Um nochmal alte Dinge aufzugreifen
Ich denke die Gehaltsunterschiede, die man hier im Forum abgebildet sieht, kann man dadurch (=Leistung) auch noch rechtfertigen. In der Realität gibt's halt vmtl. für jeden 3ten von uns noch einen Firmenerben-Geschäftsführer oder Personen, die mit Geschäften und Leuten wie J. Epstein das doppelte bis 3-fache verdienen. Das hat dann aber nix mehr mit Leistung zu tun, sondern eher mit krimineller Energie oder halt Glück.
Was für ein Produkt vertreibt man denn, bei dem man so einen Bonus bekommt (bei dem also vmtl. jährlich 1-2M€ vom EINEM Kunden an euch fließen), aber der Käufer es seinen Mitarbeitern überlässt, das Produkt auch zu nutzen? Das halte ich für eine ausgesprochen konstruierte Situation. I.d.R. wird halt irgendjemand intern irgendeinen KPI erreichen wollen, kauft euer Produkt ein und je nachdem wie relevant der Prozess dann ist, müssen es halt alle Mitarbeiter nutzen, weil sie sonst ihre Arbeit nicht mehr erledigen können. Aus meiner Erfahrung mit einer mittlerweile doch recht hohen Anzahl von solchen B2B-Softwareprodukten (wir verkaufen ja auch SaaS...) wird da nur sehr selten eine Schlussrechnung aufgemacht. Nach der Transformation ist das Geld ja eh weg und die nächste Transformation steht vor der Tür, wenn die Software allzu gammlig ist...
Ich sehe eher, dass manche Führungskräfte ihre Beziehungen zu Anbietern/Ideen über Posten, Abteilungen und Restrukturierungen mitnehmen und dann halt überall die gleiche Richtung versucht wird, auch wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat...
Bei uns wollte ja jemand Databricks haben, zuerst für relativ klassische BI-Anwendungen (bestehender Datalake -> Aggregation -> BI). Das hat wohl im ersten Aufschlag nicht so geklappt, das heißt die 5 Leute, die das machen sollen, verkaufen das jetzt als LLM-Plattform (jaaa, für's den API-Aufruf brauche ich dringend einen Managed-Spark-Cluster...) und wollen PowerBI über Databricks an den bestehenden Datalake anbinden. Das ist tatsächlich ähnlich wie in der Politik - vmtl. werden da höhere Ziele verfolgt, die ich nicht verstehe (manche nennen so was Korruption oder Ressourcenverschwendung fürs CV-Building). Wenn die es schaffen, dass irgendjemand davon abhängig wird, wird dann vmtl. der Databricks-Sales-Engineer eine Abrechnung wie die Deine posten. Gesamtgesellschaftlich bringt das niemandem was. Individuell muss der Typ aber vmtl. durchaus was für sein Geld tun und "verdient" das auch noch relativ ehrlich.
Das ist wohl in jeder Bürokratie so, sobald die mittleren Führungskräfte nicht mehr direkt am Unternehmenserfolg gemessen werden können. Bei uns (4000 Leute) gibt's auch Leute, die 3 Tickets im Monat bearbeiten und permanent "beschäftigt" sind. Und so sieht das auch bei jedem Dax-Unternehmen und genug Familienunternehmen aus, wenn man in die passenden Schichten schaut. Überall dort, wo man halt auch die Kolonne aus Rumänien anstellen kann/weit genug weg von der Politik ist, wird's halt gerne mager und unangenehm.
- männlich in Bank: ja, da beim Streik meinte der Chef: "der Bürotag wird nicht verschoben" - dann war ich halt krank, hatte auch wirklich Halskratzen.
- Teamlead über Kollegen im Nachbarteam: "von denen kann man das Arbeitszeit absitzen lernen" (Team von 3 Leuten betreut 5 Linux-Server mit ETL-Cronjobs
).
- Verwandter in Buchhaltung (ultrakapitalistischer Immofonds): ja, mach' ich halt krank, wenn der Chef nervt
- frischgebackene Mutter: ja, dann bin ich halt die letzten 4 Wochen 2x pro Woche in die 4h langen Meetings zum neuen Projekt gegangen, auch wenn ich dann erstmal >1a weg bin
- als Werkstudent, der dann auch handwerklich (Messaufbauten als Einzelstücken) aushelfen durfte: Festangestellte und Externe mit wesentlich geringerem Durchsatz + Qualität nebendran
- jetzt gerade einen externen für Sysadmin-Dinge kennenlernt: ja, git hab' ich noch nie benutzt.
Wir haben auch Stellen offen und wenn die Leute im Erstkontakt mit dem Teamlead einen thematisch passenden Eindruck machen, kommen sie in das Interview mit dem Team. 3 Themen, um ein einheitliches Bild zu haben:
a) welche Fehlerbilder kann ein TCP-Client aufweisen
b) ein Skript bauen, das eine JSON-Datei abholt und daraus Daten extrahiert
c) eine Dockerfile debuggen
Alles eher fragen, um zu sehen, ob die Leute über das Thema reden können. >70% können zu 1-2 Themen quasi nichts sagen. Für Leute, die 5a+ Sysadmin/DevOps-Dinge gemacht haben wollen (außerhalb des ÖD) und nachdem in der Stellenanzeige was von k8s stand...
Und dann erzähle mir noch mal einer, dass man nur im ÖD Nullperformer hat...
Und mal konkret an Dich: wieviele Leute werden bei euch in der Probezeit wegen Minderleistung gekündigt? (ich behaupte, wenn man das, was du hier über den ÖD behauptest als wahr annimmt, müssten das 50%+ sein....) Welcher HR-Mittelmanager tritt dann iwann zu seinem Chef an und erklärt, warum 50% seiner Einstellungserfolge in den ersten 6 Monaten abgewickelt werden mussten? Da werden die Leute ÜBERALL einfach mitgeschleppt. Das Problem im ÖD ist, dass sich das strukturell nicht so einfach reorganisieren kann (so wie das bspw. jetzt in der Automobilindustrie passiert). Und selbst wenn - die Leute sind ja dann nicht weg (so ähnlich wie beim Vermögen, das man besteuert
) - die sind nur woanders...
Eigentlich geht es schon darum. Der eine wird eine gute Chance haben, auf die 100k zu kommen irgendwann, der andere eher nicht. Heißt ja nicht dass der Sachbearbeiter unwichtig ist. Heißt aber der andere trägt mehr Verantwortung, hat evtl mehr Wissen (in seinem Fall gleich ein duales Studium an die Ausbildung gehängt, neben seinem Vollzeitjob bei uns), bringt mehr Veränderung usw
Ich denke die Gehaltsunterschiede, die man hier im Forum abgebildet sieht, kann man dadurch (=Leistung) auch noch rechtfertigen. In der Realität gibt's halt vmtl. für jeden 3ten von uns noch einen Firmenerben-Geschäftsführer oder Personen, die mit Geschäften und Leuten wie J. Epstein das doppelte bis 3-fache verdienen. Das hat dann aber nix mehr mit Leistung zu tun, sondern eher mit krimineller Energie oder halt Glück.
Heute reicht es nicht mehr, nur den ROI nachzuweisen, im SaaS Bereich zählt ebenso, dass Kunden das Produkt aktiv nutzen (ARR bzw. MRR als Teil des variablen Gehalts). Nutzung und Ausbau der Subskription erreichst du nur, wenn das Produkt für den Kunden echten Mehrwert schafft. Außerdem kostet jede Form von Transformation zunächst einmal Geld, bevor sie durch Automatisierung oder Prozessverbesserungen tatsächlich Optimierungen hervorruft.
Was für ein Produkt vertreibt man denn, bei dem man so einen Bonus bekommt (bei dem also vmtl. jährlich 1-2M€ vom EINEM Kunden an euch fließen), aber der Käufer es seinen Mitarbeitern überlässt, das Produkt auch zu nutzen? Das halte ich für eine ausgesprochen konstruierte Situation. I.d.R. wird halt irgendjemand intern irgendeinen KPI erreichen wollen, kauft euer Produkt ein und je nachdem wie relevant der Prozess dann ist, müssen es halt alle Mitarbeiter nutzen, weil sie sonst ihre Arbeit nicht mehr erledigen können. Aus meiner Erfahrung mit einer mittlerweile doch recht hohen Anzahl von solchen B2B-Softwareprodukten (wir verkaufen ja auch SaaS...) wird da nur sehr selten eine Schlussrechnung aufgemacht. Nach der Transformation ist das Geld ja eh weg und die nächste Transformation steht vor der Tür, wenn die Software allzu gammlig ist...
Da bin ich nur dann bei dir, wenn durch neue Führungen regelmäßig Richtungswechsel vorgegeben werden, ähnlich wie in der Politik.
Ich sehe eher, dass manche Führungskräfte ihre Beziehungen zu Anbietern/Ideen über Posten, Abteilungen und Restrukturierungen mitnehmen und dann halt überall die gleiche Richtung versucht wird, auch wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat...
Bei uns wollte ja jemand Databricks haben, zuerst für relativ klassische BI-Anwendungen (bestehender Datalake -> Aggregation -> BI). Das hat wohl im ersten Aufschlag nicht so geklappt, das heißt die 5 Leute, die das machen sollen, verkaufen das jetzt als LLM-Plattform (jaaa, für's den API-Aufruf brauche ich dringend einen Managed-Spark-Cluster...) und wollen PowerBI über Databricks an den bestehenden Datalake anbinden. Das ist tatsächlich ähnlich wie in der Politik - vmtl. werden da höhere Ziele verfolgt, die ich nicht verstehe (manche nennen so was Korruption oder Ressourcenverschwendung fürs CV-Building). Wenn die es schaffen, dass irgendjemand davon abhängig wird, wird dann vmtl. der Databricks-Sales-Engineer eine Abrechnung wie die Deine posten. Gesamtgesellschaftlich bringt das niemandem was. Individuell muss der Typ aber vmtl. durchaus was für sein Geld tun und "verdient" das auch noch relativ ehrlich.
Fürs nichts tun ne ganz schön fette Erhöhung.
In der freien Wirtschaft siehts teilweise magerer aus und die arbeiten.
Das ist wohl in jeder Bürokratie so, sobald die mittleren Führungskräfte nicht mehr direkt am Unternehmenserfolg gemessen werden können. Bei uns (4000 Leute) gibt's auch Leute, die 3 Tickets im Monat bearbeiten und permanent "beschäftigt" sind. Und so sieht das auch bei jedem Dax-Unternehmen und genug Familienunternehmen aus, wenn man in die passenden Schichten schaut. Überall dort, wo man halt auch die Kolonne aus Rumänien anstellen kann/weit genug weg von der Politik ist, wird's halt gerne mager und unangenehm.
Das ist einfach Stammtischgelaber. Wenn du nicht gerade im Niedriglohnsektor tätig bist (und ja, Bau und Handwerk zählen da dazu, auch wenn das die Bosse anders sehen), findest du das überall. Bei den üblichen Jobs hier im Luxx (60k-150k€ p.a., unbefristete Verträge in DE, kein Management) sowieso:Im ÖD haben wir doch eh viel viel zu viele Leute. Habe im Verwandtenkreis erstaunlich viele, die im ÖD arbeiten. Und es sei gesagt, dass alle Klischees über den ÖD und das, was man als normaler Bürger "von außen" mitbekommt, stimmt. Wenn nicht ists sogar noch schlimmer. Ich erinnere mich noch, als meine Schwester aus dem Studium im Jobcenter angefangen hat. Als absoluter Frischling waren ihre wöchentlichen Plfichtaufgaben am Di eob erledigt. Als sie dann in dem Tempo halt normal weitergearbeitet hat, wurde sie von den Kollegen dumm angemacht usw. Klar, wirkt natürlich schlecht, wenn die Neue das 3 fache schafft als die Leute, die da bequem seit 10 Jahren gemütlich Kaffee trinken. Das ist nur eins von sehr vielen Beispielen aus 1. Quelle.
- männlich in Bank: ja, da beim Streik meinte der Chef: "der Bürotag wird nicht verschoben" - dann war ich halt krank, hatte auch wirklich Halskratzen.
- Teamlead über Kollegen im Nachbarteam: "von denen kann man das Arbeitszeit absitzen lernen" (Team von 3 Leuten betreut 5 Linux-Server mit ETL-Cronjobs
).- Verwandter in Buchhaltung (ultrakapitalistischer Immofonds): ja, mach' ich halt krank, wenn der Chef nervt
- frischgebackene Mutter: ja, dann bin ich halt die letzten 4 Wochen 2x pro Woche in die 4h langen Meetings zum neuen Projekt gegangen, auch wenn ich dann erstmal >1a weg bin
- als Werkstudent, der dann auch handwerklich (Messaufbauten als Einzelstücken) aushelfen durfte: Festangestellte und Externe mit wesentlich geringerem Durchsatz + Qualität nebendran
- jetzt gerade einen externen für Sysadmin-Dinge kennenlernt: ja, git hab' ich noch nie benutzt.
Wir haben auch Stellen offen und wenn die Leute im Erstkontakt mit dem Teamlead einen thematisch passenden Eindruck machen, kommen sie in das Interview mit dem Team. 3 Themen, um ein einheitliches Bild zu haben:
a) welche Fehlerbilder kann ein TCP-Client aufweisen
b) ein Skript bauen, das eine JSON-Datei abholt und daraus Daten extrahiert
c) eine Dockerfile debuggen
Alles eher fragen, um zu sehen, ob die Leute über das Thema reden können. >70% können zu 1-2 Themen quasi nichts sagen. Für Leute, die 5a+ Sysadmin/DevOps-Dinge gemacht haben wollen (außerhalb des ÖD) und nachdem in der Stellenanzeige was von k8s stand...
Und dann erzähle mir noch mal einer, dass man nur im ÖD Nullperformer hat...
Und mal konkret an Dich: wieviele Leute werden bei euch in der Probezeit wegen Minderleistung gekündigt? (ich behaupte, wenn man das, was du hier über den ÖD behauptest als wahr annimmt, müssten das 50%+ sein....) Welcher HR-Mittelmanager tritt dann iwann zu seinem Chef an und erklärt, warum 50% seiner Einstellungserfolge in den ersten 6 Monaten abgewickelt werden mussten? Da werden die Leute ÜBERALL einfach mitgeschleppt. Das Problem im ÖD ist, dass sich das strukturell nicht so einfach reorganisieren kann (so wie das bspw. jetzt in der Automobilindustrie passiert). Und selbst wenn - die Leute sind ja dann nicht weg (so ähnlich wie beim Vermögen, das man besteuert
) - die sind nur woanders...
