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HLRS Hawk: Supercomputer in Stuttgart springt auf Platz 5

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supercomputerErst vor wenigen Tagen berichteten wir darüber, dass der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechner (HLRN) einen neuen Teil seiner Supercomputer-Infrastruktur in Betrieb genommen hat, die mit Intels Cascade-Lake-AP-Prozessoren ausgestattet ist. Heute wird in Stuttgart am HLRS (High-Performance Computing Center Stuttgart) ein neuer Supercomputer namens Hawk offiziell in Betrieb genommen.

Gestern wurden die Aufbauarbeiten an Hawk offiziell abgeschlossen. In den kommenden Tagen und Wochen werden aber noch weitere Tests stattfinden, bevor der Supercomputer in den regulären Betrieb übergeben wird. Das Vorgängersystem HazelHen wird am 24. Februar komplett abgeschaltet und wurde in den vergangenen Wochen bereits zurückgebaut. Im April oder Mai soll eine vollständige Migration der Nutzer von HazelHen auf Hawk stattfinden.

Hawk soll eine Spitzenrechenleistung von 26 PFLOPS besitzen. Bei dieser Leistung würde das System auf Platz 5 der Top500-Supercomputer landen. Das HLRS hat Hewlett Packard Enterprise beauftragt das System aufzustellen. Als Basis dienen die Apollo-9000-Komponenten. Insgesamt aufgestellt wurden 44 Cabinets mit 5.632 Rechenknoten.

Pro Rechenknoten kommen zwei Prozessoren zum Einsatz. Bei diesen handelt es sich um AMD EPYC 7742, also die aktuellen Rome-Prozessoren von AMD. Sie verfügen über 64 Kerne. Bei zwei Prozessoren pro Rechenknoten sprechen wir also von insgesamt 11.264 Prozessoren, die hier eingesetzt werden. In 90.112 DIMM-Steckplätzen stecken insgesamt 1,44 PB an Arbeitsspeicher.

InfiniBand HDR200 dient als Interconnect. Dieser erreicht eine Datenrate von 200 GBit/s. Die einzelnen Rechenknoten sind über 3.024 einzelnen Verbindungen miteinander verbunden. Etwa 20 km an Glasfaserkabel mussten dazu verlegt werden. Neben den Rechenknoten gibt es noch die Speicherknoten. In diesen arbeiten etwa 2.400 Laufwerke. Pro Laufwerk beträgt die Speicherkapazität 14 TB und die gesamte Speicherkapazität beläuft sich auf 25 PB.

Hinsichtlich der Leistungsaufnahme liegt Hawk bei 3,5 MW für den normalen Betrieb. Während des Linpack-Benchmarks, der für die Messung der Rechenleistung herangezogen wird, kommt das System auf 4,1 MW. 2.112 Netzteile versorgen die 5.632 Rechenknoten. Zur Kühlung wird Wasser verwendet. Dieses fließt mit einer Temperatur von 25 °C in die Racks und kommt mit etwa 35 °C wieder heraus. Etwa 2,5 m³ an Wasser befinden sich im System. Gekühlt wird das Wasser über Verdunstung, wobei in den Kühltürmen etwa 9 m³/h an Wasser verflüchtigt wird.

Die Kosten für Hawk belaufen sich auf rund 38 Millionen Euro und werden vom Bundesland Baden-Württemberg sowie dem Bund zu gleichen Teilen getragen. Hinzu kommt ein jährlicher Etat im Millionenbereich, der teilweise von der Europäischen Union im Rahmen einer Förderung getragen wird.

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