[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wie sieht es bei euch in den IT-Buden eigtl. aus mit Arbeit?
Unser Jahr in der Firma war eher so "naja".
Bin froh vor einem Jahr ne ordentliche Gehaltsschippe bekommen zu haben. (10% mehr).
Auch im bekannten Kreis bei bei selbstständigen in der Familie gibt es Probleme Projekte zu finden derzeit.
 
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Bei der Wahl zwischen ca. 3,5 Arbeitstagen für ca. 90K oder 5 Arbeitstage für ca. 135K wäre ich klar für Ersteres.

Da würde ich sogar eher dazu tendieren noch ein bisschen weiter runter zu gehen, so 70K bei möglichst viel Freizeit sehe ich als Optimum.

Sehe ich auch so. Aktuelle mache ich meine Arbeit aber sehr gerne und finde Spaß / Erfüllung darin. Trotzdem besteht natürlich immer die Option einfach die Arbeit runter zu schrauben und trotzdem klar zu kommen :)
 
Naja, 90k Brutto als Selbständiger sind was anderes als 90k Brutto als Angestellter.
Als Angestellter zahlt nämlich der AG einen nicht unwesentlichen Teil der Lohnnebenkosten zur Hälfte mit.
D.h., dass man diesen Anteil nochmal oben drauf rechnen müsste.
Am Ende kann man das so oder so rechnen.

Die Frage ist also, was am Ende wirklich als Netto bei rauskommt, eben inkl. aller Abzüge.

Zum Thema Arbeitszeit muss man sich aber auch im Klaren sein, dass man im Alter immer weniger leistungsfähig ist.
D.h., was einem mit Mitte 30 noch locker von der Hand geht, ist mit 50 nicht mehr so und das geht so weiter. Dem wirkt die Erfahrung usw. entgegen.
D.h., jetzt ranklotzen ist an sich nicht die verkehrteste Idee.
Man muss dabei den Spagat zwischen Geld und Leben finden.
Denn man ist nicht nur auf der Arbeit leistungsfähiger, sondern auch im Privaten, auch was das Thema Lernen angeht.
Mit Mitte 30 nen Europa Städtetrip machen und jeden Tag in einer anderen Stadt schlafen, ist was anderes als mit Mitte 50.
Analog ist es auch bei einer Alpenüberquerung.

20 Jahre 24/7 arbeiten und dann mit 50 das große Leben starten ist dann was anderes. Das muss man halt auch im Kopf behalten.
Der Trick als sein eigener AG ist halt, dass man sich das so hinschieben kann, wie man es braucht.
2026 voll reinballern, damit man im Sommerhalbjahr 2027 ne ausgiebige Europatournee machen kann, geht halt nur da.

So ein Richtig und ein Falsch gibt es da nicht.
Was man als Selbständiger halt nie vergessen darf, egal wieviel man arbeitet und wieviel Geld man spart, wenn es wirklich so richtig abwärts geht, kommt auch das Sicherungsnetz nur bedingt zum Einsatz, nämlich erst nachdem man sein gespartes, nicht geschütztes Kapital aufgebraucht hat. Also immer schön gesund bleiben. (gilt aber immer)
 
Zuletzt bearbeitet:
egal ... wieviel Geld man spart ...
Auch da gibt es ne Schwelle, ab der das nicht mehr stimmt. Ich gehe davon aus, dass wir das Sicherungsnetz nicht belasten werden müssen, fast egal was die Zukunft bringt. Ist mit Ende 50 zumindest schon ganz gut überschaubar. 🤑 Aber klar ist: Gesundheit ist das Wichtigste im Leben!
 
Was ich meine, dass eben das eigene Geld zunächst angegriffen wird, bevor man eben wirklich in das Sicherungsnetz fällt.
Also mal blöd gesagt, du hast 500k auf der hohen Kante wegen Rente und du wirst mit 50 arbeitslos/krank/what ever.
Dann geht zunächst das Geld drauf, was eigentlich für die Rente gedacht war.
Wenn es blöd läuft, hast du mit Renteneinritt keine 750k zum Verballern, sondern 0.

Man sollte das Aufteilen des Geldes schon strategisch angehen. Und da sind 70k Brutto im Jahr mitunter nicht so viel.
Als AN ist das halt was anderes. Da ist zumindest ein gewisses Geld da, auch wenn man da bei einer Arbeitslosigkeit entsprechend weniger in die z.B. Rente einzahlt.

Oder kurz: 70k Brutto verballern und das Geld falsch anlegen/schützen, kann am Ende echt Kopfschmerzen bedeuten.
Beispiele dafür gibt es leider viele.
 
Beim Gedanken daran Ende des Jahres den Brutto/Netto 2026 Rechner zu öffnen wird mir schlecht :kotz:
Vielleicht sollte ich schon mal präventiv handeln (und Bürgergeld anmelden) :unsure:
Laut dem Ding hätte ich sogar 10€ mehr netto. Naja mal abwarten^^
laut dem ding wäre es ca 58 euro netto mehr.
Ich hätte ca 20€ weniger.
Nun ist es offiziell, bzw. nun gibts auch nen seriöseren Rechner (Spoiler, das dürfte vielen, entgegen den bisherigen "Rechner", eher nicht gefallen):
Oh Mann... Bürgergeld ich komme :kotz:

Wo ist Scrush eig. hin? Dachte es würde irgendwann noch ne neue Episode kommen :unsure:
 
Die Serie wurde eingestellt... ;)

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Naja, 90k Brutto als Selbständiger sind was anderes als 90k Brutto als Angestellter.
Als Angestellter zahlt nämlich der AG einen nicht unwesentlichen Teil der Lohnnebenkosten zur Hälfte mit.
D.h., dass man diesen Anteil nochmal oben drauf rechnen müsste.
Am Ende kann man das so oder so rechnen.

Ich bin Angestellt werde aber 100% Umsatzbasiert bezahlt. Habe komplett freie Wahl der Arbeitszeiten / Arbeitsorte etc. muss mich vor niemandem verantworten und arbeite komplett eigenständig und weisungsfrei. Das beste aus beiden Welten quasi.
 
Hab unter iOS Bruno Pro und da wurde mir der selbe Betrag schon seit 2 Monaten oder so angezeigt. Wie erwartet, irgendwas um die 17€ rum weniger. Allerdings hat meine Kasse (BKK Firmus) die Beitragssätze (noch) nicht erhöht. Kommt das auch noch, dann hab ist real meine komplette Gehaltserhöhung schon wieder futsch aus dem letzten Jahr.
 
Zur einordnung: das sind deine einnahmen vor abzug von ausgaben und steuern? Also praxiskosten, gehölter etc gehen noch ab?
 
Denke nicht, ist ja Einkommenssteuer?
*edit*
Zu langsam.

400k schmeckt auf jeden Fall, darauf erstmal ne GKV Erhöhung :d
 
Okay das ist schon fürstlich. Passt irgendwie nicht so ganz zum narrativ, das sich arzt sein nicht lohne und man oraxis etc nicht finanziert bekäme. Daher herrsche nachwuchsmangel/ärztemangel.
 
Denke nicht, ist ja Einkommenssteuer?
*edit*
Zu langsam.

400k schmeckt auf jeden Fall, darauf erstmal ne GKV Erhöhung :d

Du weißt ja nicht wie viel davon Privatanteil ist.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Okay das ist schon fürstlich. Passt irgendwie nicht so ganz zum narrativ, das sich arzt sein nicht lohne und man oraxis etc nicht finanziert bekäme. Daher herrsche nachwuchsmangel/ärztemangel.

Wer sagt, dass es sich nicht lohnt. Man muss nur den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Der durchschnittliche Gewinn einer Hausarztpraxis liegt deutlich darunter. Also nicht davon ausgehen, dass alle so viel Gewinn machen.
 
Das ist der Gewinn. Umsatz ist ca. 640k. Vom Gewinn gehen noch ca 31k (hier in den 37 enthalten) für Versorgungswerk und Krankenkasse ab und dann halt die Steuern.
Dh du hast quasi ne Umsatzmarge von ca. 65% vor Steuern.
Bei so wenig Ausgaben würde ich drüber nachdenken, meine Angestellten besser zu bezahlen oder noch jmd einstellen, um weniger selbst machen zu müssen.
 
Selbst wenn der schnitt 50% Jahre unter deinem einkommen liegen würde, würde ich das nicht als „lohnt sich nicht“ ansehen.
Ps: der hausarztnotstand und 5000 unbesetzte praxen sprechen offensichtlich davon, dass es nicht attraktiv sei offensichtlich.

Und angesichts solcher zahlen sehe ich da ne gewisse diskrepanz.
 
Bei so wenig Ausgaben würde ich drüber nachdenken, meine Angestellten besser zu bezahlen oder noch jmd einstellen, um weniger selbst machen zu müssen.
Was man aus ein paar Zahlen so alles lesen kann finde ich wirklich faszinierend. Die Gabe hätte ich auch gern...

Selbst wenn der schnitt 50% Jahre unter deinem einkommen liegen würde, würde ich das nicht als „lohnt sich nicht“ ansehen.
Ps: der hausarztnotstand und 5000 unbesetzte praxen sprechen offensichtlich davon, dass es nicht attraktiv sei offensichtlich.

Und angesichts solcher zahlen sehe ich da ne gewisse diskrepanz.
Weil eine eigene Praxis vermutlich etwas gänzlich anderes ist, als irgendwo als Arzt angestellt zu sein...
Und imho ist schon der Weg ein harter, hatte ja durch im letzten Jahr leider viel Arztkontakt durch meine Frau, gerade im Krankenhaus. Da ist mit Sicherheit viel Schmerzensgeld bei... :shot:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ps: der hausarztnotstand und 5000 unbesetzte praxen sprechen offensichtlich davon, dass es nicht attraktiv sei offensichtlich.
Das eine hat doch nix mit dem anderen zu tun. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist er irgendwo in MeckPom in der Pampa und kein Arzt will da hin. Logisch, dass er dann wenig Konkurrenz hat und entsprechend gut ausgelastet ist. In Großtstädten sind die Kassensitze ja massiv von der GKV beschränkt, obwohl man eigentlich mehr Ärzte bräuchte, gibt es keine Sitze mehr und die Sitze werden sehr teuer verkauft. Eigentlich ein Witz, dass das überhaupt erlaubt ist aber scheint wohl Standard zu sein was ich so im Bekanntenkreis von Ärzten und Therapeuten höre.
 
Er hatte doch hier mal geschrieben, dass er 5(?) Mitarbeiter oder so hat?
Bei ca. 250k Ausgaben (Miete, Abschreibungen, Geräte, Büro, Arbeitsmittel etc), kann ja nicht super viel an Gehälter übrig bleiben.
Wenn das Geschäft mit so einer krassen Marge läuft, kann man auch mehr weitergeben, finde ich. Aber ich bin da vielleicht zu sozial und weniger Geschäftsmann.
 
Vielleicht nur ne Idee, aber man könnte ja einfach, bevor man so etwas in den Raum stellt, dass er seine Mitarbeiter schlecht bezahlt oder jemand einzustellen, um selbst weniger arbeiten zu müssen einfach mal freundlichen Fragen, ob er die Geschäftsausgaben grob Aufschlüsseln könnte?!

Aber ja, leider doch alles wie erwartet...
 
Dass das regional sehr unterschiedlich sein kann, habe ich weder in Abrede gestellt noch diskutiert. Es wird aber regelmässig auch die einkommenssituation als ursache mit genannt. Wenn es da solche gefälle gibt, läuft halt was schief.
 
@underclocker2k4 Man muss aber auch dazu sagen, dass 500k mit 50 eben auch knapp 2k pro Monat an Erträgen bedeuten kann. Je nach Lebensstil muss man den Gürtel etwas enger schnallen, aber so schwarz wie in deinem Beispiel beschrieben, ist das jetzt auch nicht.
 
Vielleicht nur ne Idee, aber man könnte ja einfach, bevor man so etwas in den Raum stellt, dass er seine Mitarbeiter schlecht bezahlt oder jemand einzustellen, um selbst weniger arbeiten zu müssen einfach mal freundlichen Fragen, ob er die Geschäftsausgaben grob Aufschlüsseln könnte?!

Aber ja, leider doch alles wie erwartet...

Ich unterstelle ihm nicht, dass er seine Mitarbeiter schlecht bezahlt (vielleicht habe ich mich auch in der Anzahl geirrt), mich wundert es nur, dass er solche geringen Ausgaben im Verhältnis zu seinen Umsätzen hat. Und ich bin halt dann eher so ein Typ, der auch allen zumindest nen Teil daran teilhaben lassen würde, deshalb die Aussage.
 
Meine 3 Angestellten bekommen 20% über Tarif. Keine Sorge. 1 Minijobber dazu und 1 Ärztin die voll gefördert wird. Sind knapp 20k Ausgaben im Monat. Ich wusste, dass sowas triggert, vielleicht sollte ich gleich die gesamte BWA hier posten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das eine hat doch nix mit dem anderen zu tun. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist er irgendwo in MeckPom in der Pampa und kein Arzt will da hin. Logisch, dass er dann wenig Konkurrenz hat und entsprechend gut ausgelastet ist. In Großtstädten sind die Kassensitze ja massiv von der GKV beschränkt, obwohl man eigentlich mehr Ärzte bräuchte, gibt es keine Sitze mehr und die Sitze werden sehr teuer verkauft. Eigentlich ein Witz, dass das überhaupt erlaubt ist aber scheint wohl Standard zu sein was ich so im Bekanntenkreis von Ärzten und Therapeuten höre.

Hier im Kreis gibt es 9 unbesetzte Hausarztsitze.
 
20k p.M. sind 240k im Jahr für Angestellte.
Bei ca. 650k Umsatz und ca. 400k Gewinn.
Hast du keine anderen Ausgaben?
Passt irgendwie nicht zusammen.
 
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