Panther Lake im Zenbook: Erste Leistungsanalysen zum Intel Core Ultra X9 388H

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Zur CES 2026 vor wenigen Tagen machte Intel mit Panther Lake seine nächste Generation an Laptop-Prozessoren offiziell und stellte zunächst 14 verschiedene Modelle in den Dienst. Mit dem ASUS Zenbook Duo (2026) haben wir nun ein erstes Gerät auf Basis der neuen Mobil-CPUs in der Redaktion, um eine erste Leistungsanalyse anzufertigen. Wie sich der Intel Core Ultra X9 388H und seine integrierte Arc-Grafik in der Praxis schlagen, das haben wir uns in den vergangenen Tagen näher anschauen können.
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Daraus lässt sich schließen, dass die Architektur-Verbesserungen und vor allem die neue Fertigung in Intel 18A die Effizienz verbessern.
Das lässt für Nova Lake hoffen!
Multicore-Performance unter Erwartung
Was bei nur 16 Kernen, von denen auch noch 4 Low Power e-Kerne sind, ja im Vergleich zu z.B. einem 285HX mit 8+16 Kernen dann auch kein Wunder ist. Panther Lake ist eher der Nachfolger von Lunar Lake und nicht für eben die Arrow Lake Modelle wie den 285HX, daher kann ich mir diesen Kommentar nur durch übertriebene Erwartungen erklären.

In diesem Review sieht man auch mal wieder wie wenig aussagekräftig die Benchmark Ergebnisse sind, wenn nicht zugleich auch die Leistungsaufnahme der CPU während des jeweiligen Benchmarks angegeben ist. Die Angabe der TDP sagt ja eben nichts aus, wenn diese mit 25W im Datenblatt steht, aber PL1 je nach Modus auf 30 bis 64W eingestellt werden kann.
 
Passend dazu:
 
Gerade die Aussage "Multi unter Erwartung" klingt schon wieder etwas nach "da will jemand um jeden Preis meckern". Der Vorgänger hat schon hervorragende multicore Performance - und wenn hier die singlecore auf den P Kernen stimmt - dann fehlt hintenraus einfach elektrische Leistung, die man reinpumpen kann - die e Cores und lp e Cores sind doch n gutes Ding für den ganzen zeitunkritischen Hintergrund Blödsinn, den (hauptsächlich) Windows mit dem armen PC macht.

Die Plattform sieht wirklich mal endlich wieder richtig gut aus.

Selbst der kampfmagier macht ne gute Figur. Also wirklich was zu meckern sehe ich hier gar nicht. Eher einen außerordentlich hohen "habenwoll" Faktor für "egal was - geil"
(Ausser cuda)
 
Zuletzt bearbeitet:
und wenn hier die singlecore auf den P Kernen stimmt - dann fehlt hintenraus einfach elektrische Leistung, die man reinpumpen kann
Es fehlen vor allem die Kerne um eben nicht die Brechstange rausholen und jeden Kerne an der Kotzgrenze betrieben zu müssen. Hier noch mal die Kurve der Performace bei unterschiedlichen Leistungsaufnahme für Arrow Lake:

Arrow Lake 285K Power Limit Skalierung.png


Wie man sieht ist bei 75W die Effizienz am Besten, denn danach wird die Kurve flacher und da hat man so grob 1900 der maximalen knapp unter 2400 Punkte, also grob 80% der Performance bei 35% der Leistungsaufnahme. Bei weniger Kernen sieht die Kurve natürlich anderes aus und flacht früher ab. Wie man auch sieht, sind die Kurven für unterschiedliche CPUs auch unterschiedlich, aber man findet solche Diagramme leider selten. Hier ein ähnliches von einem 3700X:

Zen2_Watt_Performance.png


Auch hier sieht man deutlich, dass bei so 3,45GHz die Kurve steil nach oben geht, die Effizienz also fällt und dann schau man sich mal die Taktraten der Zen2 EYPC CPUs an und versteht, wieso die eben meist in genau dem Bereich liegen.

Solche Diagramme kann sich aber Glück fast jeder selbst erstellen, zumindest bei den Intel Retail Mainboards kann man eigentlich immer die Power Limits einstellen und kann man seine Lieblingsbenchmark oder seine Games nehmen und selbst bei verschiedenen Power Limits benchen und sollte optimalerweise nebenbei mit HWInfo64->Sensors die tatsächliche Package Power während des Tests beobachten. Dann kann man sich selbst so ein Diagramm für seine CPU erstellen und den Betriebspunkt mit der optimalen Effizienz ermitteln, wenn man darauf Wert legt. So etwas würde ich mir aber auch von den Reviewer in allen Reviews wünschen,, wobei man da durchaus Cinebench als einen guten Benchmark für die Multithreadperformance nehmen kann, denn dies ist natürlich aufwendig und mehrere Benchmarks bei viele verschiedenen Power Limits auszuführen, würde den Rahmen eines Reviews wohl sprengen. Das wäre aber viel sinnvoller als nur die maximale Leistungsaufnahme z.B. bei Prime zu ermitteln.
 
Also generell finde ich das Panther Lake für den vorgesehenen Zweck ("mobiles Business Notebook") seine Sache gut macht. Auch die 12 Xe3-Kerne machen eine echt gute Figur.

Allerdings macht es meiner Meinung nach im Alltag keinen Unterschied ob man einen X7 358H, X7 368H oder X9 388H nützt. Die Spezifikationen liegen so knapp beieinander, dass da Faktoren wie Kühl- und Leistungsreserven des Notebooks viel eher relevant sind, als 100-200MHz Takt-Differenz. Da kann man also (sofern man wählen kann), ruhig die günstigste Variante auswählen und die "Unterschiede" gelassen als "Marketing-Spielerei" ignorieren...

Was ich aber echt bescheiden finde ist, dass Intel die Panther Lake-Prozessoren mit 12 Xe3-Kernen (Arc B390) ausschließlich mit verlötetem LPDDR5X-Speicher kombiniert. Man muss sich also schon beim Kauf auf die RAM-Menge festlegen, und kann danach nicht mehr aufstocken (oder im Falle eines Defektes austauschen)!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich aber echt bescheiden finde ist, dass Intel die Panther Lake-Prozessoren mit 12 Xe3-Kernen (Arc B390) ausschließlich mit verlötetem LPDDR5X-Speicher kombiniert.
Ja, nur dürfte dies daran liegen, dass der mehr Bandbreite hat und die braucht man für die stärkere iGPU, sonst kann die ihre Leistung gar nicht ausspielen. Die Alternative ist eben eine Version mit der kleinen iGPU zu nehmen, die haben dann normales DDR5 RAM und auch mehr PCIe Lanes, eben um dort eine Graka dran zu betrieben die dann noch mehr Performance hat, weil sie eben ihr eigenes RAM mitbringt und meist mit mehr als den 128 Bit Datenbreite der CPUs.
 
@Holt Ja damit hast Du natürlich recht, und mir ist auch klar warum sie es machen, und ich hätte auf die Schnelle auch keine Alternative bereit. D.h. aber nicht das es einem gefallen "muss". Aber natürlich weiß man das schon vor dem Kauf. Man muss halt dann entscheiden was einem wichtiger ist. Für mich persönlich ist das eher ein Grund um mich dagegen zu entscheiden. Für viele Firmen wird es wahrscheinlich recht egal sein, wenn sie für ihre Mitarbeiter Geräte anschaffen...
 
...und auch 99% der Privatkäufer dürfte das kaum interessieren. ;)
 
Für viele Firmen wird es wahrscheinlich recht egal sein, wenn sie für ihre Mitarbeiter Geräte anschaffen...
Also ich glaube kaum, dass viele Unternehmen die Notebooks mit CPUs mit großer iGPU kaufen wollen, auch wenn sie derzeit wohl nehmen müssen, was verfügbar ist. Aber normalerweise wollen Unternehmen keine sehr gamingtauglichen Geräte für ihre Mitarbeiter, die sollen ja daran arbeiten und nicht spielen.
 
Ich habe den Vorgänger Core 9 285H in meinem Notebook. Der ist quasi praktisch ähnlich schnell. Doch die Xe3 Grafik von Panther Lake ist deutlich schneller. Das ist jedoch nur interessant, wenn man zockt oder Video Bearbeitung im großen Stil betreibt. Die Arc 140T GPU reicht jedoch für viele Games in Low bis Mid aus.
Dennoch halte ich Panther Lake einen großen Schritt in die richtige Richtung von Intel. Ich bin wirklich gespannt auf die kommenden Notebooks und Mini-PCs.
 
Interessante CPU! Wieso wird sie nicht gegen eine AMD Ryzen AI Max+ 395 gebenched?
So kann man quasi nicht wirklich einordnen wo die CPU wiklich steht.
 
Die Xe3-iGPU ist der totale Wahnsinn. Ein Meilenstein.
 
Damit kann die Entwicklung weitergehen. Wäre echt toll auf separate GPU's verzichten zu können.
 
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