BC1 Open Benchtable V2 (Open Air Gehäuse)

Schon lange war ich auf der Suche nach einem dezenten/ schicken Open-Air Gehäuse, welches zu meinen Bedürfnissen/ Anforderungen passt. Glücklicherweise hat BC1 vor kurzem eine neue/ verbesserte Variante ihrer bekannten Benchtable-Reihe herausgebracht. Zum ersten Mal wurde ich auf das "Gehäuse" aus einem -Video- von Gear Seekers aufmerksam und bestellte kurze Zeit später. Nun steht das System (zu 90%) und ich wollte die Gelegenheit nutzen über einige Erfahrungen und Eindrücke zu berichten, die für den ein oder anderen hilfreich sein könnten. Da auch die Jungs von BC1 mitlesen, ist Feedback für die Produktverbessserung immer willkommen.

Homepage/ Shop: BC1 Open Benchtable V2


1. Kurze Vorgeschichte
Lange habe ich mir den Kopf zerbrochen, ob ich nicht besser auf ein ITX-System wechseln sollte, aber irgendwie hatte es für mich einfach zu viele Nachteile, weswegen ich mein Vorhaben mit der vorhanden Hardware (X570 Aorus Master, ATX Titanium PSU, relativ großer GPU etc.) umsetzen wollte. Der neue Benchtable deckt hier alles ab, was ich mir gewünscht habe:

- Montage für alle Board-Größen
- Montage für ATX Netzteile
- Montage für Radiatoren
- Vertikale Ausrichtung
- Farbauswahl

Auch bei der Farbauswahl habe ich mich schwergetan, da meiner Meinung nach alle drei Farben gut aussehen. Letztendlich ist es schwarz geworden, weil ich vorher auch ein schwarzes Gehäuse hatte, die Möbel auf dem das System steht, dunkel gehalten ist und die Hardware wie Grafikkarte, Mainboard, Radiator und Lüfter etc. überwiegend schwarz (oder grau/ silber) sind/ ist.


2. Preis & Lieferumfang
Bestellt habe ich am 03.01.2022 und am 10.01.2022 wurde es via FedEx geliefert. Also knapp 6-7 Tage (inkl. Wochenende) direkt aus China ist schon zügig, würde ich sagen. Bezahlt wurde exakt 179,71€ (199 USD) via Kreditkarte (PayPal gibt's nicht). Geliefert wird ein schmaler Karton als Umverpackung, wo sich der Benchtable und eine Filzhülle mit aufgedrucktem BC1-Logo befindet:

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3. Zusammenbau
Zum Zusammenbau gibt es zunächst nicht viel zu sagen. Alle Schrauben lassen sich von Hand lösen und einsetzen, wobei ich hier und da schon einen Schraubendreher zum Festziehen genutzt habe. Für die Montage des Mainboards kann man die Push-Pin Variante (wie im Video von Gear Seekers) nutzen oder die klassischen Stand-Offs zum Verschrauben, was ich auch getan habe. Schließlich sollte der Benchtable als Dauerlösung eingesetzt werden. Das hat auch soweit problemlos geklappt und alle Löcher haben zu 100% genau passt. Leider hat die Montage nicht in jedem Punkt so kinderleicht geklappt, dazu aber später im Punkt 5 mehr.

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4. Was mir gefallen hat
Qualität, Design & Funktionalität
. Wie die Bilder es schon (hoffentlich) erahnen lassen, ist die Qualität, das Design und die Funktionalität absolut spitze. Ja, der Benchtable ist nicht günstig, aber er ist alle mal seinen Preis wert. Würde ihn jederzeit wieder kaufen.

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Platz und Kabelmanagement. Durch die Größe hat man auch relativ viel Platz die Kabel zu verstauen/ verstecken. Zusätzlich hat man auch die Möglichkeit die Kabel zwischen Mainboard und Benchtable zu verstecken, da man durch die Stand-Off's rund 2,5cm Luft hat. Die vielen Löcher und Aussparungen im Benchtable machen es zudem sehr einfach mithilfe von Klettbändern die Kabel zu fixieren. Bin zwar noch nicht ganz fertig, aber damit man schon mal eine grobe Vorstellung hat.

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Kontakt mit BC1.
Auch diesen Punkt möchte ich hervorheben. Da ich Lieferung meiner Bestellung kaum abwarten konnte, habe ich nach dem zweiten Tag ohne Versandmitteilung BC1 direkt angeschrieben. Ein Tag später habe ich auch direkt eine Antwort mit meiner Trackingnummer bekommen, die ohnehin am dritten Tag automatisch gekommen wäre. Als ich das System fertig hatte, habe ich nochmals den Kontakt mit BC1 aufgenommen, um Bilder vom System und Verbesserungsvorschläge zu besprechen. Auch hier wurde das Feedback dankend aufgenommen und einige Emails ausgetauscht, wobei sie den Thread hier mitverfolgen, da ich hier die Möglichkeit habe deutlich detaillierter mit Bilder meine "Probleme" zu beschreiben.


5. Verbesserungspotenzial & Probleme
Radiator-Montage
Eine gewisse Herausforderung war die Raditor-Montage, weil man hier ohne zusätzliche Schrauben, Unterlegscheiben etc. den Radiator (in meinem Fall ein 280er) nur an zwei Punkten fixieren konnte. Da ich den maximalen Halt angestrebt habe, wollte ich den Radiator an allen vier Verschraubpunkten fixieren, die die Seite hergab. Das hat auch soweit geklappt, nur sollte man dafür die entsprechende Schrauben usw. besitzen. Mit den Schrauben, die der Benchtable hergibt, geht das nicht. Zumindest habe ich keine Möglichkeit gefunden. Ich lege zeitnah Fotos nach wie das aktuell bei mir aussieht.


Gleichgewicht
Wenn man alles montiert hat und den Benchtable vertikal aufstellt, bleibt er zwar stehen, aber es braucht nur ein winzig kleinen Schubser und das Ding fällt nach vorne. Ist so definitiv nichts für einen wackligen Tisch. Die Grafikkarte ist halt sehr groß (Länge 340 mm) und wiegt entsprechend. Deshalb habe ich mir unten kleine Füße angefertigt (auf den Fotos sichtbar), die das Kippen verhindern, was in der Praxis auch sehr gut funktioniert. Diesen Punkt hat BC1 im Email-Austausch auch bei mir angesprochen und empfehlen gegebenenfalls den Radiator nach hinten zu montieren. Um ehrlich zu sein, sehe ich diesen Punkt ein wenig kritisch.

Vertikal macht der Benchtable optisch sehr viel her und ist somit auch als Open-Case für Nicht-Hardware-Tester sehr interessant. Insbesondere, weil die vertikale Montage auf der Homepage als neues Feature der verbesserten V2-Version angepriesen wird. Natürlich hätte ich den Radiator mit den Lüftern nach hinten montieren können. Jedoch möchte ich das nicht, weil mir das zum einen optisch nicht zusagen würde und zum anderen ich deutlich mehr Platz nach hinten haben müsste. Wie auf den Fotos zu sehen, möchte ich aufgrund meiner Kabel und der Optik das System nicht weiter nach vorne schieben. Wie das optisch dann mit den AIO-Schläuchen aussehen würde, weiß ich auch nicht. Im Video von Gear Seekers sieht das jetzt nicht so toll aus. Deswegen bleibt der Radiator vorne, die GPU-Blackplate freut's auch.

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Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass das in meinem Fall sehr speziell ist und man damit einfach leben muss oder sich selbst zu helfen weiß. Ok, aber wie sieht das ganze dann mit einem Luftkühler aus? Jeder halbwegs potente Luftkühler (NH-D15, Dark Rock 4 Pro usw.) wiegt mehr (oder gleich viel) und verlagert den Schwerpunkt noch weiter nach vorne. Der dünne Alu-Radiator von NZXT ist sehr leicht, fühlt sich fast so an als ob nichts drin ist. Also vom Gewicht her ist da nicht viel. Am Ende ist auch egal welche Kühllösung dran hängt, denn schließlich möchte man einfach nur, dass die teure Hardware sicher steht. Meine Alu-Füße (Übergangslösung) haben zusammen nicht mal 3€ gekostet und erfüllen ihren Zweck perfekt. Für mich, der eine gut ausgestattete Werkstatt besitzt, ist das jetzt nicht unbedingt ein Problem, für andere vielleicht aber schon. Hier hätte ich mir von BC1 schon eine Lösung gewünscht, die das Kippen verhindert. Insbesondere da der Benchtable unten mehr als ausreichend Löcher für die Montage besitzt und die vertikale Ausrichtung eins der Features der neuen Version ist.


GPU-Streben
Bei den Streben bin ich nicht ganz dahinter gekommen, warum man zwingend auf die Schrauben als Verlängerung angewiesen ist. Schließlich ist die Slot-Länge ein Standard-Maß und die Stand-Offs sind alle gleich lang. Anfangs beim Zusammenbau bin ich davon ausgegangen, dass die Streben direkt in den Benchtable geschraubt werden und alles passt, jedoch Fehlanzeige. Die Streben sind dann viel zu kurz. Man muss zwingend die Schrauben zusätzlich verwenden.

OBT GPU Mount.jpg

In meinem Fall habe ich drei Streben genommen, um den seitlichen Halt der GPU bestmöglich zu gewährleisten, was erstaunlicherweise auch sehr gut funktioniert. Ist wirklich stabiler als es aussieht. Dennoch hätten mir durchgängige Streben irgendwie besser gefallen, denk ich.


GPU-Support/ Anit-Sag
Schon vor dem Kauf wusste ich, dass das ein Problem wird, denn schließlich war GPU-Sag auch schon beim normalen Gehäusen bekannt. Anfangs wollte ich einen Anti-Sag-Mount über die rechte Außenkante schaffen, aber hier saß genau einer der GPU-Lüfter. Also musste ich mir was neues überlegen. Letztendlich bin ich dann unten über die Bohrung für die Power-/ Reset-Buttons gegangen. Hierfür habe ich ein ca. 10 mm dickes Aluminiumrohr im passenden Radius gebogen, unten und oben ein Gewinde von innen reingeschnitten und entsprechend verschraubt. Auf dem Gegenstück (GPU-seitig) kam noch ein dünnes Filz-Pad drauf (sieht man auf den Fotos nicht). Am Ende habe ich noch Schrumpfschlauch drüber gezogen damit der GPU-Mount dunkel ist. Zum Lackieren ist es aktuell noch zu kalt.

GPU Sag 1.jpg GPU Sag 2.jpg GPU Sag 3.jpg

Da der GPU-Mount relativ massiv ist, hält es die GPU mit Leichtigkeit und zusammen mit den seitlichen GPU-Streben bieten sie mehr als ausreichend Halt und Stabilität.
GPU Sag 4.jpg OBT 1a.jpg OBT 3a.jpg


Verbesserungsmöglichkeiten
Wie gesagt ist die vertikale Ausrichtung des Benchtable eins der Features der neuen Version und in meinen Augen ein absoluter Hingucker. Vielleicht könnte BC1 eine Art "Vertical-Kit" zusätzlich anbieten, vielleicht auch kostenlos, welches die angesprochenen Schwierigkeiten beseitigen. Eine universelle Anti-Sag-Lösung, wie in meinem Fall, könnte schwierig werden, aber nicht unmöglich. Über ein Gewinde könnte man die Höhe problemlos einstellen (-Beispiel- oder DIY) und über verschiedene Bohrlöcher unten die Ausrichtung realisieren. Platz ist ja noch genug da (nur so als Idee). Eine "Sicherung" gegen das Kippen hätte meiner Meinung nach nicht fehlen dürfen. Kleine Füße oder eine L-Profil-Leiste beispielsweise würde hierfür schon völlig ausreichen und wäre angesichts des Preises sicherlich realisierbar.

6. Fazit
Für mich ist es trotz der angesprochenen "Kleinigkeiten" ein absolutes Traum-Case. Die Qualität, die Optik, die Möglichkeiten überzeugen hier in jeder Hinsicht. Der Preis wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas hoch, ist jedoch mehr als gerechtfertigt und wenn man ein klassisches Gehäuse + Lüfter gegenrechnet, die man bei dem Benchtable nicht benötigt, ist es sogar günstiger, zumindest in meinem Fall. Temperaturen sind in so einem Aufbau logischerweise sehr gut und auch von der Lautstärke her, hatte ich noch kein leiseres System. Bin mehr als zufrieden mit dem Ergebnis und kann den neuen Benchtable von BC1 bedenkenlos weiterempfehlen.


Weitere Fotos und Umbauten werden noch folgen....
 
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@Induktor hast du schon darüber nachgedacht eine Abdeckung für die IO und dessen Kabelansammlung zu basteln?
Mir gefallen die Kabel so wie jetzt sind optisch eigentlich ganz gut. Sehe dort keinen Handlungsbedarf. Ich könnte sie zwar noch schwarz sleeven wie damals:

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aber auch ohne Sleeve für mich vollkommen ok:

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Alles ist aufgeräumt und ordentlich (auch die Kabel von PSU). Alle Kabel sind zu einem Strang zusammen geklettet und verschwinden im Kabelkanal des Tisches. Meiner Meinung nach ist das ne cleane Lösung und wenn ich mal was ändere oder das System zum Basteln oder Sauber machen abstöpsel, ist es recht bequem.
 
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wie sehen interessehalber die Temps aus? CPU / GPU?
warum hast du dich für das offene gehäuse entschieden? rein der Optik wegen?
 
wie sehen interessehalber die Temps aus? CPU / GPU?
War gerade die ganze Zeit am spielen. Hab mal den Log von neu gestartet und die letzte halbe Stunde mal mitgeloggt.

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warum hast du dich für das offene gehäuse entschieden? rein der Optik wegen?
Baue halt häufig Systeme für andere und die Hardware in ein Gehäuse einzubauen ist halt irgendwo immer das gleiche. Da will man selbst natürlich nicht wieder Standard-Kram haben. Außerdem spart man sich jede Menge Gehäuselüfter und benötigt vergleichsweise wenig Platz auf dem Schreibtisch. Einer der größten Vorteile ist am System rumzubasteln und es weiter zu optimieren. Man kommt halt überall sehr einfach dran.
 
ich hab auch 2 silberne im Betrieb und schwanke immer wieder zwischen denen, oder einem geschlossenen Case

Leider passt meine BeQuiet PSU nicht an den Fuß und muss deshalb daneben liegen, bei dem SF-1000 sind die Kabel zu kurz, weshalb es auch nicht drunter passt.
Meine sind allerdings nicht vergleichbar mit diesem Kunstwerk, aber ich finde das Case maximal gut :love:
Der Karton davon ist nur 1 oder 1,5 cm hoch, in zusammengebautem Zustand passt das in jede Niesche und man hat trotzdem alles beisammen. (nicht dass die bei mir lange im Karton gewesen sind :haha:)
Das mit den 'Gehäuselüftern' und die Verlängerung bei den PCIe-Slot-Verschraubungen sind bisher das einzige was mich etwas stört, aber ansonsten einfach mega.

Meine beiden stehen aber flach am Boden, dank der losen Netzteile allerdings auf einer kleinen Holzplatte, da die trotzdem gern mal das Plätzchen wechseln :D
 
Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Thread-Update. Diesmal wurden folgende Sachen umgesetzt:

- Lüfterwechseln von Toughfan Pro 14 auf Noctua NF-A14 G2 Chromax
- AIO Kühlung optimiert
- Upgrade von RTX 4080 auf RTX 5080
- direkt ab Tag 1 Deshroud-Mod für die 5080

Auch wenn ich mit meinen 750-800rpm bei den Radi-Lüftern bereits schon super leise unterwegs bin, war ich einfach neugierig, ob ich mit den Noctua Abstandshalter (NA-IS1-14 Sx2 Chromax) den Sound und vielleicht noch die Kühlleistung weiter optimieren kann. Im Testing bei STS hat das zum Teil funktioniert. Zusätzlich zu den Abstandhaltern, hab ich versucht die Lüfter bestmöglich auf dem Radi abzudichten, damit der Druck/ Sog nur durch den Radi entweichen kann. Hierfür hab ich die Seiten mit schwarzen L-Profilen und hinten einfach mit Iso-Tape abgedichtet:

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Oben beim Radi war ein kleiner Spalt links und rechts, weil die Lüfter die Radi-Lamellen nicht vollständig abdeckt haben, was mein inneren Monk irgendwie getriggert hat. Was hat's am Ende gebracht? Also Abstandshalter + das Abdichten ca. 1-2°C Verbesserung. Vom Sound her, sind mit den Abstandshalter rund ~100rpm mehr drin, bis die Lüfter hörbar werden (angenehm leises Lüfterrauschen).

Was sich dagegen auf jeden Fall gelohnt hat, war der Wechsel von Push auf Pull. Das brachte locker 3-4°C Verbesserung, was sich auch mit den Ergebnissen von STS deckt (Minute 8:03). Das hat mich dann doch überrascht. Allerdings muss man auch zugeben, ob der 9800X3D bei mir nun 41°C im Gaming läuft oder 36°C ist dann vermutlich eh egal. 3h Gaming Log mit Expedition 33:

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Was sich nicht gelohnt hat, war das "Upgrade" auf die Noctua NF-A14 G2.

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Ehrlich gesagt, sind die Toughfan Pro 14 nahezu identisch zu den NF-A14 G2. Sie sind auch sehr leise und kühlen ebenso gut (sehr ähnliches Ergebnis auch bei STS 8:03), nur kosten sie im Doppelpack grob die Hälfte von den Noctuas (80€). Außerdem finde ich den Rahmen bei den Toughfans Pro besser als bei den NF-A14 G2, weil's optisch cleaner aussieht ohne die ganzen Löcher/ Aussparungen. Die NF-A14 G2 sind mit die besten 140mm Fans am Markt, keine Frage, aber die Toughfan Pro 14 sind halt auch verdammt gut. Warum dann der Wechsel überhaupt, wenn man zufrieden war? Einfach Neugier und Bastellaune + ein Kollege wollte seine Arctics ohnehin austauschen. Daher bot sich die Gelegenheit gut an für'n kleinen Aufpreis.

Anderes Thema; Da die Frage nach dem Kabelmanagement bei einem offenen System immer mal wieder in Threads aufkommt, hier mal einige Bilder von allen Seiten:

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Da man überall gut dran kommt, überhaupt kein Problem. Das kleine Lüfterkabel unten ist die Connection für die Power-Taste (diese) auf meinem Schreibtisch. Passt halt perfekt als 4-Pin (+/- LED & +/- PWR).

Das Upgrade auf die 5080 hatte ich mir lange durch den Kopf gehen lassen. Einerseits, kommend von der 4080 ist das Upgrade auf 5080 jetzt nicht so groß, insbesondere wenn man den Preis noch berücksichtigt. Andererseits, wird lange Zeit erstmal nichts Neues kommen und der Super-Refresh ist erstmal verschoben, wenn nicht schon komplett abgesagt. Als die ersten Gerüchte laut wurden, dass die RAM Krise auch SSDs und (sehr wahrscheinlich) die GPUs irgendwann betreffen werden, hab ich nur noch den passenden Moment abgewartet und genau zum richtigen Moment zugeschlagen (bester Preis auf Geizhals + 6% Cashback bei Galaxus). Mit Verkauf der 4080 hat mich das Upgrade auf die Gigabyte RTX 5080 Gaming OC "nur" 260€ gekostet. Und mit 4 Jahren Garantie eigentlich auch kein schlechter Deal.

Bei der Auswahl der 5080 war für mich Prio 1, dass sie möglichst groß ist (für 120mm Lüfter) und idealerweise sich leicht deshrouden lässt. Vernünftige 120mm sind einfach so viel angenehmer und leiser als die dünnen/ kleinen GPU-Lüfter. Gerade, weil man GPU-Lüfter nicht unterhalb von 30% regeln kann. Zum Thema Deshroud bei RTX 5080 habe einen ausführlichen Thread mit allen Informationen und vielen Bildern. Kurz gesagt, ich habe direkt ab Tag 1 meinen eigenen Halterahmen gebastelt und es kamen wieder die drei T30 drauf, die auch schon bei der 4080 drauf waren:

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Hinten den Überstand noch entsprechend sauber abgeschlossen und so läuft das System seit Anfang Dezember:

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Ich denke, bis RTX 6000 sollte man das Ganze nun gut aussitzen können. Hoffen wir mal, dass der RAM nicht abraucht^^
 
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Zeit, den Thread mal wiederzubeleben!

Bereits im Frühsommer bin ich nach monatelanger Fehlersuche mit dem X870E MSI Carbon WiFi (Kaltstart-Bug wegen PCIe-5.0-GPU) und zig BIOS-Settings und -Updates auf das ASUS X870E Dark Hero gewechselt. Ein tolles Board mit netten Features. Bislang bin ich echt super zufrieden damit. Natürlich wurde auch hier die PCH-Kühlung optimiert (Infos und Bilder).

Vor ca. vier Wochen gab's dann ein kleines Upgrade auf den 9850X3D. Ein Kollege von mir hat meinen 9800X3D bekommen und ich für'n schmalen Taler wieder neue Hardware zum Testen, Optimieren und Spielen. Onimusha: Way of the Sword gab's im AMD-Bundle dann auch noch kostenlos obendrauf. Zusammen mit 8 % Cashback echt kein schlechter Deal. 😎

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Da die Tage draußen kürzer und kühler werden, sehne ich mich wieder nach Bastel- und Optimierungsprojekten. Anfangs habe ich über die ASUS AIO mit Display nachgedacht, weil ich die Idee mit dem Q-Connector ziemlich nice finde. Allerdings gibt's die AIO nicht mit 280er-Radiator und ehrlich gesagt ist sie mir mit dem Lüfter-Shroud und dem ROG-Schriftzug auch etwas zu verspielt. Dazu kommen die teils sehr durchwachsenen Reviews (z. B. auf Galaxus), die eingeschränkten Möglichkeiten über die nochmals separate LCD-Software und der Preis von knapp 200 € + plus Radiatorwechsel + deutlich mehr Aufwand mit Anschlüssen usw. Das war mir dann doch etwas zu viel des Guten.

Durch Zufall entdeckte ich auf Kleinanzeigen eine NZXT Kraken Elite LCD mit 280er-Radiator. Für 90 € inkl. Versand, komplett neu und eingeschweißt, war das für mich ein No-Brainer. Das größte Problem: Die AIO war weiß, was bei einem komplett schwarzen Setup natürlich völlig daneben aussieht. Da ich die AIO wegen der total bekloppten Kabelführung von der Pumpe zum Radiator ohnehin zerlegen wollte, dachte ich mir, dass ich daraus gleich ein größeres Bastelprojekt machen könnte. So könnte ich direkt alles nach meinen Wünschen optimieren und anpassen, inkl. Lackierung.

Zunächst mussten der Stecker am Radiator und die dazugehörigen Kabel freigelegt werden. Das ging noch vergleichsweise einfach:

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Das Sleeve wurde vorsichtig aufgeschnitten (bloß kein Kabel treffen!). Anschließend musste ich Kabel für Kabel aus dem Stecker auspinnen, aus der Abdeckung ziehen und am Ende wieder einpinnen:

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Danach ging's ans Schleifen. Schon damals bei meiner NZXT Z63 AIO war die Coldplate für Intel optimiert und in der Mitte stark konvex. Bereits mit Ryzen 5000 ließ sich durch das Abschleifen der konvexen Coldplate die Kühlleistung signifikant verbessern (Schleif-Thread).

Über die Zeit hat AMD dazugelernt und die IHS der CPUs wurden immer ebener. Auch bei Ryzen 9000 waren alle von mir gemessenen IHS sehr plan, einschließlich des IHS meines 9850X3D (und 9800X3D). Das Schleifen des IHS würde daher praktisch kaum noch etwas herausholen. Außerdem bleibt so die Garantie erhalten. 😅

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Die Coldplate der Kraken Elite war dagegen wie erwartet konvex wie sonst was:

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An dieser Stelle muss man die Arctic Liquid Freezer III im direkten Vergleich echt loben. Nicht nur das Offset-Mounting ist optimal für Ryzen, auch die sehr plane Coldplate kommt der Kühlleistung zugute. Da ich mich temperaturtechnisch nicht verschlechtern wollte (kein Offset-Mounting, dünnerer Radiator), war für mich klar, dass ich auch diese NZXT AIO schleifen werde. Also wurde wieder Schleifpapier auf einer Glasplatte festgeklebt, das AIO-Display und das Gehäuse wurden abgeklebt, Kabel und Schläuche fixiert und dann ging das fröhliche Schleifen los:

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Auf den Fotos sieht die Oberfläche immer rauer aus, als sie in Wirklichkeit ist. An der Stelle noch zwei wichtige Tipps:

1. Ich kann's nicht oft genug sagen: Die Coldplate keinesfalls spiegelglatt polieren! Eine fein-raue Oberfläche kann dabei helfen, die Wärmeleitpaste an Ort und Stelle zu halten und Pump-Out entgegenzuwirken. Roman, bekannte Overclocker usw. vertreten da eine ähnliche Meinung. Dazu gibt's auch einige Tests. Hier eine kleine Zusammenstellung zum Thema.

2. Da ich nicht weiß, wie dick bzw. dünn die AIO-Coldplate im Bereich der Finnen tatsächlich ist, würde ich es mit dem Schleifen nicht übertreiben. Eine gewisse Stabilität muss erhalten bleiben, damit sich die Coldplate auch im montierten Zustand unter Anpressdruck nicht verbiegt oder irgendwas undicht wird.

Ich habe so lange geschliffen, bis die bearbeitete Fläche bis zu den Schrauben reichte. Anschließend bin ich noch einmal mit einer feineren Körnung drüber gegangen.

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Zum Lackieren und für die neue Kabelführung musste alles demontiert werden:

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Glücklicherweise hat NZXT die AIO so konstruiert, dass man zumindest den Pumpenkopf relativ gut zerlegen kann. Theoretisch könnte man sich sogar nur das Display besorgen und auf die LF III schnallen. Von den Abmessungen her passt das zumindest grob:

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Anschließend wurde die AIO fürs Lackieren vorbereitet:

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Im letzten Schritt wurden die Kabel neu verlegt, zusammengeführt und gesleevt. Ich habe bewusst nur den sichtbaren Teil plus ca. 3–5 cm gesleevt, damit sich die Kabel auf der Rückseite einfacher verstauen lassen.

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Die Schläuche hätte ich grundsätzlich auch sleeven können:

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finde die blanke Optik der Schläuche aber irgendwie auch ganz nett, weshalb ich sie erst mal so gelassen habe.

Zum Abschluss der Optimierung habe ich die Lüfter (Noctua NF-A14 G2 + Noctua Spacer) luftdicht am Radiator abgeschlossen:

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Das Ergebnis kann ich durchaus sehen lassen:

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Die Farben auf dem Display sind in Wirklichkeit eigentlich pechschwarz und gestochen scharf. Die Handykamera verfälscht das leider etwas. Was AIO-Displays angeht, ist NZXT softwareseitig ganz vorne mit dabei. Macht schon Spaß, damit herumzuspielen. 😁

Fazit: Für 90 € ein echt schickes Upgrade und ein tolles Bastelprojekt. Die Optimierungen, vom Schleifen der Coldplate bis zur neuen Kabelführung, haben sich ausgezahlt. Nicht nur optisch bin ich zufrieden, auch die Temperaturen der LF III konnte ich damit noch einmal geringfügig um 2–3 °C verbessern. Im 10-minütigen CB-R23-Loop bei ca. 120w Dauerlast und Lüfterdrehzahlen von unter 900 rpm konnte ich die Temperaturen weitestgehend unter 65 °C halten. Gaming erreicht gerade so um die 45°C.

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