Kleine Randnotiz für die Liste der besinnlichen Tätigkeiten: Der "Umbau" von MY-Keycaps auf MX ...
Solcher Unfug "lohnt" sich nur, wenn man freitags nach der Arbeit ein unerwartetes wie riesiges Paket an der Wohnungstür vorfindet und keine Ahnung hat, was sich darin befindet. So geschah es mir heute und es lag eine vergilbte Cherry G81-3000LRNDE mit halbmechanischen MY-Switches und PS/2-Anschluss im Karton:
Dieser Moment, wenn Du einfach gar keine Ahnung hast, wann, z.B. dass Du überhaupt was bestellt hast...? Einige E-Mails von ebay ergaben, ich habe wohl am vergangenen Wochenende in Bierlaune den Startpreis geboten und mehr als 8.- € inkl. wollte in den verbleibenden drei Tagen Restlaufzeit niemand bieten.
Die MY-Switches, die mit einer Feder ein Kupferplättchen auf eine Rubberdome-typische Gummimatte drücken, brauchen ansteigende Betätigungskraft, je weiter sie durchgedrückt werden - wollte ich schon immer mal probetippen und gefiel mir sofort. Beschreiben würde ich den Switch als Zwitter, zu Anfang des Hubwegs ein Black, zum Ende hin wird er zum Linear Grey. So sieht's aus:
Es blieb aber beim "trockenschreiben", denn egal an welchem PC angeschlossen, QWER und UIOP stellen sich tot. OK, dann bekommen eben nur die Tastenkappen ihr zweites Leben. Diese sind aus eher dünnwandigem PBT, haben aber im Vergleich zum Gehäuse (ABS) keinen Gilb. Die Alphas, oder anders gesagt alle 1u-Kappen, lassen sich problemlos auf einen MX- oder BOX-Switch stecken. Tab und Capslock (stepped) sind auch noch brauchbar, das war es aber auch schon - die 1.25u Modifiers haben einen off-centered stem und alles, was einen Stabilizer hat, ist im Gegensatz zur Kreuzaufnahme des stems
nicht MX-kompatibel:
Bei der Backspace-Kappe habe ich die Stabilizer-Haken mit dem Cuttermesser abgeschnitten, die hält auch so ganz anständig. Alles andere fliegt in die Tonne. Das Gehäuse hätte ich vielleicht gebleicht oder lackiert, aber was will ich mit einer Tastatur, bei der acht Tasten nicht funktionieren.
Fazit: Zur Nachahmung nicht empfehlenswert.
