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Intel spricht sich dafür aus den "Schwerpunkt von Benchmarks zu verlagern"

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intelIntel ist eines der Unternehmen, welches zur Computex regelmäßig Neuigkeiten zu verkünden hat. In diesem Jahr ist die Computex auf September verschoben und dennoch versucht die Messe zumindest etwas Aufmerksamkeit zu erzielen. Unter anderem hat man Intels CEO Bob Swan zu einem kurzen Statement gewinnen können.

In diesem spricht er über die Herausforderungen durch die globale COVID-19-Pandemie, aber auch die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Produktneuheiten gibt es keine zu verkünden, einzig das Erscheinen der Tiger-Lake-Prozessoren im Sommer wird erwähnt.

Das kurze Statement sorgt aber vor allem aufgrund einiger weiterer Sätze für Aufmerksamkeit. So sagt Swan: "We should see this moment as an opportunity to shift our focus as an industry from benchmarks to the benefits and impacts of the technology we create."

Dies kann man nun so interpretieren, dass Intel Benchmarks, wie sie in der Branche überall verwendet werden, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, nicht mehr als wichtigstes Instrument zur Präsentation der eigenen Produkte sieht. Die Tech-Presse macht daraus einen Rückzug seitens Intel in der Vergleichbarkeit mittels Benchmarks gegenüber dem Konkurrenten AMD. Die Ryzen-, Ryzen-Threadripper- und EPYC-Prozessoren haben Intel vor allem in Multi-Threaded-Anwendungen und damit auch Multi-Threaded-Benchmarks den Rang abgelaufen, daran besteht wohl kein Zweifel, aber Intel wird nicht darauf verzichten können, sich über etablierte Benchmarks mit der Konkurrenz zu messen. Was nun in der Praxis relevante Benchmarks sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Im vergangenen Jahr sorgte ein Blog-Beitrag von Intel für Aufmerksamkeit. In diesem hatte Intel das Leistungsplus durch mehr als acht Kerne untersucht. Zum damaligen Zeitpunkt war der Core i9-9900KS (Test) mit acht Kernen das Spitzenmodell. Dieser wurde jedoch inzwischen vom Core i9-10900K (Test) mit zehn Kernen abgelöst. Zur IFA im September des vergangenen Jahres sprach Intel über "Real World Performance" und darüber, welche Aussagekraft Benchmarks gegenüber den Anwendungen haben, die letztendlich vom Nutzer verwendet werden.

In diese Richtung geht auch die Aussage von Bob Swan. Vor allem bezieht er sich auf spezielle Funktionen wie AVX-512 und DL-Boost, welche von den Xeons auf Basis von Cascade Lake, Cooper Lake und Ice Lake unterstützt werden.

"The pandemic has underscored the need for technology to be purpose-built so it can meet these evolving business and consumer needs. And this requires a customer-obsessed mindset to stay close, anticipate those needs, and develop solutions. In this mindset, the goal is to ensure we are optimizing for a stronger impact that will support and accelerate positive business and societal benefits around the globe."

Softwareoptimierungen und eine Hardwarebeschleunigung spielen im Serversegment eine immer wichtigere Rolle. Einfach eine Anwendung starten und die Werte vergleichen ist hier nicht mehr möglich. Egal ob bei Prozessoren oder GPU-Beschleunigern, inzwischen hat die Software einen großen Anteil an der optimalen Leistung. Kernel, Compiler-Settings und eben Softwareschnittstellen und spezielle Anpassungen der Software selbst spielen zunehmend eine wichtige Rolle – wie undokumentierte NAMD-Benchmarkkämpfe zwischen AMD und Intel bereits gezeigt haben. Undokumentiert lassen sich Leistungswerte so nicht mehr analysieren und jeglicher auf der Bühne oder in Marketingmaterial gezeigter Benchmark sollte immer mit Vorsicht genossen werden.

Gänzlich auf Benchmarks verzichten können wird man nicht. Ein Produkt A mit Produkt B zu vergleichen setzt immer eine gewisse Vergleichsbasis voraus. Eine Transferleistung zwischen den Benchmarks hilft die Leistung auch dann zu beurteilen, wenn nicht der explizite Anwendungsfall betrachtet wird. Intern und im Marketing wird Intel nicht ebenfalls auf Benchmarks verzichten können.

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