1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Intel nennt Details zum NNP-T: 27 Milliarden Transistoren und 32 GB HBM2

Intel nennt Details zum NNP-T: 27 Milliarden Transistoren und 32 GB HBM2

Veröffentlicht am: von

intel-nervana-nnp-l-1000Intel hat weitere Details zum Nervana Neural Network Processor for Training (NNP-T) veröffentlicht, die Tomshardware aufbereitet hat. Aus den Informationen gehen bisher unbekannte technische Details hervor. So verwendet der NNP-T 27 Milliarden Transistoren sowie 32 GB HBM2-Speicher und packt dies alles auf einen Interposer mit einer Fläche von 1.200 mm².

Der NNP-T ist das Gegenstück zum NNP-I – letztgenannter ist für das Inferencing vorgesehen, während der NNP-T das Training von Deep-Learning-Netzwerken übernimmt. Der NNP-I verwendet unter anderem Sunny-Cove-Kerne und AVX512 zur Beschleunigung der Berechnungen.

Doch nun zum Aufbau des NNP-T. Dieser besteht aus 24 Tensor Processoren (TPCs). Diese kommen auf eine Rechenleistung von 119 TOPS. Auf dem SoC befinden sich zudem 60 MB an on-chip Speicher (SRAM). Um möglichst viele Daten möglichst nahe an den TPCs zu haben, verbaut Intel vier HBM2-Speicherchips mit einer Kapazität von jeweils 8 GB – zusammen also 32 GB. Zusammen mit einem PCIe-4.0-Interface mit 16 Lanes sowie 64 SerDes (Serialisierer/Deserialisierer) und weiteren Kompomenten sitzen der SoC und die vier HBM2-Speicherchips auf einem Interposer mit einer Fläche von 1.200 mm².

Gefertigt wird der NNP-T von TSMC im 16-nm-Prozess (CLN16FF+). Erst kürzlich zeigte TSMC einen Chip mit zwei großen Dies und mehreren HBM2-Speicherchips, dessen Interposer es auf 2.500 mm² bringt. Beim NNP-T kommt auch die Chip-on-Wafer-on-Substrate (CoWoS) Packaging-Technologie zum Einsatz. Es liest sich immer etwas seltsam, wenn Intel bei der Vorstellung eines Prozessors von der Fertigung bei TSMC spricht.

Verpackt ist der NNP-T in einem 60 x 60 mm großen Package, welches ein BGA-Interface mit 3.325 Pins besitzt. Der NNP-T wird aber nicht in einem Sockel, sondern fest verlötet verwendet. Der NNP-T arbeitet mit einem Takt von 1,1 GHz und kann mit einer TDP von 150 bis 250 W konfiguriert werden.

Die einzelnen TPCs sind vor allem darauf ausgelegt, schnell mit Daten gefüttert zu werden. Jeder der TPCs verfügt über vier schnelle Anbindungen an den Interconnect, von denen zwei für die Anbindung an den HBM2 und zwei weitere für die Anbindung an den 2D-Mesh-Interconnect gedacht sind. Die TCPs selbst können Daten in Form von bFloat16 Matrix-Multiplikationen, FP32 und FP16 verarbeiten.

Ein einzelner NNP-T wird aber in den seltensten Fällen zum Einsatz kommen und so plant Intel das Design für größere Server, die aus 1.024 Nodes bestehen. Jeder dieser Knoten besitzt dann acht NNP-T-Beschleuniger. Getestet hat Intel dies aber nur bis 256 Beschleuniger bzw. bis zu dieser Größe ist die Software bisher in der Lage zu skalieren. Alle weiteren Ausbaustufen müssen in den kommenden Monaten erarbeitet werden.

Laut Intel befindet sich der NNP-T derzeit in der Sampling-Phase und soll noch in diesem Jahr an enge Partner ausgeliefert werden. 2020 soll dann eine breitere Verfügbarkeit sichergestellt werden. Derzeit verwendet Intel ein B-Stepping des Chips, welches auch das finale Design sein soll.

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Core i9-12900K und Core i5-12600K: Hybrid-Desktop-CPUs Alder Lake im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ALDER-LAKE-REVIEW

    Heute ist es soweit: Intel holt zum Gegenschlag gegen AMD aus und will nicht mehr nur weiterhin in der Single-Threaded-Leistung besser als sein Konkurrent sein, sondern dank eines Hybrid-Designs auch in der Multi-Threaded-Leistung. Alder Lake ist laut Intel der größte Schritt in der... [mehr]

  • K wie Mittelklasse: Intel Core i7-12700K im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ALDER-LAKE-REVIEW

    Nachdem wir uns das schnellste und das langsamste K-Modell der Alder-Lake-Prozessoren bereits angeschaut haben, folgt heute das Mittelklasse-Modell in Form des Core i7-12700K. Nach unserem initialen Test kann man sagen: Intel ist zurück! Viele Aspekte des Alder-Lake-Designs sind neu, von den... [mehr]

  • PS5-Custom-Chip mit Einschränkungen: Das Ryzen 4700S Desktop Kit im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD-RYZEN-4700S

    Anfang Juni stellte AMD das Ryzen 4700S Desktop Kit vor und nachdem anfangs gar nicht so klar war, um was es sich dabei handelt, wissen wir inzwischen, dass es sich bei den hier verwendeten Prozessoren um Ausschuss handelt, der bei der Fertigung des Custom-Chips für die PlayStation... [mehr]

  • BCLK OC: Core i3-12100F und B660-Plattform-Erfahrungen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BCLK-OC

    Nachdem wir uns das Thema Basistakt-Overclocking auf Basis des ASUS ROG Maximus Z690 Hero und dem Core i5-12400 bereits angeschaut haben, bekam das Thema mit der vermeintlichen Unterstützung einiger Mainboards von ASUS mit B660-Chipsatz eine interessante Wendung, da die Kombination aus günstigem... [mehr]

  • Test: Effizienz von Alder Lake in Spielen im Vergleich

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ALDER-LAKE-REVIEW

    In unseren bisherigen Tests der Alder-Lake-Prozessoren spielte natürlich auch der Stromverbrauch eine Rolle. Dabei haben wir aber nur Idle- und Volllast-Betrieb betrachtet, da sich diese am konsistentesten nachstellen lässt und der Volllast-Betrieb das Worst-Case-Szenario... [mehr]

  • Core i5-12400 im Test: Ohne E-Cores zur günstigen und effizienten Gaming-CPU

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORE-I5-12400

    Erst vor wenigen Tagen hat Intel die Alder-Lake-Produktpalette um die sparsameren 65- und 35-W-Modelle ergänzt. Mit dem Core i5-12400 wollen wir uns heute den heißesten Anwärter auf die Preis/Leistungskrone anschauen. Natürlich gäbe es noch zahlreiche weitere interessante Modelle, wir machen... [mehr]