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Samples des Ryzen Threadripper 1950X und 1920X eingetroffen

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Ab dem 10. August sind sie verfügbar, bereits seit Ende Juli können die vorbestellt werden – die ersten beiden Modelle der Ryzen Threadripper, namentlich 1950X und 1920X. Inzwischen haben uns die Samples von AMD erreicht, so dass man zu gegebenen Zeitpunkt auch mit einem entsprechenden Test rechnen kann.

An dieser Stelle dürfen wir auch die Retail-Verpackung von Ryzen Threadripper einmal etwas genauer vorstellen. Diese wird von AMD PIB genannt, was für Processor in a Box steht. Es handelt sich dabei um eine Box, die sich stark von den sonst üblichen Verpackungen für Prozesoren unterscheidet.

Auf der Seite der Verpackung befindet sich ein Aufkleber, der neben dem Modellnamen auch alle notwendigen Informationen zum Prozessor enthält. Der Ryzen Threadripper 1920X beispielsweise bietet 12 Kerne, 24 Threads, einen Basis-Takt von 3,5 GHz, einen Boost-Takt von 4,0 GHz und 38 MB an L2- plus L3-Cache.

Wird der Deckel des PIB aufgenommen, zeigt sich der weitere Inhalt der Verpackung. Dazu gehört der eigentlichen Prozessor, der sich noch einmal in einem Plastikgehäuse befindet, welches durch Drehen geöffnet werden kann. Eine Plexiglasscheibe zeigt aber schon bei geschlossenem Zustand das genaue Modell an.

Darin wiederum befindet sich der Prozessor, der in einen orangenen Rahmen eingefasst ist. In diesem Rahmen muss der Prozessor auch verbleiben, um im TR4-Sockel eingesetzt zu werden. Man sollte also nicht versuchen den Prozessor aus dem Rahmen heraus zunehmen und ohne diesen einzusetzen. Es könnte zu Beschädigungen kommen.

Der Grund für diese Art der Montage ist ganz einfach: AMD verwendet für den Sockel TR4 der Epyc- und Threadripper-Prozessoren ein Land Grid Array (LGA). Auf dem Prozessor befinden sich die Kontaktflächen. In diesem Fall 4.094 Stück. Dies ist im Vergleich zu den Skylake-X-Prozessoren der Core-X-Serie recht viel, denn hier reichen 2.011 Kontaktflächen aus. Zu bedenken ist allerdings, dass AMD eine Vielzahl an PCI-Express-Lanes und ein Quad-Channel-Interface verwendet. Auf dem Mainboard befinden sich die gefederten Kontakte, die recht empfindlich sind, so dass der Einbau mit Rahmen vorgeschrieben wird.

Der Verpackung ebenfalls bei liegt ein spezieller Torx-Schraubebdreher. Dieser ermöglicht ein Anziehen der drei Schrauben des TR4 mit dem gewünschten Drehmoment von 1,6 Nm. AMD empfiehlt nur den beiliegenden Drehmomentschlüssel zu verwenden, um Beschädigungen zu vermeiden.

Weiterhin noch in der Verpackung zu finden ist ein Montagerahmen, der zu den meisten der erhältlichen Wasserkühlern kompatibel ist. Diese lassen sich damit direkt auf dem Ryzen Threadripper montieren und verwenden. Bei den Luftkühlern ist die Auswahl derzeit noch etwas eingeschränkter. Weitere kleinere Beigaben sind eine bebilderte Montageanleitung und ein Ryzen-Threadripper-Gehäuseaufkleber.

Viel mehr gibt es an dieser Stelle nicht mehr zu sagen. Alle weiteren Details werden dann im Launch-Artikel enthalten sein, in dem wir auch zahlreiche Benchmarks präsentieren werden.

Threadripper im Vergleich
Modell Threadripper 1950X Threadripper 1920X Threadripper 1900X
Preis 1.040 Euro 830 Euro 549 US-Dollar
Sockel TR4 TR4 TR4
Kerne / Threads 16 / 32 12 / 24 8 / 16
Basis-Takt 3,4 GHz 3,5 GHz 3,8 GHz
Boost-Takt 4,0 GHz 4,0 GHz 4,0 GHz
All-Core-Boost - - -
XFR-Takt 4,2 GHz 4,2 GHz 4,2 GHz
L3 + L2-Cache 40 MB 38 MB -
PCI-Express-Lanes 60 + 4 60 + 4 60 + 4
TDP 180 W 180 W -

Zum Abschluss noch ein Video, welches die Montage des Ryzen-Threadripper-Prozessors zeigt. Es bedarf sicherlich einiges mehr an Beschreibung und Hinweisen, denn viele erste Presseberichte weisen bereits daraufhin, dass beispielsweise der Montagerahmen entfernt wurde, was zu Beschädigungen geführt hat.