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Ryzen Threadripper erscheint am 10. August – 8-Kern-Modell am 31. August

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Mitte Juli stellte AMD die ersten beiden Modelle der Ryzen-Threadripper-Serie offiziell vor. Heute nun wurden der Verkaufsstart dieser beiden und ein drittes Modell angekündigt. Die ersten Details zu den beiden ersten Threadripper-Prozessoren Ryzen Threadripper 1950X und 1920X sind bereits bekannt. Diese sollen 16 bzw. 12 Kerne bieten und 999 bzw. 799 US-Dollar kosten.

Für AMD sind die Ryzen-Threadripper-Prozessoren ein weiterer Baustein in der aktuellen Strategie auf dem Desktop für die Prozessoren. Mit den Ryzen-Serien 7, 5 und 3 hat man den Endkunden-Markt bereits weitestgehend versorgt, nun sollen die High-End-Nutzer folgen. Später in diesem Jahr sollen dann auch noch die Ryzen-Mobile- und Ryzen-Pro-Prozessoren folgen.

AMD hat mit den Ryzen-Prozessoren wieder Bewegung in den Markt gebracht und erstmals musste Intel wieder über die Veröffentlichung und Preisgestaltung seiner Prozessoren reagieren. Dies ist einer der Punkte, auf die man bei AMD sehr stolz ist. Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren will man aber noch einen Schritt weiter gehen und nicht nur mit Intel gleichziehen, sondern den Konkurrenten auch überholen.

Threadripper im Vergleich
Modell Threadripper 1950X Threadripper 1920X Threadripper 1900X
Preis 1.150 Euro 920 Euro 549 US-Dollar
Sockel TR4 TR4 TR4
Kerne / Threads 16 / 32 12 / 24 8 / 16
Basis-Takt 3,4 GHz 3,5 GHz 3,8 GHz
Boost-Takt 4,0 GHz 4,0 GHz 4,0 GHz
All-Core-Boost - - -
XFR-Takt 4,2 GHz 4,2 GHz 4,2 GHz
L3/L2-Cache 40 MB 38 MB -
PCI-Express-Lanes 60 + 4 60 + 4 60 + 4
TDP 180 W 180 W -

Demnach kennen wir nun auch den Basis- und Boost-Takt des Ryzen Threadripper 1900X. Noch nicht verraten dürfen wir den All-Core-Boost sowie den XFR-Takt.

Selbst der kleinste Threadripper könnte für den ein oder anderen Nutzer interessant werden, dass auch hier insgesamt 64 PCI-Express-Lanes angeboten werden und ein Quad-Channel-Interface für den Arbeitsspeicher vorhanden ist. Ein kleines Fragezeichen besteht noch hinter der Tatsache, ob er auch 32 MB L3-Cache bieten wird.

Das auch das kleinste Modell eine Thermal Design Power von 180 W vorweisen soll, klingt etwas merkwürdig, schließlich kommen hier nur halb so viele Kerne zum Einsatz wie beim 1950X. Da auch diese bereits mit einem Boost-Takt von 4,0 GHz arbeiten ist kaum wahrscheinlich, dass der 1900X deutlich höher taktet um das TDP-Budget besser auszunutzen. Die Ryzen-Prozessoren haben gezeigt, dass deutlich über 4 GHz nur schwer zu erreichen sind.

Noch ein paar Worte zum Aufbau des Prozessors. Im Package befinden sich vier Zeppelin-Dies. Davon sind aber jeweils nur zwei aktiv und zwei unbelichteten Dies werden als mechanische Stütze verwendet, damit der Heatspreader gleichmäßig aufliegt. Weitere Details dazu dann, wenn wir auch einen Test des Prozessors präsentieren können.

Auf dem Tech Day von AMD wurde aber auch gezeigt, was ein Ryzen Threadripper mit Hilfe einer extremen Kühlung erreichen kann. Mittels flüssigem Stickstoff gekühlt erreichte ein Ryzen Threadripper 1950X einen Takt von 5.188 MHz bei einer Spannung von rund 1,6 V. Erreicht wurde dies auf einem Whitehaven getauften Engineering-Mainboard von AMD. Der dazugehörige DDR4-Speicher lief mit 1.064 MHz und Timings von 1T 15-15-15-36-51. Das System stellte einen neuen Cinebench-Weltrekord von 4.122 Punkten auf.

Neben einigen Rekorden hat AMD nun aber auch noch "normale" Leistungswerte für den Ryzen Threadripper 1950X und 1920X veröffentlicht. Diese beziehen sich auf Anwendungen die auch Gebrauch von 12 und 16 Kernen bzw. 24 und 32 Threads machen. Dazu gehörgen Render-Anwendungen oder solche, die ein Encoding von Videodaten vornehmen.

In diesen Werten sieht sich AMD mit dem Ryzen Threadripper 1950X weit vor Intel und dem Core i9-7900X. Selbst der Ryzen Threadripper 1920X soll in vielen Bereichen noch schneller sein.

Bei solchen High-End-Systemen spielt natürlich auch die Leistungsaufnahme eine Rolle und dementsprechend wollte AMD auch dazu einige Werte liefern. Hier sieht man sich mit Intel und dem Core i9-7900X gleichauf, verbraucht also in etwa ähnlich so viel, was durch die höhere Leistung aber bedeutet, dass die Effizienz höher ist.

Die Vorbestellungen für den Ryzen Threadripper 1950X und 1920X sollen ab dem 31. Juli möglich sein. Ausgeliefert werden diese ab dem 10. August. Der Ryzen Threadripper 1900X folgt wie gesagt etwas später und ist ab dem 31. August verfügbar. Die deutschen Preise werden wir sicherlich in Kürze erfahren.

Wer sich zum Start für den Kauf eines Ryzen Threadripper entscheidet, stellt sich sicher die Frage welches Mainboard und welchen Kühler er hier verwenden soll. AMD nennt einige Kühler aus dem Hause Arctic, Coolermaster und Noctua, die zum Start verfügbar sein sollen. In der Verpackung des Prozessors befindet sich außerdem ein Montagerahmen, der auch zahlreiche Wasserkühlung zum Sockel TR4 kompatibel macht.

Ausgestellt wurden auch noch einmal einige der Mainboards, die zum Start verfügbar sein werden.