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Reboot-Problem identifiziert: Intel rät von Update-Installation ab

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Intel hat nach eigenen Angaben herausgefunden, was die Ursache für Reboots von Haswell- und Broadwell-Prozessoren nach dem Installieren eines CPU-Microcode-Updates ist. Entsprechend habe man bereits mit den Arbeiten an einem neuen Update begonnen und gemeinsam mit Partnern erste Tests durchgeführt. Bereits verteilte Aktualisierungen sollen nicht länger installiert werden.

Viel mehr als dies teilte Intel am Abend nicht mit. Unklar ist somit weiterhin, was genau die Ursache für die Reboots ist. Bereits in der vergangenen Woche räumte man ein, das Problem nachstellen zu können - für viele Nutzer zu spät.

Auf die nun erfolgte Warnung reagierten Partner wie Mainboard-Hersteller oder Anbieter von Betriebssystemen aber zügig. Die von ihnen bereitgestellten Microcode-Updates wurden innerhalb kürzester Zeit nicht mehr zum Download angeboten, um den Kreis der Betroffenen nicht noch weiter zu vergrößern. Im Gegenzug bleibt bei diesen die Sicherheitslücke Spectre in Variante 2 (CVE-2017-5715) weiter geöffnet.

Nicht bekannt ist, wann mit der Fertigstellung des neuen Updates zu rechnen ist. Man hoffe, so Intel, dass die Partner die frühe Version der Aktualisierung schnell testen und zügig Feedback liefern würden. Im besten Fall könne man dann noch im Laufe der Woche weitere Informationen verteilen.

Bis alle betroffenen Systeme ein fehlerfreies Update erhalten werden, dürften somit noch Wochen vergehen, da die entsprechenden Anbieter ihre verschiedenen Produkte nur nach und nach damit versorgen. Noch länger dürfte es bei denjenigen dauern, die einen Prozessor der Generationen Sandy Bridge, Ivy Bridge, Skylake und Kaby Lake nutzen. Denn auch diese sind von einem Reboot-Problem betroffen, auf das Intel bislang aber nicht öffentlich reagiert hat; in der aktuellen Stellungnahme werden diese Generationen nicht erwähnt.