[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Dann fress (um es mit deinen Worten zu sagen) du dich an TK Pizza und fertig Chemie ala Form Fleisch und analog Käse voll bevor dich deine Wege noch mal in eine Bar oder Restaurant führen.

Irgendwie wird das hier so dargestellt als würden die Leute der Menschheit einen Gefallen tun indem sie diesen Jobs nachgehen. War dem so? War deine Hauptmotivation dass die Leute nett essen gehen können? Oder hast du in dem Moment gesagt das ist die beste Option für dich?

Und da wären wir wieder bei dem Ursprung diese Diskussion, (fast) jeder hat seinen Job selbst gewählt.
 
2 / 2 / 3 / 3 / 2 bei mir
An der Uni im TV-L wäre das damals (2014 und E13) so gewesen, aber unterscheidet sich dann wohl doch.

Ob du das bei deinem AG verlangen kannst und ob dein Chef überhaupt den Spielraum hat kann dir keiner sagen. Habe jetzt den zweiten Job beim selben Arbeitgeber und das sind schon zwei verschiedene Welten von *ich kann da gar nichts machen* und *wir versuchen es*. Im Prinzip ist der Weg in so einem TV ja relativ vorgezeichnet und ohne Stellenwechsel passiert da i.d.R. nicht viel darüber hinaus.
 
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Bei Jobs mit schlechten Arbeitszeiten würde ich trennen. Wenn man am Wochenende am Band steht ist das definitiv was anderes als wenn man am Wochenende den Notarzt geben muss.
 
--> Daher die Frage was dein Beitrag bringt außer herablassend zu wirken?

Wenn man den Text nicht versteht oder dessen Massage, dann liegt es nicht unbedingt am Text, sondern der Fehler eher beim Empfänger. Evtl. kann man auch mal so rum denken.

Herablassend ist, wenn jemand vermeintlich Höhergestellter über einen vermeintlich Niedriggestellten "irgendwie" herzieht.
Wenn ein vermeintlich Niedergesteller über einen vermeintlich Höhergestellten "irgendwie" herzieht, ist das dann herauflassend?

Ich empfehle bei sowas immer, nicht immer die Opferrolle einzunehmen.

Wenn ein außertariflicher Manager mit 500k im Jahr rumweint, dass er soviel arbeitet, soviel Verantwortung trägt und kaum seine Familie sieht, dann ist der genauso doof gewesen, sich den richtigen Job zu suchen.
Ist das für dich (euch) herablassend? Woran macht man dann "herab" fest? An der Körpergröße, Schuhgröße, Höhe der Mütze?

Bin mal auf die Interpretation deinerseits gespannt, gerne auch "Gehorsam".

@nodder
Es geht doch garnicht darum zu studieren oder als Ungelernter zu arbeiten.
Die Aussage ist, dass wenn man sich beschwert, seinen Arsch bewegen muss und zwar richtig. Wer sich dennoch beschwert und nichts unternimmt, der braucht sich auch nicht beschweren.

Es gibt genügend nicht studierte, die eine düstere Aussicht hatten und es dennoch so weit gebracht haben, viel Geld zu verdienen, gute Arbeitszeiten zu haben oder sonst was, was einem so als das "ideale" Leben vorschwebt.
Dazu muss man auch was machen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Aber von alleine wird Jesus nicht auftauchen, dich mit einem tollen Job, einem Haus, einer tollen Frau und ein paar netten Kindern beglücken. Man muss das selber machen.
Ich weiß, dass es schwer ist, aus diesem depressionsähnlichen Zustand rauszukommen, ggf. muss man das aber auch einfach akzeptieren.

"es gibt nichts gutes, außer man tut es"
An diesem Spruch ist was dran.

PS:
Auch der Ing. mit 80k weint gerne mal rum, wie schlecht es ihm geht. Auch für den gilt diese Regel, und auf den passen die hier gemachten Vorwürfe zu "herablassend" oder "über die "Unterschicht" herziehen" nunmal überhaupt nicht.

@ gR3iF
Und natürlich ist es deine Schuld, dass du bei deinem Arbeitgeber arbeitest. Falls du es noch nicht mitbekommen hast, die Mauer gibt es nicht mehr. Ich glaube nicht, dass du Leibeigener bist und man dich mit Waffengewalt zur Arbeit zwingt.
Du hast dich, in Abwägung deiner Parameter, dafür entschieden den Job abzunehmen. Hast du das nicht und hast einfach so gesagt, den nehme ich. Dann war es, so ist die Welt, dumm. Man sollte vorher auch mal überlegen.
Hast du abgewägt, braucht man sich nicht beschweren. Gefällt es einem nicht, dann muss man woanders hingehen. Ja, das birgt Risiken, ja es ist schwer, usw. usf.

Aber wie gesagt, es ist einfacher zu weinen, als etwas zu ändern.
 
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An der Uni im TV-L wäre das damals (2014 und E13) so gewesen, aber unterscheidet sich dann wohl doch.

Ob du das bei deinem AG verlangen kannst und ob dein Chef überhaupt den Spielraum hat kann dir keiner sagen. Habe jetzt den zweiten Job beim selben Arbeitgeber und das sind schon zwei verschiedene Welten von *ich kann da gar nichts machen* und *wir versuchen es*. Im Prinzip ist der Weg in so einem TV ja relativ vorgezeichnet und ohne Stellenwechsel passiert da i.d.R. nicht viel darüber hinaus.

ich weis dass ein ehemaliger kollege der dort vor einige monaten gegangen ist sich 1 oder 2 zusätzliche gehälter rausgehandelt hat. wobei er natürlich auch was drauf hatte.

letzten endes möchte ich aber auch sehen wo ich bleibe und ewig beim selben unternehmen arbeiten ohne fortschritt in form von gehalt oder weiterbildung halte ich jetzt nicht gerade für sinnvoll

da mein Chef im Urlaub ist werd ich mir mal die Mühe machen eine Mail zu schreiben für nen Termin wenn er wieder da ist.

schließlich muss ich für die bereitschaft meine Karre nehmen. Mein Sprit, Mein verschleiß. ohne auto keine bereitschaft.

da ich mir in den 2 Jahren ein relativ guten Stand im haus erarbeitet habe kann ich das ja auch miteinbeziehen. Bin in dem aktuellen Team der dienstälteste was diesen Standort betrifft :fresse:
 
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Ich bin froh, dass sich für viele schlecht bezahlte Berufe mit Nacht- und Wochenendarbeit noch Menschen finden, auch wenn die darüber jammern. Es kann nicht jeder die bequemen Jobs machen und, Freund Mützengröße, deine Beiträge sind herablassend.
Es sind doch häufig gerade die Jobs der Daseinsvorsorge, die das betrifft. Und das sind gesellschaftliche und nicht individuelle Probleme, was uns diese Arbeit wert ist.

Soll ja auch Menschen geben, die ihren Job aus Überzeugung und gern machen. Trotzdem gestehe ich denen zu, sich mit anderen Jobs zu messen, weil man von Spaß und Überzeugung nicht leben kann.
 
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Um das nochmal mit dem Herablassend klarzustellen:

Ich zähle zu den "sogenannten" Besserverdienern. Dennoch kann ich mir im Moment keinen eigenen Neuwagen leisten (egal wie finanziert). Würde ich aber gerne. Würde ich jetzt rumweinen, ich verdien zu wenig, die Welt ist doof. mimimimi:

Ich würde dann über mich sagen, "wenn du nicht schaffst, deine Geld zusammen zuhalten und es lieber für andere Sachen ausgibst, dann bist du einfach zu doof, mit Geld umzugehen".

Bin ich dann herablassend? Über mich selber? Wie soll das gehen?

Die Lösung ist, seinen Arsch zu bewegen, das Geldausgeben zu reduzieren, Geld zu sparen oder in einen Kredit zu blasen, was auch immer. Und schon hat man das, was man will. Dafür muss man aber etwas anderes (nämlich die anderen Annehmlichkeiten, die man so hat) aufgeben. Fällt man schwerer, mal weniger...

Warum muss man immer alles in irgendwelche vergleichenden Beziehungen zu bringen. Kann sowas nicht einfach Stellungsneutral sehen?
 
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Ich bin ja auch einer der an Wochenenden, Feiertags und nachts arbeitet. Mich nerven teilweise die alten Lokführer, die rumjammern wie schlecht es denen geht. Die haben aber nie was anderes gemacht und wissen nicht, wie hart andere für weniger arbeiten müssen. Ich bekomme zwar nur LF1 aber da habe ich jetzt mehr netto als ich vorher brutto hatte und mache mich körperlich nicht mehr kaputt. Klar wenig freie Wochenenden aber das wusste ich von vornherein aber die freien Tage unter der Woche finde ich auch ganz praktisch. Da kann ich ohne frei nehmen zu müssen diverse Sachen erledigen.
 
Genau, dann arbeiten wir alle beim Daimler am Band, weil da das Arbeit-zu-Geld-Verhältnis am besten ist. Klaus arbeitet zwar lieber mit Kindern und Sandra hilft gern alten Menschen, aber wenn die nicht damit einverstanden sind, dass Bernd vom Band viel mehr verdient und sie sich kaum eine Wohnung leisten können, dann sollen sie halt irgendeinen Scheiß machen. Bernds Kind sitzt jeden neben Oma Erna auch am Band, denn für die ist keiner mehr übrig.
Willkommen in der Welt von underclocker. Herablassend ist da natürlich gar nichts, wenn Schlaubi Schlumpf anderen erklärt, was sie zu tun haben.
 
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Du siehst dich eben als Opfer, Erklärung Nummer 1!!! 11

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@BadSanta
Jetzt bin ich also der Dumme, nur weil du nicht verstehst worum es geht? Interessante Logik.

Wenn Klaus und Sandra lieder was anderes machen, dann sollen sie es tun, dafür habe sie dann genau den Vorteil, ihren Traumjob zu machen, wohingegen anderen einen blöden Job machen und dafür Kohle verdienen.

Warum denken alle immer ans Geld, scheint für viele das Lebensziel Nr.1 zu sein. Und ich bin natürlich schuld, was sonst.

Und wer glaubt, dass bei Daimler am Band alles geil ist, der soll den Job mal so 10-20 Jahre lang machen. Dann weiß man sehr schnell, dass einem ein WE-Job mit 1,5k Netto ggf. mehr bringen kann.

Bei Bandmitarbeitern gibt es genügend Leute, die auch was am Kopf wegbekommen in der Zeit. Drogen- oder Alkoholproblem, kein Problem.

Ich bin raus, heult mal weiter rum, evtl. kommt Jesus ja vorbei und beschenkt auch. Der Glaube muss nur fest genug sein. Ist wie beim Weihnachsmann...

PS: Ich bin auch Jahre mit 1k EUR Netto nach Hause gegangen, braucht keiner glauben, dass ich mit dem goldenen Löffel aufgewachsen bin. (Levishosen und Gameboy gabs auch nicht)
 
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Ich sehe da jemand anderen, der partout nicht verstehen will, dass man von Spaß im Job nicht leben kann.
Ich würde nie behapten, dass du dumm bist. Dein Geschwalle hier empfinde ich dennoch als selten dämlich.
 
Ich zähle zu den "sogenannten" Besserverdienern. Dennoch kann ich mir im Moment keinen eigenen Neuwagen leisten (egal wie finanziert). Würde ich aber gerne. Würde ich jetzt rumweinen, ich verdien zu wenig, die Welt ist doof. mimimimi:

Die Lösung ist, seinen Arsch zu bewegen, das Geldausgeben zu reduzieren, Geld zu sparen oder in einen Kredit zu blasen, was auch immer. Und schon hat man das, was man will. Dafür muss man aber etwas anderes (nämlich die anderen Annehmlichkeiten, die man so hat) aufgeben. Fällt man schwerer, mal weniger...

Ja, für dich. Und dann guck dir mal die Millionen von Menschen in Deutschland an, die sich auch mit Sparen oder weniger Ausgaben nie einen Neuwagen leisten können. Einfach, weil sie schlicht zu wenig Geld verdienen und man dann auch noch ne Wohnung und was zu essen braucht. Ein gewisses Minimum an Geld muss ich zum Leben ausgeben. Und ich halte es gelinde gesagt für Blödsinn, jetzt unbedingt einen gut bezahlten Job ausüben zu müssen, damit man einigermaßen angenehm leben kann, obwohl man selbst etwas ganz anderes machen möchte.

Hier gibt es mit Sicherheit eine Häufung an Menschen, die gerne in der IT arbeiten, für die das einfach der Traumjob schlechthin ist. Dass der auch meist gut bezahlt ist, ist natürlich klasse. Was ist jetzt aber mit den ganzen Berufen, die extrem schlecht bezahlt werden? Es gibt genug Menschen, die haben als Traumberuf eben Friseur, Kindergärtner oder Putzen. Dass die damit nicht reich werden, ist denen auch klar und dann vielleicht auch etwas unglücklich, aber die jetzt als dumm zu bezeichnen, nur weil sie sich über schlechte Arbeitsbedingungen oder zu wenig Gehalt beschweren, ist gelinde gesagt unhöflich. Das sind nämlich alles Punkte, die man ändern könnte. Warum sind denn die Arbeitsbedingungen zB im Altenheim so schlecht? Ist doch klar, wenn ich 5 Menschen die Arbeit von 10 oder 15 machen lasse, dass die innerhalb kürzester Zeit durch sind. Das ist jetzt in der IT auch nicht anders. Oder was meinst du, wie schnell Scrush hin ist, wenn er sich um die Technik einiger Tausend Mitarbeiter kümmern muss?

Das sind alles Jobs, die gemacht werden müssen. Was meinst du, wie es bei dir im Büro aussieht, wenn es niemand saubermacht? Oder die Toilette auf dem Flur? Jeder dieser Menschen ist dafür nötig, damit das Leben von allen funktioniert. Das heißt jetzt nicht, dass die Putzfrau soviel verdienen soll wie der Ingenieur. Aber auch die Putzfrau muss von dem Gehalt leben können.

Wenn sie das nicht kann, rennt sie wie heute üblich zum Amt und der Staat stockt ihr das auf auf ein Gehalt, von dem man auch leben kann. Von Annehmlichkeiten reden wir da noch nicht, nur vom Überleben. Und wer bezahlt das? Jeder von uns.
 
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Danke für den Beitrag, gut erklärt

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Ich sehe da jemand anderen, der partout nicht verstehen will, dass man von Spaß im Job nicht leben kann.
Ich würde nie behapten, dass du dumm bist. Dein Geschwalle hier empfinde ich dennoch als selten dämlich.

Nur weil du den Inhalt nicht verstehst, ist der Text also selten dämlich.

Ich habe nicht behauptet, dass man von Spaß leben kann. Gegenteil darf, wie immer, gerne zitieren.
Man kann mitunter aber eher mit Spaß leben als mit 5k Netto im Monat und dafür im Kopf plemplem zu werden.

Ich kenne genug Leute, die nicht zu den Besserdienern gehören. Sie aber, wenn man nur deren Facharbeiterbrief nimmt, deutlich weniger verdienen würden. Die haben aber mehr gegeben. Sie wollten aber mehr, als das, was auf ihrem Brief stand, wenn man das so sagen kann.
Sie haben sich reingehangen, egal wie schlecht die Aussichten waren. Sie stehen gute da, haben kein Haus, keinen Neuwagen, aber durchaus mehr (sowohl monetär, als auch Freude) als am Anfang. Sie haben sich nicht mit ihrer Situation abgefunden und geweint, sondern sich hingesetzt und gemacht.

@Sulfat
Es geht doch garnicht um das Auto, das ist ein BEISPIEL um das "tu etwas" zu verdeutlichen. Nicht in der Lage zu abstrahieren? Kannst auch ein Kind nehmen, was sich ein Playstationspiel leisten kann, ist doch Buggie, was für ne "Sache" dahinter steht.
Du brauchst mir das nicht zu erzählen, ich bin so groß geworden. Ich bin mit einem Auto groß geworden, ohne Urlaub, ohne die tollen Sachen. Diese Aussagen, siehe oben, kommen von keinem mit nem goldenen Löffel aufgewachsen ist, kannst du glauben. Meine Eltern werden wohl mit niedriger Rente auskommen müssen.

Glaube mir, ich kenne das sehr genau, was du da ansprichst. Mir wurde NICHTS geschenkt, ich musste es mir "nehmen". Hätte ich es mir nicht genommen, wäre ich auch am unteren Ende der Nahrungskette und würde mich dann nicht beschweren. Wie gesagt, ich war auch letzter Schütze im Glied, hab geknüppelt für wenig Geld. Ist nur die Frage, was wenig ist. <10EUR warens und ich habe trotzdem nicht geweint.


Und zu den ganzen "Helfern" im Alltag, habe ich auch ausreichend Respekt. Ich bin froh, dass sie da sind und begegne ihnen mit dem nötigen Respekt. Es könnte mir nämlich, wie auch immer der Zufall so will, mir auch mal so ergehen. Ich bin, evtl. mehr als manch anderer, bewusst, dass es auch eine Unterseite des goldenen Tellers gibt.
 
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Ein Geisterfahrer? Hunderte! Scheine ja nicht der einzige zu sein, der nicht in der Lage ist, den Schreibdurchfall zu verstehen.
 
Natürlich ist das ein Beispiel, aber was es nun ist, ist relativ egal. Wenn bestimmte Jobs nicht ausreichend genug bezahlt werden, sind nicht die Menschen Schuld, die sie ausüben, sondern die Arbeitgeber, die so schlecht bezahlen. Denn in einigen Bereichen kannst du dich abrackern, bis du tot umfällst: Du wirst dir nicht mal nen Gebrauchtwagen leisten können.

Du hast mit deiner Einstellung schon nicht Unrecht, dass man selbst etwas an seiner Situation ändern muss. Dafür musst du aber eben oft genug den Job wechseln und dir was lukrativeres suchen und das kann keine Lösung für alle sein.
 
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interessant, jeder der anderer Meinung ist, versteht den Inhalt nicht oder begibt sich in die Opferrolle. praktische Argumentation

Ich denke auch, dass speziell die "niedrigen" jobs besser bezahlt werden sollten und die Top jobs(von der Bezahlung) eher nach unten angepasst, speziell auch was zb Politiker oder top Manager angeht.

Da ließe sich ein guter Ausgleich schaffen

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Fakt ist doch, dass viele sich zum Jobeinstieg über Geld gar keine Gedanken machen. Wenn ich als 16 jähriger gehört hätte, dass man in der Gastronomie 1800€ verdienen kann (fiktives Beispiel, ich hab echt keine Ahnung was man da verdient), dann hätte ich mir wahrscheinlich gedacht, dass das doch vollkommen reicht. Man versteht in diesem Alter doch gar nicht was man später mal für Ausgaben hat und was das Leben und Familie gründen eigentlich kostet.
Dass hier manche Leute die Mitmenschen die schlechter bezahlten Jobs machen mehr oder weniger als Idioten hinstellen, finde ich schon echt unterste Schublade. Dass der Friseur oder der Altenpfleger so schlecht bezahlt werden ist ja paradoxer weiße nicht weil es gesellschaftlich unwichtig ist, sondern weil Gehälter bei uns eben nach anderen Maßstäben bemessen werden. Eigentlich sind aber genau das die wichtigen Jobs und die Lösung kann hier nicht sein, dass alle studieren gehen. Man sieht ja jetzt schon, dass es immer schwieriger wird ein Haus zu bauen, weil das Handwerk keinen Nachwuchs mehr bekommt und "zu viele" Aufträge hat.
 
Ja, für dich. Und dann guck dir mal die Millionen von Menschen in Deutschland an, die sich auch mit Sparen oder weniger Ausgaben nie einen Neuwagen leisten können. Einfach, weil sie schlicht zu wenig Geld verdienen und man dann auch noch ne Wohnung und was zu essen braucht. Ein gewisses Minimum an Geld muss ich zum Leben ausgeben. Und ich halte es gelinde gesagt für Blödsinn, jetzt unbedingt einen gut bezahlten Job ausüben zu müssen, damit man einigermaßen angenehm leben kann, obwohl man selbst etwas ganz anderes machen möchte.

Hier gibt es mit Sicherheit eine Häufung an Menschen, die gerne in der IT arbeiten, für die das einfach der Traumjob schlechthin ist. Dass der auch meist gut bezahlt ist, ist natürlich klasse. Was ist jetzt aber mit den ganzen Berufen, die extrem schlecht bezahlt werden? Es gibt genug Menschen, die haben als Traumberuf eben Friseur, Kindergärtner oder Putzen. Dass die damit nicht reich werden, ist denen auch klar und dann vielleicht auch etwas unglücklich, aber die jetzt als dumm zu bezeichnen, nur weil sie sich über schlechte Arbeitsbedingungen oder zu wenig Gehalt beschweren, ist gelinde gesagt unhöflich. Das sind nämlich alles Punkte, die man ändern könnte. Warum sind denn die Arbeitsbedingungen zB im Altenheim so schlecht? Ist doch klar, wenn ich 5 Menschen die Arbeit von 10 oder 15 machen lasse, dass die innerhalb kürzester Zeit durch sind. Das ist jetzt in der IT auch nicht anders. Oder was meinst du, wie schnell Scrush hin ist, wenn er sich um die Technik einiger Tausend Mitarbeiter kümmern muss?

Das sind alles Jobs, die gemacht werden müssen. Was meinst du, wie es bei dir im Büro aussieht, wenn es niemand saubermacht? Oder die Toilette auf dem Flur? Jeder dieser Menschen ist dafür nötig, damit das Leben von allen funktioniert. Das heißt jetzt nicht, dass die Putzfrau soviel verdienen soll wie der Ingenieur. Aber auch die Putzfrau muss von dem Gehalt leben können.

Wenn sie das nicht kann, rennt sie wie heute üblich zum Amt und der Staat stockt ihr das auf auf ein Gehalt, von dem man auch leben kann. Von Annehmlichkeiten reden wir da noch nicht, nur vom Überleben. Und wer bezahlt das? Jeder von uns.
+1 Amen

Besser hätte ich es nicht sagen können.

Bei uns gibt es einen Spruch "Mir ist es scheiß egal wie nett du zu meinem Chef bist, solange du nicht dem Hous Ceping guten Tag sagen kannst ist es nix wert"

Ich frage mich nur wie manche darauf kommen ich würde über meine Berufswahl meckern oder über mein Gehalt, das habe ich nicht in einem Satz gemacht. Ich finde es nur etwas unpassend wenn jemand der das 4 - 8 fache verdient nicht zuschätzen weiß was andere für ihn machen.

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, sind nicht die Menschen Schuld, die sie ausüben, sondern die Arbeitgeber, die so schlecht bezahlen.

Du machst dir das viel zu einfach. Die Wirtschaft ist WESENTLICH komplexer als die Beziehung AG-AN. Denn auch der AG ist AN und so weiter. Das System ist in etwa so komplex wie ein Nervensystem. Da sind die Bösen AGs nicht immer zur Rechenschaft zu siehen.

Und bevor wieder jemand weint und rote Augen bekommt, dass ich der Geisterfahren bin.
Ich sage nicht, dass der AN das Übel ist.
Aber der mit den roten Augen wird auch wieder einen Weg finden, diesen einfachsten Text falsch zu verstehen...
 
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Fakt ist doch, es wird nie eine gerechte Bezahlung geben.

Die Putzfrau findet es unfair, dass der Buchhalter das doppelte bekommt wie sie, obwohl er nur im Büro sitzt. Der Buchhalter ist neidisch, weil der Politiker das 4fache bekommt obwohl er nur "da" ist. Und der Politiker ist neidisch auf den Manager weil er das 10fach bekommt obwohl er nur anwesend ist. Ja, übertrieben, aber ich denke man kann nachvollziehen was ich meine.

Es ist auch einfach so (und das meine ich nach oben und unten), dass der Einblick fehlt, was der andere leistet... Und sich somit ein Urteil schwer zu bilden ist.

Auch kann man nicht jeden Summe X zahlen, denn im Umkehrschluss werden dadurch die Preise erhöht und man hat im Ergebnis den Anfang wieder.

Wie gesagt, gibt genug Berufe, die schlecht bezahlt sind, gerade im sozialen Bereich, aber heutzutage ist es leider so, dass einem Arbeitgeber (bzw der Wirtschaft) ein Mitarbeiter, der Umsatz/Gewinn bringt, mehr wert ist, als jemand der einen zB pflegt. Davon hat der AG ja quasi "nichts". Nur wird dieses System keiner ändern, weil das ganze auch viel zu komplex ist.
 
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