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Banana Pi mit ARM-SoC und 24 Kernen und 32 GB RAM in Planung

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raspberry3bplusNoch immer erfreuen sich die kleinen und sparsamen Compute- und Bastler-Boards ala Raspberry Pi und den zahlreichen weiteren Varianten großer Beliebtheit. Je nach Anwendungsbereich gibt es Boards mit besonders guten Netzwerk-Eigenschaften (schnellem WLAN und/oder Gigabit-Ethernet), bieten spezielle Kamera-Interfaces oder aber ermöglichen die Anbindung schnellen Massenspeichers für ein Eigenbau-NAS.

Die Banana Pis haben sich durch spezielle Anpassungen bereits einen Namen gemacht. Diese Entwicklung schlägt nun eine völlig neue Richtung ein, denn offenbar plant man bei Banana Pi ein Board, welches mit einem ARM-Prozessor mit 24 Kernen ausgestattet ist.

Bisher sind solche Boards mit SoCs ausgestattet, die auf bis zu acht Kerne kommen. Mehr sind in der Regel für die entsprechenden Anwendungen auch nicht notwendig. Doch es gibt auch einen Bedarf nach mehr Kernen und eben diesen soll der Banana Pi mit 24 Kernen decken können. Im Video ist zu sehen, wie Linux in der Version 4.19 gebaut wird.

Weitaus entscheidender aber ist die Anwendung von rechenintensiven Berechnungen, wie sie beispielsweise für das Machine Learning notwendig sind. Hier können die verwendeten Cortex-A53-Kerne offenbar ihre Stärken ausspielen, trotz des vermeintlich recht niedrigen Taktes. Auf der anderen Seite scheinen dem Banana Pi mit 24-Kern-SoC 32 GB an Arbeitsspeicher zur Verfügung zu stehen – ebenfalls deutlich mehr als bei den Varianten mit geringerer Kernanzahl.

Es ist bereits eine heiße Diskussion entbrannt, ob ein Banana Pi mit 24 Kernen sinnvoll ist oder nicht. Die Antwort auf diese Frage lässt sich sicherlich am besten damit beantworten, welche Anwendungen auf dem Board bzw. SoC ausgeführt werden sollen. Single-Threaded-Anwendungen werden aufgrund des relativ niedrigen Taktes eher langsamer laufen. Wer häufig viele Kerne auf seinem Banana Pi arbeiten lässt, wird hingegen von 24 Kernen profitieren.

Derzeit ist der Banana Pi mit einem ARM-SoC mit 24 Kernen aber noch nicht einmal offiziell vorgestellt worden. Daher fehlen auch noch sämtliche technische Daten mit SoC und der restlichen Ausstattung. Am Ende wird auch der Preis eine Rolle spielen, denn günstig wird eine solche Platine sicherlich nicht werden.

Derzeit ist noch nicht ganz klar, ob sich im professionellen Bereich ein Markt für Server mit vielen ARM-Kernen entwickeln wird. Die Skalierbarkeit der jeweiligen Aufgaben sind die Stärken solcher Prozessoren und mit dem Ampere eMag (32 Kerne), Cavium ThunderX2 (32 Kerne) und dem Qualcomm Centriq 2400 (48 Kerne) gibt es bereits einige weitere Modelle von anderen Herstellern, die mit einer hohen Anzahl an Kernen auftrumpfen. Zuletzt stellt die Huawei-Tochter HiSilicon eine CPU mit 64 Kernen in 7 nm und 4 CPUs pro Server vor.