[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wie kommst du denn darauf?

Unabhängig davon muss man 1700€ Netto hier im Osten auch erstmal verdienen..

Hab eine Renteninfo erhalten. Knapp unter 1200 Rente, wenn ich ab jetzt bis Renteneintritt genau das verdiene. Und 1700 sind vermutlich keine wirkliche Kunst, auch im Osten nicht. Richtige Branche/Beruf vorausgesetzt. Aktuell gibt‘s bei mir 2100 Netto seit dem Jobwechsel.


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Hab eine Renteninfo erhalten. Knapp unter 1200 Rente, wenn ich ab jetzt bis Renteneintritt genau das verdiene. Und 1700 sind vermutlich keine wirkliche Kunst, auch im Osten nicht. Richtige Branche/Beruf vorausgesetzt. Aktuell gibt‘s bei mir 2100 Netto seit dem Jobwechsel.

es gibt in deutschland im prinzip 2 klassen im nicht öffentlichen dienst:

- industrie und andere große buden
- handwerk und kleinere firmen /mittelstand

während die ersten sehr gut bezahlt werden dank tarifverträgen und ähnliches und auch von alleine immer mehr kohle reinkommt, sieht es bei der 2 gruppe völlig anders aus.
1700€ netto klingt nicht nach sonderlich viel, sind aber auch 15€/std bei der noch immer typischen 40std woche im einfachen lohnsektor. gesellen mit paar jahren erfahrung haben bei uns 1-2 euro mehr, aber die sind auch alle 40jahre+ alt. nen geselle mit 25 jahren auf den buckel hat keine 15€ hier. im osten sieht das sicher nochmals ne spur schlechter aus.
in ner firma mit nen großen tarifvertrag verdient selbst die putze oder der hilfsarbeiter mehr.

insgesamt ist die rente aber gar nicht so schlecht wie immer behauptet wird. wer wirklich 45jahre als facharbeiter mit 1700-2000 netto gearbeitet hat, wird auch 12-1300euro rente bekommen. zieht man die kosten zur arbeit ab und ggf. auch einb ezahltes auto, hat man schnell mal effektiv mehr über als vorher.


Es ist aber auch nicht genug Kohle vorhanden um jeden Monat noch grosszügig 300-500€ wegzulegen.

das ist irgendwie auch nicht sinn und zweck einer rente. das macht man vorher, um zum rentenbeginn genug reserven zu haben. wer kann, kann natürlich auch weiter sparen. die staatlichte rente soll aber keine reichtümer anhäufen sondern das arbeitende volk auf die kiste vorbereiten.

insgesamt hat der staat auch keinerlei interesse daran, das man wirklich alt wird. der beste tot ist mit 65 rum kurz vor der rente. natürlich unverheiratet, damit bloss keiner die rentenansprüche mitnimmt.
 
es gibt in deutschland im prinzip 2 klassen im nicht öffentlichen dienst:

- industrie und andere große buden
- handwerk und kleinere firmen /mittelstand

während die ersten sehr gut bezahlt werden dank tarifverträgen und ähnliches und auch von alleine immer mehr kohle reinkommt, sieht es bei der 2 gruppe völlig anders aus.
1700€ netto klingt nicht nach sonderlich viel, sind aber auch 15€/std bei der noch immer typischen 40std woche im einfachen lohnsektor. gesellen mit paar jahren erfahrung haben bei uns 1-2 euro mehr, aber die sind auch alle 40jahre+ alt. nen geselle mit 25 jahren auf den buckel hat keine 15€ hier. im osten sieht das sicher nochmals ne spur schlechter aus.
in ner firma mit nen großen tarifvertrag verdient selbst die putze oder der hilfsarbeiter mehr.
Da sind die Leute in Handwerk oder Mittelstand aber auch selber schuld. Viele gehen gemessen an der Bezahlung (oft Aufstocker) wohl nur arbeiten weil ihnen sonst langweilig wäre.

Der puritanisch protestantische Arbeitsethos ist in Deutschland nach wie vor der am meisten vertretene, gib 10 Leuten die Wahl zwischen einer Gewerkschaft und einer Geschlechtskrankheit, 9 entscheiden sich für zweiteres. Leichtes Spiel für jeden Unternehmer. Ab und zu noch ein Artikel in den Medien mit der Nachricht "wir sind die tollsten Exportweltmeister" und selbst der Aufstocker der mit Anfahrt usw mehr Geld verliert als er mit Arbeiten verdient freut sich seines Lebens. :d

Oder kurz gesagt: Man kann nur Leute auspressen, wenn es Leute gibt die sich auspressen lassen.
 
Grüße aus dem Mittelstand mit aktuell 95k€ p. a. :lol:

Dieses verallgemeinern hilft doch wirklich überhaupt nicht.
 
das ist irgendwie auch nicht sinn und zweck einer rente. das macht man vorher, um zum rentenbeginn genug reserven zu haben. wer kann, kann natürlich auch weiter sparen. die staatlichte rente soll aber keine reichtümer anhäufen sondern das arbeitende volk auf die kiste vorbereiten.

Es ging darum, dass er JETZT nicht genug Geld hat um 300-500€ für die Rente wegzulegen. Und nicht darum, dass die Rente zu wenig sein wird, um davon was wegzulegen.
 
Muss nicht unbedingt Tarif (IG Metall etc. ) sein um gut zu verdienen....mein ex Chef (Mittelständler ca. 110 Mitarbeiter) hat mich ausgepresst die letzten Jahre. Bin immer wieder hin und hab nach mehr Geld gefragt....nix zu machen...in 5 Jahren Betriebszugehörigkeit waren es ca. 300euro Brutto mehr (über den Zeitraum gerechnet). Habe meinen Unmut auch mehrfach zu verstehen gegeben, geändert hat sich jedoch nichts...hab dann dieses Jahr die Kündigung auf den Tisch gelegt und plötzlich waren die Augen groß....

Bin jetzt Gehaltsmäßig da, wo ich mich eigentlich erst in gut 10 Jahren gesehen hätte, Arbeit macht Spaß, auch ein super Arbeitgeber, ebenfalls Mittelständler (jedoch ca. 400 MA) und auch ohne Tarifvertrag.

Als Geselle ohne sonderliche Weiterbildung bei 40STD bin ich jetzt bei knapp 4000 Brutto. Geht also auch.

Edit:
Laut Rentenbescheid, angeblich mal 1800euro Rente. Hab trotzdem eine Private Rente, glaub 150euro oder 200 Zahle ich da ein. Da ich noch gut 40 Jahre arbeiten muss, wird das ja sicher auch noch höher, da Gehalt ja auch steigen wird.
 
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Ist einfach alles von so vielen Faktoren abhängig, Gebiet, Branche, Zeitpunkt, uvm...
 
Hab eine Renteninfo erhalten. Knapp unter 1200 Rente, wenn ich ab jetzt bis Renteneintritt genau das verdiene. Und 1700 sind vermutlich keine wirkliche Kunst, auch im Osten nicht. Richtige Branche/Beruf vorausgesetzt. Aktuell gibt‘s bei mir 2100 Netto seit dem Jobwechsel.


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Ich wohne im Westen und liege bei 1300. 1700 wäre ein Traum.
 
Ohne zu wissen was das wohnen kosten wird ist es doch fast schon hinfällig darüber zu diskutieren.
Wie war die Spanne letztens in dem Zeit Artikel?
Ich meine es waren von unter 4€/qm kalt irgendwo in NRW bis fast 18€/qm in München.
 
Klar 4 € pro qm. Vielleicht in einem Dort aber nicht in einer Großstadt. Ich zahle 400 warm
 
Das ist netto. Bei 1700 brutto bleiben auch keine 1200 Rente über. Nie im Leben.
 
Klar 4 € pro qm. Vielleicht in einem Dort aber nicht in einer Großstadt. Ich zahle 400 warm
Selbstverständlich, aber du bekommst ja in der Stadt nicht mehr Rente. Klar der Ingenieur da geht das Gehalt je nach Ort nach oben, aber die, die von Mindestlohn leben haben genau dieses Problem.
 
Ist echt lustig, wie viele blind dieser Renteninfo vertrauen. Was da drin steht ist Fake. Im ÖR kam da mal ein Bericht zu. Ein Vollzeitbeschäftigter Elektrikermeister, der seit seinem 17. Lebensjahr ununterbrochen beschäftigt war, bekommt BEREINIGT eine Rente knapp über der Grundsicherung und Sachen wie Inflation waren da noch nicht einmal eingerechnet. Vielleicht finde ich den Link noch...

Edit: Gefunden!

Falle Renteninformation ARD Plusminus deckt auf - YouTube
 
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Ich wohne im Westen und liege bei 1300. 1700 wäre ein Traum.

Leute das ist brutto.
die ziehen euch dann a) Steuern für das schon x-mal versteuerte Geld ab und eure Krankenversicherung etc geht davon auch noch ab.
das gibts nicht netto auf die Kralle...
von eurem jetzigen Netto ca 40% = das habt ihr dann ca Kaufkraftmässig am Ende über.
Willkommen in Deutschland!
 
von eurem jetzigen Netto ca 40% = das habt ihr dann ca Kaufkraftmässig am Ende über.

uff.. na hoffentlich kann ich davon dann noch die Miete bezahlen xD

Da kann man echt nur hoffen dass der Flaschenpfand erhöht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Ausgaben sind in den letzten 12 Monaten gestiegen:motz:
Background: München, kein eigenes Auto, IT-Berater, Anfang 30er und noch keine Kinder.
900 Miete (mein Anteil)
100 Versicherungen, Abos etc
300 Essen jeglicher Art
300 Spaß, Geschenke, Kleidung
200 Anschaffungen, Technik
350 Urlaub, Ausflüge
100 Mobilitätskosten all inkl.
Macht grob Ausgaben von 2250€.

Ein kleines flottes Cabrio würde ich mir schon gerne in die Garage stellen, weiß aber auch dass ein Auto reine Geldverbrennerei wäre:(
 
Teile sie mit der Freundin, allerdings anteilig nach Gehalt, daher zahle ich etwas mehr.
Hier sind die Mietpreise eben grob um die 15-25€ auf den m^2 je nach Lage.
Haben mit 20€ auf den m^2 noch eine bezahlbare moderne Wohnung in top Lage am Parkrand bekommen :)
Die Gehälter sind dafür auch dementsprechend höher hier, das muss man auch klar sagen.
 
@ty_ascot

Fixkosten: 1400€
Luxus und eigentlich nicht Lebensnotwendig: 850€

Du genießt dein Leben und das ist auch gut so. ;)
Es hilft aber wenn man mal ab und zu einen Monat versucht sparsam zu leben oder einfach im Konto die Abbuchungen durchgeht und überlegt ob die Sachen wirklich nötig waren.

Ausgaben für die beiden Kids bei uns diesen Monat:

400€ Kita
Windeln, Medis, Nahrung etc: 300€

Übel wird es wenn die Kids Krank sind und 1-2 Wochen daheim sind, dann werden aus 300€ schnell mal 500€ plus Kita Gebühren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Rentendiskussion finde ich interessant, weil mich dieses Thema ebenfalls sehr beschäftigt. Ich persönlich erachte das staatliche Rentensystem als ungenügend, weswegen ich eher privat Vorsorge (zugegeben möchte ich auch nicht bis 67 arbeiten) und es nur als Zusatzrente ansehe. Ich finde es jedoch erstaunlich, dass sich so viele auf das staatliche Rentensystem verlassen, ungestört konsumieren und dann meckern, dass sie nicht genügend Geld im Alter haben.
Wir haben ja grundsätzlich im europäischen Vergleich ein hohes Einkommensniveau hier in Deutschland. Dagegen steht aber ein geringes Vermögen der einzelnen durchschnittlichen Personen. Das Einkommen wird einfach falsch verwendet, sei es Konsum oder ein hoher teil unwirtschaftlicher Geldanlagen (niedrig verzinstes Vermögen wie Tagesgeld, Bausparen etc). Ich denke hier muss umgedacht werden und mehr vom Einkommen investiert werden. Zum Beispiel auch mal einen Teil in Wertpapiere oder eine Immobilieninvestition. Ich bin mir dabei wohl im klaren, dass es nicht für jeden einfach ist (Niedriglohnsektor) aber man kann es auch mit kleinen Beträgen versuchen 50€ im Monat als Sparplan über 30-40 Jahre bis zum Renteneintritt ergeben auch schon eine kleine Summe...
 
Ich denke hier muss umgedacht werden und mehr vom Einkommen investiert werden. Zum Beispiel auch mal einen Teil in Wertpapiere oder eine Immobilieninvestition. Ich bin mir dabei wohl im klaren, dass es nicht für jeden einfach ist (Niedriglohnsektor) aber man kann es auch mit kleinen Beträgen versuchen 50€ im Monat als Sparplan über 30-40 Jahre bis zum Renteneintritt ergeben auch schon eine kleine Summe...

Ich denke da sind die finanziellen Mittel weniger das Problem als viel mehr dass man sich kümmern müsste. Daran wird es bei dem überwiegenden Teil scheitern.
 
Und es gibt Leute die
a) Beratern 0 vertrauen (da gehöre ich dazu)
b) die Thematik Geldanlage nicht durchblicken
c) keine 50€ im Monat über haben um sie zu investieren oder in eine private Altersvorsorge zu stecken

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meine mal gelesen zu haben das das nur ~13€ im Monat ausmachen würde. was könnten dann ein paar € mehr erreichen...
13 Euro im Monat erreichen gar nichts, vermutlich hast du was von 13 Euro die Stunde gelesen.
Dann bist du (verglichen mit Mindestlohn bei 170h / Monat) aber schon bei ner Differenz von über 650 Euro pro Monat (AN-brutto), also etwa 800 Euro aufwärts Mehrkosten für den AG.
Unter "ein paar Euro" fällt das dann aber nicht mehr. ;)

@2k5lexi:
Wie kommst du darauf, dass das deutsche Rentensystem nicht von der Steuer querfinanziert wird?
Steuerzahler trägt ein Drittel der gesetzlichen Rente
 
Leute das ist brutto.
die ziehen euch dann a) Steuern für das schon x-mal versteuerte Geld ab und eure Krankenversicherung etc geht davon auch noch ab.
das gibts nicht netto auf die Kralle...
von eurem jetzigen Netto ca 40% = das habt ihr dann ca Kaufkraftmässig am Ende über.
Willkommen in Deutschland!

Na ja, ganz so ist es dann doch nicht. Wenn ich aktuell zB im Jahr 50K verdiene, sind das mit 67 Jahren ~1750 Rente. Also 1450 Rente netto. Und das sind dann doch ein ganzes Stück mehr als 40% des Arbeitsnettos :)
 
Wie genau kommst du auf die Werte (speziell die 1750 Euro)?
Ich habe mal überschlagen:
Ich komme mit den 2019er Werten bei 50k Euro Einkommen auf 1,4 Rentenpunkte pro Jahr.
Macht 58,8 Punkte nach 42 Jahren, die ergäben bei 33 Euro pro Punkt dann 1940 Euro brutto

Das wären bei Eintritt 2050 dann etwa 1500 Euro netto (ich denke da ist keine Inflationsberechnung drin, daher dürften es realistisch sein wenn Steuerfreibeträge und Inflation linear verlaufen):
Rentenrechner - Nettorente und Rentenbesteuerung berechnen » Finanzrechner.org

Das wären ca. 60% vom aktuellen netto (~2500 Euro), allerdings ist da natürlich keine Senkung des Rentenniveaus drin berücksichtigt.
 
Das war nur fix in so einem Online-Rechner eingegeben. Ich bin aus der genauen Materie schon ein paar Jahre raus ;) aber 60% klingt weit realistischer als 40% :)
 
@ Blutschlumpf: nicht 13€ die Stunde sondern 13€ mehr Einzahlung pro Monat in die Rentenkasse pro Person. Und das Rentenniveau sinkt weiterhin ab + das der Steueranteil auf 100% bis ~2040 angestiegen ist. Inwieweit die Sozialversicherungsbeiträge noch steigen kann spekuliert werden... Geld aufs Sparbuch legen für "später" ist genauso unsinnig Dank der Zinsen... Die Zahlen auf dem Wisch sehen besser aus als sie dann in Wirklichkeit sind.
 
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