[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

@Schinski
Das Modell geht auf, wenn die Zeiträume entsprechend sind, dass man Gewinn erwirtschaftet hat. Wenn ich wüsste, dass ich in 11 Jahren die Versicherung in Anspruch nehmen müsste, würde ich sie in zehn Jahren abschließen.

Wenn man das Geld selbst anlegt übernimmt man die Rolle des Versicherers. Natürlich kann man das tun, aber die Versicherung zahlt eben auch, wenn der Schaden nach einem halben Jahr Eintritt und nicht erst, wenn man mit einem ETF abzüglich der Schadenskosten in der hypothetischen Gewinnzone ist.

Im Nachhinein ist das immer einfach zu sagen, aber im Nachhinein hätte ich auch sagen können: investiert in Apple, Facebook, Google und Amazon. Dann braucht ihr nie wieder eine Versicherung.
 
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Ich sehe das - recht nüchtern - ähnlich. Es hängt aber meiner Meinung nach stark vom Job ab. Für den Großteil der "Schreibtischtäter" mag das zutreffen, bis das nicht mehr geht muss schon viel passieren und dann hat man eh andere Probleme. In anderen Berufsgruppen hat eine BU-Versicherung aber für mich grundsätzlich eine Daseinsberechtigung
Aber genau der erste Punkt in der Tabelle von Acki (Psychische & Nervenkrankheiten) sind doch genau die, die ja offensichtlich inzwischen "führend" sind und auch für einen "Schreibtischtäter" BU bedeuten können.
Aber hey. Wir sind hier ja alle harte Männer und uns passiert in die Richtung ja nichts :)
 
Auch ein interessanter Gedanke. Welchen Ort hast du da konkret im Visir?
Aktuell waere es warscheinlich Ungarn.
Hoffentlich werde ich jedoch nie welche brauchen.

Wie es in 30 Jahren aussieht kann ich dir natuerlich nicht sagen.
 
Ich glaube die Diskussion kann man sehr gut damit abkürzen, dass jeder für sich entscheiden muss ob er eine Versicherung nimmt oder nicht. In beide Richtungen gibt es extreme Beispiele.
Nur sollte man sich nicht von Vorurteilen leiten lassen, sondern selbst recherchieren, in die Angebote einlesen und dann auf der Basis die Entscheidung fällen (wie auch immer die aussieht).
 
ganz klar ein lieber haben und nicht brauchen, als nicht haben aber brauchen
 
Wenn jemand (nicht du) behauptet, dass sich bestimmte Versicherungen "generell" lohnen, ist das daher ziemlich naiv. Damit unterstellt man indirekt der Versicherung, dass sie nicht rechnen kann. Denn ein simples Geld-gegen-Geld-Geschäft kann immer nur einen Gewinner haben.

Richtig, daher habe ich ja auch meine Erfahrungen geschildert und gesagt: nicht jeder ist gleich. Deswegen sind meiner Meinung nach Pauschalisierungen in die eine oder andere Richtung in der Regel sinnlos. Muss jeder für sich entscheiden.
 
Eine Versicherung ist eine Wette und wie bei jeder Wette muss man für sich eine Bewertung machen ob ja oder nein. Es gibt Versicherungen wo man nun wirklich nicht großartig überlegen muss, da sie einfach so günstig sind, dass sich im Prinzip niemand "einschränken" muss. Das wäre z.B. die Private Haftpflicht. Die paar Euronen im Monat hat jeder über und selbst wenn man jahrelang einzahlt ohne das etwas passiert, hilft es doch beim ruhigen Schlaf. Bei Unfall und Krankenzusatzverischerungen muss man sich selber halt tief in die Augen schauen um zu gucken bis zu welchem Grad will ich Risiko eingehen und wo nicht. Es gibt sicherlich Leute die mir sagen, dass ich zu viele oder aber zu wenig Versicherungen habe. Mir egal: ich kann ruhig schlafen und bin zufrieden mit meiner Situation.
 
@Schinski
Das Modell geht auf, wenn die Zeiträume entsprechend sind, dass man Gewinn erwirtschaftet hat. Wenn ich wüsste, dass ich in 11 Jahren die Versicherung in Anspruch nehmen müsste, würde ich sie in zehn Jahren abschließen.

Wenn man das Geld selbst anlegt übernimmt man die Rolle des Versicherers. Natürlich kann man das tun, aber die Versicherung zahlt eben auch, wenn der Schaden nach einem halben Jahr Eintritt und nicht erst, wenn man mit einem ETF abzüglich der Schadenskosten in der hypothetischen Gewinnzone ist.

Im Nachhinein ist das immer einfach zu sagen, aber im Nachhinein hätte ich auch sagen können: investiert in Apple, Facebook, Google und Amazon. Dann braucht ihr nie wieder eine Versicherung.
Die durschnittliche Rendite über einen langen Zeitraum kann natürlich schwanken, ist aber besser kalkulierbar als irgendwelche random auftretenden Schadensereignisse.
Natürlich bin ich dann meine eigene Versicherung, aber ich bescheisse mich ja nicht selbst um das halbe Geld:LOL: Das System ist viel effizienter.

Naja, ich hatte mit 13 einen Unfall, bei dem mir 2 Schneidezähne abgebrochen waren - Aussage damals war, das wird erst mit 18 repariert.
Ja, wurde es, jedoch Stümperhaft, auch wenn die Kasse Anfangs alles zahlte, der Zahnarzt aber in 6 Jahren 3x den sich lösenden Aufbau neu machen musste, jedesmal natürlich etwas mehr wegnehmen...
Ich hab mir dann Jahre später, als es wieder ein Problem gab, mal nen anderen Zahnarzt gesucht, der gottseidank eine vernünftige Einstellung zu den Zähnen hat - Verdienen ist gut, erhalten ist besser - daher lieber richtig, auch wenn teurer und ordentlich Nachsorge. - Aus Ästhetischen Gründen wurde dann der eine Zahn, der damit nichts zu tun hatte aber sichtbar ist auch noch nachbehandelt - Kosten für am Ende 4 Kronen mit Wurzelbehandlung: 6800€ - davon hat die ZZV Stolze 5000€ Übernommen - 950€ die KK und die restlichen 850€ blieben an mir ohnehin hängen.
die ZZV hatte ich zudem Zeitpunkt 4 Jahre laufen.
Nebst dem was die Weisheitszähne, die Teilkronen an den Backenzähnen noch gekostet haben, sind in den letzten 12 Jahren von der ZZV insgesammt mit Prophylaxe rund 11T€ geleistet worden - find ich is ok, wenn ich bedenke das ich bei um die 18€/mtl bin.
Das tut schon beim Lesen weh...

Aber nochmal: schließt nicht aus irgendwelchen Einzelfällen, ihr müsst empirisch denken.
Eine Versicherung ist in einer empirischen Betrachtung ein Zuschussgeschäft (für den Versicherten), auch wenn ein paar wenige die Versicherung abkassieren.
Lottospielen ist empirisch eine dumme Geldausgabe, auch wenn einige wenige Millionär dadurch werden.
72o ist epmirisch eine beschissene Pokerhand, auch wenn ich schonmal ein Full-House damit getroffen und 200€ gewonnen habe.
 
Man muss es sich halt auch irgendwie 'Leisten können' selbst Versicherung zu spielen.

Generell herrscht hierzulande eh eine Abneigung gegen Vermoegensaufbau/Aktien etc..
Da kann ich schon verstehen wieso der deutsche Michel am liebsten gegen alles versichert ist.

Ich sehe nur die Haftpflicht und die BU als wichtig an.
Diese beiden Themen koennen mich finanziell so stark beeintraechtigen oder gar ruinieren, dass sie Versicherungswuerdig sind.

Der Rest ist Luxus den ich nicht zwingend brauche.

Wuerde auch gerne die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung etc.. loswerden. Geht halt leider nicht.
 
Konkretes Beispiel?
Welcher handwerklich arbeitende Mensch kann/will sich eine BU leisten?

Die Beiträge sind ja schon beim weniger riskanten Schreibtischtäter nicht gerade gering.

Möchte jetzt kein Fass aufmachen, aber die selbständigen Handwerker in meinem Freundeskreis sind seit Corona weit davon weg sich irgendwas nicht mehr leisten zu können. Da schlacker ich mit meinem mickrigen Ing. Gehalt mit den Ohren was die teilweise an Umsätzen machen und dort ist kaum einer dabei der nicht BU versichert ist.
Einer Gas-Wasser Installateur, einer Glaser und der dritte "Mann für Alles" im Trockenbau.

Aber genau der erste Punkt in der Tabelle von Acki (Psychische & Nervenkrankheiten) sind doch genau die, die ja offensichtlich inzwischen "führend" sind und auch für einen "Schreibtischtäter" BU bedeuten können.
Aber hey. Wir sind hier ja alle harte Männer und uns passiert in die Richtung ja nichts :)
Im Sinne "Wir sind ja alle harte Männer" hab ichs gar nicht gemeint. Die psychischen Erkrankungen hatte ich ehrlich gesagt so jetzt subjektiv gar nicht auf dem Schirm. Da hast du Recht, sollte man nicht unterschätzen.
 
Man muss es sich halt auch irgendwie 'Leisten können' selbst Versicherung zu spielen.

Generell herrscht hierzulande eh eine Abneigung gegen Vermoegensaufbau/Aktien etc..
Da kann ich schon verstehen wieso der deutsche Michel am liebsten gegen alles versichert ist.

Ich sehe nur die Haftpflicht und die BU als wichtig an.
Diese beiden Themen koennen mich finanziell so stark beeintraechtigen oder gar ruinieren, dass sie Versicherungswuerdig sind.

Der Rest ist Luxus den ich nicht zwingend brauche.

Wuerde auch gerne die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung etc.. loswerden. Geht halt leider nicht.
Das mag für den der sich damit beschäftigt oder Plan hat auch eine gute Idee sein, aber für den "0815-Mensch" halte ich das für keine Gute Idee. Also wenn jeder seine Alters-/EM-/Arbeitslosigkeitsabsicherung selbst in die Hand nimmt, stehen vermutlich viele im Ernstfall ohne etwas da. Das gezwungene Solidaritätsprinzip ist bei weitem nicht perfekt, aber hat m.M.n. schon seine Daseinsberechtiguung und bringt in Summe den meisten etwas.
 
Wenn man Top Zähne hat und eh nie was machen muss, dann lohnt sich die Versicherung kaum. Dann ist es vermutlich sinnvoller die 20-30€ im Monat zurückzulegen und davon die Behandlung zu zahlen, sollte mal eine kommen. Ich habe z.B. eine abgeschlossen und zahle aktuell 31€ im Monat. Ich habe aber auch eine eher schwierige Geschichte mit meinen Zähnen, einige Füllungen, 2 Implanate usw.. Wenn man so viel hat, muss auch regelmäßig mal was erneuert werden und da lohnt sich die Versicherung eher schon. Ich hatte 2019 alles auf eigene Kosten machen lassen (ca. 6.000€ investiert) und seit Anfang 2020 die Versicherung, alleine im ersten Jahr hat die Versicherung schon 1,2k übernommen (Zahnreinigungen + Keramikinlay + 2-3 Füllungen erneuern). Wichtig ist halt natürlich, dass alle bestehenden Behandlungen abgeschlossen sind, sonst redet sich die Versicherung natürlich raus (deswegen hatte ich auch alles machen lassen bevor ich die Versicherung abgeschlossen habe). Ich könnte mir die Behandlungen auch ohne Versicherung leisten, aber ich sehe das ehrlich gesagt also Luxusausgabe an diese 30€ zu zahlen und mich um nichts mehr Sorgen zu müssen.

Selbst wenn es sich finanziell lohnen würde, bleibt noch die Einreicherei von irgendwelchen Quittungen, was tierisch nervt.
kann ich nicht nachvollziehen, bei meiner (Deutsche Familienversicherung) kann ich in der App einfach ein Bild von der Rechnung machen und hochladen. Einfacher geht's wirklich nicht mehr.
 
Siehe auch mein letzter Beitrag dazu. Hier eine kleine Auswahl was Zahnersatz so kostet, natürlich variieren die Kosten wenn man sich den Zahnersatz im Ausland bauen lässt: https://www.implantate.com/was-kostet-eine-zahnkrone-vergleich-der-preise.html. Mit Metall verschmolzene Kronen kosten zwischen 875 und 1.400€ pro Zahn. Metallkronen aus Goldlegierungen oder Nichtedelmetalllegierungen kosten durchschnittlich 830 bis 2.465€ pro Zahn. Wenn eine Keramikkrone erhalten werden soll, können die Kosten zwischen 800 und 3.000€ pro Zahn liegen.

Also wer sich Metallkronen setzen lässt ist vielleicht als Fan der 1920er richtig beraten. Jedem anderen rate ich zu einem Wechsel des ZA. Auch bei Almagan Füllung Co - einfach gehen. Wortlos am Besten.

Wenn ich irgendwann ne neue Kauleiste brauche, dann werde ich mir die im Ausland machen lassen. Fertig.

Zahnklinik und Co - für viele ist der Batzen der auf EINEN Schlag fällig ist aber dann ein Problem.

Aber genau der erste Punkt in der Tabelle von Acki (Psychische & Nervenkrankheiten) sind doch genau die, die ja offensichtlich inzwischen "führend" sind und auch für einen "Schreibtischtäter" BU bedeuten können.
Aber hey. Wir sind hier ja alle harte Männer und uns passiert in die Richtung ja nichts :)

Wenn ich mir einige "Menschen" in sozialen Netzwerke anschaue wird sich das Anerkennen einer Nervenkrankheit auch eher schwerer in der Zukunft - sprich es laufen immer mehr Leute rum die nicht ganz rund laufen.
Kritisch sehe ich natürlich auch das ewige daheim abkacken usw. - da muss man gegensteuern.
 
Man muss es sich halt auch irgendwie 'Leisten können' selbst Versicherung zu spielen.

Generell herrscht hierzulande eh eine Abneigung gegen Vermoegensaufbau/Aktien etc..
Da kann ich schon verstehen wieso der deutsche Michel am liebsten gegen alles versichert ist.

Ich sehe nur die Haftpflicht und die BU als wichtig an.
Diese beiden Themen koennen mich finanziell so stark beeintraechtigen oder gar ruinieren, dass sie Versicherungswuerdig sind.

Der Rest ist Luxus den ich nicht zwingend brauche.

Wuerde auch gerne die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung etc.. loswerden. Geht halt leider nicht.
Schön das es dir so geht. Weder ist das die einzig wahre Meinung noch die einzig falsche. DU kannst damit leben, überlasse doch jedem anderen seine Sicht der Dinge und qualifiziere diese nicht herab mit „deutscher Michel“.
 
Kritisch sehe ich natürlich auch das ewige daheim abkacken usw. - da muss man gegensteuern.
Ich gehe gerne zuhause aufs Klo :d Betreutes Geschäft auf der Arbeit muss ich nicht immer haben :d
 
Wenn ich mir einige "Menschen" in sozialen Netzwerke anschaue wird sich das Anerkennen einer Nervenkrankheit auch eher schwerer in der Zukunft - sprich es laufen immer mehr Leute rum die nicht ganz rund laufen.
Die Zusatzversicherung für die BU muss bei vielen Versicherungen hier vorher gemacht werden. Menschen die psychische Erkrankungen in ihrer Historie aufweisen (z.B. über Psychotherapiebesuche nachweisbar) werden je nach Versicherungen gar nicht mehr für die BU aufgenommen oder nur "unvollständig" und extra teuer versichert.
 
@Niggi Das war nicht abwertend gemeint. Ich zwinge ja auch niemandem etwas auf :d
 
Ich hab keine BU mehr - die erste noch aus der Lehrzeit mit damals üppigen 1000€ hatte zwar alles drin, konnte aber nicht aufgestockt werden, weil sich das mit dem Steuerzeug geändert hatte, mit Gewinnausschüttung und so.
Die zusätzliche BU hatte dann schon Ausschluß für Knie, Rücken, HWS wegen vorerkrankungen... - da bleibt dann auch nicht mehr viel übrig oder extra Teuer - Nein, Danke...
die 1te BU haben wir dann nach dem Hausbau, nach dem alles fertig war, gekündigt und das Geld was da noch rauskam in den Garten und Urlaub investiert.

zumal die Beiträge für die 1000€ auch mit der Zeit ordentlich nach oben gingen...
 
Die Zusatzversicherung für die BU muss bei vielen Versicherungen hier vorher gemacht werden. Menschen die psychische Erkrankungen in ihrer Historie aufweisen (z.B. über Psychotherapiebesuche nachweisbar) werden je nach Versicherungen gar nicht mehr für die BU aufgenommen oder nur "unvollständig" und extra teuer versichert.
Das ist wahr. Das ist leider auch ein Bereich, den die Versicherer nicht nach x-Jahren (meist 3-5) ohne erneute AU o.ä. wieder in den Leistungsumfang aufnehmen. Der bleibt meist "für immer" ausgeschlossen.
Bei allem anderen wird das meist nach einer Sperrfrist in der eine BU aus diesem Bereich (Bspw. Wirbelsäule) ausgeschlossen ist, wieder mit aufgenommen.

Ich hab keine BU mehr - die erste noch aus der Lehrzeit mit damals üppigen 1000€ hatte zwar alles drin, konnte aber nicht aufgestockt werden, weil sich das mit dem Steuerzeug geändert hatte, mit Gewinnausschüttung und so.
Die zusätzliche BU hatte dann schon Ausschluß für Knie, Rücken, HWS wegen vorerkrankungen... - da bleibt dann auch nicht mehr viel übrig oder extra Teuer - Nein, Danke...
die 1te BU haben wir dann nach dem Hausbau, nach dem alles fertig war, gekündigt und das Geld was da noch rauskam in den Garten und Urlaub investiert.

zumal die Beiträge für die 1000€ auch mit der Zeit ordentlich nach oben gingen...
Das war dann aber keine normale BU. Da bekommst du kein Geld raus. Du hattest dann irgendein Kombi Produkt, wo in dem Beitrag wieder zusätzliche Kosten für die "Vermögensverwaltung" mit drin sind.
In eine Standard BU zahlst du ein und wenn du sie nie in Anspruch nimmst, bekommst du da auch nie etwas raus. Dafür zahlst du nicht irgendwelche zusätzlichen Kosten über den Beitrag mit, dass dir da ein Teilbetrag in einen DWS Fonds gepackt wird.
 
Man muss es sich halt auch irgendwie 'Leisten können' selbst Versicherung zu spielen.

Generell herrscht hierzulande eh eine Abneigung gegen Vermoegensaufbau/Aktien etc..
Da kann ich schon verstehen wieso der deutsche Michel am liebsten gegen alles versichert ist.

Ich sehe nur die Haftpflicht und die BU als wichtig an.
Diese beiden Themen koennen mich finanziell so stark beeintraechtigen oder gar ruinieren, dass sie Versicherungswuerdig sind.

Der Rest ist Luxus den ich nicht zwingend brauche.

Wuerde auch gerne die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung etc.. loswerden. Geht halt leider nicht.
Ich habe meine Versicherungen auch auf ein Minimum beschränkt. Also nur für die Fälle, die mich finanziell "umbringen" könnten, der Rest sollte höchstens vielleicht ärgerlich, aber leistbar sein.
Also Privat + KFZ-Haftpflicht und Hobbybedingt noch eine Unfallversicherung. Mit dem Rennrad kann es schnell gehen, dass ich im Straßengraben lande, Selbst oder Fremdverschuldet, und da möchte ich abgesichert sein. Rechtsschutz hab ich vor einiger Zeit wieder gekündigt und auf eine BU hab ich bewusst verzichtet. Denke auch nicht, dass die bei meiner Krankengeschichte leistbar wäre, da das Risiko für die Versicherung einfach zu hoch ist.
 
Als Arzt ein kleiner Tipp: CA-Wahl lohnt sich nur bei wirklichen Spezialfällen (die die Chefs meist so oder so selbst behandeln wollen), bei allem alltäglichen sind die FÄs und OÄs, die das wirklich täglich machen, besser! Das Geld sollte man sich mMn lieber sparen 😉

Zu meinen Versicherungen:
Habe keine BU, da für mich entweder sehr sehr teuer oder unter Ausschluss einiger Sachen. Allerdings haben wir Ärzte durch die Ärzteversorgung auch einen besonderen Status (sind nicht in der DRV), wenn wir nicht mehr als Arzt arbeiten können, sind wir EU.
RS+HP finde ich sinnvoll, beide auch schon nutzen müssen, zusätzlich eine Berufs-HP (kostengünstig da Gewerkschaftstarif), die man als Arzt schnell mal brauchen kann...
Hausrat ist logisch, finde ich.
Und natürlich KfZ HP+VK (wobei letzteres bei einem mittlerweile 8 Jahre alten Auto zu hinterfragen ist).
Zusatzversicherungen für Zähne habe ich nicht, auch nicht fürs KH, als ärztlicher Kollege / Angestellter hat man in dem betreffenden Haus eh einen Sonderstatus und bekommt das, was auch private bekommen, als GKV-Patient^^
 
Als Arzt ein kleiner Tipp: CA-Wahl lohnt sich nur bei wirklichen Spezialfällen (die die Chefs meist so oder so selbst behandeln wollen), bei allem alltäglichen sind die FÄs und OÄs, die das wirklich täglich machen, besser! Das Geld sollte man sich mMn lieber sparen 😉
Diese Zusatzversicherungen erlauben halt, bei richtiger Police, vor allem die freie Arztwahl und damit auch Spezialisten und/oder Privatärzte die über dem regulären Kassensatz abrechnen. Genau da ist aber auch der große Knackpunkt der meisten Krankenzusatzversicherungen, dass das beschränkt oder gar ausgeschlossen wird. Der CA ist im Krankenhaus für die "normalen" Eingriffe/Sachen wie du sagst wohl eher uninteressant, Einzelzimmer kann man sich privat so leisten.
 
Also ich war vor kurzem im Krankenhaus und da lag ich mit einer weiteren Person. Mit der kam ich klar, wenn nicht sollte man bedenken, man muss die nicht heiraten und liegt i.d.R. keine 3 Jahre drin. Einzelzimmer wäre vielleicht schön (ist aber auch langweilig), aber als ich drin war wäre dafür gar kein Platz. Und so sieht es in vielen Krankenhaus aus. Man sollte auch nicht vergessen, das ist kein Hotel ;)

Ich war Anfang 2020 für 2 Wochen nach einem Unfall im Krankenhaus und war dort auf einem 4er Zimmer. Hatte in der Zeit bestimmt 7-8 verschiedene Bettnachbarn, aber auch echt Glück gehabt und mich mit allen gut verstanden. Waren von Mitte 20 bis in die 70.

Eine zusätzliche Versicherung hätte mir nichts genützt, da das Krankenhaus eh zu voll war (auch vor Corona) und die Einzelzimmer zu Mehrbettzimmern gemacht wurden.

Und wie @Dave223 sagt, ist es schließlich kein Hotel und man will auch keine Freundschaften schließen. Natürlich ist aber auch zur Genesung wichtig, dass man sich einigermaßen wohl fühlt.
 
in münchen war ich auch im 4-bett zimmer. waren eine coole truppe, alle mit knie oder fuß verletzung.
 
Werden die Jobbezeichnungen/Titel eigentlich immer dümmer bzw. lächerlicher oder geht es nur mir so? 😁 Hier ein paar Stilblüten:

Customer Happiness Manager
Developer IT-Transversal Functions-Content Delivery (aus meinem Netzwerk, mein Favorit)
Senior Vice President Human Resources
Revenue Protection Officer
Head of Verbal Communication
 
morgen vorstellungsgespräch als entwicklungsing. ich bin gespannt. wäre firma mit tarifvertrag metall und elektroindustrie (also ig metall, wenn ich diese bezeichnung google). das wäre ganz feini feini :)
 
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