nicht im "Heimatort" gelegenen Uni, dieser Student ist reifer, selbst(st)ändiger, er bekommt den Job. Das ist für mich Schubladendenken was heute auf keinen Fall so anwendbar ist.
a) ich schrieb nicht das es generell so ist, ich schrieb, dass ich es so machen würde
b) "bei ähnlicher Qualifikation" = alles gleich, wobei Sympathie, persönliches Auftreten in diesem Fall ebenso darunter fällt, sonst ergibt es natürlich keinen Sinn. Dachte so viel Transferleistung wäre hier möglich gewesen.
Das ist aus meiner Sicht kein Schubladendenken, ich glaube eher, dass du als blinder von der Farbe sprich
Also mir wäre es egal, wenn sich bei uns einer bewirbt, der noch bei seinen Eltern wohnt.
Was zählt ist die Einsatzbereitschaft und die Zuverlässigkeit. Beides kann sowohl einer sein, der noch zuhause wohnt oder eine eigene Bude hat. Beide könnten aber auch unzuverlässig und faul sein.
Wie zeichnet sich Faulheit aus, genau, durch die Vermeidung von Aufwand. Wer glaubst du hat mehr Aufwand gehabt, der, der ausgezogen ist, woanders gewohnt hat, meinetwegen mit dem Rucksack durch Indien getingelt ist, oder der zu Hause wohnt?