[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

@plutoniumsulfat: Guter Punkt - wirft die Frage auf, wie viel kostet das Straßennetz eigentlich?
Statista sagt: "Im Jahr 2020 machten die Ausgaben für Straßenbaumaßnahmen 0,8 % der Gesamtausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts aus, 2011 waren es 0,9 %."

Joa gut, den Straßenanteil meiner Steuer hatte ich also am 2.1 vor der Mittagspause schon rausgeholt - juhu 😍

Das sind allerdings nur die Baukosten. Wenn man den Betrieb mit hereinnimmt, sieht es anders aus. Hier wurde mal erläutert, wie das in Verhältnis zu den Steuern, die Autofahrer zahlen, aussieht:

 
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Die Straßen werden doch eigentlich aus anderen Abgaben finanziert. ;)
Den "Bis wann arbeite ich für wessen Konto" Kalender möchte ich nicht sehen, sonst wede ich wohl endgültig depressiv oder zum Arbeitsverweigerer: Steuern, Sozialabgaben, Altersvorsorge, Vermieter, Energieversorger, ...

Du würdest depressiv werden, wenn du die lange Liste des Auswärtigen Amts sehen würdest, wohin dein Geld geht.

Wir zahlen Entwicklungshilfe an China und Indien. Wir hauen das Geld praktisch in alle Länder der Welt raus.

 
Auch hier wäre der Weltgeschehen Thread zu erwähnen
 
Also erstmal ist das einfach falsch, dass man da einfach Geld an den Staat verschenkt, das Geld bekommen deutsche Organisationen die vor Ort wirken und so ihre Mittel und Mitarbeiter finanzieren.
In anderen Ländern nennt man das Softpower, aber in Deutschland denkt man halt nicht geopolitisch.
 
Arbeitsplatz- und Gehaltsthread? 🤔
 
Das sind allerdings nur die Baukosten. Wenn man den Betrieb mit hereinnimmt, sieht es anders aus. Hier wurde mal erläutert, wie das in Verhältnis zu den Steuern, die Autofahrer zahlen, aussieht:


Wie ich solche Studien liebe. Da werden pauschal irgendwelche nicht nachvollziehbaren Zahlen genannt, die völlig willkürlich gewählt sind. Aus solchen Studien lässt sich nahezu jeder Bullshit konstruieren.
 
Aber zurück zum Gehalt.

Im Mai zündet mit 3,3 % die nächste Stufe der IGM.

Ich habe im Dezember eine Anpassung der Leistungszulage nach oben erhalten.

Insgesamt waren die Tarifergebnisse der IGM aber schlechter als bei Verdi oder dem Öffentlichen Dienst. Das lag wohl daran, dass die IGM schon sehr früh als eine der ersten Gewerkschaften verhandelte. Da begann die Inflation erst Fahrt aufzunehmen.
 
Die Straßen werden doch eigentlich aus anderen Abgaben finanziert. ;)
Den "Bis wann arbeite ich für wessen Konto" Kalender möchte ich nicht sehen, sonst wede ich wohl endgültig depressiv oder zum Arbeitsverweigerer: Steuern, Sozialabgaben, Altersvorsorge, Vermieter, Energieversorger, ...
Der Kalender müsste aber doch heißen "Bis wann habe ich meine Schulden, die ich bei anderen gemacht habe, wieder zurückgezahlt" Kalender heißen oder? ;) Niemand zwingt dich zur Miete zu wohnen, niemand sagt, dass du Strom nutzen musst,..... verstehe diese Denkweise und "Argumentation" null....


zum Thema zurück: Habe jetzt meine erste Woche beim neuen AG rum und bin mehr als zufrieden und glücklich, dass ich während meiner Probezeit die Notbremse gezogen hatte :)
 
Bei mir sieht es so aus, als ob die Anstellung als externer Mitarbeiter wohl früher endet. Da ich neben der internationalen Koordination auch noch Prozessthemen übernehmen soll, die Externe aber nicht übernehmen dürfen/sollen, werde ich wohl eher interner Mitarbeiter :geek: So will es zumindest der Chef. Mal gucken, noch ist nichts unterschrieben.
 
Das wir laut GDP Mitteilung frühestens im März unsere Nachzahlung des Inflationsausgleiches ( eh schon ein Witz, da wieder Nullrunde ) bekommen. :kotz:
 
Bei uns kam von der AG es gibt das Jahr keine Gehaltsrunde, weil es wird ja die Inflationsausgleichsprämie je nach Grundgehalt in unterschiedlicher Höhe auf 12 Monate mit ausgezahlt :fresse:
 
Ich hatte ja vor längerer Zeit schon einmal kurz angerissen, das ich mich nebenberuflich selbstständig machen möchte.

Bei meinem neuen AG hat sich zum Glück soweit alles eingependelt und läuft.
Heißt da bliebe eine Konstante. Auch weil ich mittlerweile weiß das ich oftmals nicht wegen dem AG unzufrieden war, sondern mit mir selber (ÖD mal ausgenommen :fresse:).
Mir fehlt einfach die Herausforderung, mal wirklich etwas Neues zu machen. Das wäre dann die nebenberufliche Beschäftigung.

Bei der Selbstständigkeit bin ich mittlerweile einige Schritte weiter und im Endeffekt bin ich noch am pendeln zwischen der Unternehmensform Einzelunternehmer oder UG (haftungsbeschränkt).
Tendiere eher zur UG, da ich auch Lösungen selber entwickle und vertreibe, trete aber nicht in Konkurrenz zu meinem AG. Das Thema der Haftung als Einzelunternehmer ist nämlich nicht ohne.
Ansonsten biete ich in meinem Fachbereich Dienstleistung an.

Die laufenden Kosten sind mit 300-400€ auch nicht sooo hoch im Monat. (Microsoft 365, Buchhaltung, Versicherungen, Webpage, Geschäftskonto und Abgaben wie IHK und VBG). Das wären 6-8 Stunden fakturierte Leistung im Monat. Die ersten 3-4 Monate plane ich ohne Aufträge, nehme die Zeit aber zur Entwicklung der kleineren eigenen Lösungen.

Das was wirklich heftig reinhaut sind die Abgaben auf die Firmengewinne, die ich als Gesellschafter erhalte. Zusätzlich müssen bei der UG 25% des Gewinns als Kapitalrücklage bis 25k zurückgehalten werden.

Es stehen aber noch einige Beratungen mit der IHK und anderen Gründern an.

Da wir hier ja auch einige Selbstständige haben. Wo habt ihr euer Firmenkonto? Finom ist mir ganz positiv aufgefallen.
Bzgl. Buchhaltung etc. sehen sevdesk und lexoffice interessant aus.

So mal ein kurzer Zwischenstand bei mir.
 
Was wolltest du denn jetzt konkret machen?

Habe mir damals auch überlegt eine UG zu gründen, aber bin dann doch als Freiberufler unterwegs.
Was für Produkte und Dienstleistungen sind dein Ziel neben der Vollbeschäftigung?

Bei mir ist und wahr immer das Problem, wie viel Stunden kann ich real ohne Nervenzusammenbruch und im Interesse des Kunden überhaupt neben meinem Hauptberuf leisten.
Als Geschäftskonto habe ich ein einfaches Privatkonto bei der Commerzbank.
Meine Gewinne fließen im Form einer Einnahmenüberschussrechnung meinem persönlichen Einkommen zu und werden dementsprechend versteuert.

Edit:

Kurze noch ein paar Gedanken.
Ich habe damals auch überlegt eine UG mit Hilfe eines kleinen Beratungsunternehmens aus der Region zu gründen.
Die Fixkosten waren jährlich knapp 500 Euro und einmalig bei Gründung knapp 2000 Euro.
Die hätten sich um alles gekümmert inklusive Buchhaltung und Steuererklärung, wie bei dir.
Ich habe mich dann dagegen entschieden, da du bei grober Fahrlässigkeit sowieso immer haftend bist.
Eine spezielle Versicherung habe ich ebenfalls nicht - da ich keine Aufträge annehme, bei denen ich das finale vollständige Produkt herstelle, sondern nur zuarbeite bzw. Teilsoftware liefere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja Abgaben halten sich eher in Grenzen würde ich meinen. Gewinne werden ja zu deinem Bruttolohn addiert und entsprechend versteuert.
Einfach keine Gewinne machen und direkt reinvestieren in Hardware, Ausstattung, Werkzeug, etc.

Ich bin als Freiberufler, sprich Ingenieurbüro unterwegs. Keine Kassen- und Kammernzugehörigeit notwendig und auch nicht Gewerbesteuerpflichtig. Aber eben voll Haftungspflichtig. Da ich aber nur Dienstleistungen auf Stundenbasis anbiete und keine Produkte oder Lösungen, hält sich das Risiko bei mir in Grenzen.

Buchhaltung habe ich einen Steuerberater. Der bekommt jeden Monat etwa 100 Seiten Papier und macht das für mich. Kostet etwas, aber dafür Kopf frei für andere Sachen und ich kann mich voll auf meine Tätigkeit konzentrieren.
Geschäftskonto habe ich bei der Raiba vor Ort. Geht so, kommt aber auf den Kundenberater an. War vorher bei der Sparkasse und das ging gar nicht.
Wenn man mal ein größeres Darlehen benötigt, empfiehlt sich eigentlich eine lokale Niederlassung einer Bank. Ansonsten kann man auch irgendeine eine online Bank nehmen, das tut sich nix. Die Kosten für das Konto und alles drum herum kann ma eh absetzen, von daher wayne.
 
Passend dazu habe ich gestern folgende Doku geschaut:


Die Friseure fand ich aber schon krass. Klar, arbeiten extrem viel. Aber dann den fettesten SUV-Benz leasen als Firmenwagen den es für Geld gibt und überall nur die schicksten Möbelstücke hinstellen und dann sagen, wenn es über Kopf geht, dann ist es eben so. Aufstehen und ein neues Geschäft her.

Auf der einen Seite ne gesunde Einstellung. Ich kenne viele die ihr letztes Hemd in das Geschäft gesteckt haben. Hauptsache nicht zumachen müssen und dem Spott des Umfeldes ausgesetzt zu sein. Die sind auch phsychisch daran zerbrochen das Familiengeschäft nicht weiterführen zu können. Andererseits kann ich mir nicht mit nem kleinen Friseur-Salon ein Geschäftsführer-Auto eines Mittelstandunternehmens hinstellen und auch sonst nur Oberklasse leben.

Als IT'ler (oder auch Ing.-Büro) hat man da natürlich wirklich ganz andere Voraussetzungen. Da ist der Invest nicht so krass. Mein Kumpel hat mich schon fast soweit auch noch nebenbei was zu machen. Aufträge wären genug da. Bin aber unschlüssig, ob ich mir den Stress wirklich antun soll. Die normale Arbeit frisst mich schon halb auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Huntley
Bin auch immer Einzelfirma geblieben und habe es in 23 Jahren nicht bereut. Einige meiner Kumpels haben im gleichen Business ne GmbH & Co. KG gemacht, um weiter beliebig Kohle aus der Firma entnehmen zu können. Ist allerdings deutlicher Mehraufwand und laufend auch teurer. In meinem Dienstleistungsbusiness (technisches Onlinemarketing und Coaching von Inhouse Teams, keine Ads Kampagnen) ist das Haftungsrisiko überschaubar bis irrelevant. Das meiste liesse sich zudem versichern, auch wenn ich es nie gemacht habe. Also für mich alles kein Grund für ne UG.

Kenne sogar einen Selbstständigen mit 100 Angestellten (Nageldesign Hersteller), der seit 2004 Einzelfirma (e.K.) war und 15-20 Mio Jahresumsatz hatte. Bis zur Insolvenz kurz vor Corona. Konnte sein Privatvermögen aber vorher trotzdem auch "retten".

Meine Frau hat ihr Geschäftskonto seit ca. 2 Jahren bei der Fyrst (Deutsche Bank Ableger, günstig und ok) ich habe meins bei der Commerzbank. Aber auch nur, weil zu faul zum wechseln und ich damals von der Dresdner mit übernommen wurde. Meine zuständige Filiale ist knapp 900 km entfernt. Brauche die aber nie, bzw. in 23 Jahren bisher vielleicht 5mal telefonisch.

Steuergedöns hatten wir beide vom ersten Tag an ausgelagert. Haben wir Null Nerv uns mit zu beschäftigen.
 
Danke für euren Input. Versuche einmal auf alles einzugehen.

@YoJo
Ich bin in der IT im Bereich DMS/ECM-Systeme und Prozessautomatisierung unterwegs.
Da werden auf allen Seiten Leute gesucht (Kunden, Dienstleister, Hersteller). Ich konzentriere mich auf die Produkte von 2 Herstellern, bei denen ich voll ausgebildet bin und jahrelange Erfahrung habe.
Geplant sind 8-10 Stunden die Woche ggf. auch mehr.
Unterstützen kann ich alle 3 Seiten.

Den Status als Freiberufler werde ich eher nicht bekommen, da sind die Finanzämter sehr restriktiv und man muss fast immer klagen. Insbesondere wenn man nicht studiert, sondern eine Ausbildung durchlaufen hat. Klar, man kann es auch durch Berufserfahrung und Projekte nachweisen, aber das wäre ein Weg der wohl sehr viel Zeit in Anspruch nimmt mit unklaren Ausgang.

Die Kosten zur Gründung einer UG sind erstmal gering. Mit Musterprotokoll bei 500-600€.
Gewerbeanmeldung muss ich ebenfalls machen, wenn ich Produkte verkaufe.

@Synergie
Als Freiberufler ist vieles einfacher, gerade wenn man nur Dienstleistungen anbietet.

@SCFrame
Das ist sicher so ein Ding. Ich persönlich bin da eher Kaufmann. Kosten am Anfang sehr gering halten und die Entwicklung abwarten und nicht gleich den Porsche vor der Tür haben.

@Ickewars
Mehraufwand ist es definitiv. Ist aber ein interessanter Input. Mir geht’s primär um die Haftung.
Die UG soll auch weniger angesehen sein in der Geschäftswelt als die GmbH.

Was auch nochmal ein großer Lernprozess ist, ist der Business Plan. Da hinterfragt man sich und sein Vorhaben nochmal ganz anders.

Edit:
Ich will auch nicht ausschließen das noch größer aufzuziehen, wenn es gut läuft und ich es mir vorstellen kann.
Dann aber mit 3 weiteren Personen.
Vertrieb, Entwicklung und Projektmanagement.
 
Klingt schon mal nach nem Plan.

Du kannst ja erstmal als UG starten und danach jederzeit in eine GmbH umfimieren.
 
25.000€ sind das Stammkapital einer GmbH.
 
Ist doch bei der GmbH auch nicht anders, da müssten es doch auch 25% sein?
Nein, da hast du keine Pflichtrücklage vom Gewinn. Die UG gilt als kleine GmbH, man muss aber über die Jahre mit den 25% Rücklagen vom Gewinn bis auf 25.000€ kommen. Ab dann entfällt die Pflicht.
Damit soll der Übergang zur GmbH ermöglicht werden, der Übergang ist aber keine Pflicht (Wandlung von Eigenkapital zu Stammkapital und Umfirmierung).
 
165k Gewinn ist ja schon ganz nett :bigok:

Man sollte sich mal die teuren Landmaschinen angucken, die da vorfahren. Das ist so, als wenn man mit dem Porsche zum Arbeitsamt fährt und weint, das die Kohle nicht reicht. In meiner Verwandtschaft sind viele Milchbauern und die haben seit 20 Jahren keinen Trecker mehr kaufen/leasen können. Hier fahren die Leute vor, welche die Kohle eigentlich haben, während die Leute ohne Kohle gar nicht die Zeit und die Kohle haben, dort mitzumachen.

Der Typ im Reddit hat nur 40ha? Das ist doch lächerlich wenig. Er hat wohl eher hunderte von ha noch angepachtet. Selbst wir mit unseren Steinzeithof haben 20ha und das ist wirklich nichts.
 
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