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Amazon hat seinem Fire-TV-Ökosystem ein umfangreiches Update verpasst. Erstmals auf der CES 2026 im Januar angekündigt und dann im Februar für neuere Geräte in den USA ausgerollt, betrifft das Update gleich zwei Fronten: die Benutzeroberfläche auf dem Fernseher sowie die mobile Fire-TV-App für Android und iOS, die bislang kaum mehr als ein digitaler Fernbedienungsersatz war. Die App soll beide Geräte enger miteinander verzahnen und auch die reine Bediengeschwindigkeit um bis zu 30 % steigern.
Auf dem Fernseher bringt das neue Konzept primär eine neue Optik mit einem moderneren Design mit abgerundeten Ecken, luftigerer Elementanordnung und einem neu geordneten Navigationskonzept. Kernstück ist eine überarbeitete Startseite, die Inhaltstypen künftig klarer voneinander trennt: Es gibt dedizierte Bereiche für Filme, Serien und Spiele sowie für die Smart-Home-Steuerung, die über einen langen Druck auf die Home-Taste erreichbar ist und mit verbundenen Kameras, Lautsprechern und anderen Geräten kommuniziert.
Wer viele Streaming-Dienste nutzt, profitiert von einer praktischen Neuerung: Die Anzahl der anpinnbaren Apps auf dem Startbildschirm wurde auf bis zu 20 angehoben, zudem lässt sich die Reihenfolge jetzt frei anpassen. Laut Amazon sollen die Verbesserungen allerdings nicht nur ein kosmetischer Eingriff sein, sondern eine grundlegende Überarbeitung des Codes beinhalten, was in einer spürbar schnelleren Bediengeschwindigkeit in der Navigation und in kürzeren Ladezeiten resultieren soll.
Die wohl bedeutendste Änderung betrifft die mobile Fire-TV-App für Smartphones. Was bislang ein reines Notfall-Werkzeug für verlegte Fernbedienungen war, wird durch das Update zu einer Second-Screen-Zentrale. Nutzer können das Streaming-Angebot ihres Fire-TV-Fernsehers künftig direkt auf dem Mobilgerät durchsuchen und den Filmstart anweisen, ohne das eigentliche Gerät einschalten zu müssen. Das Smartphone gibt lediglich den Startbefehl, die Wiedergabe läuft vollständig über das TV-Gerät. Ergänzend lässt sich die persönliche Merkliste nun auch unterwegs über die App befüllen und synchronisiert sich mit dem Heimsystem. Die überarbeitete App greift visuell dasselbe Design wie die überarbeitete TV-Oberfläche auf.
Eng mit dem Update verknüpft, ist die Integration von Alexa+, Amazons generativer KI-Version des Sprachassistenten. Sie ermöglicht nicht nur personalisierte Inhaltsempfehlungen auf Basis der eigenen Sehgewohnheiten, sondern soll auch auf umfangreichere Sprachbefehle reagieren können – etwa "springe zur Szene, in der Jeff Bezos das erste Mal vor dem Schreibtisch in der Garage seiner Eltern sitzt". Ergänzt wird das Update durch den Launch der Amazon Ember Artline, einer neuen Lifestyle-Serie mit Mattdisplay und Zugang zu über 2.000 kostenlosen Kunstwerken – eine Art digitaler Bilderrahmen.
Der Rollout des neuen UIs startete in den USA zunächst auf dem Fire TV Stick 4K Plus, dem Fire TV Stick 4K Max und der Fire TV Omni. Weitere Geräte und internationale Märkte sollen im Verlauf des Frühjahrs folgen. Die Updates sind kostenlos und werden automatisch eingespielt – Nutzer müssen lediglich warten, bis ihr Gerät an der Reihe ist.