[User-Review] Endorfy Thock v2 75% Wireless

Daniel N

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Hallo zusammen,

anbei mein Test zur gefühlt kleinsten Tastatur, auf der ich je getippt habe.


Einleitung / Danksagung
Vielen Dank an das Luxx und Endorfy, dass ich diese Tastatur testen durfte.
Für mich nach diversen Standard Mechas im 100% (oder mehr) Format ein absolutes Neuland.
Aber fangen wir einfach mal an!

Technische Daten

Ich nenne wie bei mir üblich nur die wichtigsten Technischen Daten. ausführliche Informationen gibt es bei Endorfy: *LINK*

AbmessungenB: 32,6cm / T: 13,6cm / H: 3cm - 4,2cm Vorne nach Hinten
VerbindungsartKabel (USB-C) / 2,4GHz / Bluetooth
Tastenlayout83 Tasten ISO DE eingerückt (Würde ich so nennen)
SwitcheGateron Yellow / linear / pre-lubed / 3,6mm* / 50g*
BesonderheitenBeleuchtung
Hot-Swap Switche
Gehäuse gedämmt
* = Keine offizielle Angabe, so im Internet gefunden


Verpackung / Inhalt / Eindruck

Die Verpackung ist typisch Endorfy. Wer sich an den Test der Fluctus Lüfter erinnert, dem kommt das Design bekannt vor. Etwas frech, verspielt, mit einem lustigem Spruch, trotzdem steht alles wichtige auf dem Karton.
Das alles ohne Kabel besser ist... kommen wir noch kurz zu ;)
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Im Karton befinden sich:
- Tastatur
- Key/Switch Puller
- Zwei Ersatzswitche
- ESC & Enter in dunkelgrau
- 1,8m USB Kabel
- Kurzanleitung

Der Ersteindruck für mich ist gemischt.
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Die Tastatur ist, ohne einen Vergleich zu ähnlichen Tastaturen zu haben, sehr hoch. Knapp 3cm an der Leertaste und über 4cm an den F Tasten. Es gibt eine separat zu erwerbende Handballenauflage, ich habe mir ehrlich gesagt eine für wenig Geld aus Fernost bestellt.
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Da ich Teste meistens sowieso mit den Händen in der Luft tippe, brauche ich diese nur, wenn ich einzelne Tasten anschlage.
Ansonsten ist der erste Eindruck für mich sehr wertig. nichts knarzt, bewegt sich komisch, ist locker, etc. Eine solide, wenn auch keine, Tastatur.
Auf der Rückseite befinden sich zweifach verstellbare Füße. Persönliche Anmerkung: Ein für mich unnützes Feature an jeder Tastatur. Wer winkelt seine Hände so weit nach oben ab, dass man die Tastatur steil stellen muss? Ergonomischer Tod der Handgelenke!
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Außerdem auf der Rückseite: ein weiterer Keycap Puller, sowie der 2,4GHz Dongle. Der Puller ist gut, den Dongle habe ich nicht genutzt.
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Lobend zu erwähnen ist noch der Drehregler oben rechts für die Lautstärke. durch das draufdrücken mutet man.

Einrichtung / Nutzung

Die Ersteinrichtung war... kompliziert. die Kurzanleitung ist gelinde gesagt relativ nutzlos, da sie nur erklärt, wie man die Tastatur verbindet.
Nach der ersten Verbindung, bei mir per Bluetooth, startete ich die Software, und die Tastatur wurde nicht erkannt. Es stellte sich heraus, dass wie bei der Vorgängerversion, die software nur funktioniert, wenn man die Tastatur per Kabel oder 2,4GHz verbindet. Für mich absolut unverständlich. Es mag technische Hintergründe haben, ich bin jedoch schwer unbegeistert davon.
Um die Verbindungsart einzustellen, gibt es an der rechten Seite einen kleinen Wahlschalter zwischen BT (3 Profile), Kabel und 2,4GHz.
also im Internet die Anleitung heruntergeladen und Beleuchtung per Tastenkombination eingestellt. Es gibt wie bei vielen Tastaturen verschiedene Modi (18) und Farben, ich habe mich einfach so weit durch geklickt, bis ich eine durchgehend türkise Beleuchtung ohne Effekte hatte. Eine Erklärung der Modi gibt es in der digitalen Anleitung nicht.
Und hier kommen wir zum größten Nachteil der switche. Diese werden "Endorfy by Gateron" genannt, daher gehe ich davon aus, dass Endorfy entweder wünsche geäußert oder diese mitentwickelt hat. Diese haben jedoch ein gelbes Top, dass die Farben total verfälscht.
Ich habe zwischenzeitlich auf Kailh Navy Blue getauscht, dadurch hat die Tastatur für mich annähernd den Klang einer echten Model M und die Beleuchtung passt nun auch dank durchsichtigem Top.
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Ansonsten war für mich immer die Herausforderung mich auf dem Schreibtisch zu verkleinern. Ich habe Jahrelang das Standard ISO Layout verfechtet, wollte nie vom Ziffernblock weg und habe mich einfach nicht getraut, mal etwas anderes auszuprobieren.
Dementsprechend bestand meine Vorgeschichte an Mechas hauptsächlich aus einer K70 mit Speed Silver und einer G80 mit MX Red Silent.
Ich habe keine besonderen Ansprüche an eine Tastatur was Fähigkeiten, etc angeht, aber ich weiß jetzt nach ein paar Wochen regelmäßiger Benutzung: Ich bin in das 75% Layout verliebt. "Besondere" Funktionen lassen sich über eine Tastenkombination schalten, wie man es beim Laptop mit der FN Taste kennt.
Ich habe für mich auch direkt den Unterschied zu einer "normalen" Tastatur gemerkt, wenn es um das Thema Resonanz geht.
Die Endorfy hat drei Schichten Schaum und Gummi verbaut, was ich absolut positiv finde.
Aber: Ich mag die Endorfy Switche nicht. Ich finde sie schwammig. Ich mag den Klang nicht, ich verstehe nicht, warum sie ein gelbes Top haben.
Und trotzdem kann ich sagen: Jeder, der einfach mal etwas tiefer in diese Welt eintauchen will, kann diese Tastatur nehmen und schauen wo die Reise hin geht.

Pro & Contra / Fazit

Pro
- Gute Verarbeitung
- Switche austauschbar
- Wertige Keycaps

Contra
- Software nicht per BT
- Beleuchtung durch gelbe Tops verfälscht
- Sehr Hohe Maße

Fazit:
Für den Preis ein toller Einstieg in die Welt der etwas professionelleren Tastaturen, die mal abseits vom 100% ISO (oder ANSI) Layout sind.

Als keines Extra hier noch ein Vergleichsfoto mit einer IBM Model M "Battleship" M122 (Restaurationsprojekt) und einer Cherry G80-3000N
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Und wieder einmal sage ich danke für die Aufmerksamkeit, bei Fragen und Anmerkungen gerne melden, danke fürs dabei sein :)
 
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83 Tasten ISO DE eingerückt (Würde ich so nennen)
Tasten zählen kann man machen, aber was meinst Du mit "eingerückt"? Die kleine 1.75u R-Shift? Eigentlich ist das hier ein lupenreines 75% exploded layout. Exploded wegen des Abstands der äußerst rechten column zum Haupttastenfeld und auch wegen der f-row in Vierer-Blöcken.

Ich bin in das 75% Layout verliebt.
Na dann gilt es nach einiger Zeit des Übens, die f-row mit irgendetwas abzudecken und die F-Tasten auf die Ziffern zu mappen und schon hast Du ohne Neukauf eine Antwort auf die Frage, ob Du Dich auch auf 60% wohlfühlst. Es gibt noch so viel zu entdecken... :d

IBM Model M "Battleship" M122 (Restaurationsprojekt)
Die eigentlich getestete Tastatur ist für mich persönlich ziemlich uninteressant, aber dieses alte Flaggschiff ist mir auf jeden Fall einen "Daumen hoch" wert. Bitte wieder hübsch machen, unbedingt gut behandeln und lieb haben, denn auch wenn sie der Lautstärke wegen nicht für's Großraumbüro taugen, ist das Tippgefühl m.M.n. überragend - und solche Fertigungsqualität gab es danach nie mehr! Kleiner "Geheimtipp" für die Kappen: Ein Topf mit heißem, nicht kochendem Wasser, zwei bis drei Gebissreiniger-Tabs darin auflösen, 30 Min. einweichen und dann mit einer weichen Wurzelbürste (Gemüsebürste) putzen. Viel Spaß und Erfolg!
 
Die Fertigungsqualität gibts doch wieder. Modelfkeyboards ftw. Und die lachen über das neumodische Krams....
 
@XibariS Danke für die Aufklärung, so tief bin ich das Rabbithole nicht eingetaucht ;)
60% wird wohl nicht meins, da würde mir glaube ich irgendwas fehlen.

Und die M122 wird wieder hübsch gemacht und auf USB umgebaut, aber alles originalgetreu, etc. Habe noch eine zweite unvollständige, weil fehlende Caps für das Modell super schwer zu finden sind, vor allem wenn es um die Tasten außerhalb des Standardlayouts geht.
 
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