[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich würde beim jetzigen AG die Karten auf den Tisch legen und im anstehenden Gespräch das dir vorliegende Angebot ansprechen, aber du doch lieber nicht die FIrma wechseln würdest. Möglicherweise bewegt es den AG dazu das Portemonaie etwas weiter zu öffnen.

Das ist auch grob meine derzeitige Idee. Ich hatte im letzten Jahr eine vom AG bezahlte Schulung, da ich an einem Projekt mitarbeiten sollte (das hat auch eine gewisse Relevanz für das Unternehmen, da es um eine EOL-Software geht, die abgelöst werden muss). Das hat sich dann durch das Chaos im letzten Jahr ziemlich erledigt. Wenn man mir ermöglicht, mich dieses Jahr auf dieses Projekt zu konzentrieren, was realistisch für den AG viele Vorteile haben sollte, würde mich das als Perspektive erstmal zufrieden stellen.
Mein aktueller Plan ist, erstmal mit meinen Wünschen in das Jahresgespräch zu gehen und das Angebot nur anzusprechen, wenn man sich gar nicht einigt. Falls das eintrifft, sollte ich denke ich auf jeden Fall dann auch bereit sein, die Konsequenzen zu ziehen.
 
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Wie hoch ist das Risiko, dass der Arbeitgeber verschnupft reagiert wenn man ein Angebot vom Mitbewerber auf dem Tisch liegen hat um damit um Gehalt zu pokern? Wer grundsätzlich wechselwillig ist, ist gedanklich immer auf dem Sprung. Mir würde es als Vorgesetzter schwer fallen, dieser Person ab dem Zeitpunkt vollen Einsatz zuzusprechen. Wenn es dann um den Aufbau von Mitarbeitern für zukünftige Sprünge oder Führungsposten geht, stünden Wechselwillige dann eher unten auf der Liste.
 
Du wolltest doch auch schon wechseln -hast du deswegen weniger Einsatz jetzt? Ich vermute für dich selbst gilt diese Regel nicht, wieso denn für jemanden aus deinem Team?
So ein Denken ist für mich eine Disqualifikation für eine Führungskraft. Bisschen weniger ego und mehr Professionalität sollte man da schon an den Tag legen können. Die Denke mag menschlich sein, aber wie gesagt fehl am Platz bei einer Führungskraft.
 
Das Umschauen ist das eine, für mich ist das aber ein himmelweiter Unterschied einfach nur für sich zu schauen und selbst zu entscheiden was man möchte (eine Abwägung die im Grunde jeder bereits an dem Zeitpunkt vornimmt, sobald er auch nur nach Stellenanzeigen schaut), oder ob man ein Angebot offen kommuniziert und als Druckmittel beim AG einsetzt um mehr Geld zu bekommen.

Ich unterstelle jedem, dass er immer wieder mal nach Stellen schaut. Ich bin im ÖD - bei dem Thema bin ich unpersönlich. Wer gehen möchte, weil er woanders bessere Entwicklungschancen hat die ich ihm nicht bieten kann, den unterstütze ich. Wer mehr Geld haben möchte kann das beantragen, und ich unterstütze denjenigen bei der Aktualisierung seiner Tätigkeiten. Ob mehr Geld kommt, da habe ich aber auch als Führungskraft keinerlei Mitspracherecht. Das Entscheiden Personalstelle und Haushaltskommission. Mit einem Angebot mehr Geld raushandeln ist im ÖD auch faktisch unmöglich.
 
@Pommbaer80s
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich das auf meinen Post bezieht, da ich ja schrieb, das ich das Angebot nur ansprechen würde, wenn das Gespräch in gar keiner Hinsicht attraktiv verläuft und ich sowieso nichts zu verlieren habe (und da geht es ja auch primär um die Perspektive und Weiterentwicklung).
Wechselwillig ist bei uns mehr oder weniger das gesamte Team und die meisten kommunizieren das auch offen. Diejenigen die das nicht sind, glänzen seit Monaten damit, praktisch nichts mehr zu tun. Das ist der Teamleitung auch bekannt und wohl auch das Hauptthema, um welches diese sich in ihren ersten Monaten kümmert. Ich weiss auch aus den zahlreichen Gesprächen, das ihr bewusst ist, das 2 meiner Kollegen und ich einen Großteil der Arbeit leisten. Das Problem ist nur leider, das die Teamleitung nicht wirklich die Mittel an die Hand bekommt um das zu honorieren, denn sie würde das gerne tun (so wie ihr Vorgänger auch, das war einer der Gründe warum er irgendwann resigniert hat...)
 
Ist immer Kontextabhängig. So wie du es beschreibst ist es leider auch im öffentlichen Dienst häufig das Problem. Leistung und Bereitschaft werden nicht honoriert und die Führungsetagen haben eigentlich keinerlei Mittel oder Handhabe, um Leistungsträger zu belohnen und zu halten - genauso wenig die Möglichkeit Lowperformer rauszuwerfen.
Manchmal frage ich mich selbst, was die guten Performer (alles keine Verwaltungsleute sondern Projektingenieure, Naturwissenschaftler usw.) im ÖD hält. Vermutlich die Sicherheit, die geregelten Arbeitszeiten und vermutlich auch das kollegiale Umfeld.
Sicher ist: Nur wegen des Geldes arbeitet in den Abteilungen niemand. Selbst ich nicht.
 

:popcorn:
Würde bestimmt klappen, löst alle unsere Probleme. Unser Hauptproblem sind eh die faulen Arbeiter die hier den Laden noch am Laufen halten, die können ruhig mal mehr tun! So eine Wertschätzung hört man auf jeden Fall gerne, da strenge ich mich gleich nochmal extra an.
 
Wenn ich mich im Freundeskreis so umsehe, verdienen diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, meist soviel, dass sie es ich eben leisten können weniger zu arbeiten.
Das wäre ja dann der angesprochene Grund: Lifestyle.

Btw:
Wer erzählt immer vom Märchen, dass sich Leistung lohnen muss ?
Wenn 20% mehr Arbeit aber nicht 20% mehr Nettolohn bedeutet, dann lohnt sich m.E.n Leistung ja nicht.
 
Wenn ich mich im Freundeskreis so umsehe, verdienen diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, meist soviel, dass sie es ich eben leisten können weniger zu arbeiten.
Die sind faul, sollen gefälligst mehr buckeln und einzahlen! Bei mir im Umkreis sind die meisten in Teilzeit wegen der Kinderbetreuung, die meisten würden auch Vollzeit arbeiten wenn sie es schaffen würden. 2x Vollzeit ist halt schon hart, vorallem wenn nicht beide nen halbwegs flexiblen Job haben, ohne wäre das bei uns auch nicht möglich.
 
Aus ner 40h perspektive mit Sicherheit (und aus der von Merz sowieso). Geil finde ich auch, dass man die Minijobregel doch auch diskutiert, weil man da ja keine Steuern zahlt. Man soll lieber im Hauptjob mehr arbeiten für weniger :d
 
Sacht bloss blackrock merz und die Union machen Unionsdinge? I am totally and truely shocked. 🙄

Wie in den USA, den scheiss wählen (nichtwähler tun es indirekt) und dann jammern, dass die machen was sie gesagt haben.
 
Ich sehe auch bei vielen den Zusammenhang zwischen Teilzeit und Kinderbetreuung/Pflege, überall dort wo Familien gezwungen sind selbst gewisse Dienstleistungen zu Vollbringen eine Teilzeit Nötigung.

Meiner Meinung nach sollten Arbeitgeber eher im Zuge von Flexibilisierung den Mitarbeitern ermöglich auch Samstag zu arbeiten. Sprich: Anstelle von 5*8 Stunden, vielleicht 4*10 oder 5*7 1*5 Stunden oder so ähnlich damit der Arbeitnehmer Beruf und Freizeit/Familie besser unter einem Hut bekommt.
 
Ja, da kommt inzwischen viel Dünnpfiff rum... Nicht nur bei Politkern oder US Tech-CEOs mit Allmachtsfantasien.

Schönes Beispiel bringt der "Top-Manager" da...
In China arbeiteten die Menschen zur Not zwölf Stunden am Tag an sechs Tagen die Woche.
Jo, die 72h Woche wird vielleicht in China noch gemacht, ist aber auch dort illegal. Das sind doch genau die Zustände dich sicher jeder in Deutschland will...
 
Was denn jetzt? Wir haben keine Arbeit mehr oder jeder muss mehr arbeiten? :fresse:
 
So viel gequirlte Scheiße von dem (Sch)Merz.
Erst, dass ja die Angestellten doch so viel krank sind. (Die Beamten in Berlin sind übrigens mehr als doppelt so oft krank. Hust)
Nun noch das Geschrei von übermäßigem Lenz.
So eine Pfeife.

Wir haben z.B. in einem Jahr keine Lohnerhöhung bekommen, dafür von 40 auf 38 runter (forever).
Freitag daher kurzer Tag. War ein guten Deal ^^
 
Ich verstehe das Problem nicht. Das ist doch ne Sache zwischen AN und AG. Was will der Staat da regeln? Gibt es echt ein "Recht" auf Teilzeit? Wieder was gelernt.

Ansonsten kenne ich persönlich jetzt keinen der freiwillig Teilzeit macht. Wenn dann eben durch Kinder oder Pflege oder die eigene Gesundheit bedingt.

Generell finde ich aber dass alle Optionen immer ansprechbar sein sollten, ohne direkt die Gemüter zu erhitzen. Warum regt Euch die reine Diskussion dazu auf? Echt nervig in diesem Land.
 
Ich verstehe das Problem nicht. Das ist doch ne Sache zwischen AN und AG. Was will der Staat da regeln? Gibt es echt ein "Recht" auf Teilzeit? Wieder was gelernt.
Verstehe ich auch nicht. Aber gemeint wird sicherlich der Umstand sein das jemand aus langjähriger Krankheit/Schwangerschaft die Möglichkeit bekommt auf Wunsch Teilzeit weiter zu arbeiten.
Ich bin schon erstaunt, aber Recht ist nicht gleich Zwang. Der AG darf ablehnen muss aber gute Gründe finden. Wobei als Grund zu sagen es muss jemand immer das Büro besetzen etc... wohl schwieriger wird. Denn die alternative wäre der Mitarbeiter kündigt und dann wäre ja gar keiner mehr da, also irgendwie muss die Firma das so organisieren können das gewisse Dinge abgesichert sind.

Ich hab den Passus beim gesetzlichen Urlaub kürzen auch nicht verstanden der mal im Raum stand.... typischer Stand heute: 30 Tage Urlaub damit 6 Tage mindestens über gesetzlichem Standard.
Wenn der Gesetzgeber das auf 20 oder 18 Tage herunterfährt, ändert das nicht an Angebot und Nachfrage. Es sei denn es würde ein gesetzliches Maximum veranlasst. Was für Lotsen, Piloten, Zugführer etc... mit teilweise 45 Tagen natürlich nicht so geil wäre. Deshalb würde das nicht kommen, genauso wenig wie Mindes Arbeitszeiten.

Klar man Könnte das erweitern und sagen die maximale Wöchentliche Arbeitszeit wird auf 52 Stunden angehoben von 48 Stunden... gut, wenn ein AG darauf besteht wird der Mitarbeiter halt nicht sehr lange bleiben.

Menschen die ihren Traumjob ausführen werden freiwillig auch immer mehr machen, aber die Leute die einer Arbeit nachgehen weil sie müssen (unqualifiziert) oder einfach um unabhängig zu sein vom Staat sich selbst sein Brot verdienen, werden nicht mit Freude Springen. Zwang ist immer grundsätzlich ein schlechter Motivator und dort wo Zwang zu existenziell wird möchte ich niemanden sehen beim Rettungsdienst, Feuerwehr irgendwelche Sicherheit relevanten Jobs.
 
Gibt es echt ein "Recht" auf Teilzeit? Wieder was gelernt.
Ja klar, du kannst zum AG gehen und sagen, dass du Teilzeit machen willst und er muss das genehmigen. Das wurde unter anderem gemacht, damit Eltern ihr Leben leben können, jetzt wo die meisten zwei Jobs brauchen um über die Runden zu kommen. Aber da Eltern und Familien eh nur nerven, kann man das ja jetzt abschaffen.
 
Ja klar, du kannst zum AG gehen und sagen, dass du Teilzeit machen willst und er muss das genehmigen. Das wurde unter anderem gemacht, damit Eltern ihr Leben leben können, jetzt wo die meisten zwei Jobs brauchen um über die Runden zu kommen. Aber da Eltern und Familien eh nur nerven, kann man das ja jetzt abschaffen.
Allem Sarkasmus zum Trotz, das sollte wie gesagt eine Sache zwischen AG und AN sein.

Und die meisten (im Sinne von 51% oder mehr der AN?) brauchen zwei Jobs? Wohl kaum.
 
typischer Stand heute:
In unserer Bubble, in anderen Berufen (gerade und vor allem "Niedriglohn") ist das eben absolut nicht der Fall. Da wird gemacht was gesetzlich notwendig ist und das wars dann.

@Gurkengraeber warum sollte es das? Das klingt jetzt so als hättest du kein Problem damit, aktuell vorhandene Rechte wieder abzugeben. Warum sollte man das freiwillig machen?
 
Das wird sicher eine harte Erkenntnis in der CDU wenn die dann sehen was wirklich passiert wenn die Leute keine Teilzeit mehr machen können: Sie werden Sozialhilfeempfänger, oder eben Hausfrau. Fast alle Mütter im Freundeskreis arbeiten Teilzeit und das sicherlich nicht weil sie faul sind.

Die 2 von 100 Nasen die weniger arbeiten weil sie genug verdienen und keinen Bock haben werden sicherlich das Land nicht retten wenn man sie zur Vollzeit zwingt.
 
Das ist die gleiche Nummer, wie mit der Attestpflicht ab dem ersten Tag. Leute, die sonst minimal angeschlagen einen Tag fehlen, weil Sie sich bevor man richtig krank wird schonen wollen, gehen dann zum Arzt und werden sofort 5 Tage krank geschrieben.
 
Der Bundestag hat einen deutlich höheren Schnitt an Krankheitsstunden. Herr Merz, Bitte tun sie etwas!
 
Leute, die sonst minimal angeschlagen einen Tag fehlen, weil Sie sich bevor man richtig krank wird schonen wollen, gehen dann zum Arzt und werden sofort 5 Tage krank geschrieben.
Und verstopfen dort die Wartezimmer wo man eh schon stundenlang wartet wenn man akut hin muss ...
 
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