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ADLINK zeigt HPC-Module mit Ampere-Altra-Prozessoren

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adlinkWährend Arm-Designs in Smartphones und Tablets 99,9 % des Marktes abdecken, kommt die x86-Alternative im Serversegment nur recht langsam voran – trotz aller Anstrengungen der Arm-CPU-Hersteller und Anbieter. Ein gewisses Henne-Ei-Problem wird deutlich, denn ohne die entsprechende Software werden die Serveranbieter nicht so einfach auf die Arm-Hardware wechseln können und ohne die Hardware ist die Entwicklung von Software kaum möglich.

Um zumindest einen Teil des Problems zu lösen hat ADLINK nun ein "COM-HPC Server Type Module" und ein dazugehöriges "COM-HPC Server Type Carrier Board" vorgestellt. Auf dem Servermodul befindet sich ein Sockel für Ampere-Altra-Prozessoren samt den dazugehörigen Speichersteckplätzen. Das Servermodul misst 200 mm x 160 mm. Auf dem Carrier Board werden die I/O-Funktionen wie PCIe-Steckplätze realisiert. Beide Komponenten zusammengenommen können dann zum Beispiel in einer Workstation-Entwickler-Plattform verbaut werden – so wie ADLINK diese auch anbietet.

Das Servermodul verwendet entweder einen Q80-28 mit 80 Kernen und einem Takt von 2,6/2,8 GHz bei einer TDP von 175 W oder einen Q32-17 mit 32 Kernen bei 1,5/1,7 GHz bei 58 W. In den sechs Speichersteckplätzen finden maximal bis zu 768 GB (6x 128 GB) an DDR4-3200 Platz. ADLINK verwendet also nur sechs der acht möglichen Speicherkanäle, was sicherlich im Hinblick auf die Größe des Moduls ein Faktor war.

Auf dem Carrier Board werden 64 PCI-Express-4.0-Lanes umgesetzt. Dies teilen sich in 3x PCIe 4.0 x16 und 2x PCIe 4.0 x8 auf. Weiterhin verbaut sind ein Gigabit-Ethernet (Intel i210), 4x USB 3.2, 2x USB 2.0, eine interne USB-Erweiterung, eine serielle Schnittstelle und ein BMC für das Management des Systems. Optional können 4x 10GBASE per externem Controller realisiert werden. Auch ist es auf Nachfrage möglich andere Altra-Prozessoren zu verbauen oder ein CCIX-Interface zu verwenden.

Das Carrier Board misst 305 mm x 330 mm (Extended-ATX) und bietet auch noch 2x M.2 per PCIe 4.0 x4. Über das Carrier Board läuft zudem die Spannungsversorgung.

Das Servermodul wird auf das Carrier Board aufgesteckt und so entsteht unter anderem auch eine Workstation in einem Standard E-ATX-Gehäuse. Ein ATX-Netzteil reicht aus, um die Komponenten und vor allem den Prozessor zu versorgen. Eine AiO-Wasserkühlung kümmert sich darum den Arm-Prozessor bei niedrigen Temperaturen zu halten.

Nicht bekannt ist, was eine solche Workstation als Ava Development Platform kostet. Entwickler sollen darauf ihre Software entwickeln, die dann auf Edge- oder HPC-Servern läuft, die ebenfalls einen Altra- bzw. Arm-Prozessor als zentrale Komponente verwenden.

In Kürze wird Ampere Computing die Altra-Max-Prozessoren mit bis zu 128 Kernen auf den Markt bringen. Noch in diesem Jahr, spätestens aber 2022 werden dann die ersten Arm-Server-Prozessoren auf Basis des Neoverse-V1 und N2-Designs erwartet.