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Intel macht die neuen Xeon-W-Prozessoren offiziell (Update)

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intel-xeon-wÜber die vergangenen Wochen hatte sich dies bereits angekündigt, mit der Vorstellung des neuen Mac Pro wurden sie nun offiziell. Intel hat seine Xeon-W-Serie um neue Modelle erweitert, die auf der Cascade-Lake-Architektur basieren und die daher grundsätzlich auf dem Stand der Xeon-Scalable-Prozessoren der zweiten Generation sind, aber eben für den Einsatz in Workstations vorgesehen sind.

Mit dem Xeon W-3175X haben wir uns ein solches Modell mit 28 Kernen und auf Basis der Skylake-Architektur angeschaut. Die neuen Prozessoren der 32xx-Serie bieten teilweise etwas höhere Taktraten und können mehr sowie schnelleren Arbeitsspeicher ansprechen. Für den Xeon W-3275 bedeutet dies beispielsweise zwar einen geringen Basistakt (3,1 zu 2,5 GHz), dafür ist der Boost-Takt mit 4,4 GHz höher als beim Vorgänger mit 3,8 GHz. Die Thermal Design Power schränkt Intel von 255 auf 205 W ein.

Anstatt DDR4-2666 wird nun durch die Bank DDR4-2933 unterstützt. Der maximale Speicherausbau steigt von 512 GB auf 1 TB. Auch die neuen Xeon-W-Prozessoren verwenden die Purley-Plattform, also den Sockel LGA3647. Im Vergleich zu den Server-Varianten unterstützen die Desktop-Prozessoren keine Multi-Sockel-Systeme und bieten auch nicht die Technologien wie Speed Select und den Ressource Director. DL-Boost hingegen ist aktiv und kann helfen bestimmte Anwendungen zu beschleunigen.

Gegenüberstellung der Xeon-Prozessoren
Modell Kerne/Threads Basis/Boost-Takt Cache TDP Preis
Xeon W-3223 8/16 3,5 / 4,2 GHz 16,5 MB 160 W 749 USD
Xeon W-3225 8/16 3,7 / 4,4 GHz 16,5 MB 160 W 1.199 USD
Xeon W-3235 12/24 3,3 / 4,5 GHz 19,25 MB 180 W 1.398 USD
Xeon W-3245 16/32 3,2 /4,6 GHz 22 MB 205 W 1.999 USD
Xeon W-3245M 16/32 3,2 / 4,6 GHz 22 MB 205 W 5.002 USD
Xeon W-3265 24/48 2,7 / 4,6 GHz 33 MB 205 W 3.349 USD
Xeon W-3265M 24/48 2,7 / 4,6 GHz 33 MB 205 W 6.535 USD
Xeon W-3275 28/56 2,5 / 4,6 GHz 38,5 MB 205 W 4.449 USD
Xeon W-3275M 28/56 2,5 / 4,6 GHz 38,5 MB 205 W 7.453 USD

Weiterhin gibt es Sondermodelle wie den Xeon W-3275M, der mit dem M-Zusatz wie die Serverprozessoren einen doppelten Speicherausbau auf 2 TB ermöglicht. ECC-Speicher wird bei allen Modellen unterstützt. Intels Optane DC Persistent Memory hingegen nicht.

Etwas verwirrend ist die Angabe bei den PCI-Express-Lanes. 64 Lanes sollen die neuen Prozessoren anbieten, mehr als 48 sollten es aber eigentlich nicht sein, wenngleich der Chip als solches bis zu 64 Lanes anbieten kann. Es dürfte sich also um einen Fehler handeln, den Intel noch korrigieren wird.

Die Preise der Prozessoren werden ebenfalls für alle Modelle von acht bis 28 Kernen genannt. Der günstigste Prozessor kostet 749 US-Dollar, der teuerste 7.453 US-Dollar und damit dürfte auch klar sein, dass ein Einstiegspreis von 5.999 US-Dollar für den kleinsten Mac Pro mit acht Kernen schnell in die Höhe schnellen wird, wenn ein entsprechend stärkerer Prozessor ausgewählt wird.

Update:

Offenbar handelt es sich bei der Angabe der PCI-Express-Lanes mit 64 doch nicht um einen Fehler. Die Xeon-Prozessoren der 3200-Serie verfügen nicht mehr über nur 48 PCI-Express-Lanes, sondern können derer 64 anbieten. Dies dürfte wohl unter anderem dem Einsatz des LGA3647 geschuldet sein, kann aber auch als Reaktion auf die Ryzen-Threadripper-Prozessoren von AMD verstanden werden, denn diese bieten ebenfalls 64 PCI-Express-Lanes.

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


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