[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Meistens kommen solche Äußerungen nur von Leuten, die weder einen Lehrer im Bekanntenkreis noch in der Familie haben.

Dachte früher auch immer, dass das der chilligste Job der Welt ist. Das trifft vielleicht auf 20% zu. Sportlehrer ohne Klassenlehrer zu sein und auch sonst in keiner tragenden Position in ihrer Schule (also keine zusätzlichen Konferenzen).
Ich kanns nur zum 100000 sagen, meine Frau hat locker eine 50h Woche für Ihr Gehalt. Sie verlässt gleichzeitig mit mir das Haus und ist oft gleichzeitig mit mir wieder zuhause, wo sie dann weiter arbeitet.
Wenn ihre letzte Schulstunde vorbei ist hat sie noch lange nicht Feierabend. An 3 von 5 Tagen gehen dann die Konferenzen los (Fachleitung, Gesamtkonferenz, AG-Konferenz, Förderkonferenz etc. etc.).
Ist halt enorm viel Stammtischgelaber und Neid mit dabei. Wie schon oft geschrieben, ich frage mich warum ihr nicht alle Lehrer geworden seid, wenns der Traumjob schlecht hin ist.

Ich würde diesen Job niemals machen, auch nicht für das Geld. Klar schlecht bezahlt werden die nicht, aber besonders gut auch nicht.
Jeder normale Lehrer hat schließlich auch ein Studium (3-5 Jahre) und 2 Jahre Ref hinter sich.
Je nach Situation sind das 5 oder 7 Jahre Studium, wenn man das Ref dazu zählt.
Leg ein Wirtschaftsinformatik Studium hin, nimm eine ordentliche Stelle an und du verdient nach spätestens 5 Jahren deutlich mehr, ohne dass du die soziale Verwahrlosung von allen Familien um dich herum mitkriegst, traurige Kinder ertragen musst, wo die Eltern sich einen Scheiß drum kümmern und mittlerweile zu 80% den Job eines Erziehers machst.

Sehr sehr einseitige Betrachtung mal wieder.
Zum Thema Ferien:
Die einzigen Ferien die meine Frau hat, sind die Sommerferien. Alle anderen sind komplett dicht mit Vorbereitungen.
Ebenso die letzte Woche der Sommerferien, da gehen die ersten Konferenzen wieder los.

Ich habe 30 Tage Urlaub, sind 6 Wochen und an den Tagen hab ich wirklich komplett Urlaub, ohne wenn und aber, sie nicht.
Mich rufen am Wochenende und im Urlaub keine Eltern an.

Und von dem Nettobetrag oben musst du noch die Krankenversicherung abziehen.

Ich setz mich bei gutem Wetter mit dem Laptop aufn Balkon und reiße meine 7h im HomeOffice runter und trinke ein alkoholfreies Weizen dabei.......

Wenns euch aber glücklich macht, redet euch das weiterhin ein. Manche brauchen ja irgendwo eine Ungerechtigkeit, damit sie sich beschweren und maulen können :d
 
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Also meine Schwägerin ist auch Lehrerin (spanisch, Englisch und Deutsch) und sie kann das alles nicht bestätigen. Arbeitet für das oben genannte netto und hat mindestens 12 Wochen urlaub pro Jahr.
 
ich hab ja eine lehrerin in der familie und wenn ich da mit meinem vater vergleiche, hatte die es schon weitaus chilliger. das ist einfach fakt. natürlich je nach schule, fächer und klassen und anderen aufgaben ist es mal mehr und mal weniger.

lehrer ned gut bezahlt, das meinst du hoffentilch ned ernst? also wenn das was in a12 und a13 (gymi auch teilweise a14) rüber kommt "ned besonders gut ist" dann weiß ich auch ned. was wäre denn gut? 6000 netto? überleg auch mal wie hoch die pensionen sind und wieviel der beamte dafür bezahlt...richtig...null :fresse: natürlich gibt es andere berufe die mehr kriegen, aber das gibt es immer.
das argument mit der krankenversicherung ist übrigens abgedroschen. was zahlt ein einzelner beamter für eine gute private? 150 im monat? das reißt es dann wirklich ned raus, wenn man überlegt was ein durschnittsverdiener nicht-beamter an die krankenkasse bezahlt und was er dafür für leistungen kriegt. der zahlt im regelfall min genauso viel, meistens eh mehr für seine versicherung und darf jeden furz nochmal selber bezahlten, den der privat versicherte bekommt.

klar müssen lehrer auch was für ihr geld tun, aber das gehalt ist mehr als angemessen und die ferienzeiten (auch wenn dort auch was gemacht werden muss, das ist unumstritten) sind luxus im vergleich zu den nicht lehrern.
 
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Krankenkasse wird wohl ~200€ sein. Was ist daran abgedroschen? Das ist nun mal Fakt, die geht da noch runter, habe ja nicht geschrieben, dass es 500€ sind.
Und für mich ein erheblicher Nachteil wäre z.B. auch, dass man sich nicht Urlaub nehmen kann, wann man will.

Wie gesagt, dann verstehe ich nicht warum ihr nicht alle Lehrer geworden seid. Wenn es so chillig und überbezahlt ist.

@astra
Hat sie noch irgendwelche andere Positionen an der Schule? Klassenlehrerin, Fachkonferenzleiterin, Vertretungsweise Schulleitung, Förderleiterin etc. ?
Wenn nicht, glaub ich gerne, dass sie ein chilliges Leben hat :)
 
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also meine Frau ist auch Lehrerin, dass ist schon kein einfacher Job und sicher keine Halbtagsstelle. Aber dass da quasi Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Frühjahrs- und Herbstferien durchgearbeitet wird ist einfach Käse. Zwei meiner besten Kumpels sind Lehrer, meine Frau ist Leherin und in der Familie sind ebenfalls noch zwei Lehrer, ich denke ich weiß wovon ich spreche.

Meine Frau hatte die letzten Jahre immer eine Klassenleitung in einer Abschlussklasse, ist Kassier+Vorstand im BLLV und im Personalrat für den Bezirk.
 
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ich lese darmstadt. :> @scrush bezgl. wohnung in darmstadt: hab nen alten schulkollege der beim bauverein tätig ist. die verwalten jede menge wohnungen in DA und sind relativ günstig. is dann halt i.d.r. kein penthouse, is klar. wenn du hierher willst kann ich mich da mal erkundigen, wenn du möchtest. wenn es nicht unbedingt DA-city sein muss (zahle 10€ / qm² kaltmiete für ne altbauwohnung direkt hinterm herrngarten, martinsviertel) findet man in den umliegenden orten durchaus auch etwas günstigere wohnplätze. wie schon erwähnt, ist eig. im gesamten rhein-main gebiet die stellensituation ganz gut.
 
@meister
Glaub ich dir. Ist aber auch enorm unterschiedlich je nach Fach, Aufgaben und bei meiner Frau vor allem: Anspruch an sich und Ihren Unterricht.
Wenn sie stinklangweiligen Unterricht machen würde und Ihre Klassen und Schüler ihr nicht so wichtig wären, könnte sie mit Sicherheit 30% ihrer eingesetzten Zeit sparen.
Würde niemanden interessieren, solange sie damit klar kommt. Vielleicht legt sich das auch noch ein bisschen, aber momentan ist ihr das alles sehr wichtig und dementsprechend viel Zeit geht dafür drauf.
 
ich kann dir versichern dass meine Frau einen exzellenten Ruf besitzt und jährlich Anfragen von Schulen bekommt die meine Frau haben möchten, ja auch das gibt es bei Beamten/Lehrern ;)
 
Krankenkasse wird wohl ~200€ sein. Was ist daran abgedroschen?

da dem beamten abzgl. diesem betrag (meine kollegin hier gegenüber ist beamtin, die zahlt 160 im monat, gerade gefragt) immer noch weitaus mehr bleibt, als einem angestellten in der selben entgeldgruppe (also wenn wir a12 mit e12 vergleichen z.b.) mit den gleichen tätigkeitsmerkmalen. guck dir einfach die tabellen bzgl. beamtenbezüge und entgeldgruppen der angestellten an, dann siehst was ich meine ;)

es sagt keiner, daß lehrer sein mega chillig ist und überbezahlt. aber es ist definitiv angemessen und ned gerade niedrig vergütet und andere beamtengruppen müssen für die gleiche kohle mehr machen bzw. haben weniger freizeit. natürlich gibt es das in der freien wirtschaft auch, daß jemand mehr kriegt wie jemand anders der das gleiche macht, aber im öffentlichen dienst ist das ja vorgegeben (klar gibt es da auch spielraum innerhalb) was man kriegt nach den tätigkeitsmerkmalen und wird ned frei verhandelt.

am anfang ist es als lehrer eh mehr wegen der ganzen vorbereitung, als später, wenn man seinen unterichtsstoff für das ganze jahr erarbeitet hat und das dann nur noch abruft nach und nach und ned mehr arbeitsblätter usw. neu vorbereiten muss. das geht so lange, bis sich halt was ändert im lerninhalt. kenne ich ja von meiner mutter.

gibt natürlich auch andere beamte (zu viele vermutlich^^) die machen im vergleich zu lehrer nix und sitzen nur ihre zeit ab. daher kommt ja der teilweise recht zweifelhafte ruf dieser gruppe innerhalb der bevölkerung.

also alles gut :)
 
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Um das nochmal klar zu stellen - ich wollte mit meinem Beitrag sicher nicht sagen, Lehrer hätten nichts zu tun, würden nur rumchillen oder wären überbezahlt. Vielleicht sind die Lehrer eine der wenigen Gruppen, die angemessen bezahlt werden (im Gegensatz zu z.B. sozialen Berufen).

Ich habe auch mehrere Lehrer im Freundeskreis, die teilweise gerade im Ref sind oder damit fertig sind. Die müssen also noch alles vorbereiten an Unterricht etc und engagieren sich auch sonst stark an der Schule. Dennoch arbeiten die weniger Stunden in der Woche als ich und verdienen am Ende mind. dasselbe :banana: Das ist keine Beschwerde, kein Neid oder sonstwas - das ist eine Feststellung.
 
Das Ding ist, wenn Lehrer jetzt weniger verdienen würden (und wir reden ja hier die ganze Zeit von Beamten, Angestellte Lehrer sind ziemlich arschig dran und die gibts mittlerweile auch sehr häufig), würde es vermutlich deutlich weniger Leute geben, die sich für diesen Berufszweig entscheiden und man hätte bald ein Lehrermangel.
Ich sehe das teilweise auch als Schmerzensgeld :d

Und es gibt auch jede Menge Leute in der freien Wirtschaft die gut verdienen und kaum arbeiten ;)
Es wird immer so getan, als ob in der freien Wirtschaft sich jeder jede Sekunde seiner Arbeitszeit kaputt macht :wink:

@Zwergpintscher
Dann hast du vielleicht den falschen Job oder die falsche Stelle ;)
 
Ob jetzt ein Job falsch ist, weil er im Vergleich zu was anderen schlecht bzw. schlechter bezahlt ist, ist die Frage :) nur wegen Kohle kann man ja den den Beruf auch ned wählen, dann gäbe es ja keine altenpfleger, rettungssanitäter usw mehr, die für die Gesellschaft so wichtig und unersetzlich sind aber unter aller Sau bezahlt werden.
 
Richtig, nur darf man sich nicht beschweren, wenn man "plötzlich" genau so viel Geld verdient, wie einem vorher klar war, als man diesen Berufszweig gewählt hat.
Hatten wir ja schon mal das Thema, diese Branche wird viel zu schlecht vergütet.
 
Man sollte bei der ganzen Diskussion bei Lehrern aber auch nicht vergessen, dass viele (gerade im Osten) gar nicht als Beamte sondern als einfache Angestellte eingestellt werden wo die Konditionen um einiges schlechter sind. Dazu kommt, dass es einen Stellenmangel gibt, da die ganzen Schulen bzw. die Kultusministerien die Stellen die eigentlich benötigt werden nicht schaffen. Dadurch steigt natürlich wieder die Belastung des Einzelnen und für Absolventen wird es nicht gerade einfacher.
 
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Jup, die an der Front dürfen es dann ausbaden
 
Und man darf nicht vergessen an welcher Schule man unterrichtet. Ich war auf einer "Bonzenschule" und die Lehrer waren heilfroh dort unterrichtet zu können. Man hat kaum Asi-Familien oder andere schwere soziale Probleme. Klar gibt es sowas auch (mich damals z.B. :fresse: ), aber nicht so häufig oder intensiv.
 
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Das Ding ist, wenn Lehrer jetzt weniger verdienen würden (und wir reden ja hier die ganze Zeit von Beamten, Angestellte Lehrer sind ziemlich arschig dran und die gibts mittlerweile auch sehr häufig), würde es vermutlich deutlich weniger Leute geben, die sich für diesen Berufszweig entscheiden und man hätte bald ein Lehrermangel.
Ich sehe das teilweise auch als Schmerzensgeld :d

Und es gibt auch jede Menge Leute in der freien Wirtschaft die gut verdienen und kaum arbeiten ;)
Es wird immer so getan, als ob in der freien Wirtschaft sich jeder jede Sekunde seiner Arbeitszeit kaputt macht :wink:

@Zwergpintscher
Dann hast du vielleicht den falschen Job oder die falsche Stelle ;)

Haha Schmerzensgeld ... Google mal "Basler Schmerzensgeld" ;)

Naja ist es aber nicht ohne hin so, dass in den meisten gängigen Fächern, von Nähe Wissenschaften mal ausgenommen, Überschuss besteht? Ich hab mehrere Kommilitonen und ex Freundin etc die trotz 1,x Abschluss nicht mal einen Platz im ref bekommen!!


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Klar die gängigen Fächer sind gut gefüllt, mit Deutsch und PoWi kommste nicht weit ;)
Aber auch das wird sich in manchen Gegenden ändern, wenn jetzt viele Flüchtlingskinder langsam eingegliedert werden.
 
Lehrer verdienen am Ende eher nicht dasselbe, sondern erheblich mehr, sofern sie nennenswerte Jahre in der Pensionszeit verbringen. Ich würde den Beruf aber nicht machen wollen, daher kann ich auch nicht neidisch sein.
Aber neben dem plumpen Beamtenbashing muss man auch einsehen, dass studierte Lehrer zwar theoretisch in der freien Wirtschaft mehr verdienen könnten, aber rechnet man die Zulagen im Beamtendasein und vor allem die äußerst großzügigen Pensionen mit ein und bedenkt auch, dass ein Beamter nicht wegen Krankheit einfach irgendwann gefeuert wird und auf der Straße steht, dann verdient der Beamte/Lehrer am Ende eben tatsächlich erheblich mehr.

Das habe ich auch nicht nur irgendwo gehört, ich kenne die Kontoauszüge und Pensionen diverser Lehrer, die entweder gerade noch aktiv sind, oder seit ein paar Jahren in Rente. Familiär bedingt. :d

Aus eben diesen Gründen gehen nicht verbeamtete Lehrer auch auf die Barrikaden, völlig zu Recht. Denn die Bezahlung inklusive Pension/Rente weicht sehr stark voneinander ab, bei gleicher Arbeit.
 
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Stimmt alles was du schreibst ;)
 
Angestellte sind ja keine Beamten
 
Krümelmonster hat aber geschrieben, dass Verbeamtete wegen den Vorteilen nicht auf die Straße gehen ;)

Erklärt zumindest, warum ich manchmal angepflaumt werde, es wird gar nicht richtig gelesen. ;)

Dort steht "nicht verbeamtete" und nicht "verbeamtete nicht". Kleiner Unterschied, große Wirkung.
 
Wenn was über bleibt wandert das Geld gerade aus, in Rum:)

Selbst günstiger (nicht billig) Rum ist besser als die teure Whisky plörre:coolblue:
 
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Verbeamtung hat schon was. Hab gestern mit einer Lehrerin (auf Stellensuche) gesprochen. Die hat jetzt ne A13 Stelle gefunden. Rein Interesse halber hab ich mal geguckt, was das dann in Zahlen heißt (3 Kinder, verheiratat, Annahme Steuerklasse3, Besoldungsstufe1):

Monatsbeträge

Grundgehalt: 4059.04 €
verheiratet: 730.64 € 3 Kinder
Netto gesamt: 3937.80 €

Da hab ich mich schon gefragt, was ich falsch mach... Klar, ich verdiene nicht schlecht, aber die bekommt einfach mal über 1.000 Euro mehr, hat weniger Stress, hat nen 100%ig sicheren Job etc

Vor allem steigt das noch schön an :d
Aber weniger Stress ist immer eine Frage des Engagements in der Schule, und der Fächer. Korrekturfächer (also Klausuren in allen Jahrgangsstufen) machen dir erstmal viel Arbeit, wenn du in der Klausurphase in 2 Wochen 200 Klausuren einsammelst und Korrigieren muss hast du dann erstmal Stress. Klar, nur für 2-3 Wochen, aber da gehts dann ab.

Und 10 ? Wochen Urlaub im Jahr :d
Kommt drauf an, was du machst. Wenn du mit in die Verwaltung gehst (Stundenplanung, Oberstufenleitung, erweiterte Schulleitung etc.) verbringst du auch einen guten Teil der Ferien in der Schule. Dennoch kommt der Urlaub sicher nicht zu kurz, das stimmt schon.

Hab ich mal extra nicht als Argument gebracht... Ein Lehrer würde dir dazu nämlich sagen "Ne, nix Ferien. In der Zeit muss ich Unterricht vorbereiten, Klausuren korrigieren, Besprechungen mit anderen Lehrern,..." :hmm: Die ersten beiden Teile wahrscheinlich im Sommer schön von der Gartenliege aus :xmas:
Also Osterferien & Herbstferien kann das schon stimmen. Weihnachten liegen eher keine Klausuren in der Nähe. Dann bleiben 6 Wochen im Sommer - davon kannst du auf jeden Fall erstmal eine abziehen, denn in der letzten Woche vor Schuljahresbeginn sind Konferenzen & Organisatorisches. Und wie oben geschrieben, wenn du nicht nur Unterrichtest, sondern mit in die Verwaltung gehst (was der normale Weg ist um Karriere zu machen und irgendwann z.B. mal ins Schulministerium zu wechseln oder so) bist du auch noch mehr in der Schule in den "Ferien". Am schlimmsten ist es wohl für die Stundenplanung, die haben dann ja praktisch Hochsaison. Je nach Position bleiben dir dann noch so 4-6 Wochen wirkliche Ferien im Jahr - im Vergleich zum Rest der Bevölkerung also nicht völlig over the top.

Aber zu kurz kommt der Urlaub auch nicht. Man sollte dazu dennoch bedenken, man hat dann Urlaub, wenn auch alle Familien mit Kindern Urlaub haben. Schön außerhalb der Hauptsaison einen ruhigen Urlaub schieben geht auch nicht.

Alles in allem ist Lehrer ein Job, den ich nicht haben will. Jeden morgen Punkt 8 strammstehen, nach festem Stundenplan getaktet, und quasi die ganze Zeit im "Rampenlicht". So eine Unterrichtsstunde ist halt auch was anderes als am Schreibtisch oder in einem Meeting sitzen - man ist halt Alleinunterhalter, und wenn man da vorne nix macht läuft auch nix. Dazu kommen den ganzen Tag mehr oder weniger aufsässige Kinder vor der Nase und (heute) immer mehr Eltern, die der Überzeugung sind, das Problem ist immer der Lehrer und nie das eigene Kind. Man bekommt also auch einiges hab.

Sicher kann man den Aufwand auch nahezu beliebig reduzieren - bis hin zu einem Sportlehrer wie ich ihn hatte, der einen Ball in die Halle rollt und dann mit dem Hallenwart Käffchen trinkt. Aber wenn man einen gewissen Anspruch an sich selbst hat, ist der Job kein Chillen. Nicht falsch verstehen, es ist auch lange nicht der stressigste Job der Welt und im Vergleich zu einigen anderen auch sehr gut bezahlt (wobei ich nicht überbezahlt sagen würde).
 
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