[Sammelthread] Mopeds & Motorräder

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Sicherlich. Aber ich mag Motoren mit Charakter. Die ganzen neuen fühlen sich lahm an, weil sie überhaupt keinen Charakter mehr haben. Hatte auch mal eine 890 (die ist ja ein Zweizylinder) als Leihgerät, aber WTF?
Selbst als ich dann rausgefunden habe, das man den Fahrmodus auf "Racing" (oder so ähnlich) stellen muss, damit sich das Ding nichtmehr wie ein Mofa anfühlt, ging meine 690 (73PS) immernoch gefühlt um Welten besser als die 890 mit angeblichen 105PS. Ich würde definitiv nicht tauschen wollen.

Ausserdem hat die 890 für meinen Geschmack schon wieder zuviel Enduro-Gene verloren. Alleine die Sitzposition ist schon wieder eher Naked-Bike und überhaupt nichtmehr Enduro.


Jup, genau deswegen lasse ich es ja auch bleiben. Aber andere Leute sehen das halt offensichtlich trotzdem anders. :d


Die 690er (2013 und 2017) hat einen Serviceintervall von 10tkm... da kann man eigentlich nicht meckern. Und das ist länger als alle meine vorherigen Motorräder (die GSR600 hatte glaube ich sogar nur 8tkm?).
Der miese Sound (wie eine Nähmaschine) liegt wiederrum auch an den Zulassungsvorschriften... Offen finde ich den Sound von Einzylindern aber sogar richtig geil.
Meine erste Duke (2013) mit Vorschalldämpferersatz (mit Kat drin!) und LeoVince fand ich auch gut. Da hatte das Zeug aber noch ABE. Meine neue (2017) ist dummerweise aber nichtmehr Euro3 sondern schon Euro4 und dafür haben die Teile keine ABE mehr... :rolleyes2:

Vibration ist klar. Die Laufruhe eines 2, 3 oder 4-Zylinders wird ein Einzylinder wohl nie erreichen. Aber soooo schlimm find ich das jetzt auch nicht (mehr). Also wenn man da an die alten LC4-620 denkt, wo man meinen konnte man reitet gerade einen Bullen, sind die neuen Modelle ja eher ein schnurrendes Kätzchen. :d
Ich habe auch immer gesagt ein Motor muss Charakter haben. Lieber meine Harley V2 gehabt als einen rundgelutschten Vierzylinder. Vibriert hat das ordentlich. aber anders als er Eintopf. Da fand ich es irgendwie geil. Der CP2 aus der Tenere ist zwar Reihe, aber mit dem Hubzapfenversatz versucht man ja etwas die V2 Charakteristik nachzustellen.

Mittlerweile muss ich wohl korrigieren; nicht "Jeder Motor muss Charakter haben" sondern "Jeder Motor hat seinen Charakter". Denn ich mag den Vierzylinder in meiner alten XJ600 doch sehr. Kein Drehmoment, viel Drehzahl, noch relativ laut. Zieht untenrum quasi gar nicht, dann auf einmal Feuerwerk... Das macht da irgendwie schon spass. es passt zum gesamten Motorrad.
Die Dreizylinder bei Triumph empfand ich dann als goldene Mitte auch ganz gut, auch wenn ich damit nur wenig gefahren bin. Die 1300er GS beim Papa mit ihrem grossen Boxer haut halt auch von unten weg richtig Druck rein, auch richtig geil. Die Goldwing die ich mal fahren durfte, mit ihrem Sechszylinder, so Seidenweich. EInfach die Perfektion in diesem Fahrzeug.
ich kann dem alles etwas abgewinnen.

Nur die Einzylinder haben mich nie abgeholt. Ist einfach zu rau, der Motor fühlt sich gequält an. Leistung ist so ne Sache, die 690 hat ja eigentlich orderntlich. Bin mal ne XT500 gefahren, das war dann schon sehr lahm.
Das funktionert gut in den Kisten, ist aber eben nicht meins. Wohl auch, weil mein Fahrprofil nicht dazu passt.

Natürlich muss auch die Ergonomie eines Motorrades zu seinem Einsatzgebiet passen.
Die 890 Adventure z.B. im Vergleich zu meiner Tenere 700 fühlt sich für mich auch irgendwie falsch an. Klar, sie hat deutlich mehr Leistung, objektiv das bessere Fahrwerk. Durch den teifen schwerpunkt fühlt sie sich 100kg leichter an. Aber ich sitze da irgendwie im Motorrad drin, nicht drauf. Ich bin passagier, nicht fahrer. Sie ist im langsamen einfacher zu fahren, wirds schneller find ich die T7 agiler. Klar, ich kenne die T7 besser, ich bin voreingenommen, aber ich kann mir schon ein Urteil bilden. Auch mag ich die Anmutung des Cockpits bei KTM nicht. Das sieht einfach so unmotiviert hingeklotzt und ultra Billig aus. Und ich sage das als T7 besitzer!
Den Supermoto Verschnitt der 890 bin ich übrigens mal nen Tag gefahren. Das Ding fand ich zeimlich geil. Geht richtig gut. Nur ist man damit einfach immer viel zu schnell unterwegs, sonst machts ja überhaupt keinen Spass mehr.

10'000er Intervalle finde ich super. Da würde ich nicht meckern.
Der Sound... klar helfen die Vorschriften nicht wirklich. Aber Einzylinder ist immer Einzylinder. und zweites aber: mir hat noch keine KTM vom Sound her gefallen. Auch nicht die Zweiender.

Joa, die älteren waren richtig übel bezüglich Vibrationen. Ein Freund hatte die 625er Supermoto als erstes Motorrad. War übel..
Eben. Klar hat er auch vorteile. Ich habe den Kontext der Laufruhe aus guten grund,
genannt, bevor gleich wieder irgendein ktm fan schnappatmung bekommt. 😀
ich habe das schon so verstanden :)
 
??? Das liegt fundamental an der Bauform des Motors. Ungerade Zylinder werden immer vibrieren, da eine Gegenkraft fehlt. Und extra gegengewichte bringen probleme mit sich. Ein einzylinder ist eine grundlegend „schlechte“ bauart für einen Motor in bezug auf laufruhe.
Ich meinte damit weniger die Laufruhe bei konstanter Drehzahl, sondern eher die "Bockigkeit" bei Lastwechseln. Wenn man bei 2500rpm den Gashahn aufzieht, "bockt" das Ding halt regelrecht bis man eben bei so 4000-4500rpm angekommen ist. Und das kriegt man mit den Zusatzsteuergeräten weitgehend beseitigt. Auch ist der 6te Gang bei meiner Duke quasi erst ab so ca. 105-110km/h "nutzbar", denn mit weniger ist man dann wieder so bei 3000rpm.... Solange sich nichts ändert hat man da nur die normalen "Laufruhevibrationen", aber sobald man den Gashahn bewegt, "bockt" der Motor halt wieder. Das würde ich auch nicht mehr als Vibration bezeichnen, sondern wirklich eher als "bocken", "hüpfen", "stampfen"....

Das ein 1-Zylinder stärker vibriert als ein anderer Motor mit mehr Zylindern hielt ich für selbstverständlich. Das verschwindet natürlich auch nicht mit den Steuergeräten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nur die Einzylinder haben mich nie abgeholt. Ist einfach zu rau, der Motor fühlt sich gequält an. Leistung ist so ne Sache, die 690 hat ja eigentlich orderntlich. Bin mal ne XT500 gefahren, das war dann schon sehr lahm.
Ich mochte Einzylinder schon immer. :d
Gerade weil sich die Motoren "rau" anfühlen... gequält finde ich allerdings nicht.
Eine XT500 ist dagegen ja auch ein Uralt-Modell und hat ja auch nur ~35PS. Der langhubige Einzylinder von KTM war/ist ja gerade deswegen beliebt, weil er Leistung und Drehmoment hat und wenn richtig abgestimmt eben auch schon vom Drehzahlkeller aus weg. (Und dabei Offroad-zuträglich trotzdem leicht und vorallem auch schmal ist)

Das die Duke so schmal ist, kommt mir wegen meiner Körpergröße auch gelegen und fällt sofort positiv aus, weil ich dadurch einfach einen sichereren Stand habe. Wenn ich da an diverse 4-Zylinder Nakeds denke, "stehe" ich mit der Duke besser, obwohl die 5cm höher ist, einfach nur weil sie (in der Sitzkuhle) wesentlich schmaler ist.

Die 890 Adventure z.B. im Vergleich zu meiner Tenere 700 fühlt sich für mich auch irgendwie falsch an. Klar, sie hat deutlich mehr Leistung, objektiv das bessere Fahrwerk. Durch den teifen schwerpunkt fühlt sie sich 100kg leichter an. Aber ich sitze da irgendwie im Motorrad drin, nicht drauf. Ich bin passagier, nicht fahrer.
Jup, das ist eines der Merkmale, die man (oder ich zumindest) von Enduros kennt: Man sitzt nicht drin, sondern drauf. Lenker relativ nah am Sitz und relativ hoch. Der Oberkörper ist aufrecht, nicht nach vorne gebeugt, nichtmal ein bisschen.
Was bei mir grundsätzlich schon schwierig zu erreichen ist, weil ich relativ klein bin.
Die Tenere ist ja in der Hinsicht ja auch eine Enduro, nur eben keine Hardenduro... ;)
 
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auch das geschilderte ist bauart bedingt bei einzylindern der worstcase. ;) jeder motor mit mehr zylinder hat von grund auf damit weniger probleme. Motorsymetrie in zusammenhang mit der steuerung/taktung ist ein erstaunlich komplexes themenfeld.
 
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