[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Update: Bei uns geht es weiter. Insolvenz abgewendet. Hat sich das durchhalten so gesehen gelohnt, weil ich gerne dort arbeite.

Was meinst du mit "durchhalten"?


Den post hast du doch am 15.09 gemacht. Da kann man doch noch nicht von "durchhalten" sprechen
 
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Das würde ich für uns auch wünschen aber Ressourcen die man je nach Bedarf reduzieren/steigern kann werden hoch gehalten obwohl dort auch viel Flugtuation ist (nur Nachteile für uns dann). Aber das wird hingenommen weil irgendwie läuft ja alles am Ende. PS.
Es ist so, dass quasi das gesamte elektrische KnowHow der Infrastruktur bei uns bis vor 4 Jahren bei externen Dienstleistern lag, die "schon immer" da waren. Das ist natürlich schwierig und die Dokumentation dazu ist quasi nicht existent oder auf Ursprungszustand gewesen, also fast wertlos.

Inzwischen haben wir drei Mitarbeiter, einer ist fleißig am Prüfen, DGUV V3/V4, einer macht als Mechatroniker etwas Kleinkram und ein weiterer ist Elektronikspezialist und macht auch noch Dokumentation.

Wir haben inzwischen viel aufgearbeitet, aber 40 Jahre holt man nicht mal eben nebenher auf. Plus dazu das aktuell starke interne Projektaufkommen hinsichtlich Gebäudeumbauten und Produktionslinien erneuern bzw. Im Werk umplatzieren...

So stolz ich vor kurzem dies noch schrieb, kam letzte Woche der Bannhammer nach meinem Urlaub, die Facharbeiterpositionen als Handwerker (3 Stück) für nächstes Jahr wurden gestrichen. Also gesamter Plan verzögert sich um ein Jahr. Wir haben dahingehend auch bezüglich der Risks des Cases aufgenommen, welche kritischen Themen dann möglicherweise hinten herunterfallen oder sich verzögern werden.

Immerhin kommt der Ausbilder für unsere technischen Berufe, der nimmt mir persönlich eine große Last von den Schultern und ein Projektabwickler, sodass ich weniger mit dem "Kleinkram" zu tun habe und mich mehr den Großprojekten und der Organisation der Elektrotechnik, sowie den VEFK- und AnlB-Themen widmen darf und letzteres auch muss.
 
Zwei Monate im neuen Job rum - vergingen wie im Flug. Bin nach wie vor sehr zufrieden. Mein direkter Vorgesetzter lässt mir viele Freiheiten, ich habe nur wenig Operatives und nächstes Jahr erweitert sich mein Team noch einmal um circa 50%. Einziges Manko sind die über 65 km Fahrt jeden Tag, auch wenn ich gerne im Büro vor Ort bin.

Heute bekam ich auch noch einen Anruf von einer Firma, bei der ich mich Anfang August beworben hatte. Ob ich denn noch Interesse hätte. 😆 Es gab bis dato nicht einmal eine Eingangsbestätigung, habe dann dankend abgelehnt. Drei Monate bis zu einer ersten Rückmeldung ist auch echt sportlich.
 
Bei uns läufts auch erstmal weiter.
2 wurde gekündigt und man muss noch etwas sanieren.
Glücklicherweise scheine ich doch halbwegs wichtig zu sein :D
 
Heute gab es wohl eine recht große Kündigungswelle bei uns. Die Firma geht ja weiter, aber man muss natürlich die Größe der Firma neu anpassen an die Situation. Aus unserer Abteilung hat es keinen getroffen, da sind vorher schon sehr viele selbst gegangen.
In anderen Abteilungen, wo vorher keiner oder kaum jemand gegangen ist, wurde ganz schön durchgewischt. Das gab eine komische Stimmung im Haus.
 
Das hört man leider gerade sehr oft. Da freut man sich wenn man noch Arbeit hat. Glaube derzeit will man keine Arbeit suchen
 
Kumpel bei BMW wurden aus dem 35 Mann Team auch kürzlich 25 entlassen, bzw. wegsortiert.
Gestern bei li ne Grafik zur Auswertung der Jobportale gesehen, danach gabs nur rund 5k offene Ingenieurstellen und 3,5k davon in der Infrastruktur (also i.W. BauIng), Automobil, Maschinen und IT wird die Luft schon recht dünn.
 
Ist in der kompletten Automobil- und Zulieferer Branche gerade so. Wir sehen wie die Leute aus den Projekten abgezogen werden, ganze Bereiche dicht machen. 1 MA ist dann teils noch da, der ein Projekt mit Millionen Volumen irgendwie abwickeln soll.

Gleichzeitig haben wir gerade ein paar Ausschreibungen offen und bekommen dort sehr viele Bewerbungen. Teils mit absurden Vorstellungen was Gehalt und Arbeitszeiten angeht und natürlich 100% Home-Office, da man seinen Lebensmittelpunkt nicht aus Süddeutschland nach Berlin verlegen möchte.

Die einzigen, die noch gute Laune haben sitzen in Niedersachsen. ;-)
 
....

Gleichzeitig haben wir gerade ein paar Ausschreibungen offen und bekommen dort sehr viele Bewerbungen. Teils mit absurden Vorstellungen was Gehalt und Arbeitszeiten angeht und natürlich 100% Home-Office,....
.. für Brandenburg/Potsdam ;-)
Für Stuttgart sicherlich nicht absurd
 
Teils mit absurden Vorstellungen was Gehalt und Arbeitszeiten angeht
Gehälter werden ja je nach Job sogar hoch bei anderen Firmen bezahlt wenn es ne gesuchte Rolle ist, aber 35h findest du halt kaum und 100% Homeoffice sowieso nicht mehr.

für Brandenburg/Potsdam ;-)
Weiß nicht ob die Gehälter in Potsdam niedriger sind (unterschätze da mal nicht die Lebenshaltungskosten, die Stadt ist sehr teuer). Aber letztendlich ist es auch egal, es wird halt das bezahlt was vor Ort üblich ist und nicht wo man wohnt.
 
.. für Brandenburg/Potsdam ;-)
Hier ist nichts, das ist schon In Berlin angesiedelt ;)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Weiß nicht ob die Gehälter in Potsdam niedriger sind (unterschätze da mal nicht die Lebenshaltungskosten, die Stadt ist sehr teuer). Aber letztendlich ist es auch egal, es wird halt das bezahlt was vor Ort üblich ist und nicht wo man wohnt.
Hier gibt es nichts und wenn doch, dann deutlich niedriger als Berlin. Die einzigen die her pendeln haben Jobs beim Staat^^

Die Lebenshaltungskosten sind völlig entkoppelt vom Arbeitsmarkt. Ich frage mich eh wie eine Verkäuferin etc hier noch leben kann.
 
@fryya Du bist doch im ÖD oder? D.h. die bewerben sich im ÖD mit IGM Gehaltsvorstellung? :fresse: Ich kann's aber irgendwo nachvollziehen, wenn ich mich umbewerben muss, würde ich natürlich auch versuchen mein Gehaltsniveau zu halten.
 
@fryya Du bist doch im ÖD oder? D.h. die bewerben sich im ÖD mit IGM Gehaltsvorstellung? :fresse: Ich kann's aber irgendwo nachvollziehen, wenn ich mich umbewerben muss, würde ich natürlich auch versuchen mein Gehaltsniveau zu halten.
Ne, ich bin in der Privatwirtschaft seit 6 Jahren. Vorher war ~Pseudo-Privatwirtschaft (Projektträger^^) und davor Forschungsinstitut.
 
@fryya Du bist doch im ÖD oder? D.h. die bewerben sich im ÖD mit IGM Gehaltsvorstellung? :fresse: Ich kann's aber irgendwo nachvollziehen, wenn ich mich umbewerben muss, würde ich natürlich auch versuchen mein Gehaltsniveau zu halten.
Naja. Der öffentliche Dienst hat aber auch ein Problem mit seiner Selbstdarstellung.

Vorweg gesagt sei: Zuschläge sind keine planbar Gehaltskomponente. Aber Zuschläge können das Gehalt dennoch konkurrenzfähig machen.
Und der öffentliche Dienst wirbt i.d.R. nur mit dem Grundgehalt, damit nachher keiner sagen kann "Aber nur wegen der Zuschläge habe ich ja bei euch angefangen und somit war eure Stellenausschreibung falsch".
 
Inwiefern sind zuschläge nicht planbar. Qwnn man sie mal hat, muss schon einiges passieren damit die wieder verschwinden?
 
Verstehe ich auch nicht, Zuschläge hat man und bekommt sie dann auch, oder halt nicht? In jedem Fall dürfte ne Vergleichbare Position auch mit Zuschlägen niedriger sein als bei IGM. Da verdient ja gefühlt jeder Akademiker 100k+, dafür brauchste im ÖD ja schon eher ne Leitungsposition.
 
Eins ist wohl klar, die Sicherheit auf den Job wird immer wichtiger und wird irgendwann auch die Frage nach dem Gehalt überholen. Denn sicher 3000€ sind besser als unsicher 3500€, wenn die Kündigung jederzeit kommen kann. Und auch größere Firmen sind kein Garant für die Sicherheit. Gestern war ja die große Aufräumaktion und es hat auch Leute getroffen, die über 20 Jahre dabei waren. Abfindung bei einer aktuellen Insolvenz? :shot::shot::shot::shot::shot:
Die lange Zugehörigkeit ist am Ende also für nichts verpufft. Und wahrscheinlich kann man da auch was einklagen, da aber Pleite ist nichts zu holen. Der Investor übernimmt als neue Firma mit neuer Anmeldung.

Aus heutiger Sicht würde ich gucken, dasaman irgendwas lernt/studiert, um irgendwie in die Beamtenlaufbahn zu kommen.
 
Ja keine Angst, die lUft geht bei IGM jetzt erstmal schön raus. Passiert, wenn man sich loslöst vom restlichen Markt und sich zu einer wichtigkeit stilisiert, die man längst nicht mehr hat. ^^ Also macht die IGM quasi vor, was der TvÖd jetzt schon ne ganze Weile voranrtreibt. :p

PS: Warum ist Jobsicherheit eigentlich so "wichtig"? Der AG muss den AN behaltzen bis zur Rente, während er sich aber gern mal alle paar Jahre von sich aus umsieht? ICh halte ja das Gesamtumfeld für wichtiger und bin mir relativ sicher, dass die, die was können, auch jetzt schnell wieder was finden. Vll nicht die selbe Branche, vll für (erstmal) etwas weniger lohn, aber arbeitlos auf Dauer? ich glaubs nicht...
 
Zuschläge hat man und bekommt sie dann auch
Beim Projektträger hatte ich einen "nicht tariflichen Zuschlag". Das Linke daran war, das jede spätere Gehaltserhöhung diesen teilweise reduziert/abgebaut hat. So kamen dann absurd geringe Gehalts"sprünge" dabei raus. Was letztlich einer der Gründe meiner Kündigung war.
 
Du hattest das Geld damit aber auch früher als durch die Gehaltssprünge? UNd klingt ehrlich gesagt, nach etwas spezifisch so eingeführten. Die Zuschläge die ich kenne, sind planbar, fest und schmelzen nicht durch GEhaltsanpassungen ab...

Das ist ja quasi der Grund für Zuschläge. Sie sind definiert und zweckbezogen und nicht pauschal wie Gehalt. Fält der Grund weg, fällt auch der Zuschlag weg. Das ist aber ja planbar...
 
Bei meinem vorherigen AG war ich in nem Verdi Tarif und da hatte auch meine Eingruppierung auch nen Zuschlag. Dort Stand auch im Vertrag drin, dass tarifliche Erhöhungen mit dem Zuschlag verrechnet werden. In der Realität ist das aber in den (nur 2 Jahren) wo ich dort war nicht passiert, hab trotzdem immer ne Erhöhung bekommen. Aber rein rechtlich dürfte die dann einfach den Zuschlag kürzen, das ist wohl leider nicht unüblich.
 
Ja kann, wenn es so festgelegt wurde. Ist den Zuschlägen aber nicht zwingend inhärent. Ein Zuschlag ist ein zweckgebundener, vertraglich definierter Gehaltsbestandteil. Der kann also vieles sein. Aber das sie per se nicht plnbar sein, grade im ÖD, na ja...
Deswegen gibts defacto stellenausschreibungen auch nur mit dem pauschalen Grundgehalt. Der Rest muss ja erstmal vorliegen (der ZWeck) und auch definiert werden. Und Zuschläge, die fest mit der Stelle verknüpft sind, wie beipsielsweise Schichtzuschläge bei er Schichtstelle werden zumindest der Art nach erwähnt. Die Höhe kann ja nicht, denn die Zahl der Schichten ist ja letztlich flexibel.
Das ist kein Darstellungsproblem, das ist eine grundlegende logische Sache. ISt dann aber eben auch scheinheilig, nur mit dem Grundgehalt zu argumentieren bei Vergleichen der GEhaltsstruktur, wenn Zuschläge mehr oder minder Standard sind.
 
Fält der Grund weg, fällt auch der Zuschlag weg. Das ist aber ja planbar...
Sagt einem natürlich keiner und wenn man aus der Zeitarbeit kommt hatte man eh keine große Wahl. Effektiv haben sie damit die übernommenen Leute aus der Zeitarbeit einfach längerfristig noch schlechter gestellt gegenüber den Leuten, die sie direkt eingestellt und auch direkt höher eingruppiert haben. Kann man machen, wenn man auf hohe Fluktuation steht.
 
Naja. Der öffentliche Dienst hat aber auch ein Problem mit seiner Selbstdarstellung.

Vorweg gesagt sei: Zuschläge sind keine planbar Gehaltskomponente. Aber Zuschläge können das Gehalt dennoch konkurrenzfähig machen.
Und der öffentliche Dienst wirbt i.d.R. nur mit dem Grundgehalt, damit nachher keiner sagen kann "Aber nur wegen der Zuschläge habe ich ja bei euch angefangen und somit war eure Stellenausschreibung falsch".
Ich zitiere mich hier mal kurz selbst. Ich ging ja auf die Bewerbung von IGM zum ÖD hin aus.

Der öffentliche Dienst macht halt oft ne stumpfe Ausschreibung:
- Posten XY wird gesucht
- Das sind die Aufgaben
- Dort wird gearbeitet
- Eingruppierung in Gruppe XY, Stufe XY oder je nach Erfahrung
- Teilweise noch: gelegentliche Rufbereitschaft am Wochenende

Mehr steht dort nicht drin. Was machen die Bewerber? Schauen in eine Tabelle im Internet und sehen: Oh, 3500€ Brutto? Das ist aber mies, ich bin aktuell aber bei 5000€. Da bewerbe ich mich gar nicht erst.
Dass durch die Rufbereitschaft am Wochenende (gibt's ja auch in der IT im öffentlichen Dienst, als Mitarbeiter bei den Wasserwerken etc.) und weitere Zulagen auch gerne mal 1000€ extra dazu kommen können, wird dann gerne vergessen und ausgeblendet. Eben weil diese Stellenausschreibungen so "stumpf" gestaltet sind.
 
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