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Cascade Lake-SP: Intel nimmt Mehrverbrauch durch 3D-XPoint-DIMM in Kauf

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intel-xeon-platinumAus China stammen neue Informationen zu den kommenden Server-Prozessoren von Intel. Die Cascade-Lake-SP-Prozessoren sollen demnach als Skylake-SP-Refresh mit maximal 28 Kernen erscheinen. Aufgrund der Optimierungen in der Fertigung sollen sie aber einen deutlich höheren Takt aufweisen. Zugleich erhöht sich die maximale Thermal Design Power von 205 auf 245 W. Grund hierfür soll aber nicht der Prozessor selbst sein, sondern die Unterstützung eines neuen Typs von DIMM-Speichermodulen.

Bereits mehrfach hat Intel auf zukünftigen Arbeitsspeicher verwiesen, der nicht mehr auf DRAM-Speicher basiert, sondern den eigenen 3D-XPoint-Speicher verwendet. Dieser soll eine Brücke zwischen dem schnellen, aber flüchtigen DRAM und dem dauerhaft speicherfähigen NAND schlagen. Die ersten DIMM-Module auf Basis von 3D XPoint sollen im zweiten Halbjahr 2018 auf den Markt kommen. Ebenfalls in diesem Zeitraum geplant sind die ersten Prozessoren, die diesen unterstützen. Cascade-Lake-SP wird die CPU-Architektur für Server sein, die dies leisten soll. Allerdings hat dies offenbar seinen Preis und dieser manifestiert sich in der höheren Leistungsaufnahme. Bis zu dreimal höher soll diese durch die Verwendung von 3D-XPoint-DIMM sein. Von 15 bis 18 W pro DIMM ist die Rede. Aufgrund dieser Tatsache sollen auch nicht so viele DIMM-Steckplätze zur Verfügung stehen, wie bei normalem DDR4-Arbeitsspeicher. Von nur der Hälfte ist die Rede. Außerdem sollen nicht alle Modelle auch 3D-XPoint-DIMM unterstützen.

Die Server-Prozessoren auf Basis von Cascade-Lake-SP sollen auch die ersten sein, die DDR4-2933 in diesem Umfeld unterstützen. 3D-XPoint-DIMM wird aufgrund des höheren Verbrauchs und den speziellen Anforderungen zunächst einmal nur ein Nischenprodukt sein. Intel rechnet auch erst 2019 damit, das 3D-XPoint-DIMM eine größere Rolle spielen wird.