1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Intels Jim Keller will Moore’s Law neu aufleben lassen

Intels Jim Keller will Moore’s Law neu aufleben lassen

Veröffentlicht am: von

intelImmer wieder erklären die verschiedensten Unternehmen Moores Law für am Ende oder kündigen an, Wege gefunden zu haben, damit das Gesetz über den Zuwachs an Rechenleistung weiter Gültigkeit hat. Laut NVIDIA hat Morres Law nur noch durch die Parallelisierung in den vergangenen Jahren bestand. 

Intel sieht über das Hyperscaling eine Möglichkeit, das Wachstum an Rechenleistung aufrecht zu erhalten. Doch die Probleme mit der 10-nm-Fertigung bei Intel haben die Pläne hier etwas verzögert. Moores Law bezieht sich eigentlich auf die Komplexität integrierter Schaltkreise, die sich alle 24 Monate verdoppeln soll. Analog wird dies aber mit einer Verdopplung der Rechenleistung im gleichen Zeitraum gleichgesetzt.

Auf einer 100 Si getauften Konferenz, die maßgeblich von Intel initiiert wurde, haben etwa 100 Teilnehmer über die Zukunft der Silizium-Chips und die damit verknüpften Technologien gesprochen. Einer der Präsentatoren war Jim Keller, der Vater der Zen-Architektur bei AMD, der seit einigen Monaten für den Konkurrenzen Intel tätigt ist. Keller sieht Moores Law noch lange nicht am Ende, ganz im Gegenteil: "It's going to keep going" und "Moore’s law is relentless"

Ins gleiche Horn haben Raja Koduri und Mike Mayberry, Chief Technology Officer bei Intel, geblasen. Seinen Vortrag erstellte Keller mit der Vorgabe "The working title for this talk was ‘Moore’s law is not dead but if you think so you’re stupid.’" – Intel glaubt also weiter an den Bestand von Moores Law und jeder, der anders darüber denkt, liegt falsch.

Die eigentliche Präsentation umschreibt dann doch in etwa das, was man bereits mit dem Argument des Hyperscaling postulierte. Moores Law solle nicht mehr auf die Fortschritte in der Fertigungstechnologie beschränkt, sondern weiter gefasst werden. Sicherlich spielen diese Fortschritte weiterhin eine Rolle, sind aber nur ein Teil der aktuellen Entwicklung.

Ein komplexerer vertikaler Aufbau von Chips (hier ist wohl ein Chiplet-Design gemeint) sei der erste Schritt. Aber nicht nur nebeneinander würden Chips in Zukunft zusammengebracht, auch übereinander. Im Grunde bestätigt Keller hier genau das, was Intel mit den Lakefield-Prozessoren bereits heute umsetzt. Die Tatsache, dass ein NNP-I auf Basis von Sunny-Cove-Kernen im Grunde genommen ein Ice-Lake-Package mit modifizierter Grafikeinheit ist, zeigt ebenfalls die von Intel angestrebte Flexibilität und Modularität.

Jim Keller ist erst seit gut einem Jahr bei Intel. Sein Einfluss auf die aktuellen Produkte und die neuen in den kommenden Monaten ist noch sehr gering. Mit seinen Arbeiten bei Tesla, Apple und AMD hat er aber gezeigt, dass seine Arbeit einen großen Einfluss auf die technologische Ausrichtung eines Unternehmens hat. Die Ergebnisse dessen werden wir bei Intel also erst in drei bis fünf Jahren sehen. Seine Ziele bei Intel sind aber klar: "Make faster computers. That’s what I want to do."

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMD Ryzen 5 3600 im Test: Ohne X noch viel besser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3600_TEST-TEST

    Gegenüber dem AMD Ryzen 5 3600X aus unserem letzten Test, der trotz seiner Einstufung in die Mittelklasse ältere Topmodelle schlägt, ist der AMD Ryzen 3600 ohne das X-Kürzel nur 200 bis 300 MHz niedriger getaktet und mit einer TDP von 65 W sparsamer klassifiziert, was einen... [mehr]

  • AMD Ryzen 7 3800X im Test: Ein hungriger Lückenfüller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Kurz vor dem Start des lange ersehnten AMD Ryzen 9 3950X und der kommenden Threadripper-Modelle schließen wir eine weitere Lücke in unserer Testdatenbank und stellen den AMD Ryzen 7 3800X auf den Prüfstand, der über acht Kerne verfügt, gegenüber seinem kleinen Schwestermodell jedoch in einer... [mehr]

  • In Spielen König, sonst eher ein kleiner Prinz: Intel Core i5-10600K und Core...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CML-S

    Heute ist es soweit und wir dürfen die ersten Leistungsdaten des Core i5-10600K und des Core i9-10900K präsentieren. Damit öffnet Intel seine Comet-Lake-Prozessoren für den Markt, denn ab heute sind die ersten Modelle im Handel verfügbar. Die Kernkompetenzen der neuen Prozessoren liegen vor... [mehr]

  • AMD hängt Intel weiter ab: Der Ryzen 9 3950X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN-3950X

    Besser spät als nie – so ließe sich das Timing für unseren Test des Ryzen 9 3950X wohl am besten zusammenfassen. Zum Ursprünglichen Termin der Tests konnte uns AMD kein Sample zur Verfügung stellen und so mussten wir uns etwas gedulden, bis auch wir den 16-Kerner testen konnten. Der... [mehr]

  • Insider-Gerüchte: Intel streicht 10-nm-Pläne für den Desktop komplett

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Aus Insiderkreisen haben wir einige exklusive Informationen zu zukünftigen Desktop-Prozessoren von Intel erhalten. Die Quelle hat sich in der Vergangenheit zu CPU-Themen bereits mehrfach aus treffsicher erwiesen. Dennoch sollte wie bei allen Gerüchten dieser Art eine gewisse Vorsicht an den... [mehr]

  • Schneller dank Zen 2: Ryzen Threadripper 3960X und 3970X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN-THREADRIPPER-3RDGEN

    Nachdem sich AMD auf dem klassischen Desktop mindestens auf Augenhöhe zu Intel sieht, will man nun den bereits vorhandenen Vorsprung im High-End-Desktop weiter ausbauen. Den Anfang machen der Ryzen Threadripper 3960X mit 24 und der Ryzen Threadripper 3970X mit 32 Kernen. Zum Vorgänger... [mehr]