[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Der eigentlich Witz an der Fortführung des Solis ist, dass er bereits Ende 2019, mit auslaufen des Solidarpakts II, für alle hätte auslaufen und ersatzlos wegfallen müssen. Ob dieses gestaffelte Modell so rechtens ist, ist auch noch fraglich. Hiermit muss sich Karlsruhe noch beschäftigen.
 
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Also bei mir gehen monatlich über 50€ an Soli weg, da freue ich mich auf jeden Fall über die Abschaffung.
 
300€ "cash" im Jahr sind also nichts?
Wer 300€ Soli zahlt verdient ja auch entsprechend, also nein, eher zu vernachlässigen.

Weil der Soli ja nur in den Osten geflossen ist...
Eben, manche raffen nicht, dass Steuern keiner Zweckbindung unterliegen.
Da gebe ich Dir absolut recht! Bin auch wegen dem deutlich höheren Gehalt ausgewandert.
Nicht falsch verstehen, mehr verdienen ist ja vollkommen legitim, aber die Begründung mit den Steuern und Abgaben ist schlicht und einfach dumm.
Der eigentlich Witz an der Fortführung des Solis ist, dass er bereits Ende 2019, mit auslaufen des Solidarpakts II, für alle hätte auslaufen und ersatzlos wegfallen müssen. Ob dieses gestaffelte Modell so rechtens ist, ist auch noch fraglich. Hiermit muss sich Karlsruhe noch beschäftigen.
Der Soli wurde mit dem höheren Finanzbedarfes des Staates gerechtfertigt, weil Steuern eben keine Zweckbindung haben dürfen.
Wenn der Staat jetzt nur eine Begründung für höheren Finanzbedarf finden würde...:rolleyes2:
 
@Daunti: also am Ende des Jahres werden beim Soli grob 450€ brutto drauf stehen.

Ich weiß ja nicht... Für meinen Teil ist das vielleicht zu vernachlässigen... Dennoch lieber zwei mal ordentlich in die Kneipe gehen... Oder 3mal mit dem Fräulein ins Restaurant

Vermutlich sind die 60€ GEZ pro Quartal für dich auch zu vernachlässigen. Die würden von mir sogar nen Korb Plätzchen zur Kündigung dabei bekommen, wenn man das könnte.
 
@Daunti der Soli war und ist keine Steuer, er wurde nach der Wende eingeführt, um die Infrastruktur im Osten instand zu setzen und den neuen Bubdesländern bei der Angleichung zu helfen. Damit war er Zweckgebunden, was aber wie so vieles hier im Land, von der Politik ignoriert wurde.
 
und dann hatte esneue Straßen und alles schick und schön aber wohnen wollte da keiner weil es keine Arbeit gibt.

Die Gemeinde hat kein Geld und somit verfällt bzw vergammelt bzw veraltet alles wieder.

Toller Kreislauf zur Geldverbrennung

Also ist es doch garnicht so schlecht wenn diese Zweckbindung nicht so ernst genommen wird
 
der Soli war und ist keine Steuer
Ja genau genommen ist er eine Ergänzungsabgabe zu einer Steuer. Trägt damit aber zum Steueraufkommen bei. Anders die Rundfunkgebühr.
Also ist es doch garnicht so schlecht wenn diese Zweckbindung nicht so ernst genommen wird
Damit war er Zweckgebunden, was aber wie so vieles hier im Land, von der Politik ignoriert wurde.
Diese Behauptungen sind schlicht und einfach gelogen. Nichtmal die, die gegen den Soli geklagt haben sind mit dem Argument vor Gericht gezogen.
 
Okay, da hast du natürlich recht - da bekommt jeder die gleiche Leistung.

Nicht sicher ob du die Frage der Solidarität ernst meinst; Ich weiß durchaus was das bedeutet. Heißt noch lange nicht dass ich damit einverstanden bin. Sollen sich die die weniger verdienenden doch ebenso Solidarisch zeigen und blechen. Wenn es zum Leben nicht mehr reicht, ist es doch egal ob noch weniger als wenig da ist... :rolleyes2: Ist immer leicht über die anderen zu Reden wenn man selber nicht betroffen ist.
Es blechen doch bislang alle dafür. Und jetzt müssen die, die eh schon wenig haben, nicht mehr dafür blechen. Das klingt sehr nach Neid. Es geht dir durch diese Maßnahme gar nicht schlechter als zuvor. Es geht nur anderen besser. Anderen, denen es eh schon viel schlechter geht als du.
 
Wir zahlen nächstes Jahr auch noch weiterhin zu einem großen Teil den Soli. Finde ich ehrlichgesagt absolut zum Kotzen. Klar gehören wir mit unserem Familieneinkommen zu den Spitzenverdiener. Wenn man sich aber mal anschaut was wir quasi an "Abgaben" zahlen und was dann der "links-grün-romantische 0815 Arbeiter (m/w/d)" dazu beiträgt, der dann auch noch der Meinung ist man kann ja immer noch auf die die mehr haben draufdreschen, dann ist schon die Frage wo da die Reise überhaupt noch hingehen soll.

Was heißt hier draufdreschen? Ich sehe viele Leute, die aktuell auf 30% ihres Lohns verzichten müssen. Da wirkt es etwas seltsam, wenn Spitzenverdiener jetzt meckern, dass genau diese Gruppen entlastet werden, während man auf sie "draufdrischt".

Das ist genau der springende Punkt. Aktuelles Beispiel sind ja die Corona Hilfen. Da werden Mrd. verballert ohne das wirklich spürbar bei vielen was ankommt. Wenn ich daran denke wer das zurückbezahlen soll, wirds mir ganz anders.
Das hab ich hier jetzt mehrfach gelesen, daher nehm ich das einfach mal aus deinem Beitrag: Glaubst du wirklich, da wird etwas zurückbezahlt? Der Staat ist keine Privatperson, die Schulden werden einfach nur angehäuft. Solange man die Zinsen zahlen kann, ist man am internationalen Markt "kreditwürdig". Zusammen mit den Gesetzen, die der Staat für die Banken macht, ist das praktisch reines Gelddrucken.

Wer sich hier Sorgen um die Verbindlichkeiten des Staats macht, sollte sich noch mal in Wirtschaft schlau machen. Vielleicht nicht in Magazinen, deren Name Wirtschaft enthält.

Im Übrigen ist es reichlich paradox, wenn nicht gar scheinheilig, wie einen auf der einen Seite Sorge umtreibt über die Ausgaben des Staates, man aber gleichzeitig dafür eintritt, die Einnahmen nicht zu erhöhen (zumindest nicht, solange man sie selbst bezahlen soll).
 
Am Ende macht der Bund eh nen Strich unter die Rechnung und guckt, dass die Einnahmen insgesamt zu den Ausgaben passen. findet man keine Einsparungen, wird man sich das Geld auf kurz oder lang an anderer Stelle holen. Ich gebe der Mehrwertsteuer zB keine drei Jahre mehr, dann steht die 2 vorne.

Man wird genügend Wege und Mittel finden, dass am Jahresende nicht mehr übrig bleibt. Für die meisten ist es auch kaum noch nachvollziehbar, da alles irgendwo mit einer Steuer belegt ist. 50€ mehr im Monat sind fürs Gewissen und für die kommenden Wahlen aber ein super Mittel.
 
Ich finde es ok, wenn Leute mit geringem Einkommen (also geringer als meines) befreit werden, mir tun die 30€ nicht weh aber jemandem, der weniger verdient, tut selbst der geringere Beitrag weh! Nur denke ich, das unseren regierenden was einfällt, um dieses Einkommensplus den Leuten wieder weg zu nehmen, was die eigentliche sauerei sein wird.
 
Ich finde es ok, wenn Leute mit geringem Einkommen (also geringer als meines) befreit werden, mir tun die 30€ nicht weh aber jemandem, der weniger verdient, tut selbst der geringere Beitrag weh! Nur denke ich, das unseren regierenden was einfällt, um dieses Einkommensplus den Leuten wieder weg zu nehmen, was die eigentliche sauerei sein wird.
30€ / mtl. ueber 40 Jahre Arbeitszeit in eine im Schnitt 7% abwerfende Anlage ergibt ne Endsumme von ueber 70k vor Steuern.

Fuer mich sind die 30€ also viel!
 
Ich versteh halt nicht, warum mit dem Soli so ein Hickhack veranstaltet wird. Entweder man macht ne Abgabe für alle, oder man lässt es.
Will man da nun eine Komponente der sozialen Gerechtigkeit einbauen, dann gibt es an anderer Stelle genügend möglichkeiten das zu kompensieren. Dann werden eben aus 42% nun 43%.

Aber so hat man nur wieder ne Ausnahme von der Ausnahme geschaffen. Gewonnen ist dadurch meiner Meinung nach nichts.
 
Ich finde es ok, wenn Leute mit geringem Einkommen (also geringer als meines) befreit werden, mir tun die 30€ nicht weh aber jemandem, der weniger verdient, tut selbst der geringere Beitrag weh! Nur denke ich, das unseren regierenden was einfällt, um dieses Einkommensplus den Leuten wieder weg zu nehmen, was die eigentliche sauerei sein wird.
Es liegt an uns...

In dem Zusammenhang ist aber interessant, dass gerade Geringverdienende öfter nicht wählen gehen.
Aber nicht wundern, auch Spitzenverdiener wählen zwar für ihre Interessen, meckern dann aber über Steuerverschwendung.
 
Es liegt an uns...

In dem Zusammenhang ist aber interessant, dass gerade Geringverdienende öfter nicht wählen gehen.
Aber nicht wundern, auch Spitzenverdiener wählen zwar für ihre Interessen, meckern dann aber über Steuerverschwendung.

Woher weißt du, dass gerade Geringverdiener öfter nicht wählen gehen ?
 
... Das klingt sehr nach Neid. Es geht dir durch diese Maßnahme gar nicht schlechter als zuvor. Es geht nur anderen besser. Anderen, denen es eh schon viel schlechter geht als du.

Man könnte auch das Wort "Neid" dafür benutzen - wenn man es nicht besser weiß. Natürlich sind die Frauen neidisch dass sie nicht im Vorstand sitzen -> Frauenquote. Ob man, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, das salopp mit Neid beschreiben kann.. ich weiß ja nicht.

Im Übrigen ist es reichlich paradox, wenn nicht gar scheinheilig, wie einen auf der einen Seite Sorge umtreibt über die Ausgaben des Staates, man aber gleichzeitig dafür eintritt, die Einnahmen nicht zu erhöhen (zumindest nicht, solange man sie selbst bezahlen soll).

Was ist daran Paradox, wenn man sich aufregt dass mit meinem Geld so miserabel gehaushaltet wird? Ganz im Gegenteil, @meister. regt sich auf das die Corona Hilfen verschleudert werden, von Beiträgen die er noch und nöcher zahlen muss. Wie du selber geschrieben hast, der Staat ist kein Unternehmen, die Haushalten nur mit fremden, mit unserem Geld.
 
Woher weißt du, dass gerade Geringverdiener öfter nicht wählen gehen ?

Man könnte auch das Wort "Neid" dafür benutzen - wenn man es nicht besser weiß. Natürlich sind die Frauen neidisch dass sie nicht im Vorstand sitzen -> Frauenquote. Ob man, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, das salopp mit Neid beschreiben kann.. ich weiß ja nicht.

Salopp nicht, aber die Beschreibungen hier im Thread lassen den Schluss zu. Ich lese zu viel "mimimi, die anderen müssen weniger zahlen" und zu wenig "warum werden nicht bei anderen Steuern Vermögensunterschiede beachtet?".

Was ist daran Paradox, wenn man sich aufregt dass mit meinem Geld so miserabel gehaushaltet wird? Ganz im Gegenteil, @meister. regt sich auf das die Corona Hilfen verschleudert werden, von Beiträgen die er noch und nöcher zahlen muss. Wie du selber geschrieben hast, der Staat ist kein Unternehmen, die Haushalten nur mit fremden, mit unserem Geld.

Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen? Die haushalten nicht mit unserem Geld, die erschaffen einfach neues. Der Staat hat keinen Tresor, wo er Steuern reinlegt und dann Infrastruktur o.Ä. bezahlt, in dem er da Geld rausholt. Da werden auf ein paar Konten Zahlen erschaffen.

Paradox ist aber, wie von mir schon angesprochen, nicht die Misswirtschaft, sondern das Verhältnis Ausgaben-Einnahmen, während man gegen Einnahmen ist.
Man kann übrigens auch gegen Steuerverschwendung sein und dennoch hier leben wollen. WIi Daunti schon schrieb, ist es anderswo ja auch nicht immer besser.
 
Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen? Die haushalten nicht mit unserem Geld, die erschaffen einfach neues. Der Staat hat keinen Tresor, wo er Steuern reinlegt und dann Infrastruktur o.Ä. bezahlt, in dem er da Geld rausholt. Da werden auf ein paar Konten Zahlen erschaffen.

Paradox ist aber, wie von mir schon angesprochen, nicht die Misswirtschaft, sondern das Verhältnis Ausgaben-Einnahmen, während man gegen Einnahmen ist.
Man kann übrigens auch gegen Steuerverschwendung sein und dennoch hier leben wollen. WIi Daunti schon schrieb, ist es anderswo ja auch nicht immer besser.

Nur weil ich deinen Beitrag lese, heißt es noch nicht das er Sinn ergibt. Ja, natürlich wird Geld gedruckt. Aber zu Lasten von wem? Dem Steuerzahler. Weil, wie schon so oft genannt, der Staat hat kein eigenes Geld. Was meinst wie diese Konten über kurz oder eher lang gedeckt werden sollen? Richtig, Steuergelder. Und was meinst wo kommen die her? Nach deiner Logik könnte der Staat doch einfach Geld drucken und die Schulden begleichen.. it's that easy
 
Nur weil ich deinen Beitrag lese, heißt es noch nicht das er Sinn ergibt. Ja, natürlich wird Geld gedruckt. Aber zu Lasten von wem? Dem Steuerzahler. Weil, wie schon so oft genannt, der Staat hat kein eigenes Geld. Was meinst wie diese Konten über kurz oder eher lang gedeckt werden sollen? Richtig, Steuergelder.

Falsch, sonst wäre das ja auch einfach nur ein Kredit.

Diese Konten werden nicht gedeckt, weil diese Kredite nicht zurückbezahlt werden. Wenn die Last zu groß wird oder irgendein anderes Ereignis kommt, dann gibt's einen Schuldenschnitt und alle fangen wieder bei 0 an.

Es geht insofern zu Lasten des Steuerzahlers, als dass sein Geld durch Inflation entwertet wird.

Wie gesagt, einfach mal etwas mit Finanzpolitik beschäftigen. Dann sieht man schnell, was hier schieffläuft.
 
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