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Vier statt zwei Kerne in der achten Core-Generation - der Kaby-Lake-Refresh für Notebooks

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Die offizielle Präsentation der achten Core-Generation findet heute um 17 Uhr bei Facebook statt, doch zuvor wurde das Embargo für die technischen Daten aufgehoben, sodass wir diese Informationen weitergeben dürfen. In diesem Jahr sorgt die achte Core-Generation generell für Aufregung im Hardware-Bereich, denn nicht nur im Desktop-Markt wird die Kern-Anzahl angehoben, sondern auch im Mobile-Sektor.

Doch anstatt der ersten mobilen Prozessoren auf Basis von Coffee Lake, stellt Intel vier mobile U-Prozessoren vor, die der Kaby-Lake-Refresh-Reihe angehören. Das große Highlight ist natürlich die Verdopplung der physischen Kerne. Auch ist das Hyper-Threading-Feature weiterhin ein Thema, sodass die Threadanzahl von vier auf acht anwächst.

Der Core i5-8250U wird mit einem Grundtakt von 1,6 GHz und einem Turbotakt bis 3,4 GHz den Anfang machen. Mit 1,7 GHz Grund- und 3,6 GHz-Turbotakt wird von Intel der Core i5-8350U angegeben. Beide Modelle verfügen über einen 6 MB großen L3-Cache und die nun in UHD 620 umbenannte Grafikeinheit. Ein technischer Unterschied zwischen der HD-620- und UHD-620-Grafikeinheit existiert jedoch nicht. Mit 300 MHz bis 1.100 MHz arbeitet die GPU recht zügig.

Mit dem Core i7-8550U und dem Core i7-8650U bietet der Chipgigant zwei Modelle mit höheren Taktraten und einem L3-Cache von 8 MB an. Mit einem Grundtakt von 1,8 GHz und 1,9 GHz sowie einem Turbotakt von 4,0 GHz und 4,2 GHz arbeiten sie somit um einiges schneller. Dies gilt auch die UHD-620-Grafikeinheit, welche bei den beiden Core-i7-Prozessoren um 50 MHz höher getaktet ist.

Modell Kerne/
Threads
Grundakt /
Turbotakt
L3
Cache
Grafik maximale
GPU-Frequenz
Speicher TDP
i7-8650U 4 / 8 1,9 GHz / 4,2 GHz 8 MB UHD 620 1,15 GHz
DDR4-2400 15W
i7-8550U 4 / 8 1,8 GHz / 4,0 GHz 8 MB UHD 620 1,15 GHz
DDR4-2400 15W
i5-8350U 4 / 8 1,7 GHz / 3,6 GHz 6 MB UHD 620 1,1 GHz DDR4-2400 15W
i5-8250U 4 / 8 1,6 GHz / 3,4 GHz 6 MB UHD 620
1,1 GHz DDR4-2400 15W
i7-7600U 2 / 4 2,8 GHz / 3,9 GHz 4 MB HD 620 1,15 GHz
DDR4-2133 15W
i7-7500U 2 / 4 2,7 GHz / 3,5 GHz 4 MB HD 620 1,05 GHz
DDR4-2133 15W
i5-7300U 2 / 4 2,6 GHz / 3,5 GHz 3 MB HD 620 1,1 GHz DDR4-2133 15W
i5-7200U 2 / 4 2,5 GHz / 3,1 GHz 3 MB HD 620
1,0 GHz DDR4-2133 15W

Alle vier Notebook-Prozessoren der achten Core-Generation haben unverändert eine TDP von 15 W erhalten. Per konfigurierbarer TDP (cTDP) lässt sich das Ganze bis auf 7,5 W herabsetzen. Insgesamt musste Intel aufgrund der Kern- und Thread-Verdopplung die Grundtaktfrequenzen anpassen und nach unten korrigieren. Bei den Turbofrequenzen geht Intel hingegen gar ein paar Schritte nach oben. Die nativ unterstützte RAM-Geschwindigkeit steigt von 2.133 MHz auf 2.400 MHz.

Verglichen mit den Vorgänger-Modellen verspricht sich Intel bis zu 40 % mehr Leistung. Diese werden laut Intel vorzugsweise durch die Kern-Verdopplung, aber auch durch das Architektur-Design und durch die 14nm+-Fertigung erreicht.

Kaby-Lake-Refresh wird in 14nm+ gefertigt

Da es sich bei den vier neuen mobilen Prozessoren nicht um Coffee Lake handelt, werden diese im 14nm+-Verfahren gefertigt, welches für Kaby Lake üblich ist. Die für Herbst erwarteten Coffee-Lake-S- und Coffee-Lake-H-Prozessoren erhalten dann das verbesserte 14nm++-Verfahren und werden bis zu sechs physische Kerne zu bieten haben. Für Cannon Lake plant Intel dann, auf die 10-nm-Fertigung zu wechseln. Diese Prozessoren sollen dann ebenfalls in die achte Core-Generation aufgenommen werden.

Speziell für Coffee Lake-S werden mit dem umgelabelten Z270-Chipsatz alias Z370 und dem B360-PCH neue Chipsätze erwartet, die die Grundlage für Coffee Lake bieten.

Schon pünktlich zur diesjährigen IFA (vom 1. bis 6. September 2017 in Berlin) sollen erste neue Notebooks mit den Kaby-Lake-Refresh-Prozessoren erhältlich sein.

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Kommentare (23)

#14
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1866
Die größere Kernanzahl mag in manchen Anwendungen ein Vorteil sein.

Vielleicht der größere Vorteil (Anandtech): Endlich werden die Chips HDMl 2.0 und HDCP 2.2 unterstützen. Dann kann man an jeden Notebook ein 4k Display problemlos anschließen.
#15
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3067
Zitat Sir Diablo;25764425
TDP =/= Verbrauch


Endlich sagt es mal jemand. TDP ist, wenn du dir einen Porsche mit 300+ PS kaufst, aber bei mehr als 5L Verbrauch der Motor gedrosselt wird.
#16
Registriert seit: 25.03.2005
127.0.0.1
Kapitän zur See
Beiträge: 3666
Ich hatte es vorhin schon im anderen Thread geschrieben: Der Leistungssprung in Mehrkernanwendungen für eine 15W CPU ist mit der 8. Generation wirklich genial. In Cinebench X-CPU gibt es rund 70% mehr Leistung. Die Single-Core Performance bzw. Leistung pro Takt hat sich aber leider nichts verändert.
#17
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Registriert seit: 25.08.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 861
Zitat icebeer;25768432
Der Leistungssprung in Mehrkernanwendungen für eine 15W CPU ist mit der 8. Generation wirklich genial. In Cinebench X-CPU gibt es rund 70% mehr Leistung.

Ich bezweifle, dass zum einen, wenn der Turbo aktiv ist, die 15W TDP noch stimmen und zum anderen, dass der Rechner in der Lage sein wird, die CPU eine längere Zeit auf Hochlast zu fahren. Der Cinebench sagt also null komma nix aus, letztendlich ist genau das der Grund für die überhohe Übertaktung, also bitte nicht blenden lassen.
#18
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 10129
Zitat icebeer;25768432
Ich hatte es vorhin schon im anderen Thread geschrieben: Der Leistungssprung in Mehrkernanwendungen für eine 15W CPU ist mit der 8. Generation wirklich genial. In Cinebench X-CPU gibt es rund 70% mehr Leistung. Die Single-Core Performance bzw. Leistung pro Takt hat sich aber leider nichts verändert.


Mit Sicherheit keine 70%. Da wären wir dann schon bei den hq CPUs mit 45w tdp. Wenn überhaupt dann ca 20% mehr im cinebench.
#19
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Beiträge: 4370
Zitat Tekkaro;25769289
Ich bezweifle, dass zum einen, wenn der Turbo aktiv ist, die 15W TDP noch stimmen und zum anderen, dass der Rechner in der Lage sein wird, die CPU eine längere Zeit auf Hochlast zu fahren. Der Cinebench sagt also null komma nix aus, letztendlich ist genau das der Grund für die überhohe Übertaktung, also bitte nicht blenden lassen.


Die CPUs werden hart bei 15W "abgeriegelt" in allen Ultrabooks. Es gibt maximal einen zeitlich limitierten Boost über die 15W sonst wird die CPU gedrosselt um eben maximal 15W zu verbrauchen. Dadurch hast du natürlich die Situation, dass der maximale Boost wenn überhaupt nur für sehr kurze zeit zur Verfügung steht, das ist aber auch schon bei allen Vorgängergenerationen so, dass nur die mit angehobenen Powertarget auf 25W den Boost dauerhaft halten können.
#20
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3067
Das hat er doch gemeint. Also diesen kurzen Boost für Benchmarks. ;)
#21
Registriert seit: 25.03.2005
127.0.0.1
Kapitän zur See
Beiträge: 3666
Wie ich schon schrieb, hält die CPU unter künstlicher Last auf allen Kernen den Takt für ca. 10s auf 3.4 Ghz und fällt dann auf 2.4 Ghz zurück (um 15W TDP einzuhalten). Die Ergebnisse reflektieren das bereits. Ein Cinebench-Run dauert mit der Hardware deutlich länger als 10s.

Übrigens sind auch 4x 2.4 Ghz (bei gleicher Performance pro Takt) immer noch deutlich mehr als 2x ~3.0 Ghz, die eine 15W Intel-CPU der 7. Generation typischerweise auf Dauer halten kann. Da liegen deutlich mehr als 20% zwischen. ;)
#22
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 10129
Naja, die meisten CPUs halten aber den vollen Takt. Z.b. ein Lenovo T470 mit I7 7500u hält dauerhaft volle 3,5 Ghz. Und da sind wir dann, spätestens nach 2 Minuten Dauerlast bei besagten ca. 20%.
#23
Registriert seit: 25.03.2005
127.0.0.1
Kapitän zur See
Beiträge: 3666
Zitat Romsky;25771243
Naja, die meisten CPUs halten aber den vollen Takt. Z.b. ein Lenovo T470 mit I7 7500u hält dauerhaft volle 3,5 Ghz. Und da sind wir dann, spätestens nach 2 Minuten Dauerlast bei besagten ca. 20%.


Mittlerweile hat sich CB das ganze auch genauer angesehen. Im Worst Case - nach 10 Durchläufen - ist der Core i5-8250U rund 60% schneller als der Core i5-7200U aus dem Dell XPS 13 im Cinebench. Im ersten Durchlauf - und so werden die meisten Notebooks betrieben, kurze Lastspitzen - liegt der Leistungsvorteil bei rund 75%. In anderen Benchmarks liegt der Vorteil der neuen Generation zwischen 50 und 70%. Von 20% Vorteil ist man in jedem CPU-Benchmark weit, weit weg. qed.
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