Hmm, das heißt jetzt, dass bei "vergessener" zusätzlicher Spannungsversorgung die OP-Amps ins Limit laufen oder wie ? Sorry so ganz hab ich es nämlich nicht gerafft. Kenne mich mit Elektrotechnik zwar ein bisschen aus, mit Verstärkerschaltung aber nicht wirklich. Meine Theorie, wie du es jetzt meintest, wäre, dass der OP-Amp (oder die nachhängende Verstärkerschaltung) nicht genug Spannung bekommt um clippingfrei das Analogsignal auf den geforderten Wert zu bekommen. Beim OP AMP könnte ich es noch verstehen, dort ist ja die am OP AMP anliegende Gleichspannung die maximale Verstärkungsspannung, mehr geht ja nicht. Oder liegt das Problem dann in der Verstärkerschaltung (hab ich noch nicht durchgenommen

)
Nach dem Wandlerbaustein werden noch Operationsverstärker verbaut (Puffer, Stromspannungswandler und/oder Verstärker). Also nach dem Wandler folgt noch eine oder mehrere analoge Stufe

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Wenn der Wandler max 1V ausgibt, am Ausgang aber bis zu 2V ankommen sollen, muss um Faktor 2 verstärkt werden. Wenn die Musik im Mittel nur 0,5V nach dem Wandler "erzeugt" kommt am Ausgang im Mittel bei Faktor 2 auch nur 1V an. Man kann zwischen dem Wandler und der Ausgangsstufe noch eine Verstärkerstufe schalten mit Faktor 2, dann hätte man 0,5V -> 1V -> 2V.
Ergibt das Musiksignal im Mittel 0,7V wäre das 0,7V -> 1,4V -> 2,8V. Kann die Endstufe allerdings nur 2V liefern, dann wird das Signal entsprechend beschnitten. (Clipping, Verzerrung)
Der DT 880 benötigt rechnerisch einen KHV der mindestens 4V liefern kann (Der FiiO E10k schafft "nur" 2,64V). Allerdings musste ich feststellen das er bei 2V auch schon laut genug ist...
Onboard gibt (ohne KHV) entweder 1V oder 2V aus. Aufjedenfall sollte das Ausgangsignal dann nahe bei 2V bleiben. Das kann durch überlautes (stark Komprimiertes) Material oder durch einen Vorverstärkerstufe erreicht werden.
Ist keine Vorverstärkerstufe vorhanden, wäre vernünftig aufgenommenes Material zu leise. Läßt sich der Vorverstärker nicht runterregeln führt es bei überlauten Material zu Verzerrungen.
Das "Laut" genug ist, ist quasi ein Trick. In beiden Fällen leidet die Feindynamik. Das wäre der Punkt wo ein KHV Qualitativ besser ist (wenn er die benötigte Spannung liefert) aber nicht subjektiv Lauter ist. (Manchmal kommt es einem leiser vor, weil er nicht so "hämmert")
Die Einteilung von Beyer kommt daher, das bei Heimanlagen meist 2V verwendet werden (die 250 Ohm Version braucht 2,5V für laut) und bei Pro-Audio werden 4V verwendet (da sind die Leitungswege länger, mehr Abstand zum Rauschen).