> > > > Dank Hyperscaling: Moores Law behält bei Intel seine Gültigkeit

Dank Hyperscaling: Moores Law behält bei Intel seine Gültigkeit

Veröffentlicht am: von

intel

Das Ende des Tick-Tock-Prinzips wurde bereits vor einigen Monaten angekündigt. Damit rückt Intel davon ab, regelmäßig eine neue Fertigungsgröße im Wechsel mit einer Optimierung einführen zu wollen. Bereits Ende diesen Jahres werden wir die ersten Auswirkungen dieses Umdenkens sehen, denn die Core-i8-8000-Generation wird wohl ein Kaby-Lake-Refresh sein, der auf einem verbesserten 14-nm++-Prozess basiert.

Hyperscaling heißt das Stichwort bei Intel und beschreibt die Tatsache, dass mit Optimierungen in einem Fertigungsprozess die Packdichte nicht nur durch eben die Fertigung selbst steigt, sondern auch durch Optimierungen im Aufbau eines Transistores oder Tri-Gates selbst.

Hyperscaling funktioniert aber nicht in allen Bereichen der Fertigung. So konnte Intel den Fin Pitch und Interconnect Pitch (ein Pitch beschreibt den Abstand zweier linearen Bauteile in einem Halbleiterbauelement) beim 14-nm-Prozessor um den Faktor 0,7 bzw. 0,65 verkleinern, was auch zur Nomenklatur der kleineren Fertigung passt. Über dieses Maß hinweg verkleinern konnte man aber die Cell Height und das Gate Pitch. Die Zellhöhe ist eine wichtige Größe aller logischen Zellen in einem Prozessor. Diese Zellen werden nebeneinander in Reihen angeordnet und mittels eines Interconnects miteinander verbunden. Die Dicke dieser Reihen beschreibt die Zellhöhe.

Diese vier Größen sind von entscheidender Bedeutung, wenn man von einer Optimierung in einem Fertigungsprozess spricht. Während einige (Fin Pitch und Interconnect Pitch) alleine durch die Verkleinerung der Fertigung verbessert werden, können weitere Optimierungen dafür sorgen, dass andere Größen (Cell Height und Gate Pitch) überproportional verkleinert werden können.

Ein weiterer Grund für das Vorgehen von Intel ist, dass die Kosten pro Transistor in der Fertigung sinken. Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein und Moores Law einzuhalten muss Intel daher gar nicht regelmäßig die Fertigung verkleinern, sondern hat auch andere Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Die Waferkosten sinken, Intel kann bei gleicher Fertigung durch Optimierungen mehr Transistoren auf die gleiche Fläche packen und über die Dauer in einer Fertigungsnode kann Intel auch alleine durch Prozessoptimierungen die Kosten senken.

Das die Fertigungsgröße längst nicht mehr der alleinige Anhaltspunkt sein wird, zeigt auch die Fertigung der RYZEN-Prozessoren bei Global Foundries in 14 nm. Sicherlich hat Intel in manchen Bereich einen gewaltigen Vorsprung hinsichtlich der Fertigung, Optimierungen können aber auch dafür sorgen, dass bestehenden Prozesse kostengünstig und sparsam sein können bzw. ein gutes Verhältnis von Leistung zum Verbrauch aufweisen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (6)

#1
customavatars/avatar150117_1.gif
Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 2024
Genau. Die Transistoren können bald günstiger hergestellt werden. Ich glaube diese Aussage beruht darauf, dass AMD jetzt auch wieder am Markt ist. So manch intel CPU lässt sich schon jetzt plötzlich über Nacht günstiger herstellen ^^

Wäre AMD jetzt nicht wieder am Markt würde sich der Satz wie folgt lesen:

Das Vorgehen von Intel die Packdichte zu erhöhen lässt zwar mehr Leistung auf gleicher Fertigungsgröße zu, dabei steigen die Kosten pro Transistor in der Fertigung aber leider.

Naja spass bei Seite, glauben wir das jetzt einfach mal.
#2
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3621
Immerhin glaubt dir einer die Aussage - du.
#3
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10970
Nun, es wird auf jeden fall spannend wie Intel auf die deutlich erstarkte Konkurenz reagieren wird... Bzw. auch wie sich die Verkaufszahlen verhalten werden. Besonders wenn endlich die Ryzen 5 in den Verkauf gehen, denn da kann man von ausgehen, dass jeder verkaufte AMD, einen weniger verkauften Intel bedeutet (der Märkt schrumpft ja eher als das er wächst).
Bei den Ryzen 7 sind sicher viele dabei die den wegen der Multithread Leistung kaufen (um einen leicht älteren Chip abzulösen), aber aus Kostengründen nie einen intel 8kerner genommen hätten (bis es den in 1-3 Jahren im Mainstream unter 500€ gibt).
#4
customavatars/avatar150117_1.gif
Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 2024
Zitat Snake7;25434044
Immerhin glaubt dir einer die Aussage - du.

Logik?
#5
customavatars/avatar41069_1.gif
Registriert seit: 03.06.2006
Baden-Württemberg
Flottillenadmiral
Beiträge: 5922
Wieso haben die alle weiße Mäntel an? Ist ja wie in der Medizin!
Das nicht zwischen DIE und Lötfläche kommt?
#6
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29493
Zitat Swp2000;25434961
Wieso haben die alle weiße Mäntel an? Ist ja wie in der Medizin!
Das nicht zwischen DIE und Lötfläche kommt?


Die schnelle Antwort: Eine solche Fertigung findet in Reinräumen statt, wo jegliche Teilchen in der Luft verhindert werden müssen. Daher die Anzüge.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

16 Threads für 550 Euro: AMD RYZEN 7 1800X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

Eine neue Ära – so beschreibt AMD selbst den Start der RYZEN-Prozessoren. Die dazugehörige Zen-Architektur soll ein Neustart für AMD sein und das auf allen wichtigen Märkten. Den Anfang machen die RYZEN-Prozessoren auf dem Desktop. Die Zen-Architektur soll AMD aber auch zu einem Neustart auf... [mehr]

AMD Ryzen 7 1700 im Test und übertaktet - der interessanteste Ryzen

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

Mit dem Ryzen 7 1800X und Ryzen 7 1700X haben wir uns die beiden neuen Flaggschiff-Prozessoren von AMD näher angeschaut. Nun fehlt nur noch das dritte Modell im Bunde, das für viele Umrüst-Interessenten sicherlich der interessanteste Ryzen-Prozessor ist. Die Rede ist natürlich vom Ryzen 7 1700... [mehr]

AMDs Ryzen 7 1700X im Test: Der beste Ryzen?

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

In unserem ausführlichen Testbericht zu AMDs Ryzen 7 1800X in der letzten Woche hatten wir bereits angekündigt, dass wir weitere Artikel rund um AMDs neues Flaggschiff bringen werden. Den Anfang macht ein Kurztest zum Ryzen 7 1700X, der mit knapp 120 Euro weniger Kaufpreis momentan als das... [mehr]

Intel Core i7-7700K im Test - keine großen Sprünge mit Kaby Lake

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/KABYLAKE

Am heutigen 3. Januar stellt Intel die Desktop-Modelle der Kaby-Lake-Architektur vor. Wir haben natürlich den Launch-Test: Intels Flaggschiff, der Core i7-7700K, wurde von uns in den letzten Tagen durch diverse Benchmarks gejagt und gegen die Vorgänger verglichen. Allerdings sollte... [mehr]

AMD stellt die ersten RYZEN-Modelle offiziell vor: +52 % IPC ab 359 Euro

Logo von

AMD hat soeben die Modelle der RYZEN-Prozessoren offiziell vorgestellt. Dabei werden die meisten Gerüchte bestätigt, aber auch die letzten Fragen zu den Modellen beantwortet. Mit den RYZEN-Prozessoren bringt AMD die ersten CPUs auf Basis der neuen Zen-Architektur auf den Markt, die AMD wieder in... [mehr]

So schnell ist Kaby Lake: Erste eigene Benchmarks zum i7-7500U

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/INTEL_KABY_LAKE

Offiziell vorgestellt hat Intel die 7. Generation der Core-Prozessoren bereits Ende August, doch erst jetzt ist Kaby Lake in Form des ersten Notebooks verfüg- und damit testbar. Dabei handelt es sich um das Medion Akoya S3409 MD60226, in dem ein Core i7-7500U verbaut wird. Während das Notebook... [mehr]