[Sammelthread] NostalgieDeLuxx Bastelthread

@AlphaFlamingo Die, die du da draufhast, sind alles Polmerkondensatoren (Feststoffkondensatoren), kurz Polys. Die sind schonmal grundsätzlich unkritisch (Ausnahmen gelten). Man erkennt sie an der fehlenden Sollbruchstelle im Deckel des Elkos.

Das gute ist, dass die meiste PC Hardware im Jahr 2006-2007 auf Polys umgestiegen ist und man die kritischen Knallkerzen nur in einem relativ engen Zeitraum (~2002-2005) findet. Dort stehen die Hersteller und Serien meistens im Klartext drauf und man erkennt die üblichen Verdächtigen mit Erfahrung.

Hier mal zwei Beispiele mit den dazugehörigen Messwerten.
 

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Die sind schonmal grundsätzlich unkritisch (Ausnahmen gelten).

Verstanden. Nur wurde hier gesagt die können auch Probleme haben. Die Dichtungen wurden angeführt. Ich weiß alles seltener, aber wenn ich mal solche habe, wie lese ich dann Hersteller und Serie daraus? Mir sagt die Bedruckung so einfach nichts :d

Hier mal zwei Beispiele mit den dazugehörigen Messwerten.

:haha: Danke aber so weit bin ich noch nicht. Ich sehe ein Multimeter und einen Elko-Cap. Mehr nicht :d Ob die Anzeige gut oder schlecht ist. Kein Gefühl für. Noch nicht. :angel:
 
Konzentrier dich am besten erstmal auf die Regel, und die Ausnahmen kommen dann schon irgendwann von selber. :d

:haha: Danke aber so weit bin ich noch nicht. Ich sehe ein Multimeter und einen Elko-Cap. Mehr nicht :d Ob die Anzeige gut oder schlecht ist. Kein Gefühl für. Noch nicht. :angel:
Elko oder Cap bitte, nicht beides. :d Das sind feinste G-Luxon Elkos, die sollten 3300yF haben, wie man an dem Aufdruck sieht. Das Messgerät zeigt 133µF bei einem Elko, und 5000µF bei dem nächsten an. Man sieht denen von außen nichts an. Gutes Beispiel für die Degradation des Innenlebens.
 
Konzentrier dich am besten erstmal auf die Regel, und die Ausnahmen kommen dann schon irgendwann von selber. :d

Da hast du wohl Recht. Ich neige dazu zu kompliziert an etwas heran zu gehen und will immer jede Option im Vorfeld kennen :hust:

Elko oder Cap bitte, nicht beides. :d

Aaaaaah, sorry! :wall::wall:
Logisch wäre ja doppelt oder? Elektrolyt Kondensator Kondensator :rofl::rofl: Haha Dual-Kondensator :asthanos: Das Tuning Teil.

Hatte das einfach von einem der Recap Spezis aufgeschnappt:

Alle Elko-Caps gehören nach all der Zeit getauscht.

Jetzt wo du es sagst... macht es Sinn :hail::hail:

Das Messgerät zeigt 133µF bei einem Elko, und 5000µF bei dem nächsten an. Man sieht denen von außen nichts an. Gutes Beispiel für die Degradation des Innenlebens.

Das ist eindrucksvoll. Wie kommt das? Also was passiert da in dem Broiler um entweder besser oder schlechter zu werden? 5000 uF statt 3300 ist besser, aber 133 sehe ich ein. Das ist zu wenig. Lässt mich also vermuten mit 133 uF bekommt das Board unter Last nicht genug Strom? Was sagt man denn als Faustregel? Wie viel % Abweichung sind noch in Ordnung damit ich weiß der Kap ist noch in Ordnung und kein Grund zur Sorge? Irgendwo habe ich hier 20% gesehen. Stimmt das?
 
Hier im Bastelthread schwirren noch mehr so "Live-Berichte" von alten Elkos rum.

Das Beste kommt noch: manche von denen haben im "kalten" ausgebauten Zustand die Werte - und wenn sie dann in Verwendung sind und warm werden, können sich die Werte schlagartig ändern.

Alte Elkos sollten einfach immer getauscht werden. Wenn man eh ran muss, um Caps zu ersetzen, kann man gleich alle machen.
 
Das ist eindrucksvoll. Wie kommt das? Also was passiert da in dem Broiler um entweder besser oder schlechter zu werden? 5000 uF statt 3300 ist besser, aber 133 sehe ich ein. Das ist zu wenig. Lässt mich also vermuten mit 133 uF bekommt das Board unter Last nicht genug Strom? Was sagt man denn als Faustregel? Wie viel % Abweichung sind noch in Ordnung damit ich weiß der Kap ist noch in Ordnung und kein Grund zur Sorge? Irgendwo habe ich hier 20% gesehen. Stimmt das?
Da ich dir das selber nicht im Detail beantworten kann, würde ich dir empfehlen, mal nach Posts von @WMDK zu suchen. Er hat hier im Bastelthread schon einige sehr interessante Deep Dives in die Materie gemacht und das gibt sicherlich genug Lesestoff für einen einsamen Abend. :d

Kurz von mir erklärt: Die Schaltungen, wie sie damals auf den Mainboards aufgebaut waren, erforderten ab ca. 2002 einen immer geringeren Innenwiderstand (ESR) der Elkos. Es ging darum, die Schaltzeiten zu verringern, die Filterleistung zu erhöhen, die Spannung möglichst stabil zu halten und weitere Anforderungen von immer höher taktenden und immer mehr Strom verbrauchenden Prozessoren zu befriedigen.
Die ganzen "gefährlichen" Elkos, die man unbedingt tauschen sollte, gehören in die Low-ESR-Riege. Um diesen geringen ESR zu erreichen, hat man verschiedenste Chemie-Cocktails zusammengemixt, die mehr oder minder reaktiv waren, und genau das macht das Innenleben auch 20 Jahre später noch: Es reagiert.

Die oben abgebildeten Elkos von mir befinden sich in verschiedenen Zuständen der Hydroxidation (war das das Wort?) und sind alle komplett tot. Da wird überhaupt nichts mehr gefiltert, was dazu führt, dass die Spannungsspitzen der Spannungswandler bis auf den Prozessor durchschlagen und diesen - obwohl man den Elkos von außen rein gar nichts ansieht! - langsam aber sicher zerstören.

Die Spawas schalten typischerweise mit 100-300kHz, also bis zu 300.000x pro Sekunde, und die resultierende Ausgangsspannung schwankt um einen Mittelwert. Hast du noch alte Elkos auf deinem Board und 1,5V an der CPU, schwankt sie, wenn man mit dem Oszi guckt, eigentlich 300.000x pro Sekunde zwischen sagen wir 1,35 und 1,65V. Das wären 300mV Ripple. Mit modernen Polys bekommt man das auf ca. 30mV Ripple eingedämmt, was um Welten besser ist, als alles, was damals zur Verfügung stand. Und bei den Elkos, die ich fotografiert habe, wäre ich bei 500mV Ripple schon positiv überrascht gewesen. :fresse:
 
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