Mysteriöser AM5-Fehler: Zerstört meine CPU (7800X3D) schleichend die Mainboards? (DRAM LED / Code 00)

xMichi2000

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Hallo zusammen,

ich stehe vor einem absoluten Rätsel und brauche die Schwarmintelligenz. Ich schlage mich seit Jahren mit einem Boot-Problem herum, das sich wie ein roter Faden durch mein System zieht.

Die Symptome & Vorgeschichte:

  • Das Problem: Der PC bleibt beim Warmstart (Reboot) immer bei der DRAM-Debug-LED mit Code 00 (selten Code 15) hängen. Beim Kaltstart klappt es zu 50 % erst im 2. oder 3. Versuch. Kürzlich kamen Bluescreens (PFN_LIST_CORRUPT) und komplette Freezes beim Versuch, Einstellungen im BIOS zu speichern, hinzu. Ein CMOS-Reset hilft nur temporär.
  • Der Verlauf: Letztes Jahr wurde das Mainboard wegen exakt desselben Fehlers getauscht. Danach lief monatelang alles perfekt, bis sich exakt dieselben Boot-Zicken vor kurzem schleichend wieder eingeschlichen haben.

Die Testergebnisse:

Um den Fehler einzugrenzen, haben wir nun Kreuztests durchgeführt:

  • Alte CPU + altes Board + neuer RAM -> Fehler bleibt.
  • Alte CPU + vorheriges Board + alter RAM -> Fehler bleibt.
  • Alte CPU + anderes Board + neuer/alter RAM -> Fehler ist weg und System läuft!
(Hinweis: Das Test-Mainboard gehört mir nicht, weshalb ich den PC so nicht dauerhaft betreiben kann. Ein BIOS-Reflash auf dem fehlerhaften Board brachte keine Besserung.)

Die Kernfrage:

Da das System mit jedem neuen Mainboard anfangs monatelang problemlos läuft, bevor der Fehler schleichend zurückkehrt, steht die CPU (Ryzen 7 7800X3D) unter dringendem Hauptverdacht.

Kann eine CPU „krank“ sein und Mainboards schleichend beschädigen?

Gibt es Fälle, in denen ein teildefekter Speichercontroller (IMC) oder Fehlspannungen der CPU das Mainboard über Monate hinweg so stark belasten, dass die Hauptplatine irgendwann kapituliert? Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass die CPU auf einem frischen Board läuft, das genutzte Board aber nach einiger Zeit denselben Defekt aufweist wie sein Vorgänger?

Mein Setup:

  • Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 7800X3D
  • Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB G.Skill DDR5-6000 CL30 (Modell: F5-6000J3038F16G), Lexar ARES Gen2 32GB Kit (2x16GB) DDR5 6000 MHz CL28 RAM LD5U16G60C28BR-RGD (natürlich nicht beide gleichzeitig, sondern auf Verdacht das Lexar bestellt)
  • Mainboard: ASUS ROG STRIX B850-E GAMING WIFI (BIOS-Version 1681)
  • Netzteil: Thermaltake Toughpower GF3 850W
  • Gehäuse: be quiet! Pure Base 500FX schwarz mit Glasfenster
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 4080 SUPER
  • HDD / SSD: 2x 2TB Kingston SFYRD2000G NVMe SSDs
  • Weitere Hardware: Windows 11 Pro (Build 26200)
Ich tendiere stark dazu, die CPU jetzt auf Verdacht zu tauschen, möchte aber verstehen, was hier passiert. Hat jemand schon mal erlebt, dass eine CPU zum Board-Killer wird?

Danke für eure Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann ja nur die CPU sein wenn der Fehler so mitwandert.
 
Sehe ich grundsätzlich auch so, ich frage mich nur warum es dann auf einem anderen Mainboard, zumindest kurzfristig wieder funktioniert. Gibt es dafür eine Erklärung?
Kann ich mir auch nur so erklären wie du ja schon schreibst das da irgendwas degradiert auf dem Board.
 
Ein CMOS-Reset hilft nur temporär.
Hast du mal einen CMOS Clear mit Mainboard Batterie entfernen gemacht, wie von Asus empfohlen, bzw. wie im Asus Link unten beschrieben?

Bios Reset.jpg
Da das System mit jedem neuen Mainboard anfangs monatelang problemlos läuft, bevor der Fehler schleichend zurückkehrt, steht die CPU (Ryzen 7 7800X3D) unter dringendem Hauptverdacht.
Ich gehe eher davon aus das Software wie z.B. Asus Armoury Crate in Kombination mit anderer RGB Software z.B. Corsair iCue das Problem verursacht.
Das Mainboard ist wahrscheinlich wieder defekt, oder du hast die Mainboard-Batterie beim Clear CMOS nicht entfernt wie von Asus empfohlen.

Auch der Windows Schnellstart oder der Energiesparmodus/ Standby-Modus kann solche Probleme verursachen.


Den Windows Schnellstart und Ruhezustand deaktivieren.

powercfg -h off im Terminal als Administrator verwenden (Bild unten), um den Windows Schnellstart und Ruhezustand zu deaktivieren.
Windows Schnellstart aus.jpg
Es gibt keine Bestätigung das der Schnellstart deaktiviert wurde im Terminal, bei den Energieoptionen fehlt der Schnellstart aber, das ist die einzige Bestätigung.
Systemsteuerung.jpgSchnellstart_deaktivieren_Windows_11_001.jpgSchnellstart.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
CMOS Clear mit der Batterie hab ich noch nicht gemacht, nein. Welchen Unterschied macht das im Vergleich zum CMOS Clear Button am Board selbst?

Ich hatte und habe noch nie Asus Armoury Crate oder Corsair iCUE genutzt. Ich habe immer SignalRGB genutzt

Windows Schnellstart und Ruhezustand sind bei mir von Haus aus deaktiviert
 
Welchen Unterschied macht das im Vergleich zum CMOS Clear Button am Board selbst?
Wenn sich das Mainboard aufgehängt bzw. intern „verhakt“ hat, reicht der normale Clear CMOS über Button oder Kontakte oft nicht aus.
Das musste ich vor kurzem bei einem Bekannten feststellen, hier dachte ich auch das MSI B650 Tomahawk ist defekt, mein Zitat unten aus einem anderen Thread.

Mit dem gleichen Mainboard und gleicher CPU hatte ich letzte Woche ebenfalls Probleme, im Endeffekt hat das Entfernen der Mainboard-Batterie Plus 10 Sekunden Clear CMOS Kontakte überbrücken das Problem beseitigt, ein Clear CMOS ohne Batterie entfernen zuvor reichte nicht aus.
 
So die neue CPU ist da, und mit der neuen CPU geht es bisher, kurzzeitig problemlos.

Jetzt möchte ich natürlich nicht das der Fehler bald zurückkommt, und suche daher noch eine Erklärung:

Wie kann es sein, dass:

Exakt gleiches Setup aber:
CPU1 + Mainboard1 = geht nicht
CPU1 + Mainboard2 = geht
CPU 2 + Mainboard1 = geht

Ich frag mich wirklich wie das sein kann

(geht nicht sind einfach die beschriebenen Symptome)
 
Das Bios ist aktuell? Spannungen sind korrekt eingestellt?
 
@VL125 BIOS ist das letzte stable, nicht beta

Spannungen sind Stock, sowie EXPO es vorschlägt. Da ich nichts übertaktet oder verstellt habe (außer eben EXPO an) denke ich mir, dass das doch so funktionieren müsste
 

Guck mal bitte nach ob die Spannungen passen die jetzt im bios eingestellt sind nicht dass die vsoc Spannung immer noch zu hoch ist
 
Mit einer neuen CPU hast du hoffentlich das Board vorher komplett resettet.
 
länger nicht mehr reingeschaut hier, wie geht denn das?

habe bereits den nächsten merkwürdigen Fehler:

GPU läuft partout nicht mit 16 Lanes immer 8
Ab und an sterben mal 2 SSDs, Sound, Internet, und Tastatur

Alles davon hat mit dem Chipsatz zu tun, weswegen ich jetzt das Mainboard tausche und im Rahmen dessen einiges umbauen werde.

Mal schauen
 
@PCFreak69 genau, das weiß ich. Allerdings sind bei mir 1, 4, 5 belegt, und 2 und 3 nicht.

Auch wenn ich nur 1 belegt hab ist es das gleiche Problem, also daran liegt es nicht
 
@xMichi2000 wahrscheinlich Mainboard defekt.
Hast du dir mal die Kontakte im CPU Sockel angeschaut?

Oft sind im CPU Sockel Kontakte verbogen oder abgebrochen.
Wenn du hier im Forum Fotos vom CPU Sockel hochlädst, sollte das nicht so aussehen, wie in diesem Thread Post 39, hier kann man kaum etwas erkennen.

Manchmal sind auch kleine Bauteile vom Mainboard abgefallen, wie z.B. Widerstände oder MLCC Kondensatoren.

Das erste was ich mache, wenn ich ein neues Mainboard auspacke, ist den CPU Sockel auf verbogene oder fehlende Kontakte prüfen, weil auch schon an neuen Mainboards CPU Sockel Kontakte verbogen sein können.

Edit:
Falls du Verlängerungskabel (Kabel Mod) zum Aufstecken auf die Netzteilkabel verwendest, einfach mal weglassen und nur die Original Netzteil Kabel verwenden.
Weil es zu Störungen der Mainboard-Stromversorgung kommen kann, wenn Verlängerungskabel verwendet werden, meistens ist das 24 Pin ATX Kabel das Problem.

Auch Riser Kabel für die Grafikkarte können Probleme verursachen.

Edit 2:
Ab und an sterben mal 2 SSDs ...

Bluescreens (PFN_LIST_CORRUPT)...
HDD / SSD: 2x 2TB Kingston SFYRD2000G NVMe SSDs
Ich sehe gerade, dass du 2x Kingston FURY Renegade NVMe 2TB Laufwerke besitzt, hier kann auch die fehlerhafte SSD Firmware Probleme verursachen im Zusammenhang mit dem Phison E18 Controller.

Mit dem Kingston SSD Manager die NVme SSD Firmware updaten.

Unten im Spoiler ist das Problem beschrieben (Spoiler vollständig aufklappen), mit Victoria 5.37 kann man den Firmware Fehler sichtbar machen, Crystaldiskinfo z.B. zeigt diesen Fehler nicht an, obwohl die NVMe SSD eindeutig ein Problem hat.

In CrystalDiskInfo z.B. kann die Kingston SSD einen guten Zustand haben, weil hier das Firmware Problem nicht berücksichtigt wird.

Das Phison E18 Controller Problem kann man z.B. in Victoria 5.37 sehen, die NVMe hängt beim Full Grid Oberflächenscan, eine Überprüfung der NVMe, die normalerweise ca. 20 Minuten für 2 TB braucht, braucht dann ca. 8 Stunden, viele Verzögerungen von über 1,6 Sekunden sind zu sehen.

Unten ein Beispielbild einer Kingston KC3000 beim Full Grid Oberflächenscan mit Victoria 5.37, die defekte NVMe braucht ca. 8 Stunden für 2 TB der Minimumspeed liegt bei nur 9 MB/s, und 29557 Verzögerungen von über 1,6 Sekunden.

Darunter der Test in ca. 20 Minuten Laufzeit für 2 TB, diese Kingston NVMe hat kein Controller Problem, der Minimum Speed liegt bei 239 MB/s., nur 75 Verzögerungen bis 400 Millisekunden.
Darunter eine Corsair MP 600 Pro NVMe zum vergleich mit Minimum Speed 3183 MB/s, hier gibt es gar keine Verzögerungen, diese Corsair NVMe ist in einem Top zustand.

Victoria Full Grid Scan.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hilft in dem Sinne wohl nicht weiter aber auf Notebookcheck wird auch gerade von mysteriösen abgebrannten 7800X3D berichtet, Quelle Reddit/Pcmasterrace

 
Ich tippe auf Speichercontroller und MCR und Co.
Meine 7800x3d ist da auch schwierig.
Mit altem Speicher ging gar nicht...mit neuem gins ne ganze zeit...Dann aber komische Abstürze.
Neues Update. Es ging.

Dann kein Boot mehr ohne Fehler.
MCR aus..läuft nun ewig schon ohne Probleme.

Ich werde auch nen Teufel tun nochmal ein Uefi Update zu machen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hat für mich keine Relevanz.
Das ding wurde geköpft, keine Garantie und gut.

Meiner ist abgeschliffen.
Wenn der mal kaputt geht habe ich Pech.
 
Zuletzt bearbeitet:
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