[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Man sollte aber dann nicht herablassend wirken mit seinen Gedanken darüber und das sind leider die meisten in der heutigen Zeit.

Was ist denn daran herablassend?
Wenn jemand Kanalreiniger wird und sich dann beschwert, dass es da unten dunkel ist und stinkt, der war zu dumm sich darauf einzulassen. (weiß man eigentlich vorher, wer es nicht wusste, ist halt zu doof, punkt)
Wenn jemand als Außendienstler arbeitet und sich beschwert, dass er zu viel fährt, der war zu dumm...
Wenn jemand ein 10 Tage altes Brot kauft und sich beschwert, dass ihm die Zähne rausbrechen, der war zu dumm...
Wenn jemand als Ing. in Führungsposition (mit viel Kohle) arbeitet und sich beschwert, dass er ne 70h Woche hat, der war zu dumm...
Wenn jemand im WE-Job arbeitet und sich beschwert, das er am WE arbeitet, der war zu dumm...


Das hat nichts mit herablassend zu tun, sondern mit der Auseinandersetzung seines Arbeitsumfeldes. Wenn jemand einen Job annimmt und mit irgendwelchen Fantasien rangeht, obwohl man die Realität nachlesen/nachfragen/sonstwas kann, der ist halt einfach zu doof.

Ansonsten gilt für alle Menschen, die Suppe, die man sich eingebrockt hat, hat man schlicht und einfach auszulöffeln. Ist eine Einstellung zum Leben, die die meisten verlernt haben. Es ist nämlich viel einfacher über die eigene Situation zu weinen als sie zu akzeptieren oder gar etwas zu ändern. Und Menschen gehen in der Regel immer den einfachsten Weg. Außer Ausnahmen, die beißen sich durch, die wollen aber auch. Und diese sind selten die, die sich dumm anstellen.
 
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Was ist denn daran herablassend?
Wenn jemand Kanalreiniger wird und sich dann beschwert, dass es da unten dunkel ist und stinkt, der war zu dumm sich darauf einzulassen. (weiß man eigentlich vorher, wer es nicht wusste, ist halt zu doof, punkt)
Wenn jemand als Außendienstler arbeitet und sich beschwert, dass er zu viel fährt, der war zu dumm...
Wenn jemand ein 10 Tage altes Brot kauft und sich beschwert, dass ihm die Zähne rausbrechen, der war zu dumm...
Wenn jemand als Ing. in Führungsposition (mit viel Kohle) arbeitet und sich beschwert, dass er ne 70h Woche hat, der war zu dumm...
Wenn jemand im WE-Job arbeitet und sich beschwert, das er am WE arbeitet, der war zu dumm...


Das hat nichts mit herablassend zu tun, sondern mit der Auseinandersetzung seines Arbeitsumfeldes. Wenn jemand einen Job annimmt und mit irgendwelchen Fantasien rangeht, obwohl man die Realität nachlesen/nachfragen/sonstwas kann, der ist halt einfach zu doof.

Ansonsten gilt für alle Menschen, die Suppe, die man sich eingebrockt hat, hat man schlicht und einfach auszulöffeln. Ist eine Einstellung zum Leben, die die meisten verlernt haben. Es ist nämlich viel einfacher über die eigene Situation zu weinen als sie zu akzeptieren oder gar etwas zu ändern. Und Menschen gehen in der Regel immer den einfachsten Weg. Außer Ausnahmen, die beißen sich durch, die wollen aber auch. Und diese sind selten die, die sich dumm anstellen.

Ich wohne in Rossau bin familiär und im Freundeskreis eingebunden, bin ehrenamtlich in der Feuerwehr und schubse Omis gerne im Park.
In meiner Umgebung gibt es für mein Tätigkeitsfeld genau einen Arbeitgeber. Ist das jetzt meine Schuld das ich bei dem arbeite? Nö isses nicht.

Wenn du jetzt daherkommst und sagst: Ja zieh doch um nach München da verdienst du 40k mehr im Jahr und alles ist super. Dann hast du auf einer gewissen Ebene damit Recht, aber der Vorschlag ist halt auch halbwegs unrealistisch.

--> Daher die Frage was dein Beitrag bringt außer herablassend zu wirken?

Axo denk dir oben noch Frau und 2 Kinder mit 34 dazu, macht das Bild dann komplett rund.
 
+1 (vorletzter Absatz)

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
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Echt? Gibts auch Arbeit abseits von Infrastruktur?

nicht wirklich. auf jeden fall keine vernünftig bezahlte...

wie wichtig der job ist, merkt man erst dann, wenn man plötzlich keinen mehr hat, obwohl man selber einen eigentlich sicheren job hatte. bin fachidiot mit 50k+ und nun renn ich zum amt und hole mir etwa über 1500€/mon ab, weil unser chef zuviel wollte und gierig wurde und nun pleite ist. das geld ist für nichtstun schon nicht schlecht, dennoch ist es doch dieses gefühl, das man doch irgendwie einen job braucht. dumm nur, das hier außerhalb der "infrastruktur" keine echten fachjobs gibt. laut jobportalen gibts im umkreis 40km luftlinie (was dank "keiner infrastruktur" schon über 1 stunde fahrzeit bedeutet) keine 5 aktuellen jobs. davon sind 3 eigentlich elektriker...
 
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Ich wohne in Rossau bin familiär und im Freundeskreis eingebunden, bin ehrenamtlich in der Feuerwehr und schubse Omis gerne im Park.
In meiner Umgebung gibt es für mein Tätigkeitsfeld genau einen Arbeitgeber. Ist das jetzt meine Schuld das ich bei dem arbeite? Nö isses nicht.

Wenn du jetzt daherkommst und sagst: Ja zieh doch um nach München da verdienst du 40k mehr im Jahr und alles ist super. Dann hast du auf einer gewissen Ebene damit Recht, aber der Vorschlag ist halt auch halbwegs unrealistisch.

--> Daher die Frage was dein Beitrag bringt außer herablassend zu wirken?

Axo denk dir oben noch Frau und 2 Kinder mit 34 dazu, macht das Bild dann komplett rund.

Das hat immer noch nichts mit herablassend zu tun. Für dich überwiegen die Vorteile in deiner Heimat zu bleiben. In erster Linie ist das super, solange es Jobs gibt.
Wenn dir ein gutes Gehalt wichtig ist (oder irgendetwas anderes) und es das vor Ort nicht gibt, muss man halt in den sauren Apfel beißen und umziehen.
Nur weil es nicht der „leichte“ Weg ist, ist zu sagen „ich hab doch keine Wahl“ wirklich eine schwache Aussage. Vor allem um anderen, die etwa opfern und umziehen, vorzuwerfen herablassend zu sein...
 
Es geht darum, wie hier aufgetreten wird, nicht, ob irgendjemand Opfer bringt.

und ja, so wie die texte hier geschrieben sind teilweise, ist das durchaus herablassend.

es kann sich eben nicht jeder so einfach aussuchen, auch wenn du der meinung bist

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
Es gibt sicherlich Sonderfälle die es Sicht nicht aussuchen können. Bei den Meisten ist es aber schlicht ein „nicht-wollen“.
 
Ich wohne in Rossau bin familiär und im Freundeskreis eingebunden, bin ehrenamtlich in der Feuerwehr und schubse Omis gerne im Park.
In meiner Umgebung gibt es für mein Tätigkeitsfeld genau einen Arbeitgeber. Ist das jetzt meine Schuld das ich bei dem arbeite? Nö isses nicht.

Wenn du jetzt daherkommst und sagst: Ja zieh doch um nach München da verdienst du 40k mehr im Jahr und alles ist super. Dann hast du auf einer gewissen Ebene damit Recht, aber der Vorschlag ist halt auch halbwegs unrealistisch.

--> Daher die Frage was dein Beitrag bringt außer herablassend zu wirken?

Axo denk dir oben noch Frau und 2 Kinder mit 34 dazu, macht das Bild dann komplett rund.
Und das Tätigkeitsfeld hat man dir aufgezwungen? Oder hast du dir deinen Job selbst ausgesucht?
 
genau und jeder der sich seinen "job" aussucht, weiß zu 100% was einem erwartet. sehr naiv dargestellt

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
Es steht jedem frei sich umzuorientieren, wenn ihm sein Job nicht gefällt. Sei es thematisch oder auch durch die Übernahme von Führungsverantwortung.
 
nicht wirklich. auf jeden fall keine vernünftig bezahlte...

wie wichtig der job ist, merkt man erst dann, wenn man plötzlich keinen mehr hat, obwohl man selber einen eigentlich sicheren job hatte. bin fachidiot mit 50k+ und nun renn ich zum amt und hole mir etwa über 1500€/mon ab, weil unser chef zuviel wollte und gierig wurde und nun pleite ist. das geld ist für nichtstun schon nicht schlecht, dennoch ist es doch dieses gefühl, das man doch irgendwie einen job braucht. dumm nur, das hier außerhalb der "infrastruktur" keine echten fachjobs gibt. laut jobportalen gibts im umkreis 40km luftlinie (was dank "keiner infrastruktur" schon über 1 stunde fahrzeit bedeutet) keine 5 aktuellen jobs. davon sind 3 eigentlich elektriker...

Schon eine echt bitter Geschichte, gar nichts in Aussicht? Hattest du nicht eine Bewerbung abgeben?
 
Es geht darum, wie hier aufgetreten wird, nicht, ob irgendjemand Opfer bringt.

und ja, so wie die texte hier geschrieben sind teilweise, ist das durchaus herablassend.

es kann sich eben nicht jeder so einfach aussuchen, auch wenn du der meinung bist

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Ich hätte einen 40K+ Job haben können nur bin ich noch aus der Epoche (Jahrgang 85) da haben sich die Firmen aussuchen können wen sie nehmen und da wurden mir nach der Ausbildung sehr fadenscheinige Antworten auf Bewerbungen gegeben die Gründe für absagen waren zum Großteil immer die gleichen heute 12 Jahre später brauche ich es in dieser Branche nicht versuchen dafür ist zu viel Zeit vergangen.

Auch war mir bewusst das ich am Wochenende und Feiertage arbeiten muss in der Gastronomie. Es ist in dieser Branche eher wie eine kleine Familie und man hält zusammen egal was ansteht, da gibt es kein "ich bin der beste".

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Und das Tätigkeitsfeld hat man dir aufgezwungen? Oder hast du dir deinen Job selbst ausgesucht?

In meiner fiktiven Geschichte ist das mehr oder weniger egal. Bei der Jobwahl spielen soviele Einflüssen eine Rolle das man aussuchen oder aufgezwungen kaum benutzen kann. An vielen Stellen ist auch die Ausbildungswahl ein Produkt der Umgebung.
 
Schon eine echt bitter Geschichte, gar nichts in Aussicht? Hattest du nicht eine Bewerbung abgeben?

jo habe ich. haben auch einige von uns genommen, aber halt nicht jeden. haben sich für den anderen konstrukteur entschieden, da er 5min entfernt wohnt und ich 1stunde. eventuell war er auch ne mark billiger. auch wenn man es im grunde gelassen sehen könnte zweck job, ist es doch immer dieses gefühl, das man unbedingt was finden muss. habe ja nen jahr zeit + x monate (fortbildung und theoretisch 2monate gleichwohlzahlung).
 
Aber trotzdem sind wir weit entfernt von einer Planwirtschaft, wo jedem schon im Schulalter der spätere Job zugeteilt wird.
Ausgehend von der Schulbildung steht sicher nicht jedem jede beliebige Ausbildung zur Verfügung, aber man hat doch sehr große Wahlmöglichkeiten.
 
Es steht jedem frei sich umzuorientieren, wenn ihm sein Job nicht gefällt. Sei es thematisch oder auch durch die Übernahme von Führungsverantwortung.

Mehr oder weniger ist das richtig.

Allerdings muss man wenn man "alleine" ist, bei einer Umschulung viel aufgeben.
Da verdienst nu echt nicht viel in der Zeit.

Kommst du von ner großen wohnung mit auto etc. darfst du das erst mal verscherbeln um mit dem Umschulungsgehalt klar zu kommen.

Ich spiele auch mit dem gedanken eine Umschulung zu machen, ich wäre jedoch dann zu 100% abhängig von meiner Frau, denn alleine könnte ich das mit der Wohnung etc. nicht machen.

Also generell, JA eigentlich hat jeder die Möglichkeit sich umzuorientieren.
Es ist nur immer die Frage, was man dafür investieren und aufgeben muss.
 
Aber trotzdem sind wir weit entfernt von einer Planwirtschaft, wo jedem schon im Schulalter der spätere Job zugeteilt wird.
Ausgehend von der Schulbildung steht sicher nicht jedem jede beliebige Ausbildung zur Verfügung, aber man hat doch sehr große Wahlmöglichkeiten.

Warst du nicht der in einem Haus wohnt mit einer Frau, ihr seid zusammen und wollt zusammen bleiben, seid aber nicht verheiratet?
Vor 50 Jahren undenkbar inzwischen unter anderem ein Produkt deiner Umgebung und des Bildungsstandes. Gibt halt auch Ecken in De da wirst du damit anecken


Und klar haben alle Recht, die sagen das man heutzutage in DE unter fast Vollbeschäftigung an vielen Stellen die Wahl hat und dank Infrastruktur und anderen Dingen auch ein Umzug oder ein längerer Arbeitsweg drin ist.
Ich meine noch vor 100 Jahren war ein Arbeitsplatzwechsel eher ausgeschlossen :)
 
So und was machst du wenn ein Krankenhaus Aufenthalt ist oder du am Wochenende ein Unfall hast es kommt keiner der dir hilft btw kein Arzt der dich behandelt.

Du könntest nicht essen gehen am Wochenende oder an Feiertagen weil keiner da ist der kocht oder Bedient.

Gesendet von meinem RNE-L21 mit Tapatalk
Und er könnte beim Feiern am Wochenende auch nichts trinken, weil kein Taxi, Bus oder Bahn fährt.
 
Warst du nicht der in einem Haus wohnt mit einer Frau, ihr seid zusammen und wollt zusammen bleiben, seid aber nicht verheiratet?
Vor 50 Jahren undenkbar inzwischen unter anderem ein Produkt deiner Umgebung und des Bildungsstandes. Gibt halt auch Ecken in De da wirst du damit anecken


Und klar haben alle Recht, die sagen das man heutzutage in DE unter fast Vollbeschäftigung an vielen Stellen die Wahl hat und dank Infrastruktur und anderen Dingen auch ein Umzug oder ein längerer Arbeitsweg drin ist.
Ich meine noch vor 100 Jahren war ein Arbeitsplatzwechsel eher ausgeschlossen :)
Erstens, nur halb richtig. Wohnung, kein Haus.

aber, wen interessiert was vor hundert oder fünfzig Jahren war? Die meisten hier sind wohl nach 1980 geboren.
 
Und er könnte beim Feiern am Wochenende auch nichts trinken, weil kein Taxi, Bus oder Bahn fährt.
Tja, aber die Trottel haben sich ihren Opferjob doch selbst ausgesucht.

Würde halt jeder MINT studieren müsste niemand in der Küche/an der Bar/bei der Stadtreinigung/... arbeiten. Weil die Jobs dann nämlich von den Heinzelmännchen erledigt werden.

Also alles im Lot im Lande. Wer einen miesen Job hat, hat es doch verdient ausgebeutet zu werden. Hätte er halt was ordentliches studiert...
 
Tja, aber die Trottel haben sich ihren Opferjob doch selbst ausgesucht.

Würde halt jeder MINT studieren müsste niemand in der Küche/an der Bar/bei der Stadtreinigung/... arbeiten. Weil die Jobs dann nämlich von den Heinzelmännchen erledigt werden.

Also alles im Lot im Lande. Wer einen miesen Job hat, hat es doch verdient ausgebeutet zu werden. Hätte er halt was ordentliches studiert...
Und genau solche Aussagen empfinde ich als herablassend.
Dann fress (um es mit deinen Worten zu sagen) du dich an TK Pizza und fertig Chemie ala Form Fleisch und analog Käse voll bevor dich deine Wege noch mal in eine Bar oder Restaurant führen.

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so ein mist.

habe heute erfahren dass ich erst Juli 2020 mit der ersten erhöhung über die entgeldtabelle rechnen kann.

das wären 3,5 jahre nach Beginn. und dann sind es auch nur umgerechnet 90 euro netto mehr..

ich bin ende August genau 2 Jahre im Betrieb. Meint ihr das ist gerechtfertigt mal anzuklopfen?

zumal es mit weiterbildungen oder zertifizierungen eh nicht ist dort
 
Steigt man im TVÖD nicht am Anfang nach 1, danach nach 2 und danach nach 3 Jahren (also 3 mal in 6 Jahren) automatisch in die nächste Erfahrungsstufe?
 
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