Naja, 90k Brutto als Selbständiger sind was anderes als 90k Brutto als Angestellter.
Als Angestellter zahlt nämlich der AG einen nicht unwesentlichen Teil der Lohnnebenkosten zur Hälfte mit.
D.h., dass man diesen Anteil nochmal oben drauf rechnen müsste.
Am Ende kann man das so oder so rechnen.
Die Frage ist also, was am Ende wirklich als Netto bei rauskommt, eben inkl. aller Abzüge.
Zum Thema Arbeitszeit muss man sich aber auch im Klaren sein, dass man im Alter immer weniger leistungsfähig ist.
D.h., was einem mit Mitte 30 noch locker von der Hand geht, ist mit 50 nicht mehr so und das geht so weiter. Dem wirkt die Erfahrung usw. entgegen.
D.h., jetzt ranklotzen ist an sich nicht die verkehrteste Idee.
Man muss dabei den Spagat zwischen Geld und Leben finden.
Denn man ist nicht nur auf der Arbeit leistungsfähiger, sondern auch im Privaten, auch was das Thema Lernen angeht.
Mit Mitte 30 nen Europa Städtetrip machen und jeden Tag in einer anderen Stadt schlafen, ist was anderes als mit Mitte 50.
Analog ist es auch bei einer Alpenüberquerung.
20 Jahre 24/7 arbeiten und dann mit 50 das große Leben starten ist dann was anderes. Das muss man halt auch im Kopf behalten.
Der Trick als sein eigener AG ist halt, dass man sich das so hinschieben kann, wie man es braucht.
2026 voll reinballern, damit man im Sommerhalbjahr 2027 ne ausgiebige Europatournee machen kann, geht halt nur da.
So ein Richtig und ein Falsch gibt es da nicht.
Was man als Selbständiger halt nie vergessen darf, egal wieviel man arbeitet und wieviel Geld man spart, wenn es wirklich so richtig abwärts geht, kommt auch das Sicherungsnetz nur bedingt zum Einsatz, nämlich erst nachdem man sein gespartes, nicht geschütztes Kapital aufgebraucht hat. Also immer schön gesund bleiben. (gilt aber immer)